Jugendschutz - Die meisten Kinder und Jugendlichen sind regelmäßig online. Neben den zahlreichen Möglichkeiten sich zu informieren, Kontakte zu knüpfen oder Unterhaltung zu finden, birgt die Anonymität des Internets aber auch Risiken. Ein besonderes Ärgernis ist dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend das Cyber-Mobbing, also die Beleidigung, Bedrohung, Bloßstellung oder Belästigung von Personen mithilfe neuer Kommunikationsmedien – zum Beispiel über Handy, E-Mails, Webseiten, Foren, Chats und Communities.
Eine solcher Mobbing-Webseiten landete am 24. März 2011 nach einem Antrag des Ministeriums auf dem Index der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BPjM). Das bedeutet, dass die Seite aufgrund einer freiwilligen Selbstkontrolle nicht mehr über die großen Suchmaschinen gefunden werden kann. Außerdem wird die Seite in das BPjM-Modul aufgenommen und so von vielen Filterprogrammen erfasst und blockiert.
"Die psychischen Folgen von Cyber-Mobbing sind schlimm und wir wissen, dass das bis hin zu Suizidversuchen und brutalster realer Gewalt führen kann", begründet Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) die Indizierung und bezieht sich dabei auf den Selbstmord einer jungen Engländerin im September 2009 und eine Schlägerei in Berlin-Wedding im März 2011. Weiter soll eine neue Informations-Webseite des Ministeriums Jugendliche, Eltern und PädagogInnen zum Thema aufklären und Betroffenen praktische Tipps und Lösungswege aufzeigen.





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