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Trauern

Auch wenn diese Frage xxxxx klingt, ich stelle sie trotzdem:

Trauern, wie geht das?

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Kommentare 6

Kommentare

Verfasst von wishful am 18. November 2009 - 21:33.
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RE: Trauern

Wie meinst du: "wie geht das"? Was "angemessen" ist und was...

Wie meinst du: "wie geht das"? Was "angemessen" ist und was nicht? Ein wenig bin ich jetzt verwirrt.

Verfasst von Trixi am 18. November 2009 - 22:23.
Kommentar auf: Trauern

RE: Trauern

Hallo Sashi, trauern heißt sich bewußt oder auch unbewußt mit...

Hallo Sashi,

trauern heißt sich bewußt oder auch unbewußt mit einem Verlust auseinanderzusetzen. Das muß nicht immer ein Mensch sein, dessen Verlust man zu beklagen hat. Es kann auch einfach ein Lebensabschnitt sein, dem man nachtrauert, z.B. das Verlassen eines schönes Urlaubsortes, die Beendigung der Schulzeit, die Arbeitsstelle, die man verlassen hat. Das Lieblingsbuch, dass einem verloren gegangen ist oder eine Liebe, die zu Ende ist.

Trauer heißt, dass man erkannt hat, dass etwas im Leben verloren gegangen ist, was nun (schmerzlich) vermißt wird.

Das führt unweigerlich zu traurigen Gedanken. Die eigene Stimmung ist betrübt und das Lachen fällt schwer. Damit ist auch verbunden, dass das eigene Weltbild und die persönliche Situation in Frage gestellt wird(religiös oder philosophisch). Trauer kann zu Unverständnis, Wut, Zorn, Agressivität und jeder Menge Tränen führen.

Das Verarbeiten dieses Prozesses und der Gefühle die damit verbunden sind, ist die Trauer. Man muß den Verlust begreifen und sich damit auseinandersetzen. Und das kann sehr weh tun! Ist die Trauer verarbeitet , wird der Verlust akzepiert und das Leben mit dieser Erfahrung neu gestaltet.

Herzliche Grüße Trixi

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Verfasst von J.Rustmeier am 18. November 2009 - 23:12.
Kommentar auf: Trauern

RE: Trauern

Trauern heißt Abschiednehmen. Das ist immer schwer bis unmöglich....

Trauern heißt Abschiednehmen. Das ist immer schwer bis unmöglich. Und es braucht seine Zeit. Wichtig ist, dass man seine Trauer zulässt, dass man weinen kann, dass man nicht verdrängt (außer vorübergehend um sich zu entlasten), dass man auf sich selbst Rücksicht nimmt. Unterschiedlichste Gefühle werden dabei frei: Liebe, Mitleid, Schuldgefühle, Wut ("Warum hast du mir das angetan?"), Hass ("Dass kann ich dir niemals vergessen!"). All dies ist wichtig und kann sich in einem Trauerprozess ereignen. Wichtig ist nur, dass man all dies zulässt, ohne sich selbst zu zerfleischen oder zu bestrafen.

Ich bin in einem sehr traditionellen, lutherisch geprägten Dorft aufgewachsen. Dort trugen die Menschen noch in meiner Kindheit ein Jahr lang Schwarz, wenn ein nahes Familienmitglied gestorben war. Für alle anderen war es sichtbar. Ich fand das sehr äußerlich und gezwungen, weil es dem Menschen, der Schwarz trug nicht unbedingt entsprach. Heute weiß ich, dass die Trauer beim Verlust eines Menschen ihre Zeit braucht. Sie verändert sich, aber nicht unbedingt nach einem Jahr wieder zur Fröhlichkeit, zur gewohnten bunten Kleidung. Glücklicherweise entscheidet das heute jeder für sich selbst. Ich bin ein nachdenklicher, aber sehr fröhlicher Mensch, liebe das Leben und die Menschen und die Welt um mich herum, aber trotzdem trägt meine Seele an manchen Stellen Schwarz, aber ich kann damit leben. Meine Oma, die für mich wie eine Mutter war, ist 1992 gestorben. Ich habe sie niemals vergessen und sie prägt mein Leben bis heute. Meine Trauer wird aber begleitet von schönen Erinnerungen an meine Kindheit, Freude und viel Dankbarkeit. Ich glaube, das wird auch bis zu meinem Lebensende so bleiben. Das ist ein reiches Geschenk, dass Gott mir gemacht hat...

J.Rustmeier

Verfasst von StephanWolters am 18. Mai 2011 - 15:14.
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Trauern

  Trauern Trauer kann man nicht sehen, nicht hören. Trauer kann...

 

Trauern

Trauer kann man nicht sehen, nicht hören.
Trauer kann man nur fühlen.
 
Trauer ist ein Gefühl und wie alle Gefühle nur schwer beschreibbar.
 
Trauer ist sehr individuell:

Jeder trauert anders,
spürt sie anders,
fühlt sie anders.

Jeder erlebt Trauer auf seine ganz persönliche Art.
 
Trauer ist eine der intensivsten und schmerzhaftesten
gefühlsmäßigen Belastungen,
aber Trauer ist keine Krankheit,
obgleich sie dazu werden kann,
wenn man Trauer nicht zulässt.
 
Trauer hilft, einen großen Verlust zu verarbeiten.
Trauer kann nur kurz oder sehr, sehr lange andauern.
Trauer kann durch »Trauerarbeit« überwunden werden.
 
Aber Trauer ist ein wichtiges Gefühl, so wichtig wie die Liebe.
 
Trauer und Liebe hängen mehr miteinander zusammen als man ahnt:
 
Mit Trauer kann eine verlorengegangene Liebe verarbeitet werden.
Und mit Liebe kann Trauer überwunden werden.
 
… ach, ich könnte so viel über Trauer schreiben …
 
… aber wenn Trauer Dich erfasst,
wirst Du wissen,
dass Du trauerst.
 
Dann lass Trauer zu und lerne loszulassen. 
 
  

Herzlich,
 
Stephan
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© 2009     Stephan Wolters ,   Autor von: »Gras in den Dünen«
 

 
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Verfasst von Aquino am 28. November 2009 - 15:11.
Kommentar auf: Trauern

RE: Trauern

Hallo Sashi, wieso klingt die Frage xxxxxx? Es gibt keine dummen Fragen, nur...

Hallo Sashi,

wieso klingt die Frage xxxxxx? Es gibt keine dummen Fragen, nur dumme Antworten!

Wie man in meiner Heimat sagt.: Jede Jeck eß anders!

Viel von dem, was J.Rustmeier geschrieben hat, kann ich zustimmen. Ich denke, dass das auch wechselt, mal bist Du wütend auf den / die VerstorbeneN, in einer späteren Phase eher traurig.

Aquino