Eine Freundin hat mir gerade etwas ziemelich Seltsames erzählt. Jetzt ist ja gerade Fastenzeit und viele verzichten auf Alkohol, Süßigkeiten (ich zum Beipsiel *stolz*), Zigaretten oder was weiß ich was noch. Sie (also Melanie) versucht sich gerade an "Onlinefasten". Ich hab gedacht ich hör nicht richtig.
Was soll das denn bitteschön? ;) Hab schon mit ihr darüber diskutiert und sie ist aber der Überzeugung, das jetzt einfach mal ausprobieren zu müssen. Sie meinte sie hing oft viel zu viel und viel zu lange in irgendwelchen Communities rum. StudiVZ ist mittlerweile out und sie hat Facebook für sich entdeckt. Ihre Mutter hatte wohl mal so einen Kommentar losgelassen von wegen Suchtverhalten...
Ich finde das um ehrlich zu sein völlig übertreiben. Ich möchte nicht wissen, wie viele Stunden in der Woche meine Eltern abends vor dem Fernseher abhängen. Da sagt ja auch niemand, sie wären Fernsehsüchtig. Wenn man nun noch ZEitunglesen und telefonieren dazurechnet, dann kommen da sicher pro Tag ein paar Stunden zusammen. Nur weil sie ihren Informations- und Kommunikationsbedarf vollständig über das Internet befriedigt ist sie doch noch lange kein Online-Junky!?
Ich meine klar, Fasten soll ja irgendwie auch so etwas wie eine echte Entbehrung sein. Sieben Tage nicht Online sein würde man da auch irgendwie überstehen. Aber so richtig zeitgemäß finde ich das eigentlich nicht. Gerade an der Uni ist ein Onlinezugang einfach mal total notwendig, da kann ich jetzt nicht einfach mal sagen ich checke meine Mails sieben Tage lang nicht. Also mir wäre das egal, was meine Eltern da sagen würden.
Onlinefasten - mit mir nicht! Was denkt ihr?
Hier ist übrigens noch ein guter Artikel zu diesem Thema: Sieben Tage Offline – mein Fazit
Kommentare
Also nur mal so zur Info: Das
Also nur mal so zur Info: Das Onlinefasten hat sie nicht durchgehalten. Ob ich das nun verursacht habe mit meinen kritischen Kommentaren oder bei ihr doch die Sucht durchgebrochen ist, man weiß es nicht
In Bezug auf das Internet finde ich es halt total schwer da eine Grenze zu ziehen... Sucht oder nicht? Ich meine ich gehe ja morgens auch nicht 2 Stunden zu Fuß zur Uni sondern nehme den HVV. Bin ich nun Bahnsüchtig?
Ich finde man sollte wirklich
Ich finde man sollte wirklich unterscheiden. Bei online-community, Online-Spielen und solchen Sachen kann man wirklich mal 7 Tage ohne auskommen, das fällt mir persönlich auch nicht schwer.
Das eigentliche Problem sind die Email, wie du so schön gesagt hast. Viele Email erwarten eine Bearbeitung innerhalb der nächsten 24h... deshalb ist es auch eine Email und keine normale Post.
Auf die Frage "kann ich wirklich jederzeit" aufhören, kann man natürlich mit einem JA! antworten und nebenbei rumtönen das die heutige Jugend Internet süchtig ist, aber um nochmal das Beispiel Emails zu bringen: Können kann man immer, aber dürfen nicht, weil man nämlich sonst wirklich einen wichtigen Termin verpasst.
Alternativ kann man ja auch in seiner zu ständigen Fakultät oder im Sekretariat seines Profs anrufen, dass man ab sofort nur noch per Brief oder Telefon kommunizieren möchte. Das stösst bestimmt auf viel Begeisterung...
Die ganze Suchtdebatte geht mir mittlerweile gehörig auf den Senkel. In den 70iger Jahren war das Fernsehen der ganz große Aufhänger heute ist es der Computer und das Internet, ich bin gespannt nach was wir in den nächsten 30 Jahren süchtig sind...
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Lebe, was du vom Evangelium verstanden hast. Und wenn es noch so wenig ist, aber lebe es!
Mein Schach- Trainer sagt zu
Mein Schach- Trainer sagt zu sowas "Was nicht weh tut, hilft auch nicht!" Wenn Eltern- Kommentare bez. Suchtverhalten (Will Dir da nichts unterstellen.) erwähnenswert sind, muß ja irgendwas dran sein,(Wo Rauch ist, ist auch Feuer!) sonst würde es einen nicht so auf die Palme bringen!
Ggf. hat fasten weniger mit echter Entbehrung zu tun, und mehr mit: Beherrsche ich das, auf was ich verzichte, oder beherrscht es mich? Oder, um den Finger in die Wunde zu legen: Die Antwort auf die Frage: Kann ich wirklich jederzeit aufhören?
Wenn man oft in Communities rumhängt, ist das ein Fasten- Einsatz. Ich zB. käme mit auf Süßes verzichten bedenklich an meine Grenzen.
Aquino