In Deutschland viel mehr Analphabeten als vermutet

Blatt ohne Worte

Blatt ohne Worte - Millionen Menschen in Deutschland können nicht richtig lesen und schreiben. Foto: iStockphoto

Bildung - In Deutschland gibt es wesentlich mehr Analphabeten als angenommen. Nach einer Untersuchung der Uni Hamburg, die Bildungsministerin Annette Schavan (CDU) am Montag vorstellte, können rund 7,5 Millionen Deutsche zwischen 18 und 64 Jahren nicht richtig lesen und schreiben. Bislang gingen Experten von vier Millionen Analphabeten aus.

14 Prozent der 18- bis 64-Jährigen können zwar einzelne Sätze lesen und schreiben, jedoch keine zusammenhängenden, kürzeren Texte. Dadurch seien sie nicht in der Lage, am gesellschaftlichen Leben in angemessener Form teilzuhaben, so die Studie. Weitere 25 Prozent der Befragten beherrschen die Rechtschreibung, die bis zum Ende der Grundschule unterrichtet wird, nicht hinreichend. Sie können selbst gebräuchliche Wörter nur fehlerhaft oder langsam lesen und schreiben. Dabei zeigt sich, dass Männer mit einem Anteil von 60,3 Prozent deutlich häufiger als Analphabeten gelten als Frauen (39,7 Prozent).

Für die repräsentative Erhebung mit dem Titel "leo. - Level-One-Studie" wurden im vergangenen Jahr mehr als 8.000 erwerbsfähige Erwachsene befragt, die Deutsch als Muttersprache sprechen. Migranten wurden nicht einbezogen. Schavan betonte, Bildungspolitik müsse sich verstärkt mit dem Erhalt und dem Ausbau erworbener Kenntnisse und Kompetenzen in allen Schulformen beschäftigen. Die frühere Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth (CDU) kritisierte, in Deutschland sei der "Verlernprozess" erheblich. Sie forderte gezielte Strategien, um lebenslang erlernte Kompetenzen erhalten zu können. 

epd

Kommentare

Verfasst von Christiane Müller am 1. März 2011 - 9:53.

Also nach dem, was ich an

Also nach dem, was ich an Hauptschulen manchmal noch bei 7klässlern an...

Also nach dem, was ich an Hauptschulen manchmal noch bei 7klässlern an Leseleistung erlebe (nicht bei allen aber bei einigen) kann ich das gut nach vollziehen. Klar kennen die die Buchstaben. Aber sowas wie Textverständnis - einfach nicht da. Die lesen Buchstabe für Buchstabe bzw Wort für Wort.... was meiner Meinung nach auch eine Form von Analphabetismus ist, denn was nützt es mir dass ich Buchstaben lesen kann, wenn ich schon bei einfachen Sätzen mit dem Sinn überfordert bin? (Wie gesagt einige, nich alle)

Verbum Dei manet in aeternum!

Verfasst von manibuda am 4. August 2011 - 4:35.
Kommentar auf: Also nach dem, was ich an

Mindestens 7 bis 8 Rechtschreibfehler!

Christiane Müller schrieb: Also nach dem, was ich an Hauptschulen manchmal noch...

Christiane Müller schrieb:

Also nach dem, was ich an Hauptschulen manchmal noch bei 7klässlern an Leseleistung erlebe (nicht bei allen aber bei einigen) kann ich das gut nach vollziehen. Klar kennen die die Buchstaben. Aber sowas wie Textverständnis - einfach nicht da. Die lesen Buchstabe für Buchstabe bzw Wort für Wort.... was meiner Meinung nach auch eine Form von Analphabetismus ist, denn was nützt es mir dass ich Buchstaben lesen kann, wenn ich schon bei einfachen Sätzen mit dem Sinn überfordert bin? (Wie gesagt einige, nich alle)


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Es tut mir echt leid. Aber ich muss es hier dennoch erwähnen. Schließlich geht es in diesem Beitrag u. a. um Rechtschreibung!
Allein in dem zitierten Kommentar-Artikel oben gibt es mindestens 7-8 Fehler. Und - der Satzbau selbst bedarf an manchen Stellen einer Korrektur!
Wenn Interesse besteht, kann ich - nicht nur diesen - Artikel korrigieren.
Übrigens - das marode Schulsystem in Deutschland inklusive Desinteresse bzw. Unzulänglichkeit vieler Lehrer trägt erheblich zu dieser Misere bei.

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