Am Wochenende habe ich mit Thorsten, einem guten Freund von mir, zum Frühstück in Frankfurt getroffen. Wir haben uns über dieses und jenes unterhalten und dann kam das Gespräch auch auf die Flutopfer in Pakistan zu sprechen. Er sagte, dass es uns Deutschen schwer zu vermitteln sei, wo es an Geld an allen Ecken und Kanten in unserem eigenen Land mangelte, uns da noch aufzufordern, für ein uns sehr fremdes Land zu spenden. Wir haben viele Arme, zu wenig Kindergärtenplätze, steigende Lebenshaltungskosten, usw., usw.
Ich kann seine Argumentation sicher ein Stück weit nachvollziehen. Meine Frau ergänzte dazu später am Nachmittag, dass es doch sehr viel Korruption in Pakistan gäbe und wir nicht sicher sein können, ob das Geld überhaupt da ankommt, wo es hinkommen muss. Vielleicht unterstützen wir damit vielleicht indirekt sogar die Taliban.
Nun leiden die Menschen in Pakistan unter der Flut sehr. Pakistan hat ein anderes Sozialsystem als wir hier in Deutschland und der Staat verfügt auch nicht über die Organisation und Mittel, wie wir hier in Deutschland. UNd, was wir nicht vergessen dürfen, ohne den Marshall-Plan wäre der Wiederaufbau in Deutschland auch langsamer wieder angelaufen. In schweren Zeiten ist fremde Hilfe etwas sehr wertvolles.
Nun lasse ich einfach die politisch-rationale Diskussion außen vor. Was sagt der Christ in mir? Meine älteste Tochter Katharina trägt ein Armband mit der Aufschrift: WWJD - What would Jesus do? Was würde Jesus machen? Ich denke er würde handeln und nicht fragen, ob die Korruption Geld abzweigt; er würde nicht fragen ob er genug eigene MIttel hätte und er würde das tun, was zu tun ist. Er würde helfen!
Ich als Christ, sehe in jedem Menschen Gottes Herrlichkeit und ich werde das tun, was ich machen kann, damit ich die Not etwas lindern kann. Ohne eine solidarische Weltgemeinschaft, wird die Kluft zwischen den Kulturen und Religionen größer werden. Ohne, dass ich einen aktiven Beitrag leiste, wird mein Gewissen belastet. Ohne meinen aktiven, kleinen Beitrag, kann es nicht zu einem ganzen Großen kommen. Wenn viele etwas geben, dann haben die Menschen in Pakistan die Chance eines Neuanfangs und wir können zeigen, dass wir als Christen und Christinnen wirkliche Nächstenliebe auch heute noch leben können.
Gesegnete Grüße,
Ralf
Kommentare
Spende Pakistan
Ich habe bereits gespendet, keine Frage ! Zilli
Was man nicht aufgibt, hat man nie verloren !