Gutes fordern und fördern

Medienpädagogik: Gutes fordern und fördern.

Medienpolitik und Me - "Prüft aber alles, und das Gute behaltet." Das rät Apostel Paulus in 1. Thessalonicher 5,21, als hätte er schon im Rundfunkrat eines öffentlich-rechtlichen Senders gesessen. Was behaltenswert ist in den deutschen Rundfunkprogrammen und was korrigiert werden muss, darüber wachen die Aufsichtsgremien der Sendeanstalten und Landesmedienanstalten, in die auch die beiden Kirchen Vertreter entsenden. Um den Erfahrungsaustausch dieser kirchlichen Gremienvertreter zu erleichtern und eine gemeinsame Fortbildung zu ermöglichen, organisiert der Medienbeauftragte jährliche Tagungen.

Andreas Reinwart

Die vom Gesetzgeber gewünschte kirchliche Mitwirkung im Rundfunk findet auch auf der großen politischen Bühne statt, etwa bei der Novellierung der Rundfunkstaatsverträge. Dabei kommt die spezifisch evangelische Perspektive immer wieder neu zum Tragen, die Freiheiten nicht einschränken, sondern verantwortlich gestalten will. Auf vielen gesellschaftlichen Podien und im Gespräch mit Senderverantwortlichen setzt der Medienbeauftragte der EKD Freiheit und Verantwortung immer wieder neu ins Verhältnis. Zudem richtet er jährlich mit dem Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik und der Evangelischen Akademie zu Berlin die Berliner Medienrede und die Berliner Mediengespräche aus, bei denen die sechs Inforadios der ARD Medienpartner sind.

Die evangelische Medienarbeit richtet ein besonderes Augenmerk auf die Medienpädagogik. Nicht nur zu mahnen, was kritikwürdig ist, sondern gute Beispiele zu fördern und auszuzeichnen, ist die Haltung des präventiven Jugendmedienschutzes im Blick auf Fernsehprogramme wie auf Internetseiten. Deshalb hat die Evangelische Kirche in Deutschland seit Jahren viel Zeit und Geld investiert, um die Medienkompetenz von Kindern und Jugendlichen zu stärken und werthaltige Kinderprogramme zu entwickeln. Und so wurde für den Medienpreis der Evangelischen Kirche eine gesonderte Kategorie eingerichtet, die Kinderprogramme auszeichnet. Der unter Federführung der EKD gegründete "Erfurter Netcode", der Qualitätskriterien für kindgerechte Websites fördert, beteiligt sich beratend im Kuratorium der Initiative der Bundesregierung "Ein Netz für Kinder".

 

Links

Beschwerdeformular der Freiwilligen Selbstkontrolle Multimedia (FSM)
Sollten Sie im Internet auf ein zu beanstandendes Angebot gestoßen sein, teilen Sie dies der FSM mit.

Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft
Prüft Kinofilme, DVD's und Videos auf die Freigabe für bestimmte Altersklassen.

Freiwillige Selbstkontrolle Fernsehen
Prüft Programme privater Rundfunkanbieter auf die Ausstrahlung in altersbezogenen Zeitschienen, analog den Altersfreigaben der FSK

Bundesprüfstelle für jugendgefährende Medien
Indizierung von Medien, die den Vertrieb und die Verbreitung jugendgefährdender Medien einschränkt

Kommission für Jugendmedienschutz
zentrale Aufsichtsstelle Privater Rundfunk/Telemedien/Internet

 

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