Seid Ihr dabei? - Chat mit Militärbischof Dr. Martin Dutzmann

Wir laden ein zum Chat mit Militärbischof Dr. Martin Dutzmann. Der Chat findet hier am 17. Januar von 18 bis 19 Uhr statt.

Täglich erreichen die Bundesrepublik Nachrichten von toten Soldaten und getöteten Zivilisten – der Militäreinsatz in Afghanistan fordert immer mehr Opfer. Wird unsere Freiheit am Hindukusch verteidigt? Ist der internationale Kampf gegen die Taliban ein religiöser Konflikt? Kann es einen gerechten Frieden in Afghanistan geben? Um diese Fragen geht es am 14. Januar in der Marktkirche Hannover und am 24. Januar um 13 und um 22.30 Uhr auf Phoenix.

Von Charlotte Morgenthal und Lena Högemann

In der Talkshow "Tacheles - Talk am roten Tisch" geht es um aktuelle Debatten und Wertefragen. Im Januar wird es um den Bundeswehreinsatz in Afghanistan gehen. Tacheles fragt: "Krieg für einen gerechten Frieden?"

Die Gäste der Sendung: Militärbischof Dr. Martin Dutzmann, Historiker Prof. Dr. Michael Wolffsohn von der Universität der Bundeswehr, die Vorsitzende des Afghanischen Frauenvereins, Nadia Nashir-Karim, und der Oberstleutnant der Reserve Uwe Lampe.

Trotz des Militäreinsatzes habe sich die Lage der afghanischen Bevölkerung "dramatisch verschlechtert", kritisiert Militärbischof Dr. Martin Dutzmann. Er fordert eine klare Rückzugsstrategie. Der Historiker Prof. Dr. Michael Wolffsohn hingegen dringt auf eine Verstärkung des militärischen Engagements, denn nur so könne eine politische Lösung des Konflikts erzielt werden. "Es war ein Fehler, dass die Deutschen sich an diesem Krieg beteiligt haben", widerspricht die Vorsitzende des Afghanischen Frauenvereins, Nadia Nashir-Karim. Uwe Lampe, Oberstleutnant der Reserve, war in Afghanistan stationiert und meint: "Der Einsatz ist zum Scheitern verurteilt." Das Militär igele sich ein und habe kaum noch Kontakt zur Bevölkerung.

Weitere Infos zur Sendung finden Sie unter www.tacheles.tv.

Wie ist es, als Soldat in Afghanistan zu sein? Oberstleutnant der Reserve Uwe Lampe hat ein Kriegstagebuch geschrieben. Lesen Sie nach, was er zu berichten hat: Zum Kriegstagebuch.

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