Buchstäblich vielseitig: Buchtipps für den Gabentisch

Tannenbaum aus Büchern

Tannenbaum aus Büchern. Foto: iStockphoto

Schenken - Wer kennt das nicht? Die Adventszeit ist nicht nur besinnlich, sondern oft auch sehr angefüllt mit Gemeindeveranstaltungen, Weihnachtsfeiern, mit Karten Schreiben und dem Besorgen der Geschenke.

Um Ihnen Letzteres zu erleichtern, stellen wir Ihnen elf ausgewählte Geschenktipps vor. Für alle Altersgruppen ist etwas dabei, vom Bilderbuch bis zum Sachbuch, von wunderschön illustriert über spannend und lehrreich bis stimmungsvoll-festlich.

Ein Hausbuch für die ganze Familie

Sonnenschein und Sternenschimmer. Himmlische Geschichten, Lieder und Gedichte. Christine Knödler (Hrsg.), illustriert von Linda Wolfsgruber. Hildesheim: Gerstenberg 2010. 143 S.
ISBN 978-3-8369-5317-7, geb.: 14,95 Euro

Zu allen Zeiten haben Dichter über den Himmel geschrieben. In dieser Auswahl sind Texte aus unterschiedlichen Epochen und Ländern zusammengestellt. Man findet sowohl bekannte klassische Lieder wie "Der Mond ist aufgegangen" und Gedichte wie "An den Mond" von J.W. Goethe, als auch eher unbekannte moderne Geschichten wie "Der Stern" von Jörg Schubiger. Darüber hinaus bietet die Sammlung Märchen aus unterschiedlichen Ländern sowie Schöpfungs- und Weihnachtsgeschichten. Der Schwerpunkt liegt auf Texten für Kinder, insbesondere moderne Kinderlyrik. Eine Zusammenstellung, die vornehmlich durch die stimmungsvollen, collageartigen und poetischen Illustrationen von Linda Wolfsgruber an Schönheit gewinnt.

Ein Hausbuch für die ganze Familie, für Kinder ab 5 Jahren. Zum Vorlesen, selber Lesen und gemeinsamen Singen.

Anke Märk-Bürmann

Eine turbulente Geschichte über Mut, Vertrauen und Freundschaft

Nicht so schnell, Wilhelm Tell. Linard Bardill, Zürich: Atlantis 2010. 157 S.
ISBN 978-3-7152-0609-7, geb.: 13,90 Euro

Walters Vater ist ausgezogen und er und seine aus Mexiko stammende Mutter müssen sich mit der neuen Situation erst zurechtfinden. Doch viel schlimmer ist, dass er von dem älteren Schüler Paul gemobbt wird und daher oft die Schule schwänzt. Bei seiner Flucht vor Paul lernt er auf einem Schrottplatz den mysteriösen Tell kennen, der nicht nur so heißt wie der schweizer Nationalheld, sondern auch so aussieht. Im Unterricht der neuen Lehrerin darf sich Walter selbst aussuchen was er lernen will und so beschließt er herauszufinden, was es genau mit Wilhelm Tell auf sich hat. Die flott geschriebene Geschichte spitzt sich weiter zu, bis am Ende alle Fäden zusammenlaufen und auf dem Schrottplatz eine Entscheidung fällt.

Turbulente Geschichte über Mut und Gemeinschaft, Vertrauen und Freundschaft, der das gleichnamige Singspiel des Autors und Liedermachers zu Grunde liegt. Die gelungene Buchfassung wurde geschrieben, damit größere Kinder die Hintergründe der komplexen Geschichte nachlesen können.

Ein ausgesprochen unterhaltsames Kinderbuch für Kinder ab 6 Jahren, das seine interessante und vielfältige Handlung, in kurze Kapitel unterteilt, auch ungeübten Lesern leicht und zugänglich eröffnet.

Sabine Rohdenburg

Ein Berufspraktikum im Friseursalon eröffnet eine neue Welt

Über kurz oder lang. Marie-Aude Murail, aus d. Franz. von Tobias Scheffel. Frankfurt am Main: Fischer Schatzinsel 2010. 223 S.
ISBN 978-3-596-85390-8, geb.: 12,95 Euro
CD, Hörbuch Hamburg, ISBN 978-3-939375-97-5

Louis, Schüler der neunten Klasse und vierzehn Jahre alt, ist es ziemlich egal, wo er sein Praktikum absolviert. Seine Oma schlägt ihm vor, bei einem Friseur zu hospitieren, was nicht nur sein Vater, ein Chirurg, ablehnt, sondern auch seine Freunde. Dennoch beginnt Louis sein Praktikum genau dort. Als er seine Tätigkeit aufgenommen hat, ist ihm plötzlich nichts mehr egal, sondern er entdeckt seine Talente nicht nur im Umgang mit den Kunden, sondern auch seine Begabung und Kreativität als Friseur. Louis beginnt sein eigenes Leben zu leben, auch gegen den Willen seines Vaters und seiner Umgebung.

Der Autorin, 2008 mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet, ist auch mit diesem Roman ein großartiges Buch gelungen. Einfühlsam und fesselnd, atmosphärisch dicht und durchaus spannend erzählt sie von der Entwicklung eines jungen Menschen, der seinen Weg findet.- Der Epilog lässt den Leser in die weitere, durchaus glänzende Zukunft des jungen Friseurs blicken.

Ein wunderbares Buch, flüssig und leicht geschrieben, das allen Jugendlichen (ab 12 Jahren) sehr empfohlen werden kann. - Ebenso die Hörbuchversion.

Cornelia von Forstner

Afrika – Probleme und Zukunftsperspektiven

Afrika. Ein Kontinent im Wandel. Ludger Schadomsky, illustriert von Ute Bettzieche. Würzburg: Arena Verlag 2010 (Arena Bibliothek des Wissens). 138 S.
ISBN 978-3-401-06527-4, kt.: 9,95 Euro

Der Afrikanist und Redakteur bei der Deutschen Welle stellt Europas Nachbarkontinent aus persönlicher Erfahrung jenseits der gängigen Klischees vor. Er behandelt die Entstehung der Menschheit in Afrika, die afrikanischen Hochkulturen am Beispiel Timbuktus, die Sklaverei und den Kolonialismus, besonders den deutschen. Er geht aber auch auf heutige Probleme ein, etwa die Kongokriege und die sehr bescheidene Rolle Afrikas im Welthandel. Ferner werden angeschnitten die Wirksamkeit von Entwicklungshilfe, die Auswirkungen des Klimawandels und Südafrika seit dem Ende der Apartheid. Auch erfolgreiche afrikanische Staaten wie Botswana werden vorgestellt.

Insgesamt bietet das gut recherchierte und flüssig geschriebene Buch einen gelungenen und verständlichen ersten Einblick in eine Vielzahl von Themen rund um Afrika. Ein ausführliches Glossar und eine Zeittafel runden den durch comicartige Zeichnungen von Uta Bettzieche und etliche Schwarzweißfotos auch ästhetisch ansprechenden Band ab.

Das Buch eignet sich nicht nur für Jugendliche ab 13 Jahren, sondern auch für wenig informierte junge Erwachsene. Es ist eine gute Grundlage für Gesprächskreise zum Thema.

Peter Bräunlein

Erzählendes für Erwachsene

Jive Talker. Roman von Samson Kambalu, aus d. Engl. von Marlies Ruß. Zürich: Unionsverlag 2010. 347 S.
ISBN 978-3-293-00411-5, geb.: 19,90 Euro

Ein Jive-Talker ist so etwas wie ein Schwätzer, ein Angeber, ein Sprücheklopfer. Der Jive-Talker in diesem autobiografischen Roman ist Samson Kambalus Vater, ein Hilfsarzt, der stundenlang vor allem über philosophische Themen schwadroniert. Nietzsche hat es dem Jive-Talker besonders angetan. Und die Werke Nietzsches liegen auf dem Klo, wo auch die Kinder sie lesen können.

Der Vater wird alle paar Jahre an einen anderen Ort versetzt, und so lernt der Leser zusammen mit der Familie des Jive-Talkers allmählich ganz Malawi kennen. Dabei geht es immer auch um die Einflüsse der europäischen Kultur, um Künstler und Philosophen, aber auch Michael Jackson. Den Kontrast dazu bildet die afrikanische Wirklichkeit: Armut, Krankheit, politische Willkür, aber auch pure Lebensfreude. Dieses Nebeneinander von europäischer und US-amerikanischer Hoch- und Massenkultur und afrikanischer Wirklichkeit wird mit sehr viel Komik erzählt, obwohl es eigentlich um eine knochenharte Bildungsgeschichte geht.

Matthias Gröbel

Über den Zauber des Lesens und das Glück des Lesen-Könnens

Das Labyrinth der Wörter. Roman von Marie-Sabine Roger, aus d. Franz. von Claudia Kalscheuer. Hamburg: Hoffmann & Campe 2010. 205 S.
ISBN 978-3-455-40254-4, geb.: 18,00 Euro

Germain ist Mitte dreißig, ungeliebter Sohn einer vom Leben enttäuschten Mutter und Hilfsarbeiter. Zu seinem Selbstbild gehört seit Schultagen, dass er nicht der Schlauste ist. In der französischen Provinz hat er sich in sein ruhiges, im Grunde einsames Dasein gefügt. Auf einer Parkbank lernt er beim Beobachten der Tauben eine zarte alte Dame kennen, die ebenfalls gerne Tauben zählt. Die beiden aus ganz verschiedenen Welten kommenden Menschen freunden sich an, dabei spielt die Tatsache, dass die gebildete Margueritte ihm aus Büchern vorliest eine entscheidende Rolle.

Die bekannten Themen Freundschaft unter Ungleichen, Alt und Jung, die Entwicklung eines Außenseiters werden durch die Erzählweise der französischen Autorin zu einem Lesevergnügen. Sie lässt Germain als Ich-Erzähler auftreten und rückt damit seine Persönlichkeit und seine Sprache in den Mittelpunkt. Möge die Zauberwirkung des Lesens auch in der Wirklichkeit gelingen!

Ein leicht zu lesender charmanter Roman, der optimistisch vom Gelingen des Lebens und Lesens erzählt und dessen Happyend man in allen Bibliotheken gerne zur Kenntnis nehmen wird. Gern empfohlen, auch zum Vorlesen. Verfilmt mit Gérard Depardieu, deutscher Filmstart am 6. Januar 2011.

Gabriele Kassenbrock

Von der Schwierigkeit, sich eine neue Heimat zu schaffen

Wie Mr. Rosenblum in England sein Glück fand. Roman von Natasha Solomons, aus d. Engl. von Martin Ruben Becker. Reinbek: Kindler 2010. 381 S.
ISBN 978-3-463-40578-0, geb.: 19,95 Euro

Jakob hat sich vorgenommen, nur noch nach vorn zu schauen, in die Zukunft als Engländer. Bei der Ankunft erhält er vom Deutsch-Jüdischen Hilfskomitee eine "Freundliche Anleitung für jeden Flüchtling". Dieser Flyer wird zum Leitfaden für sein neues Leben. Akribisch arbeitet er die einzelnen Punkte von "Anzug aus der Savile Row" bis "Besitz eines Jaguars XK in Racing Green" ab und ergänzt sie sogar. Er gelangt zu Wohlstand und Ansehen. Nur der letzte Punkt "ein Gentleman ist Mitglied in einem Golfclub" bleibt ihm, doppelt stigmatisiert als Jude und "Kraut", verwehrt.

Also zieht er sich aus seinem Geschäft zurück, kauft ein Grundstück auf dem Land und zieht, widerwillig begleitet von seiner Frau in ein kleines Cottage und beginnt seinen eigenen Golfplatz anzulegen. Erst sabotiert, dann unterstützt von den Einheimischen. In seinem Eifer, englischer zu werden als ein Engländer, bemerkt er nicht, wie seine Frau sich innerlich immer mehr von ihm entfernt. Sie ist voller Heimweh. In ihren Erinnerungen an Eltern und Bruder erhalten die LeserInnen Einblicke in das verlorene heitere, geordnete Leben einer jüdischen bürgerlichen Familie in Deutschland Anfang der 30er Jahre. Fast verliert er sie, als sie eines Nachts verwirrt in die eisige Kälte hinausläuft.

Dieser Roman ist eine feinfühlige, humorvolle und auch traurige Geschichte einer Emigration. Trotz des wunderbar nostalgischen Tons und der geschilderten jüdisch/englischen Spleenigkeit wirft er so ernste Fragen auf wie: Welche Wurzeln braucht der Mensch, was ist Heimat und kann man sein Glück selbst in die Hand nehmen?

Ein Roman mit Tiefgang, der leicht zu lesen ist. Daher ungeübten wie geübten LeserInnen sehr gern empfohlen.

Christiane Harlis

 

Gottes-Häuser im Wandel der Zeit

Gottes Häuser oder die Kunst, Kirchen zu bauen und zu verstehen. Johann Hinrich Claussen, in Zusammenarbeit mit Christof Jaeger. München: Beck 2010. 287 S.
ISBN 978-3-406-60718-9, geb.: 24,95 Euro

An markanten Beispielen, die für die jeweilige Epoche aussagekräftig sind, wird gezeigt, wie Außen- und Innenwelt von christlichen Bauwerken aufeinander bezogen sind und daher oft schon während der langen Bauphasen Veränderungen vorgenommen werden mussten. Hatten die ersten christlichen Gemeinden sich in schlichten Hauskirchen versammelt, so trat nach der konstantinischen Wende und dem Bau großer Basiliken, die zugleich den Herrschaftsanspruch dokumentierten, eine zunehmende Prachtentfaltung ein. Sie zog sich von den romanischen Domen, über die gotischen Kathedralen bis zu den goldgeschmückten Barockkirchen durch. Bunt und vielfältig war die Nutzung durch Klerus einerseits und Kirchenvolk andererseits. Hier brachte die nachreformatorische Zeit - wenn auch erst zögerlich - eine enorme Veränderung für die Bauwerke.

Ein kaleidoskopartiges Füllhorn von heiligen und unheiligen Geschichten öffnet der Autor dem neugierigen kirchennahen und kirchenfernen Laien und nimmt ihn mit auf eine spannende Entdeckungsreise. Denn die Geschichte des Kirchenbaus ist - so sein Resümee - ein kulturhistorischer Leckerbissen aus 'steingewordenen Paradoxien'.

Gern empfohlen für an Kirchen-, Kunst- und Kulturgeschichte, Architektur und Sozialgeschichte interessierte Leser, die aus dem Rückblick auch Aspekte für die Gegenwart gewinnen können.

Halgard Kuhn

Ein argentinisches Reisetagebuch

Was ich im Wald in Argentinien sah. Ein Album von Sabine Küchler. Zürich: Arche 2010. 173 S.
ISBN 978-3-7160-2649-6, geb.: 18,00 Euro

Sabine Küchler will auf Einladung einer Kulturinstitution zusammen mit einem Philosophen und einer Fotografin den undurchdringlichen argentinischen Nebelwald bereisen, um dort nach den Überresten der einheimischen Waldgötter zu suchen. Sehr persönlich beschreibt sie Vorbereitung und Durchführung und resümiert am Ende des abenteuerlichen Geschehens in einer Busfahrt durch den Regenwald: "Es war traurig, den Wald jetzt so groß und herrlich hinter der (Bus-)Scheibe zu sehen, ohne ihn wirklich gesehen zu haben." - Dieses aufmerksam und gründlich zu lesende Reisebuch nimmt die LeserInnen mit auf eine Tour in die Ferne, die ganz anders ist, als erwartet und die eigentlich in die Nähe führt. Die Autorin lässt teilhaben an ihren Erlebnissen, Gedanken und Reflektionen über sich und ihre persönliche Entwicklung. Es gelingt ihr vortrefflich, Situationen, Menschen und Möglichkeiten zu beschreiben und den "Buchbegleiter" zu fesseln.

Die Gestaltung des Buches durch die einzuklebenden Fotoaufnahmen, die vielen verschieden gestalteten Absätze und die unterschiedlichen Schrifttypen machen das Buch zu einem Album über eine erstaunliche Reise. Und was hat die Autorin dort gesehen? Letztlich sich selbst und das reicht aus, oder? - Sabine Küchler erzählt sprachmächtig, einsichtsreich und wunderbar selbstironisch. Das ist Reiseliteratur, die den Namen verdient!

Diese ungewöhnliche Reiselektüre sei jeder und jedem empfohlen, die oder der sich auf eine ähnliche Reise begeben wollen, nicht nur in den Wald von Argentinien.

Kurt Triebel

Rezepte für traditionelle Feste

Himmlische Küche. Kochbuch für die christlichen Feste. Christa Spilling-Nöker, mit zwölf Rezepten von Lea Linster. Freiburg: Herder 2010. 223 S.
ISBN 978-3-451-30206-0, geb.: 22,95 Euro

Der Verlauf des Kirchenjahres bildet die Grundlage dieses reich illustrierten Bandes. Dr. Spilling-Nöker, evangelische Pastorin, Hausautorin bei Herder mit Texten zur Lebensgestaltung, legt hier mehr als nur ein Kochbuch vor. Vielmehr steht christliche Festtradition im Mittelpunkt, die sich symbolhaft in den Speisen wiederspiegelt. Jeder Zeitabschnitt, jedes Fest des Kirchenjahres in ökumenischer Vielfalt wird in seiner Bedeutung historisch erklärt, bis hin zu etymologischen Erläuterungen. Zu den grundlegenden Ausführungen der Autorin kommen besinnliche Texte von Dichtern..

Die festtypischen Gerichte stammen aus verschiedenen Jahrhunderten und deutschen Regionen mit unterschiedlicher religiöser Prägung. Rezepte aus dem späten Mittelalter und dem 19.Jahrhundert (Henriette Davidis) stehen neben denen der Autorin und denen von Lea Linster. Sehr Zeitaufwendiges und Kalorienreiches aber auch gut Umsetzbares ist erhalten - von den Thorner Kathrinchen bis zur Martinsgans. Ein Literaturverzeichnis ermöglicht weiterführende Beschäftigung.

Der auch im Layout herausragende Titel ist gut geeignet für die Gemeindearbeit, um Interesse an Tradition oder Erinnerungen zu wecken. Sehr empfohlen auch für den Eigenbesitz!

Uta Behnen

Und ein Tipp der Redaktion evangelisch.de

Auf der Arche ist der Jaguar Vegetarier. Claudia Kleinert, Anne Buhrfeind, mit Illustrationen von Kitty Kahane. Frankfurt/M.: Hansisches Druck- und Verlagshaus (edition chrismon) 2010, 32 S.
ISBN 978-3-86921-047-6, geb.: 15,90 Euro

Aufregung auf Hiddensee: Karla Kuh und Billy Bergi, der Bergschimpanse, sind besorgt. Droht eine Sintflut? Wo ist Noah? Der weiß doch, was man dann macht! Aber Noah ist zum Golfspielen auf Mallorca … Also müssen sich die Tiere selbst ihre Arche bauen. Bloß wie? Alle reden durcheinander, sie diskutieren und schuften, die Truppe streitet und versöhnt sich – Christoph Chamäleon färbt sich abwechselnd krautgrün und sandfarben vor Aufregung, und schließlich helfen alle mit beim Bau. Geschafft! Endlich heißt es "Leinen los!", und die Arche nimmt Kurs auf Mallorca – Noah suchen. Hannes Hahn wird Kapitän, die Möwen bringen ihm noch schnell die Seemannssprache bei, Gabi Giraffe übernimmt die Navigation, und Karla Kuh kocht Grassuppe für alle. Ob das schmeckt? Am Ende kommt zwar keine Taube, aber der Regenbogen.

Das Buch übersetzt die Geschichte von Noah in die heutige Zeit und führt dem Leser die Bedeutung von Arten- und Naturschutz für den Erhalt der Schöpfung vor Augen. Auch aufgrund der farbenfrohen Illustration wurde das Buch von der Stiftung Buchkunst als eines der schönsten deutschen Bücher 2010 prämiiert.

Geeignet für Eltern, die ihren Kindern die Geschichte der "Arche Noah" modern erzählen wollen.

Hanno Terbuyken (evangelisch.de)

 


Die Bücher wurden ausgewählt und besprochen von der Redaktion des Evangelischen Literaturportals e.V. 

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