Online-Bibeln
In einem Kreis kam die Idee auf, Online-Bibeln zum schnellen Nachschauen zu nutzen, anstatt längere Zitate in die Beiträge zu kopieren. Was jeweils angemessen ist, hängt von der Situation ab. Wenn ein Schriftwort selbst Thema eines Threads ist oder es nur um eine kurzen Vers geht, sollte man den Text wohl der Einfachheit halber in den Beitrag kopieren. Ansonsten bietet sich an, über Verknüpfungen Online Bibeln zu nutzen, damit die Posts nicht zu lang werden.
In diesem Thread lade ich euch ein, Verknüpfungen zu Online-Bibeln zu setzen, wenn möglich, mit einem kurzen Kommentar zu der jeweiligen Web-Seite, aber der Übersicht halber ohne große Diskussion. Wer sich diesen Thread dann mit dem Lesezeichen-Fähnchen als Favorit markiert, hat die Seiten dann schnell zur Hand.
Ich mach mal den Anfang:
www.bibelwissenschaft.de ist ein offizielles Angebot der Deutschen Bibelgesellschaft. Dort stehen die Luther-Bibel (1984), Menge-Übersetzung, Gute Nachricht-Bibel und die Bibeltexte in Hebräisch, Griechisch und Latein zur Verfügung. Außerdem gibt es ein Bibellexikon (WiBiLex) und eine größere Anzahl thematischer Artikel. Für die Nutzung muss man sich mit Benutzernamen anmelden, es ist aber kostenlos. (Es sei denn, man nutzt den Online-Shop der Bibelgesellschaft, aber das ist ja was anderes.)
LG. Ismael


Kommentare
RE: Online-Bibeln
Von der Internetpräsenz des Katholischen Bibelwerkes wird die Einheitsübersetzung angeboten, die -wenn ich nicht irre- unter Ismaels Link nicht zur Verfügung gestellt wird.
Gruß
Bernd
RE: Online-Bibeln
Hallo Ismael
Wenn ich mich recht erinnere, kam so ein Vorschlag von mir. Allerdings meinte ich was anderes.
Auf einem anderen christlichen Forum gab es die Funktion, dass ein Programm dir die Bibelstellen in den Kommentar reinschreibt. Du drückst den entsprechenden Button. Fügst Buch, Kapitel, Vers ein und voila schon erscheint der Vers. Ich fürchte, ein link zu einer onlinebibel führt ebenso wie der Verweis auf die Bibelstelle dazu, dass sie keiner liest; aber dann geht meist der Zusammenhang des Kommentars verloren.
Gruß Aaron
RE: RE: Online-Bibeln
Trotzdem: ich halte das für ein Hilfsmittel, das wir auf die Schnelle umsetzen können. :-)
RE: RE: RE: Online-Bibeln
Würde mich freuen, ismael. Hätte nicht gewagt, ohne deinen Enthusiasmus dies Thema weiter zu verfolgen. Hier jetzt der link zu dem Forum und dem thread, wo die Vorgehensweise beschrieben wird Lieben Gruß Aaron
http://www.2jesus.de/bibel-forum/bibelstellen-und-bibelzitate-im-forum-t...
RE: RE: RE: RE: Online-Bibeln
Genau das war meine Frage. Dave der Macher von übrigens http://www.2jesus.de/ (nicht verwechseln mit Jesus.de) ist von Beruf Grafikdesigner und hat da wohl so seine Tricks.
RE: RE: Online-Bibeln
Die Rechte der Bibeln ist tatsächlich ein Problem, ohne Vertrag kann man im Moment wohl nur eine alte (und damit gemeinfreie) Bibelübersetzung verwenden. In ein paar Jahren wird das anders aussehen.
[Werbeblock ein] Die Offene Bibel arbeitet schon an einer Bibelübersetzung, die unter einer freien Lizenz steht, und damit allein mit Quellenangaben verwendet werden darf. Für weitere Informationen lest meinen Blog auf evangelisch.de oder schaut Euch die Internetseite an. Auch Menschen ohne Hebräisch- und Griechisch-Kenntnisse können mithelfen! [Werbeblock aus]
Im Moment gibt es allerdings nur wenige Textstellen, die schon fertig übersetzt sind. (z.B. Haggai, große Teile von Amos, Markus1,...) Bis Weihnachten will das Projekt die Weihnachtsgeschichte (inkl. der Vorgeschichte in Lukas 1) fertig übersetzt haben.
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www.offene-bibel.de - Die moderne Bibelübersetzung unter einer freien Lizenz zum Mitmachen!
RE: RE: RE: Online-Bibeln
Hallo Wolfgang
Hilft dir zwar nur bedingt weiter, aber ich finde das Klasse dieses Projekt.
Auf der anderen Seite habe ich nur minimale Sprachkenntnisse: Großes Latinum nützt schon mal wenig außer für die Vulgata, Hebräisch rudimentär aufgrund einer AG während meiner Ausbildung zum Diakon, griechisch Kenntnisse der Arbeit mit dem Konkordanten NT ebnfalls als ordentliches Fach meiner Ausbildung.
Ob unter diesen Umständen eine laienhafte Mithilfe wirklich Sinn macht, bezweifle ich. Dazu käme der Zeitfaktor. Von Pfarrer Oberlin habe ich gelernt, dass es auch sowas wie eine Zeitsparbüchse geben kann. Damit muss ich dann so umgehen, wie es angesagt ist. Ich kann dieselbe Stunde auch nur einmal ausgeben, um den Vergleich Geld mit Zeit zu bemühen.
Lieben Gruß und Hochachtung für deine Arbeit an der Offenen Bibel
Aaron
RE: RE: RE: Online-Bibeln
Warum noch eine Übersetzung? Auf Anhieb wüsste ich eine Reihe gemeinfreier Bibeln bzw. Bibeln, die demnächst gemeinfrei sind. Viele davon stehen im Internet zur Verfügung. Hier einige Beispiele:
Luther 1545
Luther 1912
Elberfelder
NT Albrecht
NT Weizsäcker (u.a. hier: http://www.glaubensstimme.de/doku.php?id=autoren:weizsaecker:inhaltsverz... )
AT Kautzsch (u.a. hier: http://www.glaubensstimme.de/doku.php?id=autoren:kautzsch:inhaltsverzeic... )
Ab dem 1.1.2010 wird auch die Übersetzung von Hermann Menge gemeinfrei, d.h. auch diese kann dann verwendet werden.
In Arbeit zur Veröffentlichung sind derzeit Allioli, Wiese und van Ess.
P.S. Für Luther und Elberfelder gibt es ein Freeware-Produkt zum Einsatz auf Homepages. Genaueres unter
http://www.combib.de/
RE: RE: RE: RE: Online-Bibeln
Oh, hier gehen die Begriffe ein wenig durcheinander. Gemeinfrei sind die alten Übersetzungen (die Autoren 80 Jahre tot), was bald auf die Mengebibel zutrifft, und jetzt schon auf die beiden alten Lutherübersetzungen, Albrecht und die Elberfelder. Leider sind diese Übersetzungen eben nicht nur gemeinfrei sondern auch alt und damit in weiten Teilen schwer verständlich (zumindest für Erstleser).
Die Werke von Weizsäcker und Kautzsch sind nicht gemeinfrei, sie stehen unter einer Lizenz, die eine gewisse Freiheit bietet, aber diese Lizenz ist keine "echte" freie Lizenz, sie verbietet die kommerzielle Nutzung (zumindest ist das die Lizenz, die unter den von Dir angegeben Links zu finden ist).
Außerdem ist die Offene Bibel wesentlich mehr, als "nur" eine moderne Bibelübersetzung unter einer freien Lizenz, es ist ein ökumenisches Mitmachprojekt, das wissenschaftlich betreut wird und gleichzeitig durch die Beteiligung von vielen Menschen so nah an der heutigen Sprache sein kann wie möglich. Ich verweise mal auf eine kurze Zusammenfassung: http://www.erf.de/index.php?node=3178-542-3039&fpc=680 (oder auch auf unseren Seiten: http://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Interview_ERF )
Außerdem, ist es nicht ein wahrhaft evangelischer Gedanke, die Bibel immer wieder neu in die jeweilige Zeit hinein zu übersetzen?
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www.offene-bibel.de - Die moderne Bibelübersetzung unter einer freien Lizenz zum Mitmachen!
RE: RE: RE: RE: RE: Online-Bibeln
Hallo Wolfgang Kleine Ergänzung zum besseren Verständnis:
Zitat: sie verbietet die kommerzielle Nutzung (zumindest ist das die Lizenz, die unter den von Dir angegeben Links zu finden ist).
Klingt doch gut, wer will es schon "kommerziell nutzen", das Evangelium ist schließlich kein Gewerbe.
ABER: Schon wenn du auf deiner Seite irgendeine klitzekleine Werbung hast meinetwegen für einen christlichen Verlag, gilt es insgesamt, dass deine Seite kommerziell ist. Du kannst dann die Bibel nicht kostenlos (weil jetzt kommerziell) nutzen.
Das gab auch deswegen Ärger, als die Bibelgesellschaft die Lizenz zurückgenommen hat für die Luther. Anbieter, die bewußt keine Werbung hatten, also alles selbst finanziert hatten, standen plötzlich ohne Bibel da, obwohl sie doch auf ihre eigenen Kosten die Luther-Bibel mit ihrer Seite gefördert hatten.
Lieben Gruß Aaron
RE: RE: RE: RE: RE: RE: Online-Bibeln
Zitat: Klingt doch gut, wer will es schon "kommerziell nutzen", das Evangelium ist schließlich kein Gewerbe.
Tja, einerseits schon, aber andererseits gibt es auch tolle Bibelstudienprogramme, die kommerziuell sind (und nur so entstehen können. Ich bezahle gern etwas für eine tolle programmierleistung, einen tollen Drucksatz, oder einen Packen Grußkarten, die mit Bibeltext vollgedruckt sind, aber ich will nicht für den Bibeltext bezahlen, sondern für die Leistung drumherum! Eine solche Nutzung der Bibeltexte ist aber mit einer solchen nichtkommerziellen Lizenz nicht möglich.
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www.offene-bibel.de - Die moderne Bibelübersetzung unter einer freien Lizenz zum Mitmachen!
RE: RE: RE: RE: RE: RE: RE: Online-Bibeln
Hallo Wolfgang
Danke für die genauere Erklärung. Mein Kommentar richtete sich an solche, die denken, sie würden es nicht kommerziell nutzen. Sie tun es aber doch in dem Moment, wo irgendwo auf der Seite auch nur der kleinste Werbebanner ist. Da helfen mitunter klare Erklärungen im Impressum zu etwaigen unabsichtlichen Urheberrechtsverletzungen. Freie Texte dazu gibt es im Internet.
Die meisten von uns hier auf evangelisch.de haben ja keine onlineshops in ihrer website; obwohl es das auch gibt. Und nicht alle haben beruflich mit dem Evangelium zu tun. Im Übrigen würde mein Hinweis, dass das Evangelium kein Gewerbe ist hauptsächlich die Bibelgesellschaft und ihre neue anwenderfeindliche Lizenzpraxis kritisieren.
Gruß Aaron
RE: RE: RE: RE: RE: RE: RE: Online-Bibeln
Sag mir, was Du von der Seite nutzen willst, und ich gebe die Erlaubnis gerne. Viele Texte von der Seite werden beispielsweise von der Online-Bibel (http://www.onlinebible.org/html/ger/ ) verwendet, in Büchern genutzt oder von Zeitungen zitiert. Das Problem ist nicht die Nutzung der Texte, sondern dass viele Anbieter sich nicht die Arbeit machen möchten, die Texte umzuwandeln. Bei zwei Online-Bibeln, mit denen ich im Gespräch war, wurde von mir erwartet, dass ich die Texte für deren Software anpasse und auch noch die Module selber erstelle - und dazu fehlt mir schlicht die Zeit.
Die gewerbliche Nutzung, die ich mit der Lizenz untersage, ist in den Informationen zum Urheberrecht genauer beschrieben - es geht um bezahlten Content, wie z.B. die Gebrüder Schmidtlein ihn vertreiben. Da würde ich wirklich sauer. Dasselbe gilt für größere Verlage wie z.B. SCM, da ich der Meinung bin, dass die für Content auch zahlen können.
RE: RE: RE: RE: RE: Online-Bibeln
Hi Wolfgang,
um es noch genauer auszudrücken: Gemeinfrei sind Werke, nachdem der Autor 70 Jahre plus den Rest des Jahres, in das sein 70. Todestag fällt, verstorben ist. Das gilt auch für Weizsäcker und Kautzsch.
Die Lizenz, die auf der Seite verwendet wird, bezieht sich in erster Linie auf die Seite selber, in zweiter auf überarbeitete Texte. Und glaub mir, ich weiss das genau, weil ich der Betreiber der Seite bin. :-) Und wer von der Seite Texte nutzen will und mich gefragt hat, hat bislang fast immer die Erlaubnis bekommen (nur bei den Gebrüdern Schmidtlein würde ich eine Ausnahme machen).
Was die Lesbarkeit angeht, stimme ich mit Dir nicht überein - sowohl Menge als auch Albrecht sind für mein Dafürhalten sehr gut lesbar. Ich glaube auch, dass Menschen, die die Bibel lesen, sie nicht unbedingt wie einen Roman lesen wollen, sondern eine verständliche und trotzdem "würdige" Sprache wünschen. Nicht umsonst können heute die meisten Menschen (soweit sie es überhaupt können) das Vaterunser oder den Psalm 23 in der Regel im Lutherdeutsch.
Was die Übersetzung immer wieder neu in die Zeit hinein angeht, so habe ich schon meine Bedenken. Die "Bibel in gerechter Sprache" und die "Volxbibel" sind zwei solcher Versuche - beide mit fatalem Ausgang. Und auch andere "moderne" Übersetzungen (Die gute Nachricht '68, Luther 1975, Janssen) waren eher katastrophal als wirklich hilfreich.
Ich persönlich plädiere dafür: Statt die Bibel einer verflachten Sprache anzupassen, sollte man die Sprache zu heben versuchen.
RE: RE: RE: RE: RE: RE: Online-Bibeln
Hallo Janand,
ich verstehe. Ich muss zugeben, dass nach dem Lizenzfund auf Deiner Seite nicht weiter gesucht habe.
Die Lesbarkeit ist an vielen Stellen für viele Menschen schwierig und selbst wenn sie es verstehen können, stellt eine alte Sprache auch ein Hindernis beim Weiterlesen dar. Vielleicht ist das für Dich kein Problem, weil Du mit Luther 1912 groß geworden bist und deshalb (zumindest im kirchlichen Kontext) an eine solche Sprache gewöhnt bist. Luther 1912 ist aber für die Offene Bibel keine Alternative, da sie nicht mehr auf dem Stand der Wissenschaft ist (Stichwort textus receptus).
Deine Bedenken zu der BIGS und der Volxbibel kann ich durchaus nachvollziehen. Einige Übersetzungskriterien der BIGS finde ich haarsträubend und manche Stellen auch (ich kenne sie allerdings zu wenig um ein etwas fundiertes gegen sie sagen zu können). Die Volxibel kann man kaum als Übersetzung bezeichnen. Es ist wohl eher eine inhaltliche Übertragung in eine Nischensprache. Trotzdem bewirkt sie, dass sich ein ganz bestimmtes Klientel sich mit biblischen Inhalten auseinandersetzen kann.
Ich finde Dein Anliegen, das Sprachniveau zu heben, durchaus lobenswert. Mir geht so mancher Schreib- und Sprachstil auch auf die Nerven, aber die Frage ist, ob man nicht auf Dauer bildungsferne Schichten (und vielleicht sogar die Schichten darüber) aus der Kirche, dem Glauben und dem Christentum ausschließt, wenn man die Bibel nicht auch für sie verständlich macht. Wenn Du meinst beides (Verständlichkeit und Würdigkeit) zusammenbringen zu können, dann kann ich mir keinen besseren Mitarbeiter für die Offene Bibel wünschen! Und selbst wenn Du nur bei der Lesefassung auf die Würdigkeit achten würdest, wäre das für uns schon ein Gewinn, es sollen schließlich möglichst viele Menschen mit dieser Übersetzung angesprochen werden.
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www.offene-bibel.de - Die moderne Bibelübersetzung unter einer freien Lizenz zum Mitmachen!