Gastbeitrag - "Die Gesamtbilanz des Flüchtlingsschutzes Deutschlands ist bedrückend", stellt der Politikwissenschaftler Prof. Dieter Oberndörfer fest und sagt: "Dies kann im Heimatland des Holocausts nicht einfach hingenommen werden." Er fordert einen "Abschied von der völkischen Ideologie".
Alle Staaten Europas bekennen sich zu den Menschenrechten. Daher werden auch im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland die Rechte der Bürger nicht aus der Würde der Deutschen, sondern aus der Würde des Menschen begründet. Die Menschenwürde ist unteilbar. Menschenrechte gelten deshalb nicht nur für Deutsche, sondern für alle Menschen - auch für Flüchtlinge.
In der Realität allerdings haben Flüchtlinge in allen Nationalstaaten mindere Rechte als deren eigene Bürger. Ihre Aufnahme wird nur im Rahmen des "politisch Möglichen" gewährt. Vor allem, wenn die innere Ordnung und das Wohl der Bürger durch Zuwanderung gefährdet zu sein scheinen, verlieren die Rechte der Flüchtlinge politisches Gewicht. Wann jedoch ist eine solche Gefährdung wirklich gegeben, wann wird der Rahmen des "Möglichen" gesprengt?
Das Gebot der Nächstenliebe
Im politischen Streit über die Flüchtlingsaufnahme geht es um komplexe soziale, wirtschaftliche, kulturelle und politische Sachverhalte. Bei der Beantwortung der damit verbundenen Fragen gibt es in der Regel keinen verbindlichen Konsens. In freien Gesellschaften kann und muss daher dieser Streit in der politischen Willensbildung entschieden werden. Auch wenn es dabei nur Kompromisse zwischen verschiedenen Aspekten und Werten geben kann, werden in ihr doch fundamentale Entscheidungen über die moralische Qualität und Entwicklungsdynamik unseres Gemeinwesens gefällt.
Verletzungen der Menschenrechte richten sich gegen das humane Fundament unserer eigenen politischen Ordnung. Schutz vor Gefährdung an Leib und Leben ebenso wie das Recht auf Auswanderung und Flucht aus drückender Armut sind Menschenrechte! Die Verweigerung einer humanen Aufnahme von Flüchtlingen verleugnet das Gebot der Nächstenliebe - der Solidarität der Menschen mit Menschen. Offenheit für Flüchtlingsaufnahme und Asylgewährung sind zwingende moralische und ethische Vorgaben.
Eine epochale Herausforderung
Das Flüchtlingslager Friedland

Diese Vorgaben werden heute für die politischen Führer und die Bürger Europas zu einer epochalen Herausforderung. Auf dem Hintergrund der Bevölkerungsexplosion im Nahen Osten und Afrika und politischer Unterdrückung, Armut und beruflicher Perspektivenlosigkeit der Jugend staut sich an den Südgrenzen Europas der Druck einer Massenflucht.
Die Antwort der Staaten der EU bildete bisher fast ausschließlich die immer dichtere Blockade der Zuwanderung von Flüchtlingen. Mit Hilfe des Auf- und Ausbaus der europäischen Grenzschutzagentur Frontex wurde die Überwachung der Grenzen verstärkt. Für Mitgliedsländer wie Griechenland oder zuletzt auch Italien, deren Behörden durch Masseninvasionen von Flüchtlingen überfordert worden waren, beschränkte sich die Hilfe der EU nur auf die Verbesserung der Grenzsicherung. Die schlimmen Mängel bei der Versorgung der Flüchtlinge standen nicht auf der Agenda. Zu Recht wurde von Pro Asyl hervorgehoben, dass die Flüchtlinge keine Polizisten benötigten, sondern Ärzte und Überlebenshilfe.
De Maizière verweigert humanitäre Hilfe
Die Rechnungen des deutschen Innenministers Thomas de Maizière, wonach Deutschland mehr Mittel als Italien für den Flüchtlingsschutz aufbringe und deshalb keine Veranlassung dafür bestünde, Italien bei der Versorgung der Flüchtlinge in Lampedusa zu unterstützen, kann nicht anders als eine Verweigerung humanitärer Hilfe interpretiert werden. Das Angebot verstärkter Polizeihilfe fiel der Bundesregierung dagegen nicht schwer.
Vorschläge der EU zur Vereinheitlichung und Humanisierung des Flüchtlingsrechts - so z. B. zur ärztlichen Versorgung oder für mitreisende Geschwister - konnten trotz Unterstützung durch die deutsche Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger bislang gegen den Widerstand in der Koalition und einiger Mitgliedsstaaten nicht durchgesetzt werden. So erging es auch Vorschlägen für ein "burden sharing", für einen Lastenausgleich unter den Mitgliedstaaten der EU zugunsten der vom Flüchtlingsdruck primär betroffenen Südstaaten.
Die Öffnung der EU für eine liberalere und humanere Flüchtlingsaufnahme hängt vorläufig immer noch in weitem Umfang von politischen Entwicklungen in den Mitgliedsstaaten ab. Dabei kommt der Flüchtlingspolitik Deutschlands, des wirtschaftlich mächtigsten und bevölkerungsmäßig größten Mitglieds, ein besonderes Gewicht zu.
Deutschland hinkt vergleichbaren Ländern hinterher
Ein positives Beispiel ist die großzügige und kluge Flüchtlingsaufnahme Schwedens. Von ihr könnte die deutsche Politik lernen. Die Politik Deutschlands hat derzeit aber keine Vorbildfunktion. Im Unterschied zur Bonner Republik, die fast zwölf Millionen deutscher Flüchtlinge integrieren konnte und im Kalten Krieg auch Tausende Flüchtlinge aus dem Herrschaftsbereich der Sowjetunion relativ großzügig und ohne nennenswerte Opposition aufgenommen hat, setzte im vereinigten Deutschland seit 1989 eine immer fugenlosere Abwehr von Flüchtlingen ein. Politisch sollten mit ihr die Aufnahme und der Verbleib von Flüchtlingen nichtdeutschen Volkstums in Deutschland verhindert werden.
Bilderbuchartig wurde dies durch die Behandlung der Flüchtlinge während des Kriegs in Jugoslawien veranschaulicht. Nachdem zunächst großzügig mehr als 300.000 Flüchtlinge Aufnahme fanden, schob man sie und ihre Kinder trotz des Bedarfs der Wirtschaft an Arbeitskräften sowie ungeachtet ihrer guten kulturellen und wirtschaftlichen Integration und auch gegen viele Proteste örtlicher Behörden nach Beendigung des Bürgerkriegs bürokratisch, ausnahms- und erbarmungslos in die Perspektivenlosigkeit ihrer Heimat wieder ab. Demgegenüber wurde in den USA und Schweden vielen Tausenden Flüchtlinge die Einwanderung erlaubt. Dafür bestand in Deutschland politisch keine Chance.
Für Flüchtlinge nur 40 Prozent der Sozialhilfe
Durch Veränderungen der Asylbestimmungen im Grundgesetz, durch verschärfte Grenzkontrollen, restriktive Anerkennungspraxis, abschreckende Lebensbedingungen in den Aufnahmelagern, das "Asylbewerberleistungsgesetz", das Flüchtlingen nur 40 Prozent der vom Verfassungsgericht für notwendig erachteten Sozialhilfe gewährt, sowie über eine gnadenlose Abschiebungspolitik und -praxis wurde die Aufnahme von Flüchtlingen immer weiter reduziert.
Wesentlich begünstigt wurde dies auch durch das Schengener Abkommen (Dublin 2). Nach ihm müssen Flüchtlinge sich in der EU im Land ihrer Einreise um Asyl bewerben und dürfen dorthin abgeschoben werden. Da Deutschland von EU-Ländern umgeben ist, wurde es durch die Geografie vor den Ansprüchen von Flüchtlingen geschützt. Während bis 1997 jährlich mehr als 100.000 Asylbewerber und Flüchtlinge eine Aufnahme beantragt hatten, verringerte sich ihre Zahl von noch 50.000 im Jahr 2003 auf 25.000 bis 30.000 in den folgenden Jahren. Von ihnen wiederum wurden nur 30 bis 40 Prozent, also jährlich maximal 10.000 bis 14.000 Personen, nach den Bestimmungen der Genfer Flüchtlingskonvention ein "geduldeter" Aufenthalt mit Schutz vor Abschiebung gewährt.
"Vorläufiger" Schutz - und "Duldung" ohne Ende
Da dieser Schutz "geduldeter" Flüchtlinge nur vorläufig - für die Dauer der Bedrohung im Heimatland - gewährt und deshalb immer neu überprüft wird, bewirkt er im Verein mit engstirnigen bürokratischen Kontrollen und Behinderungen der Arbeitsmöglichkeiten, menschenunwürdige langjährige "Kettenduldungen".
Dass es bislang trotz vieler politischer Bemühungen nicht gelungen ist, weitere Kettenduldungen zu verhindern und geduldeten Flüchtlingen samt ihren Familien sicherere und humanere Chancen des Verbleibs und der Integration in die deutsche Gesellschaft zu verschaffen, ist charakteristisch für den fremdenfeindlichen Zug der Flüchtlingsaufnahme Deutschlands. Die Bedingungen der Aufnahme sollen Bewerber abschrecken, und dies, obwohl Abschreckung wenig wirken kann, da ja die Ursachen der Flucht, nämlich politische Verfolgung und perspektivenlose Armut, durch die Abschreckung per se nicht beseitigt werden.
Positive Maßnahmen der Flüchtlingspolitik waren Kontingentlösungen wie etwa die Aufnahme vietnamesischer "Boat-People" - bislang die erfolgreichste Einwanderungsgruppe Deutschlands - oder auch jüngst die Aufnahme besonders gefährdeter irakischer Christen auf Betreiben des ehemaligen Bundesinnenministers Wolfgang Schäuble. Dies gilt auch für die zeitweilige Erleichterung der Arbeitssuche und des Erwerbs eines Bleiberechts für geduldete Flüchtlinge. Als Beitrag zur Humanisierung der derzeitigen Fluchtbewegungen haben die jetzt von dem Bundestagsabgeordneten Sebastian Edathy (SPD) vorgeschlagenen Kontingente für Flüchtlinge aus Tunesien vielleicht eine reale Chance. Sie bieten immerhin einer begrenzten Zahl von Flüchtlingen eine Aufnahme.
Nötig ist der Abschied von der völkischen Ideologie
Richtiger wäre eine Änderung des Zuwanderungsrechts, die allerdings derzeit politisch nicht durchsetzbar ist. Es ist hier anzumerken, dass politische Flüchtlinge in der Regel eine überdurchschnittliche Ausbildung haben. Die Energie, mit der sie ihre Flucht gegen viele Hindernisse erkämpfen müssen, macht sie nach allen bisherigen Erfahrungen zu einem bedeutenden Gewinn für ihre Aufnahmegesellschaften.
Die Gesamtbilanz des Flüchtlingsschutzes Deutschlands ist bedrückend. Dies kann im Heimatland des Holocausts nicht einfach hingenommen werden. "Vergangenheitsbewältigung", die sich darauf beschränkt, die millionenfache Schändung der Menschenrechte im Holocaust in gelehrten Studien und Gedenkreden "aufzuarbeiten", hat nur einen begrenzten Wert. Eine echte, nicht nur museale Aufarbeitung bedeutet, neuerlichen Schändungen der Menschenrechte Einhalt zu bieten.
Dafür sollten auch die große Bereicherung Deutschlands durch die millionenfache Einwanderung der Nachkriegszeit und die positiven Erfahrungen der klassischen Einwanderungsländer behilflich sein. Notwendig ist hierfür allerdings der entschlossene Abschied von der unrühmlichen völkischen Ideologie der Vergangenheit, die nur "Volksgenossen" einen legitimen Platz in der Nation einräumen will. Auch Flüchtlinge nichtdeutschen Volkstums sind Menschen mit Rechten.
Der Politikwissenschaftler Prof. Dieter Oberndörfer (81) ist Vorsitzender des Vorstands des Arnold-Bergstraesser-Instituts für kulturwissenschaftliche Forschung in Freiburg. Er lehrte bis zu einer Emeritierung 1997 an der Universität Freiburg im Breisgau. 1974 bis 1989 war er zudem Mitglied der Kammer der EKD für Kirchlichen Entwicklungsdienst. Er gilt als Experte für Entwicklungshilfe, Nationalismus, Migration und Demografie.
Kommentare
Kommentare zu Oberndörfer
Gut, dass Dummheit nicht erblich ist!
So kann man hoffen, dass Deutschland trotz der ewiggestrigen Ideologie und Borniertheit der Kommentar-Schreiber irgendwann seine völkischen Scheuklappen ablegt und "Flüchtlinge" nicht sofort mit den immergleichen unreflektierten Vorurteilen und Ängsten belegt, durch die die Integration von Zuwanderern in den vergangenen Jahrzehnten so erschwert wurde.
Die eifrigen Lästerer Prof. Oberndörfers sind auf seine Argumente nicht eingegangen und haben sich auf wüste Beschimpfungen und Polemik beschränkt!
genau...
...ein blick nach england dieser tage sollte wohl ausreichen um zumindest einen gewissen zweifel an einer ungebremsten zuwanderung anderer kulturen in die arbeitslosigkeit zu kritisieren. für diese zuwanderung war überigens in jüngster zeit die labour party verantwortlich, jetzt wundert man sich das eine horde von gängstern und asozialen auch genau so aufführt, eben wie gängster und assoziale...und ich habe nicht den eindruck das hierbei der böse weisse und blauäugige ureinwohner die mehrheit stellt..aber ich binn sicher nur ein nazi...
Ganz einfach...
Es ist doch ganz einfach.
Hänschen und Lieschen Müller treten aus der Kirche aus und verwenden das Geld über Abgaben und Sozialleistungen für die "Flüchtlinge".
Die Kirchen in Deutschland kümmern sich um die eigene Finanzierung in Zukunft selber. Nix da mit Phaeton für obere Kirchenhäupter oder sonstigem Luxus. In Sack und Asche leben. Die Kirche darf auch gerne selber mal gestrichen werden.
Ich habe die Schn.... (man verzeih mir den Ausdruck) von diesen "gutmeinenden" Menschen gestrichen voll. Im Gegensatz zu Herrn Prof. Oberndörfer werde ich mal um eine kleine Rente betteln dürfen. Der Herr Professor dürfte dann gar nicht mehr leben... Getreu dem Motto: "Nach mir die Sintflut"
Herr Prof. Oberndörfer sollte keine REden schwingen sondern gleich selber mit der Unterbringung der Flüchtlinge anfangen. Die entsprechende Erklärung für die Aufnahme und Kostenübernahme von Flüchtlingen gibt es überall im Internet zum runterladen.
"Flüchtlinge"
Herr Oberndörfer hat sich die sog. Flüchtlinge wohl noch nicht betrachtet?
Ein Strom von muslimischen jungen Männern. Keine Frauen. Keine Kinder.
Als jemand der in dem Bereich arbeitet, fehlt mir jedes Verständnis für Leute, die, aus dem Elfenbeinturm heraus, generalisierend Forderungen an die deutsche Bevölkerung stellen. Herr Oberndörfer mag aus einer Generation stammen, die noch ursächlich mit dem Holocaust zu tun hatte. Aber diesen heute noch anzuführen, um auch die abstrusesten Ideen (in diesem Fall Aufnahme der Tunesischen Männer)zu "begründen" zieht nicht mehr.
Wenn Herr Oberndörfer ein schlechtes Gewissen plagt ob der bekannten Mitwirkung der EKD während des 3.ten Reichs, so ist das seine Sache und ggfs. die seiner Generation.
Des weiteren bleibt fest zu halten, dass es nicht "der Staat" oder Herr De Maiziere sind, die dafür zahlen sollen und eine Massenzuwanderung aushalten sollen, sondern die dt. Bevölkerung.
Also auch die später geborenen Generationen. Gilt hier die Sippenhaft?
Und was ist mit zugewanderten, eingebürgerten Mitbürgern aus aller Herren Ländern? Weshalb sollten die wohl "verantwortlich" sein? Weil sie jetzt einen deutschen Pass haben?
Absurd.
Typische antideutsche Hetze,
erst eimal die Nazikeule schwingen, hilft immer.
Kein Land der Welt verhält sich so, wie der Autor das fordert. Und das aus gutem Grund, eine unbeschränkte Aufnahme mit gleichen Rechten würde jede Gesellschaft binnen kurzem auseinandersprengen, bis hin zum Bürgerkrieg.
Auch Gutmenschentum kann in der Praxis zur Katastrophe führen.
Ihr Abschied von der völkischen Ideologie
Herr Oberndörfler,
ich möchte hiermit mein Befremden bzgl. Ihres Aufsatzes auf evangelisch.de zum Ausdruck bringen.
Ohne respektlos erscheinen zu wollen, kann es für Sie, rein altersbedingt, zutreffen, bzgl des Holocaust eine Bringschuld zu haben - für meine Generation trifft dies nicht zu - wir gehören zu den Nichtschuldigen per Geburt und gedenken trotzdem Untaten Ihrer Generation.
Deshalb möchte ich mir von Ihnen auch nicht sagen lassen, es wäre unmenschlich, sich zu weigern, weiterhin "Flüchtlinge" aufzunehmen. Die Migrationspolitik der letzten Jahrzehnte straft Sie Lüge, auch hier hat Ihre Generation grandios versagt. Aber ein Vorschlag zur Güte, Herr Oberdörfler: Nachdem Sie die unbegrenzte Zuwanderung in unser Land als Menschenrecht ansehen - öffnen Sie persönlich Ihre Haustüre - nehmen Sie persönlich einen Migranten auf - und lassen Sie sich persönlich bereichern!
Jawohl, Herr Professor,
Jawohl, Herr Professor, Forderungen stellen auf Kosten dritter, Nächstenliebe nach Art der EKD.
Alle können kommen, auf Kosten des Steurzahlers, auf Kosten der sozialversicherten Arbeitnehmer und deren Betriebe, (Herr Prof ist sicherlich privatversichert) auf Kosten der dünner werdenden Mittelschicht.
So hat der Herr Jesus das aber nicht gemeint mit dem Samariter, der hat nämlich sein eigenes Geld und seine eigene Zeit investiert, gell Herr Prof.
Nun denn wird die EKD in Zukunft auf die Kirchensteuer verzichten, der Herr Pastor für den Lebensunterhalt selber arbeiten wie es der Apostel Paulus getan hat, so nebenbei als Zeltmacher. Dann ist Steuergeld für arme Flüchtlinge vorhanden und der Herr Prof. nimmt einen oder mehrere in seine sicherlich großzügig geschnittene Wohnung auf.
Gerade hier in Deutschland,
... also "im Heimatland des Holocaustes " sollten wir Solidarität mit den lebenden Juden zeigen und nicht noch mehr Judenhasser ins Land lassen.
Unzutreffende Analyse
Alter schütz vor Torheit nicht. Genau solche Aussagen wie die von Prof. Oberndörfer legen den Schluß nahe , dass es hier wieder ein professioneller Totengräber Deutschlands unterwegs ist. Es gibt definitiv kein Land in Europa welches ein solchen humanitären Beitrag in der Welt leistet wie Deutschland und ich bin es leid ständig den mahnenden Finger von irgendwoher gezeigt zu bekommen. Die Kirchen in Deutschland sind auf dem Holzweg genau wie die Politik. Es gibt Armut in Deutschland und zwar ohne Ende, doch der Blick schweift permanent in die Ferne und die eigenen Schäfchen werden dem bösen Woldf überlassen.Ich stelle mir unter dem guten Hirten etwas anderes vor.Auch die defensive Haltung gegenüber dem Islam wird beim Kirchenvolk sehr kritisch gesehen. Wer sich permanent beim falschen anbiedert braucht sich nicht zu wundern wenn er am Ende alleine da steht.
Ein Gebot der Nächstenliebe
Verlogenheit ist keine Frage des Alters oder zunehmender Verwirrung. Der scheinheilige alte Herr sollte sich für seine völkische Entgleisung schämen. Der Genozid an den Ur-Christen in Ländern wie Ägypten, Iran Irak oder Tunesien wird von der EKD beharrlich nicht zur Kenntnis genommen, aber wenn in den Ländern des Islam die Freiheit oder die Demokratie auszubrechen droht, dann wird von der EKD und ihren Apparatschiks die Nächstenliebe ausgerufen ? Herr Oberndörfer ist ein Experte in Scheinheiligkeit, sonst nichts.
Flüchtlinge aufnehmen
In Anbetracht von "Offiziell" 3 Millionen Erwerbslosen und ca. 900 sog. Tafeln in unserem ach so reichen Land empfinde ich solche Artikel nur noch als Weltfremd und als Schlag in´s Gesicht für Menschen wie mich.
So etwas können wohl nur Menschen von sich geben die ihr Leben zum großen Teil hinter sich haben und sich mit einer schönen Pension in ihrer Wohlstandsecke eingerichtet haben.
Warum soll ein Staat, in dem es scheinbar nicht genug Arbeit für seine Bewohner gibt NOCH mehr Menschen aufnehmen?
Herr Oberndörfer gehört doch noch zur Generation welche dieses Land nach dem Krieg mit aufgebaut haben, warum tun das nicht die (Wirtschafts)-Flüchtlinge in ihren Heimatländern?
Flüchtlinge aufnehmen: Ein Gebot der Nächstenliebe
Man merkt, dass er seinem natürlichen Ende entgegensieht und nach dem Motto redet: Nach mir die Sintflut. Es gilt hingegen: Nächstenliebe und Vernunft gehören zusammen.
Ist das Satire?
Schreiben wir wirklich schon das Jahr 2011, oder leben wir etwa doch noch im Jahre 1945?
Wenn man diesen Artikel liest hat man den Eindruck, der Autor ist in der Vergangenheit hängengeblieben. Ein kleiner Hinweis an der werten Herrn Professor sei hier angebracht: Der Holocaust ist mittlerweile über 60 Jahre her. Diesen noch immer als, zudem einzige, Argumentationsgrundlage zu nutzen ist gestrig und schwach. Der Autor erkennt also in der Tatsache, dass Deutschland nicht die ganze Welt als Flüchtlinge aufnehmen kann, ein völkisch motiviertes Verbrechen. Ist dies tatsächlich ernst gemeint? Das es im Jahr 2011 immer noch solche weltfremden, gestrigen Ansichten gibt und mit welcher Überzeugung diese hier vorgetragen werden überascht und verängstigt mich zugleicht.
Prof. Dr. Dieter Oberndörfer
Sehr geehrter Herr Professor,
Ihr, dem 3. Reich entspringendes Schuldbewusstsein in Ehren - es hat mit der Realität nichts zu tun.
Wir, das deutsche Volk, sind nicht mehr verpflichtet, die Welt zu retten und deshalb jeden Wirtschaftsflüchtling aufzunehmen und zu alimentieren. Wir haben genug für unsere Schuld bezahlt! Die heutige Generation ist unschuldig und deshalb zu nichts mehr verpflichtet. Unsere Leistungsfähigkeit ist jetzt schon am Ende. Wer soll noch für die Aufnahme weiterer "Asylanten" und Wirtschaftsflüchtlinge aufkommen? Sie können das ja gern privat mit Ihrem Vermögen übernehmen um für Ihre ggf. persönliche Schuld Abbuße zu leisten. Verlangen Sie das aber bitte nicht von der Allgemeinheit!
Sehen Sie nicht, dass 50 Jahre Entwicklungshilfe absolut nichts bringen? Sehen Sie als Christ nicht, wohin der Islam führt und in welche Rolle wir als christliche Gemeinschaft gezwungen werden sollen? Meinen Sie wirklich, christliche Nächstenliebe gilt auch für die, die nicht "Nächste" sondern eher Fremde und Feinde unserer Kultur und underes Systems sind? Haben Sie verlernt, sich als Christ zu wehren?
Niemand kann die Welt retten. Jeder, jedes Land, jede Völkergemeinschaft muss selbst ihren Weg finden. Wir können dabei helfen, aber nicht, indem wir die Bevölkerung fremder Staaten bei uns aufnehmen.
Bitte verschonen Sie uns mit Ihren abstrusen Weisheiten.
Sie Wissen leider NICHTS und haben der Welt nichts mehr zu sagen.
Ohne Achtung und ohne jedeweden Respekt
Alphawolf
Der Vorkommentator ist
Der Vorkommentator ist vorbehaltlos zuzustimmen. Die ideologische Realitätsblindheit des Herrn Professors ist erschreckend. Noch erschreckender jedoch ist die Menschenverachtung, die er seinem eigenen Land und Volk unter dem Deckmäntelchen der Nächstenliebe entgegenbringt.
Die Probleme in Afrika sind strukturell bedingt und müssen auch strukturell in Afrika gelöst werden. Es hilft überhaupt nichts, den immensen und ständig steigenden Geburtenüberschuss nach Deutschland auslagern zu wollen, weil damit erstens dem Ursprungsland wegen unvermindertem weiteren Geburtenüberschuss kaum geholfen ist (der berühmte Tropfen auf dem heißen Stein) und zweitens Deutschland auch beim besten Willen nicht alle Millionen von "Flüchtlingen" aufnehmen kann, ohne selbst zugrunde zu gehen.
Von der "kluge(n) Flüchtlingsaufnahme Schwedens" zu reden, muss wie Hohn in den Ohren der Betroffenen klingen. Landskrona, Malmö, Södertälje - Städte, die in den letzten beiden Jahrzehnten durch "Flüchtlingsaufnahme" zu einem großen Teil islamisch wurden, haben immense Probleme, von Ghettobildung über Kriminalität bis hin zu Vergewaltigungen (bitte googeln, wer es nicht wahrhaben möchte).
Aber der Herr Professor interessiert sich natürlich nicht für die Probleme der einheimischen Bevölkerungen - das sind Opfer, die auf dem Altar der Völkervermischung (und damit -abschaffung) gebracht werden müssen. Soll der Herr Professor doch bitte, bitte selber anfangen, "Flüchtlinge" bei sich zu Hause, auf eigene Kosten, aufzunehmen.
Ich laden den Herrn Professor
Ich laden den Herrn Professor ein mit mir eine Reise ins schöne Schweden zu unternehmen. Wir werden nur kurz die Ostsee überqueren und ins schöne Malmö fahren.
Dort werden wir uns als Juden zu erkennen geben (z.B. mit einer Kippa).
Und nach einem erlebnisreichen Tag werden wir uns noch einmal über gelungene Einwanderungskonzepte in Schweden unterhalten.
Flüchtlinge
Der Prototyp des Gutmenschen. Das Land der Shoa soll natürlich als Buße alle Flüchtlinge der Welt aufnehmen.
Das Dumme ist nur, das muß bezahlt werden.......
Verletzung des Social Contract
Der vorgeschlagene Zwang stellt eine Verletzung des Social Contract dar. Seit der Aufklärung hat jeder Mensch die Freiheit zu entscheiden ob und mit wem er einen Gesellschaftsvertrag unterzeichnen will, einen gemeinsamen Staat bilden will. Staatenbildung erfordert ein enormes Vertrauen, das nur freiwillig gegeben werden kann. Man kann und man darf Menschen nicht dazu zwingen. Wenn man es doch tut, desintegrieren Gesellschaften und man muss Gewalt und Überwachung einsetzen um diese am Auseinanderbrechen zu hindern.
wieviele Flüchtlinge wohnen denn beim Prof??
"Abschied von der völkischen Ideologie"
So ein Quatsch!
Es gibt keine völkische Ideologie, aber es gibt Völker!
Und das die Menschheit in Völker unterteilt ist, hat sie sich nicht selbst ausgedacht. Das hat ein Höherer getan.
Was passiert, wenn kulturell zu unterschiedliche Völker zu eng zusammenleben kann man am Balkan beobachten. Eine gesunde Distanz ist friedensfördernd, nicht nur unter Nachbarn sondern auch unter Völkern.
Wenn der Herr Professor so gerne Flüchtlinge aufnehmen möchte, hat er doch bestimmt ein paar bei sich zuhause wohnen, oder?
Merkwürdig
Es fordern nur die eine Aufnahme von "Flüchtlingen", die mit ihnen im Anschluss nichts zu tun haben werden.
auf welchem kontinent leben sie?
wer mit unserer unauslöschlichen schuld am massenmord der juden versucht mehr zuwanderung zu begründen sollte sich erstmal informieren, in deutschland steigt der antisemitismus massiv an und der grund liegt nicht bei einem massiven rechtsruck der deutschen gesellschaft sondern bei der migration aus dem arabisch-afrikanischem raum wo es zum guten ton gehört gegen juden und israel ( da wird kein unterschied gemacht zu sein) und bei der gelegenheit sei auch direkt auf das schwedische "musterbeispiel" hingewiesen. in malmö ist die einst 6000 zählende jüdische gemeinde um 50% geschrumpft aus angst vor übergriffe durch die ach so wertvollen "flüchtlinge". in frankreich gibt es 700 no-go arreas wo selbst das ausstellen eines knöllchens zu sofortigen massenaufläufen der wütenden mengen führt und nicht anders ist es in teilen berlins, kölns und frakfurts.
unsere staatsverschuldung spottet jeder beschreibung ca 22.000euro pro bürger und wir sollen nochmehr unterstützen und leisten um menschen aufzunehmen die aus den neuentstandenden demokratien nordafrikas flüchten ( hat sich jemand gefragt warum sie flüchten? mögen die keine demokratischen systeme oder haben sie sich als willige henkersknechte der alten mächte oder kriminelle in den neuen republiken unmöglich gemacht?) ich denke auch nächstenliebe muss einen rest ratio beinhalten, die schon krankhafte neigung von uns europäern uns selbst als quelle allen übels zu sehen ist nicht hilfreich.
sie sind nicht mehr 20 aber bitte verlassen sie die 80er jahre und kommen sie ins 21ste jahrhundert, die realitäten haben sich gewandelt.
Inkompetenz
1. Deutschland kann keine 1 Milliarde Wirtschaftsflüchtline aufnehmen. Wer soll die denn ernähren? Wo sollen die untergebracht werden? Ausserdem schürt das noch mehr Spannungen und soziale Unruhen, da diese Leute mit unserem Lebensstil überhaupt nicht klarkommen und uns verabscheuen.
2. Das Aufnehmen von Flüchtlingen löst nicht die Probleme in deren Herkunftsländern. Wir Europäer mussten für unsere Freiheit auch viele Opfer lassen, den Afrikanern wirds nicht anders ergehen.
Strenge Ein-Kind Politik ín Afrika mit der Auflage das 60% der Neugeborenen Mädchen sind um Spannungen durch Männderüberschuss zu vermeiden. Solange dies nicht geschieht, sollte auch keine Entwicklungshilfe mehr fliessen, denn damit wird zur Zeit nur Rückentwicklung finanziert.
Wenn Sie keinen Weitblick haben, sollten Sie sich in Zukunft aus solchen Themen raushalten.
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