Zeugen Jehovas - Als sich die Tochter von Erika S.* den Zeugen Jehovas anschloss, hat sie ihr altes Leben zerstört, um ein neues aufzubauen. So erlebte es die Mutter. Sie musste sich von der fröhlichen jungen Frau verabschieden, die sie großgezogen hatte. Der Kontakt zu der freundlichen aber kühlen Tochter, die ihr fremd geworden ist, bleibt ein Balance-Akt.
Wenn Erika S.* demnächst ihren 70. Geburtstag feiert, wird ihre jüngste Tochter Petra nicht kommen. Die 41-Jährige ist bei den Zeugen Jehovas, da werden Geburtstage nicht gefeiert. Erika S. hatte angeboten, das Fest nicht auf ihr Geburtsdatum zu legen und es anders zu benennen, doch auch das hatte die Tochter abgelehnt. Eine Einladung hat Erika S. ihr trotzdem geschickt.
Mehr als 15 Jahre ist es her, dass ihre Tochter mit den Zeugen Jehovas in Kontakt kam. Die damals 25-Jährige war gerade geschieden worden und alleinerziehende Mutter eines zweijährigen Sohnes. Der kleine Steffen hatte einem der Vertreter der Sekte bei seinem stillen Dienst auf der Straße ein fröhliches "Hallo!" zugerufen. Aus einem lockeren Gespräch heraus wurde ein Besuch vereinbart. Von den jungen Müttern, die dann zu ihr kamen, war Petra spontan ganz angetan. In der Stadt, in der sie noch gar nicht so lange lebte, entwickelte sich ein neuer Bekanntenkreis.
Wie der Besuch einer flüchtigen Bekannten
Von diesen Begegnungen erzählte Petra damals ganz unbefangen. Die Mutter erwog sogar, einmal mitzukommen zu einem der Treffen. Und zunächst bemerkte sie durchaus positive Veränderungen an ihrer Jüngsten. Die hätte sich immer etwas "flippig" angezogen, das hörte jetzt auf. Doch nach dieser ersten Phase wurde ihr die Tochter immer fremder. Fröhlich, spontan und natürlich sei die junge Frau immer gewesen, berichtet Erika S. Doch die Besuche der eigenen Tochter erlebte sie nun wie die Begegnung mit einer "netten, freundlichen Frau, die ich nicht näher kenne". Höflich habe sich ihr Kind für jede Kleinigkeit bedankt –"aber das war doch nicht normal, bei der Mama guckt man doch mal in die Schränke, ob was Leckeres zu Essen da ist", sagt Erika S. Auch mit ihrem Sohn ging die Tochter anders um. Ließ sie ihm zuvor "alles durchgehen", so reagierte sie jetzt überaus streng auf kleinste Vergehen.
Im Rückblick stellt Erika S. fest: "Ich hatte keine Ahnung, wie Zeugen Jehovas ihre Anhänger manipulieren." Erst als sie die Veränderungen ihrer Tochter mehr und mehr befremden, informiert sie sich über deren neue Glaubensgemeinschaft. Listenweise Bestellungen gibt sie in der Buchhandlung auf und besorgt sich eine Bibel-Konkordanz, um bestimmte Themen schneller zu finden. "Und dann habe ich natürlich alles falsch gemacht", sagt sie heute. Den neuen Überzeugungen ihrer Tochter hielt sie Argumente entgegen; deren Belege aus der sogenannten "Neuen-Welt-Übersetzung" der Zeugen Jehovas konterte sie mit Stellen aus der Bibel. "Aber das prallte alles an ihr ab, das nahm sie gar nicht auf." Durch Kritik an den Zeugen Jehovas und ihrer Organisation, der Wachtturmgesellschaft, fühlte sich die Tochter persönlich angegriffen. Der Kontakt brach ab, die Tochter "entfernte ihre Mutter aus ihrem Leben" und betrachtete die Zeugen Jehovas als ihre neue Familie.
Gefahr für Leben und Gesundheit des Enkels
Noch mehr spitzt sich die Lage zu, als sich das Enkelkind von Erika S. einer gefährlichen Operation unterziehen muss. Die Zeugen Jehovas lehnen jegliche Form der Bluttransfusion ab und Petra besteht auf diese Regel auch für ihren Sohn. Ein dramatisches Tauziehen um Rechte und Kompetenzen spielt sich ab. Das Leben des Jungen steht auf dem Spiel, wenn eine Blutgabe während der Operation erforderlich und von der Mutter verweigert würde. Nur weil der Vater und geschiedene Ehemann offensiv an die Öffentlichkeit geht mit dem Fall, wird Steffen ohne medizinische Einschränkungen operiert. Der Notfall, der eine Transfusion erfordert hätte, trat nicht ein.
Auch in anderen Bereichen erkennt Erika S. die Einflüsse der Sekte auf ihre Tochter. Die Tagesmutter, die ihren Sohn zuvor betreute und mit der sie sehr zufrieden gewesen war, kritisierte sie jetzt. Bald gab die Tochter ihren Job als Bürokauffrau auf, um mehr Zeit zu haben für ihre Verpflichtungen bei der Sekte. Heute habe die Tochter einen Kalender "wie ein Generaldirektor", sagt Erika S. Bei den Zeugen Jehovas lernte Petra ihren zweiten Mann kennen, den sie rund vier Jahre nach der Scheidung heiratete. Zur Hochzeit wurde die Mutter nicht eingeladen. Von weitem sah sie "mit blutendem Herzen" zu.
Informationen und ein Tagebuch
Zunächst hat Erika S. die Ablehnung ihrer Tochter als große Kränkung empfunden: "Man hat sich krummgelegt für die Kinder und dann bekommt man einen Tritt." Drei Jahre habe sie gebraucht, um ihre Tochter als Opfer zu sehen, sagt sie heute. Um damit zurechtzukommen, führt sie Tagebuch und sammelt alles an Informationen. In ihrer Wohnung stapeln sich die Bücher und Aktenordner.
Sie hat Bücher gelesen von Aussteigern aus der Sekte und ist zu deren Treffen gefahren. "Ich wollte verstehen, was im Kopf meiner Tochter vor sich geht, das konnte ich nur von Aussteigern erfahren", sagt Erika S. Auch Publikationen der Zeugen Jehovas liest sie, anonym erhält sie deren interne Schriften, die Einblick gewähren in die "Manipulationen hinter der freundlichen Fassade". Und weil sie es selbst schwierig fand, kompetente Hilfe zu finden, hat sie einen Verein gegründet, bietet Beratung, Information und Vorträge an. Dabei hat sie von vielen ähnlichen Geschichten erfahren: von Eltern, die jahrzehntelang nichts von ihren Kindern hören und Ehen, die nach 30 Jahren an der Sektenzugehörigkeit eines Partners zerbrechen. Immer wieder zeige sich dabei, dass Menschen in Krisenphasen ihres Lebens leicht zu Opfern einer Sekte werden. Und dass sich Angehörige aus Unsicherheit und Scham zu spät informieren über die neue Gesellschaft ihrer Partner oder Kinder.
Nach Phasen ohne Kontakt zwischen Mutter und Tochter gibt es heute gelegentliche Besuche. Nach wie vor untersagt Petra ihrer Mutter, mit ihr über die Zeugen Jehovas und die Wachtturmgesellschaft zu diskutieren. Erika S. hält sich daran, um den Kontakt zu Tochter und Enkeln nicht zu verlieren. "Rausholen kann ich sie nicht", sagt Erika S. "Aber wenn sie es selbst will, dann ist ihre Mutter für sie da."
* Alle Namen von der Redaktion geändert.
Weitere Informationen:
- Startseite der Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen
- Die Zeugen Jehovas - Kompaktinfos der Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen (pdf)
- Was ist eine Sekte? - Kompaktinfos der Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen (pdf)
Dieser Artikel ist erstmals erschienen am 3. März 2010.
Kommentare
Schleichende Manipulation - der Versuch meine Frau zu aquirieren
In unserer ländlichen Nachbarschaft sind Zeugen Jehovas (ZJ) hinzugezogen. Nette Menschen, wie Du und ich. Glaubten wir! Es begann der Aufbau einer vorurteilsfreien nachbarschaftlichen Beziehung. Dazu gehörten auch gemeinsame sportliche Aktivitäten. Die Frauen/Mädchen quatschten über Parallelen, Frauengespräche halt, wie Beziehungen, erster Sex, Moralvorstellungen, etc. Im Nachheinein betrachtet, ging es nur um den Aufbau einer vorgetäuschten "gemeinsamen" Basis, für alle weiteren, ich nenne es absichtlich so, "strategisch geplanten Absichten". Nach einiger Zeit (ca. 5 Mon.) begann die älteste Tochter (19 J) der ZJ uns (meine Frau) mit Informationsmaterial/Heftchen zu versorgen. Dann gab es immer wieder beiläufig religiöse Gespräche, dann sollte (!) sie plötzlich gemeinsame Bibelstunden (im Dialog) mit der ZJ machen. Aus Höflichkeit hat meine Frau dies locker mit allen möglichen Ausreden abgelehnt. Der Druck (wohlgemerkt wir reden von einer 19 jährigen jungen ZJ) wurde erhöht. Plötzlich klingelte die ZJ frühmorgens in fremder Begleitung an unserer Haustür. Ohne Ankündigung. Bibelstunde à la Überfallkommando der ZJ. Ich war nicht zugegen und meine Frau fühlte sich vollkommen überrumpelt. Zum Glück hat sie richtig reagiert und den Zutritt verweigert! Danach hat sie in einem Telefonat geklärt, dass sie kein Interesse an der Religionsgemeinschaft der ZJ hat. Das nachbarschaftliche Verhältnis hat sich sofort abgekühlt, wir wurden nicht mehr gegrüßt. Meine Frau kennt man nicht mehr.
Nichts, was uns stört - wir wissen ja nun, welchen Stellenwert das nachbarschaftliche Verhältnis tatsächlich hatte.
Je nachdem wie gefestigt Menschen sind, sind sie eine verhältnismäßig leichte Beute der ZJ. Der Manipulationen finden sehr geschickt statt. Mir waren viele Dinge unklar bzw. einfach auch nicht bekannt, die zwischen meiner Frau und der ZJ diskutiert wurden. Auch habe ich mich dafür nicht wirklich interessiert. Ich bin mir aber sicher, dass gerade, wenn man sich zu wenig mit den ZJ beschäftigt, einen Angehörigen schnell verlieren kann. Ebenso wenn man versucht dagegen anzugehen, da die zu aquirierenden neuen Mitglieder systematisch auf Argumentationen vorbereitet werden.
Das die Gemeinschaft obendrein verlogen ist, sieht man z.B. auch daran, dass bei beruflichen Anlässen Geburtstage der ZJ ebenso gefeiert werden, wie die der Kollegen. Entweder - oder! Bei Bluttranfusionen gibt es auch keine Alternativen!
Der Vertrauenvorschuss ist dahin! Zeugen Jehovas - nein danke! Oder besser - Vorsicht ist geboten. Der Wolf lauert im Schafspelz - auch in deiner Nachbarschaft! Man ist schnell per "DU" und dann wird es schwierig, aus Höflichkeit "NEIN" zu sagen.
Seltsam
Lieber Tomboy,
seltsam hin - seltsam her, was die Gründe des Anerkennungsersuchens der ZJ betrifft.
Auch wenn das heutige Staatssystem in den Augen der ZJ irgendwann einmal durch ein "von Gott gelenktes" = theokratisches System abgelöst werden soll (zum Glück aber müssen die Menschen bei diesem "Umsturz" nicht mirwirken - also nicht die medialen "Gotteskrieger" unserer Tage), so werden die Mitglieder doch zu treuem Staatsbürgertum angehalten - also nix mit Steuerhinterziehung, Politikerverunglimpfung, Demos etc.. Staatsfeinde sehen daher anders aus.
Mein Problem in pauschalen Verdächtigungen ggü. einer Glaubensgemeinschaft liegt vielmehr darin begründet, dass der Leser solcher Zeilen in der Regel nicht zwischen einer wie auch immer gearteten "Wahrheit hinter der Gemeinschaft" und dem einzelnen "Versammlungsmitglied" unterscheidet.
Also: Bei den ZJ dürfte es - wie in der übrigen Gesellschaft auch - weiße und schwarze Schäfchen geben. Immer nur mit dem Finger auf dunkle Schäfchen zu zeigen, hilft für ein objektives Bild da nicht viel weiter.
Zeugen Jehovas
Das mit der Manipulation ist kein Klische sondern Tatsache.
Nicht umsonst veröffentlich die Wachtturmgesellschaft immer wieder Literatur, womit sich der Geist ihrer Mitglieder beschäftigen darf, oder vielmehr MUSS - immer hin hat man es diesem erfolgreich eingeredet, diese Literatur wäre die geistige Speise zur rechten Zeit.
Unlängst sind die Techniken womit die Zeugen-Jehovas Gedankenveränderung im Wachzustand vollzogen wird, längst bekannt.
Ich würde diese Informationen gerne dieser Homepage zur Verfügung stellen, da sie klar offenlegen, wie und womit das Denken im Wachzustand manipuliert wird, die letztlich zur Mitgliederbindung an die Wachtturmgesellschaft führen sollen.
Das traurige:
Das Mitglied glaubt nur, das es alles freiwillig tut, ohne zu wissen WIE es manipuliert wurde.
ZJ
Das ist ein unsinniger Kommentar weil er nicht belegbar ist.
Alle ZJ die ich kenne sind offen und ehrlich, sagen auch mal die Meinung.
Keine Manipulation einer Wtg ist erkennbar.
Viel schlimmer finde ich die zügellosigkeit der Kirchen oder die Homophilie bei den Katholiken.
Klischee "Sekte"
Ein Bericht nach dem Motto "Wie du mir, so ich dir" ...
Genau so, wie man in einer Veröffentlichung der Zeugen Jehovas kaum etwas über einen bibelfesten glaubensstarken evangelischen Christen in der heutigen Zeit lesen wird, findet sich hier bei evangelisch.de ein Bericht über einen bibelfesten glaubensstarken christlichen Zeugen Jehovas.
Da wird lieber das ewige Klischee der Manipulation (sonst auch gerne "Gehirnwäsche" genannt), geistigen Enge, Kindesgefährdung usw. bedient. Traurig, aber leider wahr.
Dabei sind mir persönlich eine ganze Reihe durchaus fröhlicher weltoffener Zeugen Jehovas im Privat- und Berufsleben bekannt, die dort ihren Mann/Frau stehen und auch zu ihren andersgläubigen Verwandten ein offenes und unkompliziertes Verhältnis pflegen.
Nur bedienen diese natürlich weniger das allseits beliebte Klischee "Sekte" ...
"Erwachen" oder verblendet?
Diese arme Mutter, deren verblendete Tochter mit ihrem Lebenslauf und diesen oberen Kommentar versteht nur wer ähnliches erlebt hat - wenn auch in einem etwas anderen Umfeld.
verständnis?
vielleicht mal sollte sie mal offen und ohne vorbehalte fragen, was ihr ihre religion bringt?
Endlich mal eine Demütige Frage statt Behauptung
Was es bringt?
Hätten Zeugen Jehovas Militärdienstverweigerung nicht verweigert, dann hätte man ihnen die gleichen Vorwürfe machen können wie den anderen Religionen, das sie Hitler unterstützt hätten.
Würden Zeugen Jehovas wählen gehen dann wären sie Mitverantwortlich für die Fehlentscheidungen der Politiker.
Würden Zeugen Jehovas demonstrieren würden sie mit unfriedlichen Demonstranten in einen Topf geworfen werden.
Würden Zeugen Jehovas sich am Krieg in Harmagedon beteiligen, dann könnte man sie mit Extremisten vergleichen.
Würden Zeugen Jehovas Rauchen, dann wäre die gute Botschaft kraftlos, weil eine gereinigte Erde mit Zigarettenqualm ist nicht vorstellbar.
Wären Zeugen Jehovas dem Staat gegenüber unehrlich, wäre die gute Botschaft unglaubwürdig.
Würden Zeugen Jehovas unbarmherzig mit Sünder verfahren, könnten sie mit Strafpredigern verglichen werden. (Islam - Steinigung)
Würden Zeugen Jehovas reuelose Missetäter nicht ausschliessen, dann sähe es heute genauso aus wie in den Kirchen, man muss über Ungerechtigkeit hinwegsehen, kein Mensch ist ein willenloses Opfer seiner Begierden.
Würden Zeugen Jehovas Blut nehmen, wäre das ein Beweis für Illoyalität, denn ein guter Staatsbürger ist zur Not bereit sein Leben zu riskieren für sein Land (Krieg).
Würden Zeugen Jehovas nicht predigen gehen, könnten man ihnen nachsagen sie seien nur an ihr eigenes Überleben interessiert.
Würden Zeugen Jehovas alle Religionen gleichstellen, dann wäre es egal woran man glaubt und dein eigene Glaube wäre Sinnlos.
Wenn Zeugen Jehovas nur eine Himmlische Hoffnung vermitteln würden, wo wäre das Sinnvoll, wozu ist dann die Erde da.
Wenn Zeugen Jehovas eine unsterbliche Seele Predigen würden, was wäre mit der Auferstehung, etwas was unsterblich ist braucht nicht auferstehen.
Wenn Zeugen Jehovas eine Hölle predigen würden, wäre Gott dann nicht mit einem Sadist vergleichbar.
Würden Zeugen Jehovas lehren das Jehova schon jetzt die Welt regiert und nicht Satan, dann wäre Gott für all das Leid verantwortlich.
Nupi
Hallo Nupi, also ich hab schon in einigen Blogs Deine Kommentare gelesen und frag mich wie Du das machst von der WTG nicht erwischt zu werden. Aber kann ja auch sein Du arbeitest im Auftag von ihnen um die Menschen in der Welt doch noch zu bewegen zu den ZJ zu gehen. Denn das es offiziell geduldet wird daß Du hier Streitgespräche über den Glauben führst und das noch mit "Sündern und Abrünnigen" glaub ich nicht. Dazu kenne ich die Doktrien der WTG nur zu gut. Nämlich so gut wie keinen Kontakt, außer im Predigtdienst mit der "verderbten" Welt und schon garkeinen Kontakt mehr zu Abrünnigen die sich nicht bekehren lassen. Was sind aber eigentlich "Abtrünnige" und von wem oder was sind sie abtrünnig? Die WTG setzt Abtrünnigkeit von der Organisation, sprich der WTG, gleich mit Abtrünnigkeit von Gott. Für was hält sich die WTG eigentlich? Ich habe nicht Gott sondern diese Organisation verlassen weil sie für mich ein falscher Prophet ist und die Bibel uns lehrt diesen nicht weiter zu folgen. Und so wie bei mir stimmt Dein Bild von "Abtrünnigen" ganz und garnicht, da viele so wie ich keine Sünde begangen, sondern ganz einfach die Organisation aus freien Stücken verlassen haben, weil sie diese Arroganz, Doktrinität und Selbstherrlichkeit der WTG nicht mehr ertragen haben. Wie kann sich eine Organisation wie die WTG die so viele falsche Prophezeiungen gerade in Bezug auf das Endzeitdatum nicht nur veröffentlicht haben, sondern dies als geistige Nahrung zur rechten Zeit und als gültige Doktrien an ihre "Untergebenen" verteilt haben, immer noch von sich behaupten, die einzig wahre Religion und der kluge und verständige Sklave Gottes zu sein? Das ist für mich die größte und schlimmste Lüge. Man hält seit über hundert Jahren seine Anhänger mit der großen Lüge der Endzeitangst in Schach. Ja und diese Lüge wird nun schon seit über 100 Jahren gepredigt. Eine Generation nach der anderen ist in dieser von der WTG geschürten Hoffnung gestorben, eben nicht zu sterben und das Ende des Systems der Dinge zu erleben. Wie vielen Generationen hat man ihre Jugend und Zukunft beraubt?! Und man sagt auch heute noch, das Ende kommt bald. Was bedeutet für Dich eigentlich der Begriff "bald". Für die WTG jedenfalls bedeutet es mitlerweile einen Zeitraum von über HUNDERT Jahren. Man hat schon im 19. Jahrundert das "Ende" für die 1870 ziger Jahre prophezeit, dieses Datum dann allerdings immer und immer wieder in die Zukunft geschoben, da nix passierte. Wie also soll ich die Bibel verstehen die sagt daß ich die falschen Propheten daran erkenne, daß ihre Prophezeiungen sich nicht erfüllen? Die WTG setzt sich Gott und Jesus gleich indem sie behauptet jeder der sie verläßt verläßt Gott. Was für eine Gotteslästerung.
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