Die zehn wichtigsten Trends im Lebensmittelmarkt
Angeregt durch die Behauptung, es habe im vergangenen Jahr sage und schreibe 10 (zehn) wichtige Tweets gegeben, bin ich ein bisschen herumgesurft und habe festgestellt, dass es auf fast allen Gebieten irgendwelche zehn wichtigsten Dinge gibt. Lustigerweise nicht acht, neun oder vielleicht auch mal elf, nein: zehn. Vielleicht zählen die Sammler solcher Wichtigkeiten (voll digital!) mit den Fingern, oder sie legitimieren sich unbewusst über die Zehn Gebote. (Wie der extra gute Texter von evangelisch.de, der mir immer noch zurufen darf: Du SOLLST dich mitteilen! Jaja, ich teile mich ja schon mit.)
Die zehn wichtigsten Trends im (Lebensmittel-) Markt sind interessanterweise in einem Portal für Ökolandbau zu finden. Was ich da lese, bestätigt unsere Überlegungen aus dem Klimakoch-Fred ziemlich genau. Der Hersteller von (hier: ökologisch angebauten) Lebensmitteln möge im Auge behalten: Die Leute können nicht kochen, mögen Exotisches, lassen sich Entscheidungen abnehmen und essen Bratwurst auf der Straße. Wirklich Hoffnung macht einem allerdings der Hinweis, dass die kulturelle Komponente, mit der Familie zusammen zu speisen einen Zusatznutzen Unterhaltungswert liefern kann. Mit anderen Worten: mit meinen Lieben zu essen und für sie oder mit ihnen zu kochen, macht Spaß. Hätten Sie's gedacht? Dieser Kreis liegt damit voll im Trend


Kommentare
RE: Die zehn wichtigsten Trends im Lebensmittelmarkt
Nun, da hat Oekolandbau.de aber ganz schön olle Kamellen für topaktuell ausgegeben - die genannte Quelle ist von 1999 und gibt die Trends für das Millenium, also das Jahr 2000, vor!
Aber sicher gelten auch 11 Jahre danach noch ein Teil der 10 wichtigsten Gründe...( LOL ) und deshalb würde ich verstärkt für den Verzehr von $-Bananen plädieren - die befriedigen mindestens 7 von 10 Trends und ganz besonders den Zusatznutzen Unterhaltungswert (mit Bananenschalen kann man viele Dinge anstellen...)
RE: RE: Die zehn wichtigsten Trends im Lebensmittelmarkt
Auch wenn die wichtigsten Trends schon 11 hahre alt sind:
mich machen sie nicht unbedingt fröhlicher:
Eine Amerikanisierung des Ernährungsstils,
immer weniger Zeit zum Kochen und immer weniger Kenntnisse über die Nahrungszubereitung,
Fast Food oder Straßenverzehr ist "in",
"Beliefere mich" - mühsame Einkäufe vermeiden,
Der Unterhaltungswert, den alltäglichen Dinge vermitteln wird immer wichtiger. Hierzu gehört insbesondere auch die kulturelle Komponente, mit der Familie zusammen zu speisen
Immer mehr Menschen halten sich nicht mehr an klassische Mahlzeiten. Sie essen wann, was und wo sie auch immer Lust dazu haben.
Das alles ist so gar nicht das, was ich mir unter verantwortlichem Umgang mit Lebensmitteln oder des gemeinsamen alltäglichen Essens in der Familie vorstelle.
Bin ich altmodisch? Mich würde wirklich interessieren, was die jüngeren User dazu sagen.
Auch das Segment der Öko und Naturkost verbunden mit mehr Frische wird in den nächsten Jahren stetig wachsen.
Das ist ja dann vielleicht ein Trost, wenn auch ein schwacher.
lg kreuzpatsch
RE: RE: RE: Die zehn wichtigsten Trends im Lebensmittelmarkt
Also die schreiben da ja zum ersten Punkt:
Eine Amerikanisierung des Ernährungsstils beinhaltet grundsätzlich zwei Ausrichtungen: Auf der einen Seite die, welche üblicherweise mit der Fastfood Kultur verbunden wird und andererseits diejenige, die mit stärkeren kulturellen Durchdringungen der verschiedenen Nationen einher geht. Gerade letztere Ausrichtung könnte unter dem Motto gesehen werden: die Lebensmittel sollen neuartig sein aus anderen Weltregionen, aber bitte nicht zu exotisch, nicht zu unterschiedlich.
Nun frage ich mich doch: Was ist daran besonders amerikanisch?
Fastfood ist keine besonders amerikanische Erfindung - früher nannte sich das bei uns Imbissstand oder auch Fritten- oder Wurstbude. Im oberfränkischen Hof gibt's Würstchen (typisch für Fastfood) bereits seit 1881 als Straßenverkauf!
Und auch das um diese Zeit entstandene Bistro der Franzosen ist wohl kaum besonders amerikanisch. Selbst als Amerika in der Antike noch ganz für sich alleine war und aufwendig und langwierig kochte gab es in Europa bereits Julius Cäsar's Fastfood Restaurants.
Ebenso der ach so amerikanisch geltende Hamburger und inbegriff der Fastfood ist europäischen Ursprungs! Er kam 1904 mit der Weltausstellung in St. Louis von Hamburg in Deutschland nach ebenda.
Die integrierende Foastfoodsauce Tomatenketchup stammt auch aus Europa. Abgeleitet von italienischen Tomatensaucen wurde er in England kreiert und nach Amerika exportiert. Herr Heinz, der übrigens von Deutschen Auswanderern abstammt, war und ist eigentlich nur gut in der Vermarktung des Produktes.
Naja und die andere Komponente gibt es sowieso von jeher in Deutschland und Europa. Hätten unsere Vorfahren nicht auf die Kartoffel gesetzt, so hätten wir sicher keine Pommes Frittes von den Belgiern übernommen und hätten wir keine Gastarbeiter gehabt, wäre der um 1860 entstandene türkische Döner Kebap nicht zu einem Konkurrenzprodukt des Hamburgers geworden.
Also alles Amerikanisierung?
RE: RE: RE: RE: Die zehn wichtigsten Trends im Lebensmittelmarkt
...kleiner Einspruch wg. des Ketchup!
Wikipedia schreibt dazu:
Am verbreitetsten ist die Auffassung, dass der Begriff aus Ostasien oder Südostasien stammt. Schon im 19. Jahrhundert gab es die Vermutung, Ketchup stamme aus dem Malayischen. In malaiischen Wörterbüchern wird das Wort jedoch der chinesischen Sprache zugeschrieben. Im Oxford English Dictionary findet sich die Theorie, dass es sich um eine Anglisierung von kê-tsiap handele, ein Wort aus dem Amoy-Dialekt in China, mit dem die Flüssigkeit von fermentiertem Fisch – eine gewürzte Fischtunke – bezeichnet werde. Sinologen haben aber darauf hingewiesen, dass es sich dabei auch um einen Wortimport handele, eventuell aus Vietnam.[1]
Wahrscheinlich ist die Herkunft aus dem Indonesischen, dort bedeutet kecap einfach Sauce, wird aber meistens für eine fermentierte Sauce aus schwarzen Sojabohnen verwendet.[2] Diese Bedeutung würde mit den frühen Rezepten für Ketchup in englischen Kochbüchern übereinstimmen. Mit Tomaten hatte Ketchup ursprünglich nichts zu tun.
lg kreuzpatsch
Re: Ketchup
Na, na, na Kreutzpatsch!
Dein Zitat sagt nichts über den heute gebräuchlichen Tomatenketchup aus, sondern etwas über die Herkunft des Wortes Ketchup und was ursprünglich darunter verstanden wurde!
Deshalb sollte man auch den Rest des Artikels von WP lesen und dort erfährt man dann folgendes zu Tomatenketchup:
Mit Hilfe der britischen Kochbücher wurde Ketchup auch in den USA bekannt. 1812 erschien hier dann das erste Rezept für eine solche Würzsauce auf der Basis von pürierten Tomaten. Möglicherweise wurde es angeregt von Rezepten für italienische Tomatensauce, von denen das erste 1804 in Großbritannien erschienen war. Der Unterschied bestand darin, dass beim Ketchup Essig zugesetzt wurde und das Ergebnis eine haltbare fermentierte Sauce war.
LG Thomas :-)
RE: Re: Ketchup
klar hatte ich das gelesen :-))
aber ürsprünglich kommt er doch wohl irgendwie aus Asien und ist dann - zugegebenermaßen - ins britische Kochbuch gelangt. Und die Amerikaner haben dann eben mal eine Würzsoße auf der Basis von Tomaten ausprobiert, angeregt duch die italienische Tomatensoße. Passt zu Punkt 7 der wichtigste Trends:
"Verrückte Sachen sind möglich. Heute und womöglich noch mehr in den nächsten Jahren wird es heißen "Anything goes", es muss nur verrückt genug sein."
lg kreuzpatsch
RE: RE: Re: Ketchup
LOL - dann stimmt ja wieder alles !
RE: RE: RE: Re: Ketchup
immer doch! :-)))
RE: RE: Die zehn wichtigsten Bananenrezepte, Teil 1
Krakau stellte fest: Nun, da hat Oekolandbau.de aber ganz schön olle Kamellen für topaktuell ausgegeben.
Ja logisch. Es dauert eine Weile, bis Bio beim Aldi angekommen ist, und es dauert gleichfalls eine Weile, bis Marketing beim Biobauern ankommt.
Das mit den Bananen ist natürlich genial. Sie sind exotisch, man muss sie nicht kochen, man kann sie auf der Straße verzehren, sie sind bequem, sie gelten als gesund, sie machen obendrein glücklich, und vegetarisch sind sie auch noch. Wem sie nicht amerikanisch genug sind: Hier kommt ein Rezept, damit es nicht zu sehr am Thema des Kreises vorbei geht.
Man mache ein Lagerfeuer. Pro Teilnehmer wird nun eine (krumme!) Banane ausgegeben und NICHT geschält, sondern stattdessen in der Innenkurve mit einem Messer eingeschnitten. In diesen Schlitz stopft man nun nebeneinander soviele Marshmallows, wie reingehen. So drei, vier, fünf pro Banane können das schon sein. Und die so präparierten Bananen setzt man nun wie Schiffchen in die Glut des Lagerfeuers. Die Marshmallows schmelzen, die Banane wird in der Schale gebacken, kippt wahrscheinlich auch mal um, wird höchstens ein ganz bisschen rußig und kann am Ende rausgelöffelt werden. Schafft jedenfalls bleibende Erinnerungen.
Das ist jetzt nur eins von den zehn wichtigsten Rezepten, aber dafür eins mit Unterhaltungswert. Gibt's eigentlich schon Bio-Öko-Marshmallows?
- Streite dich nicht mit einem Dummkopf. Er zieht dich auf sein Niveau herunter und schlägt dich dort mit seiner Erfahrung. (Quelle unbekannt)-
RE: RE: RE: RE: Die zehn wichtigsten Bananenrezepte, Teil ...
Liest sich lecker und könnte auch ein guter Dip sein.
- Streite dich nicht mit einem Dummkopf. Er zieht dich auf sein Niveau herunter und schlägt dich dort mit seiner Erfahrung. (Quelle unbekannt)-
er wird jetzt vernichtet
Vor mir liegt in wenigen Minuten der letzte ausgepackte Weihnachtsmann, oder noch gerade so der eingepackte vor-vor-vor-vor-vor-letzte Weihnachtsmann
Schokogrüße
gislis