Tödliche Angriffe auf Nahverkehrszüge in London und Madrid schreckten die europäische Öffentlichkeit auf. Neue Terrorszenarien bis zu einem möglichen Anschlag auf den Reichstag in Berlin zeigen: Es gibt kein ruhiges Hinterland. Die Angst vor dem Terror ist international verbreitet. Die Täter der jüngsten Anschläge verstehen sich als islamische Gotteskrieger. Dagegen geißeln friedliebende Muslime den Terror als einen tragischen Missbrauch ihres Glaubens. Inwieweit sind Religionen Brandsätze des Hasses? Wie lässt sich dem Terror begegnen? Darum geht es bei Tacheles am 30. Januar.
Der Braunschweiger Landesbischof Prof. Dr. Friedrich Weber fordert eine Allianz des Friedens: „Gegen die Allianzen des Terrors und des Fanatismus brauchen wir eine Allianz von Menschen, die für Frieden und Gerechtigkeit eintreten“, sagt Landesbischof Friedrich Weber. “Diese Allianz darf nicht nur auf das Christentum beschränkt sein, sondern muss die Gläubigen und Frommen im Islam und im Judentum ebenfalls einladen und mit einbeziehen. Die gemeinsame Tradition von Judentum, Christentum und Islam ist so reich, dass es möglich sein muss, eine Allianz zu gründen, die die Verschiedenheit der Religionen nicht verleugnet, und dennoch Perspektiven des Miteinanders ermöglicht.“
Direkt nach der Sendung ab 18 Uhr steht Bischof Weber den Mitgliedern im Chat auf evangelisch.de Rede und Antwort. (Achtung: Bisher war 17 Uhr als Startzeit für den Chat angegeben, er beginnt aber erst um 18 Uhr, direkt nach Ende der Sendung.)
Über Tacheles:
Streitbare Gespräche in Deutschlands ältestem Fernsehstudio: Prominente, Fachleute und Betroffene reden Tacheles miteinander, am roten Tisch in der hannoverschen Marktkirche. Bei Tacheles geht es seit 1999 um brisante Themen und unterschiedliche Wertvorstellungen – kontrovers und nachdenklich, ernsthaft und unterhaltend.
Präses Nikolaus Schneider nahm sich am Mittwochabend eine Stunde Zeit, um auf evangelisch.de mit Menschen zu diskutieren und Fragen zu beantworten. Am Ende meinte er: "Das Chatten ist schon eine ziemliche Hetzerei, aber ich nehme es sportlich."
Die Fragen betrafen Themen wie Krieg und Frieden, Seelsorge, Ökumene oder das neue Buch des Papstes.
Am 17. Oktober von 14 bis 15 Uhr steht der Direktor des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen Prof. Dr. Christian Pfeiffer im Chat von Tacheles und evangelisch.de für Fragen zur Verfügung.
Junge männliche Muslime sind gewalttätiger, je stärker sie sich zum Islam bekennen. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen (KFN). Woran liegt das? Welche Rolle spielt der Islam wirklich? Oder sind ganz andere Gründe für die Gewaltbereitschaft junger Leute entscheidend – etwa ihr sozialer Hintergrund und ihre Diskriminierung? Der Direktor des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen, Prof. Dr. Christian Pfeiffer, macht eine religiös begründete Macho-Kultur für die Gewaltbereitschaft vieler junger Muslime verantwortlich. Eine verhängnisvolle Rolle spielten dabei Imame als „Gastarbeiter des Islam“. Darum geht es bei Tacheles – Talk am roten Tisch am 7. Oktober in der hannoverschen Marktkirche und am 17. Oktober um 13 Uhr und 24. Oktober um 22.30 Uhr auf Phoenix – mit dem Kriminologen Pfeiffer, dem EKD-Ratsvorsitzenden Präses Nikolaus Schneider, dem Vorsitzenden des Zentralrats der Muslime Aiman Mazyek und der CDU-Innenpolitiker Wolfgang Bosbach. Im Anschluss an die erste Ausstrahlung am 17. Oktober von 14 bis 15 Uhr wird Prof. Pfeiffer im Chat von Tacheles und evangelisch.de diskutieren. Weitere Informationen www.tacheles.tv
Die Community von evangelisch.de ist ein Ort der virtuellen Begegnung, des Austausches und der Debatte – oft mit Verve und Schwung geführt. In den Kreisen und Kommentar-Strängen treffen sich evangelische Christen, katholische Christen und auch die, die den Worten der Bibel mit einem kritischen, zeitgenössischen Auge begegnen. Sie treffen sich aber nicht nur online. Auch offline, im wahren Leben, finden solche Diskussionen statt. Die Gemeinden sind der Ort, an dem sich vieles davon konzentriert.
Gemeindearbeit ist eine alltägliche Herausforderungen für Pfarrer und Pastorinnen ebenso wie für die vielen ehrenamtlichen Helfer im Namen Christi, die den Herzschlag der Gemeinden bestimmen. Jeder von ihnen hat seinen eigenen Weg, mit den Widrigkeiten und Freuden des Alltags im Gemeindehaus umzugehen: Wann ist der Seniorenkreis im Gruppenraum und wann die Krabbelgruppe? Wer organisiert die Preise für die Tombola beim nächsten Gemeindefest? Warum kommt die Gemeinde trotz aller guten Werke so selten in der Zeitung vor? Und wie machen es die anderen?
Erfahrungen austauschen und voneinander lernen
Für diese Fragen bietet evangelisch.de nun einen neuen Ort, um Antworten zu finden: Das Gemeindeforum. In der klassischen Forenform, eingebettet in evangelisch.de, möchten wir hier die Gespräche bündeln über alles, was die Gemeinde angeht. In Zusammenarbeit mit dem Gemeindebrief laden wir alle Ehrenamtlichen und Hauptamtlichen ein, miteinander über Gemeinde zu sprechen: Alle Kirchenvorstände, Presbyter und Presbyterinnen, Chorsänger, Krabbelgruppenmütter, Gesprächskreis-Leiter, Gemeinde-Zivis, Küster, Kantoren, jede und jeder ist willkommen.
"Unser Ziel ist, aktiven Gemeindeschaffenden - Ehrenamtlichen und Hauptamtlichen - eine Plattform zum Erfahrungsaustausch zu liefern", erklärt Tom Noeding, Community-Manager bei evangelisch.de. "Beispiele guter Praxis" soll das Forum anbieten, Nutzer können voneinander lernen. Noeding: "Frei nach dem Motto 'wenn Kirche wüsste, was Kirche weiß…' bietet das Gemeindeforum eine Plattform für Gemeindeschaffende, die durch gegenseitigen Austausch mit anderen profitieren wollen."
Wie funktioniert's? Ganz einfach: Wer mitlesen möchte, kann das ohne weiteres tun. Wer mitreden möchte, muss sich in der evangelisch.de-Community anmelden. Neun verschiedene Gesprächsforen stehen zur Verfügung, darunter auch Diskussionsbereiche für die Webseiten Taufspruch, Trauspruch und Trauernetz.
Die Titel der einzelnen Unterforen erklären von selbst, worum es jeweils gehen soll. Das sind:
Moderiert wird das Forum von Tom Noeding und dem Rest des Redaktionsteams. Klicken Sie mal draufund stellen Sie die Frage, auf die Sie schon seit Wochen eine Antwort suchen! Alle anderen neugierigen Nutzer von evangelisch.de können die Frage sehen, und irgendjemand aus diesem Kreis weiß garantiert eine Antwort.
Nur wer Fragen sät, kann Antworten ernten! Und das fruchtbare Feld dafür ist das evangelisch.de-Gemeindeforum. Aber nur wenn Sie mithelfen, kann hier etwas wachsen, das allen hilft. Trauen Sie sich, mitzureden: Vielleicht ist es gerade ihre Antwort, die jemand anderem auf die Sprünge hilft! Und für tiefergehende Themen, die über die Gemeinde hinausgehen, besuchen Sie die evangelisch.de-Kreise. Im Zusammenspiel mit dem neuen Gemeindeforum finden Sie bei uns so viel Hilfe, wie sie brauchen, um ihren Gemeindealltag zu gestalten und neu zu beleben. Und evangelisch.de und dem Gemeindebrief hilft es auch: Wir erfahren, was Gemeinden aktuell umtreibt, was ihnen fehlt, was sie sich wünschen. Unser Ziel ist, diese Wünsche dann auch zu erfüllen.
Auf dem diesjährigen Ökumenischen Kirchentag in München (12. – 16. Mai) treten die Internetportale der katholischen und der evangelischen Kirche erstmals zusammen auf. Der Gemeinschaftsstand von katholisch.de und evangelisch.de befindet sich auf der Medienmeile des Messegeländes (Halle B3, Stand M 03). Dort präsentieren sich beide Portale und geben Einblicke in ihre Redaktionsarbeit.
Für den Kirchentag haben wir uns eine besondere Aktion einfallen lassen: Auf dem gemeinsamen Messestand steht ein Sofa, auf dem die Besucher darüber sprechen können, was ihnen an der anderen Konfession besonders gut gefällt. Diese Statements werden per Livestream auf www.evangelisch.de, www.katholisch.de und auf der Seite des ÖKT-Internetcafés www.oekt.de/internetcafe übertragen. Natürlich nehmen auch viele prominente Vertreter der katholischen und der evangelischen Kirche dieses Angebot wahr. Auf dem Sofa werden unter anderem Platz nehmen:
Bundestagsvizepräsidentin Katrin Göring-Eckardt (Präses der EKD Synode), Ilse Junkermann (Landesbischöfin der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland), Dr. Stefan Vesper (Generalsekretär des Zentralkomitees deutscher Katholiken) und Gebhard Fürst (Bischof der Diözese Rottenburg-Stuttgart).
Am Wochenende startet nun unser Barcamp in FFM. Wir hoffen, möglichst viele von Euch dort zu treffen. Für die, die nicht kommen können: Wir werden alles schön hier dokumentieren.
Folgende Einladung hat uns durch Friederike77 erreicht:
Liebe BerlinerInnen, liebe MitbürgerInnen,
um nicht alleine vor dem Fernseher zu trauern, Polen und Deutsche und MitbürgerInnen:
eine Trauerandacht für alle, die erinnern wollen an die WeggefährtInnen der solidarnosc, die umgekommen sind,
die 18 Abgeordneten,
die Leiter der Gedenkstätten,
die Geistlichen,
die Vertreter des polnischen demokratischen Staates
die Vertreter der Opferverbände von Katyn
Einladung zur Ökumenischen Andacht zum Gedenken an die Opfer des
Flugzeugabsturzes von Smolensk
Samstag, 17.4.10 um 18 Uhr
in der Französischen Friedrichstadtkirche am Gendarmenmarkt
mit Orgelmusik polnischer und deutscher Komponisten
am Abend der Trauerfeierlichkeiten in Warschau
Wir wollen unsere Solidarität mit den Trauernden und Angehörigen in
Polen bekunden.
Wir wollen Kraft schöpfen in Lied, Gebet und Meditation
für die Überwindung des Schocks und der Trauer,
für unsere Nachbarschaft in Europa
in der Hoffnung auf ein weltoffenes, friedliches und versöhntes Europa.
Die Andacht gestalten Pfarrer Dr. Matthias Loerbroks und Pfarrer Dr.
Bernd Krebs (Ev.Kirche Berlin-Brandenburg-schlesiche Oberlausitz),
Pater Tadeusz (Polnische katholische Mission in Berlin), eine junge Vertreterin von
Aktion Sühnezeichen Friedensdienste, Eva Quistorp (Theologin, Frauen für Frieden), Kilian Nauhaus(Orgel)
Das Internetportal evangelisch.de und ERF Online inszenieren gemeinsam die ersten Twitter-Passionsspiele im Internet. Fiktive Figuren aus der Zeit Jesu sind ab dem 15. März 2010, also knapp drei Wochen vor Ostern, im Netz aktiv. Sie twittern aus dem Jahr der Kreuzigung, was sie sehen, hören und darüber denken. So wird die biblische Geschichte rund um den Tod Jesu mithilfe moderner Medien dargestellt und lebendig gemacht. Das Projekt wird wissenschaftlich von Andreas Lindemann, Professor für Neues Testament, begleitet.
Insgesamt sechs Personen aus der Zeit um 30 n. Chr. erzählen bei diesem Online-Theater die Ostergeschichte aus eigener Sicht - über ihren persönlichen Twitteraccount. So ergibt sich ein zeitgenössisches Stimmengewirr aus verschiedenen Blickwinkeln und sozialen Ständen. Die Tweets werden auf Facebook integriert und können dort gesammelt und in chronologischer Reihenfolge eingesehen werden. Internetnutzer können sich über www.ostergaffer.de bei Facebook oder über twitter.com/ostergaffer bei Twitter einklinken und die Geschehnisse live verfolgen.
Unter den Protagonisten befindet sich zum Beispiel die 25-jährige Marktfrau Tamar. Sie schreibt über ihren Alltag mit den beiden Kindern auf einem Marktplatz in Jerusalem, auf dem sie ihre Waren verkauft. Über ihre Kinder erfährt sie auch von dem fremden Mann, der immer vom „Reich Gottes“ spricht.
Eine ganz andere Perspektive nimmt der Pilger Philostratus ein. Er ist eigentlich Beamter in Alexandria, möchte aber zum Pessachfest nach Jerusalem reisen, um die jüdische Religion vor Ort kennenzulernen. Er twittert unterwegs auch von seiner beschwerlichen Reise und den Menschen, die er trifft. Nicht wenige erzählen ihm von einem Rabbi namens Jesus, der in ihrer Gegend für Aufsehen gesorgt haben soll...