Hier entsteht eine Doktorarbeit

von Kathy_Valiant

Die wichtigste Aufgabe von m. a. (Magister artium) Karsten Kopjar aus Marburg in seiner wissenschaftlichen Arbeit über Kommunikation des Evangeliums im Web.2-Zeitalter ist es, seinen Prof (65) ans Internet heranzuführen. Demnächst wird der sich sogar einen Facebook-Accunt einrichten.
Aber Spaß beiseite. Karsten stellt in der Session jetzt verschiedene Medien in der Reihenfolge ihrer Entstehung und ihre Entsprechung im Internet einander gegenüber, also angefangen mit Print bis hin zu VZ-Netzwerken und www.evangelisch.de. Das bezeichnet er als „Gemeinschaft der Heiligen“ im Internet. Diesen Begriff benutzt er nicht mit „“ , sondern stellt ihn der Gemeinschaft der Heiligen im Gottesdienst gegenüber.
Jetzt kommt ein Theoretiker aus den 60-ern der letzten Jahrhunderts ins Spiel, der einiges über „Kommunikation des Evangeliums“ geschrieben hat. Einer im türkisen T-Shirt am Tisch kennt den sogar. Dieser Ernst Lange bildet die Folie für Kopjars eigene Theorie.
Weiter geht es um „Virtualität“. O.K. Es wird seine Diss., da muss es schon theoretisch fundiert sein. Auch die Wienerin Andrea mir gegenüber, die gleichfalls über solch ein Thema ihre Diplomarbeit schreibst, notiert eifrig mit. Er redet über die Idee eines roten Apfels, dann über dessen Beschreibung, dann über die geteilte Idee eines roten Apfels. Das sind die drei Stufen der Virtualität.
Jetzt wird’s praktisch, glaube ich:
Das Internet bleibt, ist Realität.
Medienformate werden crossmedial für verschiedene Medien bereit gestellt. Man muss Chancen und Risiken reflektieren, zum Beispiel kann er nicht mehr alle Blogs lesen, die er gut findet (ist das neu??).
Basisarbeit, Blogs, Chat-Seelsorge, Wikipedia ist wichtiger als institutionelle Pressearbeit. (Jetzt diskutieren einige Spezis über Wikipedia-Admins...). Karsten: Es gibt genug Punkte, wo man sich eintragen kann. Er berichtet ein Beispiel, wo er das mit Studenten in einem Blockseminar gemacht hat, jeder hat einen Wiki-Artikel geschrieben.
Ein mittelalter Teilnehmer bringt ein, dass die Leute im Unterschied zur Zeit Ernst Langes in unterschiedlichen Realitäten unterwegs sind. Was bedeutet die Kommunikation des Evangeliums in diese extrem unterschiedliche Realität?
Karsten: Da muss man dezentral kommunizieren. Teilnehmerin: Einzelseelsorge. Teilnehmer: Über weite Strecken können Gläubige eine Gemeinschaft bilden. Der Mittelalte: Wie finde ich den, an wen ich mich wenden kann? Andrea aus Wien: Das geht über Beziehungen.
Tom kommt rein. „Pause!“ Soll schon Schluss sein? Keiner reagiert.
Ralpe und der Türkise kommen in eine fundierte Diskussion über Lange und dessen Sicht des sakralen und säkularen Raums. Ist der kein Träumer der Dorfkirche, wie er mir schon erschien?
„Grundlage gelingender Online-Kommunikation ist immer ein stabiles Netzwerk im realen Leben!“ Das ist seine Schlussthese, also mit eine Steilvorlage für meine Session gleich. Da kann ich dann nicht mitschreiben.

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Kommentare

Verfasst von gislis am 3. Mai 2010 - 10:59.

weiterreichende Kommunikation

Liebe Kathy, du bist eine kommunikative Persson und berichtest uns über...

Liebe Kathy,

du bist eine kommunikative Persson und berichtest uns über das, was dich erreicht hat. Das finde ich sehr gut, danke. Es ist nicht selbstverständlich.

gislis