04. September. 2009 - 09:52 -
verfasst von Ismael
in: Die Bibel
Bibelübersetzungen
Welche Bibelübersetzungen bzw. -ausgaben benutzt ihr? Und warum?
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Kommentare
Welche Bibelübersetzungen bzw. -ausgaben benutzt ihr? Und warum?
Persönlich benutze ich gerne die Lutherbibel....
Hier ein bisschen Hintergrund zu den verschiedenen Übersetzungen: http://www.ekd.de/bibel/vielfalt_uebersetzungen.html
lg
ralpe
Welche Bibelübersetzungen bzw. -ausgaben benutzt ihr? Und warum?
Ich benutze für das Studium mesitens Luther (weil sie einfach gewohnt ist) und die Elberfelder, weil sie sehr nahe am Satzbau des Urtextes ist. Dazu benutze ich natürlich auch die Urtexte (Biblia Hebraica Stuttgartensia und Novum Testamentum Graece).
Zum Predigtvorbreiten mag ich sehr die Augabe Griechisch-Deutsch des NTG, weil man zwar den Luthertext liest, aber bei wichtigen Stellen eben auf die andere Seite schauen kann.
Außerdem übersetze ich gerade mit vielen Anderen den Urtext für eine neue (unter freier Lizenz stehende) Bibelübersetzung: Die Offene Bibel. Wenn wir ein bisschen weiter mit dem ersten Übersetzen sind, kann dann jeder mitmachen und helfen, die Übersetzung in gutes Deutsch zu verwandeln.
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www.offene-bibel.de - Die moderne Bibelübersetzung unter einer freien Lizenz zum Mitmachen!
Bibelübersetzungen
Ich benutze hauptsächlich die Lutherbibel. Diese Bibel kenne ich von der Konfirmandenzeit her. Das ist aber noch eine der älteren Ausgaben. Inzwischen habe ich mir die Lutherbibel von 1984 gekauft. Wenn ich vom Verstehen des Textes her nicht klar komme greife ich zu "Hoffnung für alle". Das ist allerdings nur eine Ausgabe des NT. Die habe ich mal bei einer Aktion von ProChrist bekommen. In der letzten Zeit überlege ich, ob ich mir noch eine Gute Nachricht Bibel AT und NT zulegen soll, weil ich gerade beim lesen im AT oft Verständnisprobleme habe.
http://www.evangelisch.de/community/kreis/bibelqui...
http://www.evangelisch.de/community/blog/Susanne
verschiedene Übersetzungen
Als ich in Jugendjahren mit dem Bibellesen anfing, hat mir die "Gute Nachricht" sehr geholfen. Sie war damals gerade neu erschienen. Damals war es für mich wichtig, auch mal längere Texte bewältigen zu können, ohne über die Formulierung jedes zweiten Satzes zu stolpern. Ein Taschentestament schleppte ich immer mit herum.
Aber irgendwann war ich so weit, dass ich die leichtgängige Gute Nachricht - Bibel in heutigem Deutsch verschenken konnte. (Sie ist dann noch durch mehrere Hände gegangen). Zum einen war ich selbst weiter, zum anderen war inzwischen die Einheitsübersetzung erschienen. Sie überfordert sprachlich auch niemanden und macht die GN eigentlich überflüssig. Ich finde sie garnicht so schlecht, wie sie oft gemacht wird, wobei mir die Kenntnis philologischer Feinheiten natürlich fehlt.
Wenn ich es ganz genau wissen will, greife ich zur revidierten Elberfelder Bibel. Diese lexikalische Übersetzung muss mir ungebildeten Feierabendtheologen die Urschrift ersetzen. Manchmal ist der Text allerdings so zum [ piep] genau dem griechischen Satzbau nachgebaut, dass man ihn nicht fließend vorlesen kann, ohne sich zu verhaspeln. Also für Bibel-Teilen und Hauskreisarbeit nicht so geeignet, eher zum Nachschlagen. Aber ich habe auch einige sehr schöne Formulierungen (hymmnische Teile des Buches Hiob) gefunden, wo sie an sprachlicher Schönheit der EÜ weit überlegen ist.
Manchmal ist es gut, statt eines leichtverdaulichen Bibeltextes einen mit mehr Ballaststoffen zu haben. Eine nicht alltägliche Formulierung regt eher mal zum Nachdenken an und setzt sich auch leichter im Kopf fest. Deswegen bleibt die Lutherbibel für mich unentbehrlich. Auch die Revisoren haben diesen Wert inzwischen erkannt und schrauben allzu leichtfertige Glättungen wieder zurück. Wenn es darum geht, jemandem einen Vers, einen Taufspruch oder so aufzuschreiben, ist für mich Luther wegen der sprachlichen Wucht immer noch erste Wahl. (Aber irgendwelche protestantischen Identitätsfragen mache ich nicht an der Lutherbibel fest, für solche kleinkarierten Eitelkeiten habe ich keinen Sinn.)
Inzwischen freunde ich mich auch mit der Neuen Züricher Bibel an. Leider habe ich nur die Evangelien und Psalmen auf CD, kann mir also kein so gutes Bild machen. Ich habe aber den Eindruck, dass es gelungen ist, Texttreue mit besonderer sprachlicher Schönheit zu verbinden.
Von außerordentlicher sprachlicher Schönheit - die Psalmen und Hymnen sind Musik! - ist die Übersetzung vom Herder-Verlag. Ich finde, sie kommt in dieser Hinsicht der Lutherbibel nahe, ohne aber antiquiert zu wirken. Leider sind die erhältlichen Ausgaben des Herder-Textes nur sehr dürftig mit Vers-Querverweisen (für das AT fehlen sie fast ganz) und Anmerkungen ausgestattet. Diese stehen im Anhang, was das Bibelstudium für den Laien sehr umständlich macht.
Wie auch die Einheitsübersetzung hat die Herder-Bibel den Mangel, dass das Tetragramm des Gottesnamens mit "Herr" widergegeben wird uns bestenfalls durch den vorangestellten Artikel von der Überstzung des normalen Wortes "adonai" ("Herr" als Anrede für einen König oder Propheten) zu unterscheiden ist. Hier hätte man auf die alte und bewährte Tradition zurückgreifen sollen, das Tetragramm mit HERR in Kapitälchen darzustellen.
Es gibt vom Herder-Text eine in Leder gebundene Taschenausgabe (ISBN 978-3-451-32320-1), die nicht nur wunderschön aussieht, sondern sich auch richtig gut anfühlt. Also richtig einladend! Würde man sie besser mit Querverweisen und Anmerkungen (die aber keine Kommentare sein dürfen) auf den Textseiten ausstatten und den Gottesnamen hervorheben, könnte diese Bibel zur ökumenischen Standardbibel im deutschen Sprachraum werden. Hoffentlich erkennen die Herausgeber diese Chance!
Ismael
Welche Bibelübersetzungen bzw. -ausgaben benutzt ihr? Und warum?
Wenn ich wieder Zuhause bin, werde ich eine Übersetzung aus dem Regal ziehen, die ich recht lange nicht mehr gelesen habe: " Die Schrift, verdeutscht von Martin Buber gemeinsam mit Franz Rosenzweig."
In dieser Übersetzung - eigentlich ist es mehr als eine Übersetzung - wird der Duktus der Hebräischen Bibel = unseres Alten Testamentes sehr lebendig.
http://www.die-bibel.de/wissen/bibeluebersetzung/d...
"Freiburger Erklärungsbibel"
Ich habe den Herder-Verlag kürzlich auf meine Meinung zur verlagseigenen Übersetzung und zu Ausstattungsfragen (s. o.) hingewiesen. Man arbeitet an einer Version mit besseren Hilfen die Leser. O-Ton vom Lektor:
Textus receptus "inspiriert"?
Im thread über "Ausstattungsfragen" ging es um eine neuere Bibelausgabe mit dem alten Luthertext von 1912. Weil es eine Frage der Übersetzung bzw. Textfassung ist, kopiere ich den Beitrag von johannes in diesen thread:
Zitat (Ismael): "Der Begründung der Herausgeber für die Wahl der alten Textfassung kann ich nicht folgen."
Ich denke das liegt daran, dass die Urheberrechte an der Lutherübersetzung von 1984 bei der Deutschen Bibelgesellschaft liegen.
Zitat (Deutsche Bibelgesellschaft): "Bitte beachten Sie, dass auch die Bibelübersetzungen und ursprachlichen Ausgaben, die bei der Deutschen Bibelgesellschaft erscheinen, urheberrechtlich geschützt sind. Es muss also auch eine Genehmigung eingeholt werden, wenn Verse/Passagen aus unseren Bibelübersetzungen (z.B. Lutherbibel, Gute Nachricht Bibel, BasisBibel, Menge Bibel) und den ursprachlichen Ausgaben (Hebräisch, Griechisch, Lateinisch) verwendet werden sollen."
Deutsche Bibelgesellschaft: www.dbg.de/meta/service/rechte.html
Die Übersetzung von 1912 (und älter) sind dagegen frei erhältlich und auch beispielsweise beim Projekt Gutenberg oder unter Bibel-Online im Internet zu finden.
Projekt Gutenberg: gutenberg.spiegel.de
Bibel-Online: www.bibel-online.net/
-----------------Zitat Ende-------
Nach Angabe der Herausgeber dieser Bibel (ich vermute einen Kreis konservativer und besonders bibeltreuer Lutheraner dahinter) hat die Wahl dieser altertümlichen Textfassung den Grund, dass sie den Textus receptus, eine 1516 von Erasmus von Rotterdam herausgegebene Fassung der griechischen Bibel (Septuaginta), als Übersetzungsgrundlage hat. Die Übersetzungen - auch in anderen europäischen Ländern - aus dem Textus receptus seien ausschlaggebend für die Reformation gewesen. Den späteren, an der Bibelwissenschaft orientierten Übersetzungen sei es nicht beschieden gewesen, einen solchen religiösen Aufbruch auszulösen. Deshalb gelten den Herausgebern die Textgrundlage des Erasmus und die daraus entstandenen landessprachlichen Übersetzungen als besonders inspiriert.
Für ein besonders schlagendes Argument für eine so antiquiert wirkende Texfassung halte ich das nicht.
RE: Bibelübersetzungen
Zum Lesen sehr praktisch und handlich: eine Franklin Bookman Luther Bibel; super daran> bei Suche nach Bibelstellen kann ich gleich 2 Begriffe eingeben, das e-book sucht dann die Bibel nach Sätzen ab, wo beide Begriffe vorkommen. So finde ich auch Bibelstellen, wenn ich den Wortlaut nur ungefähr weiß, immer noch.
Damit ich von Theologen nicht gelinkt werden kann, benutze ich bei ungeklärter Auslegung das konkordante NT aus dem griechischen Urtext wortwörtlich übersetzt. Ist total holprig, aber der Text benutzt für das selbe griechische Wort in der wortwörtlichen Übersetzung immer auch das gleiche deutsche Wort, so dass ich in der beigefügten Konkordanz nachschlagen kann, welches griechische Wort da steht, ohne griechisch zu können.
Auf diese Weise konnte ich auch für meinen Kreis A und O des Lobpreistanzes nachschlagen, dass bei Luk 15;25 für Gesang und Tanz im griechischen Urtext das Wort choros steht, davon abgeleitet Chor und Choreographie.
RE: Bibelübersetzungen
Hi,
Erstens und zweitens die revidierte Elberfelder. Erstens, weil sie echt genau übersetzt ist und zweitens, weil sie dem aktuellen Stand der Textforschung entspricht.
Drittens: Luther 84 . Was sonst. Mit der bin ich groß geworden, und die Formulierungen sind einfach klassisch und eingängig.
Viertens: Einheitsübersetzung. Sprachlich gut und textgenau.
Fünftens: Menge. Der ist klasse. Zwar schon älter, aber sehr nah am Grundtext und auch treffend.
Sechstens: Gute Nachricht Bibel. Wenn ich mal einen Text zum Vorlesen raussuche, den die Zuhörer leicht verdauen können sollen. Seit der Revision auch vertretbar.
Siebtens: Neues Leben. Habe ich noch nicht intensiv gelesen, hört sich bisher aber gut an.
Zum Studium und für die Predigtvorbereitung habe ich die Grundtexte in Griechisch und Hebräisch (NA27, BHS und LXX), die ich im Zweifelsfall immer konsultiere. Wozu hab' ich's sonst gelernt?
Von der "Hoffnung für alle" war ich früher mal etwas mehr angetan als heute. In der Praxis stoße ich immer wieder auf fatale Ungenauigkeiten, die den Text wirklich nicht besonders gut wiedergeben. Bei aller Liebe ist hier die Gute Nachricht die Gewinnerin.
Von der Volxbibel halte ich nicht viel, kann den Ansatz aber verstehen. Wer's mag.
Von der Bibel in gerechter Sprache halte ich den größtmöglichen Abstand. Ich will lieber an etwas anderem sterben.
So weit,
Fox
RE: Bibelübersetzungen
Ich benutze eine Luther-Übersetzung von 1984 und eine Schlachter von Anno Tubak.
In der Schlachter steht statt Jahwe an etlichen Stellen noch Jehowa. :-D
“Die Ehrfurcht vor der Vergangenheit und die Verantwortung gegenüber der Zukunft geben fürs Leben die richtige Haltung.” - Dietrich Bonhoeffer
RE: Bibelübersetzungen
Ich habe die Lutherbibel von 1984. Habe mir nun allerdings eine neue Bibel bestellt, die aber erst Ende Oktober rauskommt. Bin mal gespannt. Das ist dann die neue Genfer Übersetzung...
Genfer?
Die neue Genfer Übersetzung? Noch nie gehört! Weißt du, was sich die Übersetzer da speziell vorgenommen haben?
RE: Genfer?
Hier sind ein paar Infos:
http://www.bibelonline.de/products/Neues-Testament-Psalmen/Andere-Uebersetzungen/Neue-Genfer-Uebersetzung.html
RE: Bibelübersetzungen
Also ich liebe auch die Lutherbibel, würde aber euch auch echt mal die JörgZinkBibel ans Herz legen, die ist richtig klasse, sehr berührend...
Mehr als alles behüte dein Herz! Denn in ihm entspringt die Quelle des Lebens. (Sprüche4,23)
http://gottesgeschenk.wordpress.com/
RE: Bibelübersetzungen
Also es kommt ganz drauf an, für welchen Gebrauch:
Für den Alltagsgebrauch nehme ich die
Luther '84 wegen der vertrauten Sprache und den an vielen Stellen gut formulierten Sätzen.
Neue Genfer Übersetzung, von der es bisher leider nur das NT gibt. Ich finde, diese Übersetzung an den meisten Stellen phänomenal gut gelungen! Überaus verständlich aber durchaus noch sehr nah am Urtext. Die Druckversion erscheint jetzt erst, aber online ist sie schon komplett einsehbar, entweder unter http://www.ngue.info/online/lesen oder mit vielen anderen Übersetzungen unter http://www.bibleserver.com/.
Basis Bibel, das neue Projekt der Deutschen Bibelgesellschaft unter http://www.basisbibel.de/, von der es leider bis jetzt nur die Evangelien und einige Paulus-Briefe gibt (online einsehbar). Auch diese Übersetzung ist kommunikativ und genau am Urtext. Besonders gut auch für Jugendliche geeignet. Sie legt sehr viel Wert darauf, dass man den Gesamtzusammenhang nachvollziehen kann.
Hoffnung für Alle als gut verständliche Übersetzung vor allem bei AT-Stellen oder bei manchen Stellen, die mir in der Neuen Genfer nicht so gefallen. Die HfA ist zwar sehr schön geschrieben, dafür an manchen Stellen doch etwas ungenau. Allerdings finde ich, dass sie noch die beste kommunikative Gesamt-Übersetzung ist.
Einheitsübersetzung wegen der feierlichen Sprache, die bei manchen Texten super passt. Ich persönlich finde z.B. die Psalmen oft toll darin!
Von der "Neues Leben"-Bibel würde ich abraten, die ist an vielen Stellen (vor allem im NT) von einem evangelikal geprägten Glaubensverständnis beeinflusst. Andere Stellen dagegen übersetzt sie sehr schön und ist daher manchmal eine echte Alternative zu den anderen Übersetzungen. Die Gute Nachricht finde ich persönlich einfach nicht schön, oft sehr holprig, andersmal sehr schwammig, so dass ich sie nicht sehr geeignet finde.
Wenn man etwas wissenschaftlicher rangehen will, dann helfen neben den obligatorischen Urtexten vor allem
Elberfelder wegen großer Nähe zum Urtext (dafür aber nicht sehr schön und deshalb nicht zum Gottesdienst-Gebrauch o.ä. geeignet).
Menge wegen philologischer Genauigkeit, die der Schönheit des übersetzten Textes dagegen keinen Abbruch tut.
Die Schrift, eine AT-Übertragung von Buber/Rosenzweig, die die hebräische Sprache perfekt ins deutsche überträgt. Klingt erstmal fremd, aber nach einer Zeit bekommen diese Texte eine unglaubliche Würde und Schönheit, fast wie das richtige Hebräisch. Ich fand es eine Bereicherung, allerdings kann ich auch Hebräisch. Für den allgemeinen Gebrauch ist es wohl eher nicht geeignet.
Das müsste erstmal reichen an Bibel-Variationen. :)
Ansonsten lohnt auch die Volx-Bibel einer näheren Betrachtung, ich würde sie nur nicht als Übersetzung im eigentlichen Sinne bezeichnen. Ich finde, die Volxbibel kann eine nicht zu unterschätzende Hilfe dabei sein, wenn es darum geht, die Botschaft der Bibel für uns heute bedeutsam werden zu lassen. Sie kann nur keine "richtige" Bibelübersetzung ersetzen, sondern eben nur ergänzen. Außerdem muss man sagen, dass die einzelnen Volxbibel-Passagen erheblich in der Qualität schwanken, was bei einem Open-Source-Projekt nicht verwunderlich ist. Man muss also im konkreten Fall immer genau hinschauen. Aber ich würde behaupten, in der Arbeit mit Jugendlichen kommt man fast nicht drumherum... Außerdem sind die Ideen, wie manche Texte "übersetzt" sind echt amüsant (Ich sage nur Jesus und der Kühlschrank... ;-))
RE: Bibelübersetzungen
Hallo, Ismael, Sie sind ja ein sehr aktiver Mann der ersten Stunde. Ich begrüße diesen Kreis und finde den bisherigen Austausch gut.
Erstaunlicherweise findet die Volx-Bibel bei jungen Leuten großen Anklang.
Lieben Gruß,
Dörthe
RE: Bibelübersetzungen
Ich habe lange Zeit verschiedenste Übersetzungen gesammelt - mittlerweile habe ich mich auf drei "ältere" festgelegt:
- Der Klassiker Luther 1912 - mir gefällt die Sprache, der Stil, einfach alles. Ich bin mit Luthers Übersetzung groß geworden, und wenn ich Verse auswendig zitiere, dann immer aus Luther (wer kann schon Psalm 23 nach der Guten Nachricht?)
- Die Genaue Menge-Übersetzung - sprachgewaltig wie Luther, aber für mein Empfinden deutlich genauer.
- Die katholisch-ökumenische van Eß-Übersetzung - ein ehemaliger katholischer Ordensgeistlicher übersetzte zum Beginn des 19. Jahrhunderts die Bibel - und die evangelischen haben sie zuerst zu schätzen gelernt :-)
Daneben stelle ich auf meiner Homepage noch die Weizsäcker-Übersetzung des NT und vom AT Kautzsch - beide auch sehr gut.
RE: RE: Bibelübersetzungen
Für das Alte Testament nehme ich gern die Übertragung von Jörg Zink. Sprachlich gefällt sie mir. Der chronologisch nach der geschichtlichen Entstehung orientierte Aufbau ist sehr hilfreich.
Gruß
Charly
RE: Bibelübersetzungen
Meine Alltagsbibel ist "Luther 84". Ihren Wortlaut kenne ich seit meiner Kindheit (zumindest in der noch nicht revidierten Fassung).Die Sprachmächtigkeit erstaunt mich immer wieder und auch, wo sie vom Originalwortlaut abweicht, fasziniert sie mich.
Während meiner Zeit als Religionslehrer in der Grundschule habe ich die Neukirchner Kinderbibel schätzen gelernt. Wortwahl und Satzbau sind genial und für alle Kinder im Alter von 6 bis 12 verständlich.
Im Studium hat mich die Buber-Rosenzweig-Bibel fasziniert. Für mich ist die hebräische Sprache reinste Poesie und Wohlklang. Die Übersetzung empfindet dieses Sprachgefühl oft mit neuen Wortkreationen im Deutschen nach.
J.Rustmeier