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Fassungslos, traurig, deprimiert: Ein Gebet

Fassungslos, bewegungslos, wortlos, traurig, deprimiert …
 
Nach diesem fast größten Erdbeben aller Zeiten in Japan, diesem schrecklichen Tsunami mit all seiner Zerstörungswut und seinem Elend, diesem Super-GAU, diesem Alptraum, der keiner ist sondern Wirklichkeit geworden ist … mir fehlten jegliche Worte.
 
Gelähmt, immer noch mehr besorgt und vor allem: traurig, maßlos traurig.
 

 

 

 
Herr,

nach diesem fürchterlichen Erdbeben,
Tsunami und Reaktorunglück
sind wir ängstlich, zornig
und vor allem ratlos.
 
lass die Betroffenen
nicht allein:

Auch wir wollen zu ihnen stehen,
helfen und ihnen zurufen:

Ihr seid nicht allein!
 

lass nicht zu,

dass bei diesem Krieg
zwischen Natur und Menschenwerk
der Mensch verliert:

Stärke und schütze uns
und unsere Natur
vor allem vor uneinsichtigen Menschen
und verheerenden Naturgewalten.
 

Verhelfe uns Menschen
zu der Einsicht:
 

dass wir als Menschen
nicht alles händeln können,
 
dass wir uns nicht
von zerstörerischen Technologien
abhängig machen,
die wir nicht beherrschen.
 
dass wir von der Natur
abhängig sind,
und nicht die Natur von uns.
 
dass alles,
was sich gegen die Natur richtet,
wie z.B. Kernreaktoren,
bitterlich gerächt wird.
 
dass das Vertrauen auf Atomkraft
kurzsichtig ist,
gerade jetzt,
da wieder kostbares Land
für Jahrzehnte
verloren zu gehen droht.
 

Herr,

Du bist und bleibst
unsere Zuversicht
und Stärke!
 
Wir bitten Dich,
erhöre uns.

 

 
 

 

Herzlich,
 
Stephan
---------

© 2011     Stephan Wolters ,   Autor von: »Gras in den Dünen«
 

 
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