Respekt vor allem Anderssein
Vorurteile begleiten unseren Alltag. Keiner kann sich von irgendwelchen Vorurteilen ganz freisprechen und es ist nur allzu menschlich, Vorurteile zuerst bei Anderen zu entdecken und anzuprangern, nur bei sich selber nicht.
Die Vorgeschichte zu diesem Gebet »Gottes andersartige Schöpfung«:
► | Krebs & Aids
► | ▪ Anmerkung zu Krebs & Aids
► | Begegnung mit »Sündern«
Herr,
mach mich frei von Vorurteilen.
lass mich nicht nur Vorurteile bei anderen
entdecken und anprangern,
sondern hilf mir,
auch meine eigene Voreingenommenheit
wahrzunehmen und zu relativieren,
insbesondere gegenüber Andersartigkeit
als die Mehrheitsgesellschaft,
gegenüber Menschen,
die anders leben,
glauben oder aussehen,
gegenüber Menschen,
die für mich unverständlich
anders empfinden,
lieben und trauern,
gegenüber Krankheiten,
deren Herkunft für viele
als anstößig gilt,
deren Träger aber Deine Geschöpfe sind.
Herr,
lass mich Deine Schöpfung,
die von Andersartigkeit geprägt ist,
in allem als Dein Werk begreifen.
Gib mir die Demut,
Dein Werk
nicht mit meinen Urteilen herabzuwürdigen,
sondern negative Assoziationen
durch positive zu ersetzen.
Hilf mir im Alltag,
zwischen Recht und Unrecht
zu unterscheiden,
und im Zweifelsfalle
immer ganz entkrampft
vor empfundenem Recht oder Unrecht
Menschlichkeit walten zu lassen.
Schenk mir Deinen inneren Frieden,
Deine heilsame Gelassenheit
und vor allem:
Respekt vor allem Anderssein.
Weitere selbst formulierte »GEBETE«:
► | ▪ Als Gebet: »Ein Kind kann …«
► | ▪ Als Gebet: »Wenn der Wecker morgens klingelt … «
► | Fürbitten eines Hochzeitspaares
► | Atemgebet
► | Sterbeangst
► | Fassungslos, traurig, deprimiert: Ein Gebet
► | Mein heutiges Dankgebet
Herzlich,
Stephan
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© 2010 Stephan Wolters , Autor von: »Gras in den Dünen«
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Kommentare
Respekt
Guten Morgen, Stephan,
das mit dem Vorurteil ist so eine Sache. Ganz ohne Vorurtteil geht wohl wirklich nicht, weil wir immer jemanden scannen, wenn er/sie gegenübertritt. Ich habe mal gelesen, dass es noch eine Reaktion aus der Steinzeit ist, nach dem einfachen Schema gut oder böse, Gefahr oder nicht ! Darauf reagieren wir immer noch ! Es bleibt nur, damit vernünftig umzugehen, denn so bedroht ist unser Leben ja nicht mehr. Ich versuche möglichst vorurteilsfrei zu sein, es gelingt nur bewußt und man kann ja auch immer wieder revidieren. Am meisten fällt es auf, wenn man selbst negativ "gescannt" wird und man Argwohn erlebt, der befremdlich wirkt. Das ist immer eine gute Erfahrung, um dann über sich selbst wieder einmal nachzudenken.
Eine schöne Woche, danke für diesen Denkanstoß
Petra
Was man nicht aufgibt, hat man nie verloren !