„Wir können viel voneinander lernen“

gmim_660.jpg

Propst Schütz (2. v. li.) mit Pfr. i.R. Prof. Dr. W.A. Roeroe (re.), ehemaliger Kirchenpräsident der GMIM und Mitbegründer der Partnerschaft.

Partnerkirche - Vor 25 Jahren machte sich zum ersten Mal eine Delegation aus der Propstei Rheinhessen auf den Weg nach Indonesien, genauer gesagt nach Nord-Sulawesi, um mit der dortigen evangelischen Kirche, der „Gereja Masehi Injili di Minahasa“, kurz GMIM genannt, eine Partnerschaft einzugehen. Viele gegenseitige Besuche sollten noch folgen.

Von Luise Botler

Ein Mann der ersten Stunde, der damalige Beauftragte für Ökumene und Mission innerhalb der Propstei Rheinhessen, Pfarrer i.R. Martin Hindrichs,  ist auch jetzt wieder dabei, wenn die rheinhessische Delegation mit Propst Dr. Klaus-Volker Schütz das Flugzeug nach Singapur besteigt. 17 Stunden Flug in tropische Temperaturen – klingt nicht gerade nach Erholung… .
„Der Kontakt der Propstei mit der GMIM hat sich über viele Jahre bewährt. Es geht um Begegnung, Kontakt und das Zeugnis, das aus Menschen in unterschiedlichen Lebenszusammenhängen eine Gemeinschaft von Schwestern und Brüdern macht“, blickt der Propst  für Rheinhessen zurück und betont, dass es sich bei Nord- Sulawesi nicht um ein Entwicklungsland handelt, sondern um einen relativ wohlhabenden Landstrich, jedoch mit großen Unterschieden zwischen arm und reich. „Wir können viel voneinander lernen und sind uns sehr ähnlich, aber auch wieder sehr verschieden“, so Schütz weiter.
Kirche in Nord-Sulawesi baut sich von unten auf. Basisgemeinden und Hauskreisen bieten einen sehr  persönlichen Zugang zum Glauben. Der Frauenanteil im Pfarramt der GMIM liegt mit 70 Prozent um einiges höher als in der deutschen Partnerkirche.
Vierzehn Tage wird die Delegation aus Rheinhessen in Nord-Sulawesi verbringen. Neben Gottesdiensten  und vielen  Begegnungen werden sich die Schwesterkirchen über das Thema „Christentum und Politik“ austauschen. Propst Dr. Klaus-Volker Schütz wird dazu einen Vortrag an der dortigen Universität  halten. „Es wird dabei auch um die Frage gehen, ob Pfarrer politische Ämter übernehmen können und ich werde auch von unseren Erfahrungen als Kirche im Staat berichten. Wir als Evangelische Kirche verstehen uns schließlich als politische Kirche, die sich einmischen will, “ so Propst Schütz.
Wer die Erlebnisse der Reisegruppe aus erster Hand nachverfolgen möchte, kann dies tun über den Blog auf der Homepage: www.ekhn-partnerschaft-rh.de

Kommentare

Kommentar hinzufügen

Der Inhalt dieses Feldes wird nicht öffentlich zugänglich angezeigt.
  • Internet- und E-Mail-Adressen werden automatisch umgewandelt.
  • Zulässige HTML-Tags: <a> <em> <strong> <cite> <code> <ul> <ol> <li> <dl> <dt> <dd><p><embed><param><object>
  • Zeilen und Absätze werden automatisch erzeugt.
  • Du kannst andere Kommentare mit [quote]-Tags zitieren.

Weitere Informationen über Formatierungsoptionen