Recht - Diakonie-Präsident Johannes Stockmeier weist Kritik der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di am kirchlichen Arbeitsrecht entschieden zurück. "Das von ver.di vorgelegte Zahlenwerk ist für uns nicht nachprüfbar", sagte Stockmeier zu entsprechenden Vergleichen von Fachkräfte-Gehältern zum Beispiel in der Pflege. So habe ver.di beim Versuch des Nachweises einer geringeren Entlohnung zum Beispiel bestimmte Leistungsentgelte bei der Diakonie wie etwa das 13. Monatsgehalt nicht berücksichtigt, sagte Stockmeier.
Die Diakonie steht derzeit als Arbeitgeber in der öffentlichen Kritik. Das kirchliche Arbeitsrecht verbietet Streiks und sei daher nicht zeitgemäß. Die Unternehmen der evangelischen Wohlfahrt beschäftigten zu viele Leiharbeiter, einige betrieben Tarifflucht, beklagt vor allem die Gewerkschaft ver.di.
Diakonie-Präsident Stockmeier indes äußerte sich überzeugt, dass die überwiegende Mehrheit der Diakonie-Beschäftigten mit dem kirchlichen Arbeitsrecht zufrieden sei und Tarifverhandlungen mit der Gewerkschaft ver.di nicht wünsche. "Wir erleben, dass den Protestaufrufen von ver.di im September nur wenige Mitarbeiter gefolgt sind. Das zeigt: Sie sehen sich bei ihren Interessenvertretern gut aufgehoben", sagte der Verbandschef. In der Diakonie gelinge der Ausgleich zwischen Dienstnehmern und Dienstgebern, sagte Stockmeier.
Die Kirche hat vor Gericht Revision eingelegt
Das kirchliche Arbeitsrecht ist unter Druck, seit das Landesarbeitsgericht Hamm im Januar dieses Jahres das uneingeschränkte Streikverbot der Kirche gekippt hat. Die Kirche hat nach der Niederlage vor Gericht Revision beim Bundesarbeitsgericht (BAG) in Erfurt eingelegt. Stockmeier kündigte an: Sollte die Kirche auch beim BAG unterliegen, werde sie den Fall zum Bundesverfassungsgericht nach Karlsruhe tragen: "Denn es geht ja schließlich um eine sehr grundsätzliche Frage."
Der Bundesverband geht laut Stockmeier derzeit dem Vorwurf nach, diakonische Träger gliederten in großem Umfang Betriebsteile aus und beschäftigten extensiv Leiharbeiter, um die Personalkosten zu senken. Dazu habe der Verband eine bundesweite Befragung gestartet. Stockmeier hofft, "noch in diesem Jahr belastbare empirische Daten liefern zu können".
Kommentare
Kirchenlohn reicht nicht zum Leben
Hauptsache: Billig, Billig, Billig
Die Diakonie zahlt manchen Mitarbeitern so wenig Geld, dass viele zusätzlich Hartz IV beantragen müssen, um über die Runden zu kommen.
Die Lage ist schlimmer als bei Schlecker, Aldi oder Lidl.
Mittlerweile lohnt sich eine fundierte, fachliche Ausbildung nicht mehr!
Leiharbeit ist meines Erachtens, moderne Sklaverei!
Sklaverei ist der Zustand, in dem Menschen als Eigentum anderer behandelt werden.
Damals exisiterte das gesetzlich verankerte Recht, Sklaven zu erwerben, zu verkaufen, zu mieten, zu vermieten, zu verschenken und zu vererben.
Heutzutage sagt man jedoch zu den Sklaven "Leiharbeiter".
Früher gab es wenigstens noch Sklavengesetze und die Möglichkeit durch "Selbstkauf" in die Freiheit zu gelangen.
"Selbstkauf" mit aufstockendem Hartz-IV ??? Ausgeschlossen!
Die Diakonie
Kirche und kirchliche Einrichtungen sind Teil unseres Staates. Sie leben vom Staat und den Bürgern und nehmen gern. Im Recht und Arbeitsrecht sollte Kirche entsprechend der Verkündigung dem Staat in mehr Recht und Demokratie übertreffen. Nein sie basteln sich ihr Recht, nur beim Nehmen stellen sie Ansprüche. Teilweise ist das Handeln verfassungswidrig und unchristlich. Wer die Grundrechte unserer Verfassung nicht akzeptiert, hat keinen Anspruch auf Gelder der Allgemeinheit.Der momentane Abbau in der Diakonie ist auch kein Ruhmesblatt der evgl. Kirche. Walter Wasilewski
Banken in die Schranken
Ganz meine Meinung!
Das Recht zu streiken, ist ein "Grundrecht" eines jeden Bürgers.
Die Diakonie als auch das katholische Pendant tragen bereits zum größten Teil das "Occupy Logo" auf ihren Dienstfahrzeugen der Pflegekräfte, die im häuslichen Bereich unterwegs sind. Das Occupy Logo: Volksbanken und Raiffeisen-Genossenschaftsbank oder ähnliches. Es wird nicht mehr lange dauer, dann werden auch die privaten Dienstfahrzeuge der Diakonie- und Caritas Mitarbeiter den gleichen Slogan tragen von der sogenannten "Gut-Bank".
Örtliche Traditions-Sport-Vereine verkaufen sogar ihren Vereinsnamen und tragen dann plötzlich das Occupy Logo "Sportpark Volksbank" oder "Sportbank Raiffeisenbank"....etc.
Dienstfahrzeuge der Diakonie und Caritas fahren bereits mit dem Occupy Logo direkt vor die Haustüren der Kranken, Alten und Hilfsbedürftigen. Genossenschaftsbanken sind in erster Linie Kreditbanken. Die Menschen, die aus den Dienstwagen steigen sind aber Pflegekräfte und keine Kreditvermittler.
Kreditgenossenschaften sind
- Verbrauchergenossenschaften (Konsumvereine)
- Bau- und Wohnungsgenossenschaften
- Winzergenossenschaften.
Zweck
Der in der Satzung vereinbarte Zweck einer Genossenschaft muss sich darauf richten, den Erwerb oder die Wirtschaft ihrer Mitglieder (wirtschaftliche Zwecke) oder deren soziale oder kulturelle Belange (ideelle Zwecke) durch einen gemeinschaftlichen Geschäftsbetrieb zu fördern.
Die Begriffe "sozial" und "kulturell" sind dabei weit zu fassen, in den Anwendungsbereich fallen alle ideellen und karitativen Unternehmenszwecke.
Vor den Wohlfahrtsverbänden werden wohl bald die Genossenschaftsfahnen wehen!
Das Motto sollte eigentlich lauten: "Banken in die Schranken!"
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