Lahm: Schwule Fußballer sollten sich nicht outen

Fußbälle

Kein Outen auf dem Platz? Spieler Philipp Lahm sagt, die Gesellschaft sei nicht so weit. Foto: dpa/Kevin Kurek

Homosexualität - Der Kapitän der deutschen Fußball-Nationalmannschaft glaubt nicht, dass die Gesellschaft so weit ist, schwule Profi-Fußballer als etwas Selbstverständliches zu akzeptieren.

Der Kapitän der deutschen Fußball-Nationalmannschaft und des FC Bayern München, Philipp Lahm, würde keinem schwulen Profi-Fußballer raten, sich zu outen. "Ich glaube nicht, dass die Gesellschaft schon so weit ist, schwule Profi-Fußballer als etwas Selbstverständliches zu akzeptieren, so wie es in anderen Bereichen bereits möglich ist", sagte Lahm der "Frankfurter Rundschau" (Montagsausgabe).

Im Stadion gehe es selten politisch korrekt zu, sagte der Fußball-Profi. "Fußball ist wie früher Gladiatorenkampf", erklärte der 28-Jährige, der sich selbst immer wieder Spekulationen ausgesetzt sah, er sei schwul, was er stets bestritten hat. Unabhängig davon hat er sich stets gegen Homophobie im Spitzensport engagiert, gab beispielsweise dem Schwulen-Magazin "Front" ein Interview.

Die Situation von Fußballern, die sich öffentlich zu ihrer Homosexualität bekennen, hält Lahm für schwieriger als die von schwulen Politikern: "Sicher, Politiker können sich heute als Homosexuelle outen, aber die müssen auch nicht Woche für Woche vor 60.000 Zuschauern spielen und dann womöglich auch noch schlecht", sagte der Spieler des FC Bayern.

epd

Kommentare

Verfasst von ernst_haft: am 17. Januar 2012 - 1:58.
Kommentar auf: Quatsch

Quatsch?

Leider garkein Quatsch! Wer die Athmosphäre samstags in den Stadien kennt, der...

Leider garkein Quatsch! Wer die Athmosphäre samstags in den Stadien kennt, der weiß, dass Lahm wohl doch recht hat. Seine Argumente dafür sind recht eindeutig und plausibel. Da sollte sich besser niemand in die Tasche lügen! Ich möchte den schwulen Fanclub sehen, der sich samstagnachmittags gegen 15 Uhr in der Kölner Südkurve ´outen´ würde... - Das mag man beklagen, es ist aber so: Philipp Lahm war ehrlich genug, die Realität nicht zu beschönigen.

Verfasst von Gast am 16. Januar 2012 - 18:43.
Kommentar auf: Quatsch

Via Dolorosa schrieb: Was

Via Dolorosa schrieb: Was Herr Lahm sagt, es gibt schwule Fangruppen, Fanclubs...

Via Dolorosa schrieb:

Was Herr Lahm sagt, es gibt schwule Fangruppen, Fanclubs usw. Das Problem ist wohl eher die Manschaft, und der einzelne Spieler, der mit dem schwulen Mann dann in der Dusche steht!.

Ob jemand gut oder schlecht spielt, hat nichts mit der sexuellen Orientierung zu tun. 


Bestimmt nicht, aber wie Menschen mit Schwulen umgehen und wie 600000 Zuschauer mit einem schlechten Spieler umgehen, der dann noch schwul ist, das macht schon Angst. Allein die Kommentare hier auf ev.de zu den verschiedenen Facetten des Themas machein einfach Angst und da kann ich mir vorstellen, dass ein Fußballer in der Mitte des Spielfeldes oder in der Kabine schon auch Angst hat. Es stimmt schon, so weit sind wir noch lange nicht.

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