Lörrach: Kind wurde mit Plastiktüte erstickt

Ein Polizist legt in Lörrach vor einem Wohnhaus, in dem sich die ausgebrannte Wohnung der Amokläuferin von Lörrach befindet, ein

Ein Polizist legt in Lörrach vor einem Wohnhaus, in dem sich die ausgebrannte Wohnung der Amokläuferin von Lörrach befindet, eine Sonnenblume nieder. Foto: Kristoff Meller/dpa

Amoklauf - Die Amokläuferin von Lörrach hat ihren kleinen Sohn offenbar erst bewusstlos geschlagen und dann mit einer Plastiktüte erstickt. Das habe die Obduktion der Leiche ergeben, erklärte die Polizei. Mit 17 Schüssen aus Polizeiwaffen war die 41- jährige Sportschützin von Polizeibeamten erschossen worden.

Ihren Ex-Partner, den Vater des Kindes, hatte die Anwältin mit zwei Schüssen in Kopf und Hals getötet. Höchstwahrscheinlich sei der Tod des fünfjährigen Kindes durch das Ersticken eingetreten, teilten die Ermittler mit. Vater und Sohn wurden nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa aus Polizeikreisen nebeneinanderliegend auf dem Bett gefunden.

Nach der Tat steckte die 41-Jährige ihre Wohnung in Brand, stürmte ins benachbarte St. Elisabethen-Krankenhaus und erschoss dort einen 56-jährigen Pfleger. Er erlitt drei Schüsse in Köpf und Hals sowie Stichverletzungen in den Oberkörper.

Verschärfung des Waffenrechts

Der baden-württembergische Ministerpräsident Stefan Mappus (CDU) sieht nach dem Amoklauf keine Notwendigkeit für eine Verschärfung des Waffenrechts. "Ich habe keinen Hinweis darauf, dass wir eine Gesetzeslücke haben", sagte Mappus im pfälzischen Herxheim-Hayna.

dpa

 

Kommentare

Verfasst von Copic am 22. September 2010 - 0:05.

Meinung dazu

Ich bin selber Sportschütze oder wie andere es lieber formulieren,...

Ich bin selber Sportschütze oder wie andere es lieber formulieren,
Waffenbesitzer.

Ich betreibe dieses Hobby , weil es mir Spass macht und ich mich
geehrt fühle, dass die Bundesrepublik Deutschland mir das Vertrauen
entgegenbringt, Waffen zu besitzen.
Mit ihnen bestreite ich Wettkämpfe mit Gleichgesinnten.
Meine Waffen sind getrennt von Munition, sicher vor Zugriff Fremder,
in einem Tresor mit höchster Sicherheitsstufe verschlossen.
Auch einen gewissen Reiz hat es, etwas zu besitzen, was nicht jeder
in Deutschland hat.
Soviel zu meinen Ansichten.

Einen Amoklauf ist auch für mich eine schreckliche Tat , die nicht zu
entschuldigen ist. Besonders wenn Unschuldige damit reingezogen werden.

Jedoch würde eine Verschärfung des Waffengesetzes keinerlei Besserung
bringen. Auch die Verbannung der Waffen aus den Haushalten wird nicht funktionieren. Auch solch eine Tat nicht verhindern.

Ich erläutere kurz weshalb.

Das Gesetz verbietet nun die Lagerung in den eigenen vier Wänden.
Es sieht nun vor die Waffen im Schützenhaus zu lagern.

Bei sagen wir 100 Mitgliedern hat , sind das umgerechnet auf jeden ca. 10 Waffen pro Mitglied. Hierzu kommen die Munition, welche sagen wir umgerechnet 1000 Schuss pro Waffe sind.
Macht 1000 Schusswaffen und um die 1.000.000 Schuss Munition.
In nur einem Schützenhaus !
Es gibt mehrere Millionen legale Waffen !

Ich weiß nicht ob man sich die Ausmaße der Lagerstätte vorstellen kann.
Es würde Dimensionen von Bundeswehrdepots annehmen.
Welche im Vergleich die Sicherheit der Kioskbude um die Ecke hätte.
Würdet ihr euch wirklich sicherer fühlen ?

Nun nehmen wir mal an es würde trotzdem klappen.

Wie würde der geplante Amoklauf aussehen?

Der Mensch , welcher diese Tat planen würde, würde sich zu einem
Wettkampf in einer anderen Stadt anmelden.
Mit dieser Anmeldung würde er am Vortag zum Waffenlager gehen , und sich
seine Pistole samt Munition aushändigen lassen.
Ob er dann am nächsten Tag zu dieser Veranstalltung geht oder nicht.
Das währe ihm dann frei. Der Mensch würde entscheiden ob er die Tat macht.

Was ich damit sagen will ist.

Man kann sich, sei es durch Verbote oder Gesetze ,vor so etwas nicht schützen. Wenn jemand so etwas plant, dann hat er die nötige Energie
sich für die Tat, legal oder illegal auszurüsten.

Es ist bestimmt schwer für jemanden zu verstehen, der Waffen nicht mag oder keine besitz.

In dem Sinne

Copic

Verfasst von Ingo1971 am 21. September 2010 - 17:25.

>>Der baden-württembergische

>>Der baden-württembergische Ministerpräsident Stefan Mappus (...

>>Der baden-württembergische Ministerpräsident Stefan Mappus (CDU) sieht nach dem Amoklauf keine Notwendigkeit für eine Verschärfung des Waffenrechts. "Ich habe keinen Hinweis darauf, dass wir eine Gesetzeslücke haben", sagte Mappus im pfälzischen Herxheim-Hayna.<<

In dem Fall müsste man es dann auch auf "Messer, Schere, Gabel, Licht...und Plastiktüte" ausweiten. 

Es stellt sich die Frage ob man nicht über ein neues Beziehungsrecht nachdenken müsste. Wenn man bedenkt wie viel Leid und Elend mittlerweile Beziehungen hervorbringen. 

“Die Ehrfurcht vor der Vergangenheit und die Verantwortung gegenüber der Zukunft geben fürs Leben die richtige Haltung.” - Dietrich Bonhoeffer

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