Integration - Bei „Beckmann“ erklärte Thilo Sarrazin noch, er sei nun erst einmal damit beschäftigt, die Auflage seines Buches in die Höhe zu treiben. Das macht er sehr fleißig, nun also auch bei „Hart aber fair“. Anders als Beckmann machte es Frank Plasberg Sarrazin allerdings nicht so leicht, mit seinen Thesen zur Integration zu punkten.
Und in der Tat war es vor allem Plasberg, dem es mit seinen Fragen und Einspielfilmen gelang, Sarrazin an verschiedenen Stellen zu entzaubern. Sarrazin, der Mann der Zahlen, stand gelegentlich als Nullnummer da. In 120 Jahren hätten mehr als drei Viertel aller Einwohner Deutschlands einen Migrationshintergrund, rechnet Sarazin in seinem Buch vor. Die „Hart aber fair“-Redaktion bat das Statistische Bundesamt, auf Basis der deutschen Bevölkerung von 1890 eine Rechnung nach „Sarrazin-Art“ nachzuvollziehen. Das Ergebnis: Deutschland hätte heute eine Ausländerquote von etwa 8,3 Prozent (stimmt) und eine Bevölkerung von über 250 Millionen Einwohnern (stimmt gar nicht). Die Fragwürdigkeit sarrazinscher Modellrechnungen lässt sich anschaulicher wohl kaum darstellen.
Wenig schmeichelhaft für Sarrazin war zudem, dass ausgerechnet die Intelligenzforscherin Elsbeth Stern, auf die er sich in seinem Buch mehrfach bezieht, ihm entschieden widerspricht. Sarrazin werde der Komplexität des Themas Intelligenz bei seinen Thesen zur Vererbbarkeit nicht gerecht und ignoriere vor allem die vielfältigen sozialen Einflüsse, so ihre Kritik. Keinesfalls drohe auch ein Absinken des durchschnittlichen Intelligenzniveaus in Deutschland dadurch, dass Menschen mit niedriger Intelligenz überdurchschnittlich viele Kinder bekämen. Bei derlei klug eingesetzten Einspielern war auch verzeihlich, dass „Hart aber fair“ quasi einen Film recycelte, der bereits beim Auftritt Sarrazins in der Sendung vom Oktober 2009 zum Einsatz kam (Kritik zur Sendung hier) und eine Straße in Duisburg zeigte, in der quasi eine türkische „Parallelgesellschaft“ mit türkischen Geschäften, Ärzten und Apotheken etc. verwirklicht ist. So toll war der Film eigentlich schon im vergangenen Oktober nicht, dass man ihn nun in Teilen nochmal zeigen musste.
Schwache Gäste
So toll waren auch die Gäste nicht drauf, die Plasberg neben Sarrazin ins Studio geladen hatte. Als Sarrazin-Kritiker traten Michel Friedman, die Journalistin Asli Sevindim und Rudolf Dressler auf, unterstützt wurde Sarrazin von dem Historiker Arnulf Baring.
Hauptangriffspunkt der Kritiker waren dabei Sarrazins Thesen zur Vererbbarkeit und die in einem Zeitungsinterview getroffene Aussage, Volksgruppen, darunter Juden oder Basken, seien durch bestimmte Gene unterscheidbar. Eine „pseudowissenschaftliche Analyse über Vererbbarkeit“ sei menschenverachtend und respektlos, kritisierte Friedman. Sevindim war der Ansicht, es gebe keine genetische Vererbbarkeit der Intelligenz, zudem werteten verschiedene Experten die von Sarrazin bemühten Statistiken anders als er. „Es gibt Integrationsprobleme in Deutschland, aber zur Lösung brauchen wir nicht Sie, sagte Sevindim zu Sarrazin.
Sarrazin rudert zurück
Anders als noch am Montag bei Beckmann ruderte Sarrazin immerhin in einem Punkt zurück und erklärte seine Aussage, Juden hätten alle ein gemeinsames Gen, als „riesen Unfug“ und eine „inhaltliche Dummheit“, die mit seinem Buch nichts zu tun habe. Er sei auch nicht der Meinung, dass es eine „genetische Identität“ gebe, was Michel Friedman aber nicht völlig überzeugte. „Der Gedanke, dass ein Kollektiv ein gleiches Genmerkmal hat, ist ein rassistischer Gedanke, den ich für überwunden gehalten habe. Das ist eine Schande für die Bundesbank und das ist eine Schande für Sie“, rief er an Sarrazin gewandt.
Trotz des emotionalen Themas gelang es Plasberg, eine sehr geordnete Debatte zu führen. Wenn Sarrazin Gefahr lief, wieder in den Tiefen des von ihm offenbar sehr geschätzten Mikrozensus abzutauchen, zog ihn Plasberg wieder auf eine Ebene hinauf, auf der sich auch der durchschnittliche Zuschauer bewegt. Wenn Sarrazin über sein mangelndes musikalisches Talent philosophierte, fragte Plasberg kess, wie wichtig es ihm sei, aktuell die erste Geige zu spielen. (Angeblich keine, Sarrazin geht es natürlich nur um "die Sache".) Doch anstatt einseitig Kritik an Sarrazin zu üben, konfrontierte Plasberg seine Gäste durchaus auch mit Versäumnissen der Integrationspolitik – nicht nur am Beispiel Duisburg.
Keine Treffer
Und doch blieben die Diskutanten – auch Sarrazin, der mehr als einmal ins Stottern geriet - seltsam blass. Die Journalistin Sevindim, deren Biografie ein Musterbeispiel gelungener Integration ist, diskutierte emotional, konnte aber mit ihren Angriffen auf Sarrazin keinen echten Treffer landen. „Sie bieten keine Lösungen an“, war der etwas schwache Kernvorwurf. Rudolf Dressler sagte so gut wie nichts. Wenn doch, wiederholte er zum Teil sogar wörtlich Sätze, die vorher Michel Friedman gesagt hatte. Was vielleicht daran lag, dass Friedman zwar nicht gerade mit Detailkenntnissen oder gut recherchierten Fakten punktete, aber wie immer knackig formulierte. Wenn jemand „Überfremdungsängste aushuste“, sei dies miserabel, echauffierte sich Friedman und ergänzte, Sarrazins Buch sei kein „konstruktives Feuer der Begegnung“, sondern ein „Brandstiftungsfeuer“. Immerhin: Auch Friedman warnte vor vorhandenen Parallelgesellschaften und kritisierte, es gebe auch unter Muslimen (vor allem Männern) solche, die "die gemeinsame Wertegemeinschaft" in Deutschland nicht respektierten.
Mit Sarrazins „Biologismus“ konnte auch Arnulf Baring recht wenig anfangen, der ansonsten aber viel Zustimmung äußerte. Sarrazin habe einen „kenntnisreichen Essay“ geschrieben über ein tabuisiertes Problemthema, das die Politik längst „zukunftsfest“ hätte anfassen müssen, sagte der Historiker. Politiker „tippten“ zwar viele Themen an, aber es passiere nichts, wie aktuell auch am Beispiel „Stuttgart 21“ zu beobachten sei, das Ausdruck einer massiven Unzufriedenheit in der Bevölkerung sei.
Keine Partei rechts von der CDU
Genauso wenig wie Sarrazin, der versprach, sich nie wieder als aktiver Politiker betätigen zu wollen, sieht Baring sich allerdings als mögliche Gallionsfigur einer Partei „rechts von der CDU“, die es ohnehin nicht geben werde, unter anderem aus „demografischen und finanziellen Gründen“, wie Baring ausführte. Sarrazin formulierte es spitzer. In neuen Parteien sammelten sich – egal wie gut die Absicht auch sein möge – zunächst vor allem Spinner und Irre. „Siehe Linkspartei“, sagte Sarrazin.
In eine Falle, die ihm Plasberg hatte stellen wollen, tappte er zum Ende der Sendung dann auch nicht. Am Ende seines Buches warnt Sarrazin (satirisch, wie er meint) vor einem Deutschland, in dem „Wandrers Nachtlied“ von Goethe nicht mehr bekannt sei. Plasbergs Team fragte mal vor einer einem Gymnasium nach (ausgerechnet einer „Goethe Schule“), ob „Wandrers Nachtlied“ aktuell überhaupt noch bekannt ist. Das eher traurige Ergebnis: Nein – bei Schülern nicht und bei Lehrern auch nicht.
Wandrers Nachtlied
„Kennen Sie es“, fragte Plasberg Thilo Sarrazin, der sich keine Blöße gab und rezitierte: „Über allen Gipfeln Ist Ruh, In allen Wipfeln Spürest du Kaum einen Hauch; Die Vögelein schweigen im Walde. Warte nur, balde Ruhest du auch.“
Dass Sarrazin Ruhe gibt, darauf warten aktuell viele. Auf ein Ende des Schweigens im Walde beim Thema Integrationspolitik allerdings auch. Es war, Plasberg sei Dank, eine gute Sendung. Nicht nur unterhaltsam, sondern auch aufklärerisch im besten Sinne.
Henrik Schmitz ist Redakteur bei evangelisch.de und betreut die Ressorts Medien und Kultur.

Kommentare
Was Sarrazin wirklich sagt
Sarrazin ging es doch nicht zentral um Gene, sondern um die Migrantensituation in Deutschland.Spätestens die immense Zuschauerreaktion (mehr, als je zuvor mit tausenden von Mails zum Thema Migration hat Plasmann
bewogen, ganz richtig noch eine Sendung zu diesem Thema zu machen (das hätte man auch schon vorher haben können, die Leute interessiert der Genetik-kram deutlich weniger als die Frage, wie sie abends sicher U-bahn fahren können.)
Allen, die also die Sendung zum eigentlichen Thema anschauen wollen Folgesendung von gestern, dem 15.09.10, empfohlen:
http://www.wdr.de/themen/global/webmedia/webtv/getwebtv.phtml?p=4&b=271
ab Minute 5:06 wird Jugendrichter Günther Räcke aus Berlin-Neukölln interviewt:
Er gibt an, (deutsche) Opfer von Uebergriffen durch muslimische Jungendliche würden sich vor der Justiz als Polen oder Russen ausgeben, weil sie sich damit mehr Schutz vor Repressalien durch die Täter erhoffen (um nicht als "wehrlose Deutsche" dazustehen).
Der in dieser Sache befragte Fadi Saad, heute Quartiersmanager (eine Art staatlicher Integrationsbeauftragter für einen Stadtteil in Berlin), berichtet, selber zu einer Gruppe von arabischen Jugendlichen gehört zu haben, die deutsche Zeugen (und wohl auch deutsche Opfer) von muslimischen Rechtsbrüchen gezielt bedroht und geschlagen haben.
(Er verlangt heute von der Justiz, dass man in Fällen wie seinem schneller und härter zugreift, das hätte er damals schon früher gebraucht.)
Anschliessend wurde eine Statistik gezeigt: seit 1993 habe der Anteil an Ausländerkriminalität in Deutschland deutlich abgenommen.
Interessant: niemand stellte folgende Frage: Lassen beide Fakten nebeneinander nicht die Notwendigkeit entstehen, hier näher nachzuschauen? Ist es denn möglich, dass die Taten von Moslems weniger zur Anzeige kommen, weil ihre Opfer und Zeugen bedroht werden?
Daher auch: Wie sieht es mit dem Opfer- und Zeugenschutz in den Fällen aus?
Nein
Herr Plasberg hat mit seiner Studiobesatzung, besonders dieser türkischstämmigen Moderatorin, alles, aber nicht ihn "entzaubert".
Davon abgesehen, dass auf Sarrazins Behinderung nicht Rücksicht genommen wurde, eine absolute Mißachtung würdiger Diskussionskultur, war es eine polemische Aneinanderreihung fragwürdiger Pseudothesen.
Sarrazin bestreitet weder, dass es integrierte Migranten gibt, noch bezweifelt er die Notwendigkeit friedlich miteinander umzugehen-im Gegenteil fordert er beides ein. Der Unterschied? Er fordert es nicht nur von den Deutschen ohne Migrationshintergrund ein, sondern auch von der Gegenseite. Das ist richtig und wichtig.
Dazu hat er sich doch deutlich von seiner Gentheorie-dieses Geschwafel um Genetik ist wirklich unerträglich-distanziert, wenngleich natürlich kleinlaut. Da kann ich nur sagen: auch so etwas kann und sollte am Ende eines Diksurses stehen.
Mit der Sendung hatte das aber nichts zu tun. 1. War sie einfach zu schlecht und als Sondertribunal Plasberg aufgezogen und 2. Kam da argumentativ gar nichts von der Gegenseite, geschweige denn wurde das Buch gelesen. Ich hatte nur eine Frage: Wo war Buschkowsky? Das ist ein guter Mann: wischt das Negative nicht weg, benennt aber auch das Positive und ist unerschütterlich im Glauben an das Gute und auf das Erreichen der Ziele. Sowas gefällt mir! Die Nörgler bei Plasberg, besonders wie gesagt diese Moderatorin Sevindim, waren nur nervig.
Solche Sendungen braucht niemand. Da gelobe ich mir Frau Maischberger mit ihrer Sendung, auch kurz zu diesem Thema: Sie war wie immer stark und in 20 Minuten, in denen es um dieses Thema ging, war alles abgehandelt und erläutert.
Und jetzt kann es wieder vorwärts gehen mit der Integration: genug geredet, jetzt wird mal wieder Integration gemacht, ganz gleich ob es Extremisten und Fundamentalisten passt!
Gen
Was in bestimmte Studien als Identifikationsmerkmal gefeiert wurde,wird in die Diskussion rundum"Sarrazin"als rassistische Ansatz ver...
Es hat tatsächlich Studien gegeben in welche man leise "Beweise"gefunden hat,dass im Judischen Volk Gene nachweisbar wären(auch genannt"Kohanim Gen")welche zurückführen zum Nahost,rund 3000Jahren vor unsrer Zeit.
Wahrscheinlich könnte man solche gemeinsame Gen-Merkmale auch finden unter andere Völker,die sich bis Dato nicht oder nur in geringe Massen mit andere Völker vermischt haben.
Nüchterne Tatsachen kann man als rassistisch abstempeln,man kann es auch postiv sehen.Jeder Volk,jeder Mensch hat Vorfahren von dem man mehr oder weniger auch genetisch Merkmale mitbekommen hat.Wir Menschen haben eine Herkunft und eine Zukunft,dies alles liegt in G´´ttes Hand.
Marianne Henrici
Danke für Ihre objektive Unterstützung
Ich danke Ihnen für Ihre klaren Worte.
Meine Gegner haben schon immer jede Gelegenheit dazu genutzt, mich zu diffamieren.
Vielen Dank für diesen
Vielen Dank für diesen Kommentar. Leider ist es uns nicht möglich zu überprüfen, ob er tatsächlich von Herrn Dr. Thilo Sarrazin stammt. Ich möchte dennoch versichern, dass es uns fernliegt, Menschen zu diffamieren.
Gene + Rasse
"mariannehenrici" hat es indirekt auf den Punkt gebracht: diese Gen-Diskussion erledigt sich von selbst. Es gibt kein jüdisches Volk, sondern nur eine jüdische Religion (auch wenn die Juden selbst sich als solches bezeichnen, es ist nur eine Metapher). Genausowenig gibt es ein deutsches Volk ... aus den gleichen Gründen. Die heutigen Volksgruppen stellen ein Völker- bzw. Menschengemisch dar, das sich in Jahrtausenden aus allen möglichen Quellen vermengt hat. Gelegentliche optische Ähnlichkeiten sind kein Hinweis auf den Genpool an sich. Die Rassentheorien der Nazis war schon damals obskur und sind heute mehr als Schnee von gestern.
Und - nebenbei gesagt, Intelligenz ist mehr als relativ. Zu dieser Erkenntnis bedarf es keines Studiums an einer Universität, sondern nur einer gute Beobachtungsgabe. Wie könnte es sonst sein, daß Menschen mit sehr guter Ausbildung (Doktorhut & Co.) ständig so törichte Dinge tun und sagen ? Und dies nicht nur im Falle Sarrazin ... die Diskussion bei Plasberg hat dies sehr gut illustriert. Manchmal ist die Beobachtung des Nebenobjekts interessanter als die Hauptperson selbst.
Sarrazin als Feind der Staatsordnung
Warum hat die Politik so große Interesse, das brennende Thema unter den Teppich zu kehren? Man braucht offensichtig eine dumme Unterschicht die sich leicht ausbeuten läßt. Dejeniger der es thematisiert wird zum Feind den es zu vernichten gilt.
Und das habe ich ergoogelt:
Dr. Goldstein does not shy away from unpopular positions or research. In a new book, “Jacob’s Legacy” (Yale University Press), he recounts how he delved into the genetic history of Jews.
Given the abuses of the past, geneticists approach with caution research in the genetics of racial or ethnic groups. But genetics can provide powerful insights into history. Because some Jewish communities, for instance, have for centuries married only within their religion, they have developed certain distinctive genetic profiles. One is a genetic signature on the Y chromosome of the hereditary Jewish priests known as cohens. Dr. Goldstein, as he describes in his book, found a set of DNA variations in the signature that allowed him to estimate when that signature first appeared — about 3,000 years ago. The date fit nicely with the presumed date of King Solomon’s reign and supported the claim that cohens were indeed descended from a high priest of around that time, even if that priest may not have been Aaron, as tradition holds.
3 Fragen, die Frank Plasberg nicht gestellt hat
3 Fragen an Herrn Sarrazin, die Frank Plasberg nicht gestellt hat:
1. Wissen Sie, dass nach der Goethe-Werke-Ausgabe der Wissenschaftlichen Buchgesellschaft von 1998 folgendes Gedicht von Johann Wolfgang von Goethe den Titel „Wandrers Nachtlied" trägt?:
„Der du von dem Himmel bist / Alles Leid und Schmerzen stillest / Den, der doppelt elend ist / Doppelt mit Erquickung füllest / Ach! Ich bin des Treibens müde! / Was soll all der Schmerz und Lust? / Süßer Friede! / Komm, ach komm in meine Brust!" (Band 1 S. 34)
2. Was hat eigentlich die bereits jetzt vorhandene und in der Tat beklagenswerte Unkenntnis von Goethegedichten mit dem bisherigen Umfang der Zuwanderung nach Deutschland zu tun? Hätten die in der Sendung interviewten Schüler und Lehrer bessere Goethe-Kenntnisse gehabt, wenn die Zuwanderung in den letzten Jahrzehnten geringer gewesen wäre? Gibt es einen Beleg dafür, dass z.B. Gymnasiasten mit Migrationshintergrund beim Lernen von Goethegedichten (wenn es denn einmal vorkommt) die Hausaufgabe häufiger verweigern als deutschstämmige Schülerinnen und Schüler?
3. Sollte die These tatsächlich belegt werden können, dass Intelligenz so stark von der Vererbung beeinflusst wird wie Sie (anders als ich) es für wahrscheinlich halten - warum wäre das eigentlich ein Argument gegen die Zuwanderung? Wer sagt denn, dass die Zuwanderer nicht vielleicht sogar intelligenter sind als die deutschstämmigen Bewohner unseres Landes? Die These, dass Deutschstämmigkeit höhere Intelligenz bedeutet, wäre schließlich eine völlig andere und zudem eine äußerst fragwürdige These: Ein großer Teil der Deutschen war in den dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts trotz eindeutiger Äußerungen (z.B. in Hitlers „Mein Kampf" oder den Parteiprogrammen der NSDAP) nicht einmal intelligent genug, die absehbar verheerenden Folgen einer Wahlentscheidung für die NSDAP und die DNVP zu bedenken. Und diese wenig Intelligenten von damals gehören ja zu den Vorfahren, also den Erbgut- und somit „Intelligenz"-Lieferanten der heutigen Deutschen ...
Vielleicht haben „Naturvölker im Busch" ja die weit größere Intelligenz, da sie mit weit elementareren Lebensherausforderungen zurecht kommen müssen. Oder könnten Sie ohne elektrischen Strom in einer Rundhütte vom eigenen Maisanbau überleben, mit bloßen Händen Fische fangen, einen Bison erlegen (und alles ohne Brille)? Ich nicht ...
Goethe
Laut FAZ hat Sarrazin "Wanderers Nachtlied" nicht korrekt rezitiert:
Der letzte Moment der Wahrheit war der erschütterndste. Sarrazin hatte vor einem Land gewarnt, in dem keiner mehr „Wanderers Nachtlied“ kenne. ... Thilo Sarrazin, der dies zu einem Argument in seinem Buch gemacht hatte, hob immerhin an - und vergaß prompt eine Zeile der vierzeiligen Komposition.
Soweit ich weiß, steht über dem mit "Der du von dem Himmel bist..." beginnenden Gedicht der Titel "Wanderers Nachtlied" und über dem mit "Über allen Gipfeln..." beginnende der Titel "Ein Gleiches"; ich verstehe das so, dass der Titel der gleiche sein soll.
Petra Salowsky
Es gibt zwei "Wandrers Nachtlieder" bzw. ein Wandrers Nachtlied und ein: "Wandrers Nachtlied-Das Gleiche.
Ihr Vorredner meinte Herrn Dr. Sarrazin über das korrekte belehren müssen, dabei hätte ihn ein Blick in wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Wandrers_Nachtlied vor der nun eingetretenen peinlichen Situation bewahrt.
Gleichschaltung - Idee und Wirklichkeit
Die Zensur von heute kommt subtiler daher und bedarf nicht einmal staatlicher Gesetze. Vielfach zelebrieren die Redakteure sogar eine Art vorauseilenden Gehorsam ... wie links sie auch sonst eingestellt sein mögen. Die Schere beginnt im Kopf und offenbart sich in der deutschen Art der Lüge: beim Franzosen muß man steht (in Gedanken) die Hälfte abziehen, beim Briten muß man hinzufügen - der Deutsche läßt einfach weg.
So auch hier. Zwar wird die Schmonzette zu Wanderers Nachtlied weitgehend korrekt erzählt, es fehlt jedoch die (wie ich meine) entscheidende Pointe, daß von den Gästen Plasbergs (außer Sarrazzin) niemand wußte, wobei es sich bei diesem Gedicht überhaupt handelt. Insofern blieb als nachdenkenswerter, wenn wohl auch nicht beabsichtigter Effekt dieser Einlage, daß genau das schon eingetreten ist, was Sarrazin für die Zukunft prophezeit: Kulturlosigkeit. Ich frage mich wirklich, was einen gymnasialen Deutschunterricht heutzutage ausmacht - man muß nicht alles wissen, aber man muß zumindestens die Stichworte kennen. Die kannten sowohl die interviewten Schüler + Lehrer nicht, wie auch nicht die Diskutanten Plasbergs.
Zu den bizarren Ideen Sarrazins nur so viel. Mit Statistiken läßt sich bekanntlich alles beweisen. Das zeigte auch die Sendung. Gleichwohl enthält jede Polemik auch einen wahren Kern. Im deutschen Volke (und vor allem in seiner vorgeblichen Intellingenz) wirken sowohl die Reeducation der Nachkriegsjahre wie auch (gewolltes) Nichtwissen in breitem Maße. Auch die politischen Versäumnisse in der Integration der ehemaligen Gastarbeiter kann man sicher bemängeln. Was bleibt ist das Nichtwollen breiter Migranten-Schichten (und hier sind nicht nur Muslime gemeint) sich in diesen Staat einzubringen, seine Rechtsnormen (nicht) zu akzeptieren (aber gleichzeitig die Vorzüge des Sozialsystems zu genießen) sowie das menschliche Unvermögen zu kultivieren auch nach Jahrzehnten in einem Land seine Umgangssprache gar nicht bis schlecht zu beherrschen.
Weder Toleranz noch Intoleranz bringen uns hier wirklich weiter. Integration beginnt bereits im Kindergarten und wird in der Schule fortgeführt. Dort müssen Anreize aber auch Zwänge geschaffen werden. Der Mensch ist nun mal faul, von nichts kommt nichts.
>>Die Zensur von heute kommt
>>Die Zensur von heute kommt subtiler daher und bedarf nicht einmal staatlicher Gesetze.<<
Dem stimme ich zu. Ich zitiere mal was aus einem Artikel bei DW-Kultur.
Mal davon abgesehen dass das inhaltlich Quatsch ist offenbart es die Denkstruktur einiger Leute. Man darf etwas nicht sagen weil es noch jemand anderen gibt in der SPD ist und man den diffamiert. Guilty By Association !!!!!
Kein Wunder das es jetzt über Anonymitäts-Zwang bei Bewerbungen geredet wird. Bald habe wir alle Burka-Pflicht, auch die Männer, nicht wegen den Moslems sondern wegen der Gleichstellung.
“Die Ehrfurcht vor der Vergangenheit und die Verantwortung gegenüber der Zukunft geben fürs Leben die richtige Haltung.” - Dietrich Bonhoeffer
völliger Quatsch
@ den Autor des Artikels
Ich weiß nicht welche Sendung du gestern gesehen hast, aber es war nicht "Hart aber Fair", oder du bist nicht in der Lage das gesehene richtig zu bewerten.
Aber das sieht den Sarrazin-Kritikern ähnlich. Die Leserbrieftante gestern sagte es ja schon, die kritischen Stimmen die sich gemeldet haben sind sehr haltlos und unsachlich. So ist es mit Leuten wie euch und auch den Politikern und Medienleuten die ihn angreifen.
Da wird sich dann an der "Nachtlied" Sache hochgezogen, die steht aber nur beispielhaft für die Deutsche Kultur an sich, hätte er mal Goethe im allgemeinen bezeichnet (was er ja beispielhaft damit meinte) hätte sich gar keine Angriffsfläche aufgetan. Und wo kann der zugekokste Friedmann denn bitte gut und geschliffen argumentieren?
Das die Intelligenzforscherin ihre eigenen Thesen abstreitet zeigt nicht, dass Zarrazin im Unrecht ist, sondern nur das sie Angst hat auch medial vergewaltigt zu werden, denn wie er sagte, viele würden das garnicht aushalten.
Seine Zahlen lächerlich zu machen war auch völliger Quatsch, so ist das mit Hochrechnungen - Weltkriege und Dinge wie die Babypille kann man nicht einplanen, der Prozentuale Anteil stimmte ja trotzdem. Aber da wird aufgeschrien, bei CO2 Diskussionen ist es aber in Ordnung Vorrausrechnung für die nächsten 1000 Jahre zu machen.
Und dann dieses aufgeschreckte türkische Huhn in der Mitte, so unsachlich und bescheuert wie nur Frauen es fertig bringen sich selbst in einer Talkshow bloß zustellen. "Sein Buch würde Leute wie sie vergessen", tu es nicht, schließlich redet er ja von Prozenten. Er sagt ja nicht 100% der Türken haben kein Abi, sondern 95% haben keins. Er verleugnet ja nicht die anderen 5%, oder?
"Ihre Elter...blblblablablub". Die Fotos wurden eingeblendet, wo waren das denn bitte anatolische Bauern? Das war eine von Anfang an angepasst, völlig moderne und untypische türkische Familie wie ich sie noch nie gesehen hab.
Die Sendung hat sehr gut gezeigt wie recht Sarrazin hat, das passt vielen nicht. Aber bedenkt dabei ihr Leute die sich so gerne anpassen und dafür sorgen das Deutschland zum buckelnden Kriechervolk mutiert ist, die Mehrheit steht hinter ihm. Geht doch protestieren wenn es euch so wichtig ist Wind zumachen, aber wundert euch nicht wenn auch seine Anhänger es tun.
...wenn man keine
...wenn man keine gegenargumende hat
versucht man seinen gegenüber halt über die
rechtschreibschiene klein zu machen ...super Beispiel und
richtig arm von ihnen
Schreibweisen II
Lieber Gast,
wenn wir schon dabei sind: "Gegenargumente" schreibt man groß und mit hartem "t". Und wenn Sie möchten, dass wir hier Argumente austauschen, vergessen Sie die Anrede nicht. Und am Ende des Kommentars könnten ein paar Grüße nicht schaden. Ein Mindestmaß an Form gehört zu jeder Debatte.
Mit freundlichen Grüßen
Bernd Buchner - evangelisch.de
Snob
Dürfen sich auf "evangelisch.de" nur Menschen an der Diskussionen beteiligen, die perfekt zu formulieren und absolut fehlerfrei zu schreiben imstande sind?
Ein passender Gruß fällt mir im Moment nicht ein.
Barbara
Schreibweisen
Lieber egalistgarnix,
vielleicht können wir uns wenigstens darauf verständigen, dass es "deutsche Kultur" und nicht "Deutsche Kultur" heißt, dass sich Herr Friedman nur mit einem "n" schreibt und dass da kein aufgeschrecktes türkisches Huhn in der Sendung saß, sondern die WDR-Moderatorin Asli Sevindim, die Deutsche mit türkischen Wurzeln ist. Auch schreibt man die Sendung "Hart aber fair" und nicht "Hart aber Fair", und bloßstellen wird sowohl in alter als auch neuer Rechtschreibung zusammengeschrieben. Von den unzähligen Kommafehlern in dem Kommentar mal ganz abgesehen. So egal kann die deutsche Rechtschreibung selbst einem selbsternannten Egalisten nicht sein.
Viele Grüße
Bernd Buchner - evangelisch.de
Muslime sind in aller Regel
Muslime sind in aller Regel nur schwer zu integrieren, da hat Herr Sarrazin recht. Die Wertevorstellungen stehen diametral denen der Bibel entgegen. Die Familiensysteme und Denkstrukturen sind einfach zu viel anders. Das passt nicht zu unserer Geschichte der Reformation. Ein Staat wie Deuschland hat sich bereits entschieden, dem Gott der Bibel zu vertrauen.
Andere Götzen-Gläubige, die auch noch den Universalanspruch haben, passen da nicht.
Ich bin daher auch für eine strenge Reduzierung des Zuzugs von Muslimen.
"Hart aber fair"? Butterweich und Keks!
Die gestrige Promotionsveranstaltung von Thilo "Sozi" Narrazin, diesmal bei Frank Plasberg, war wie zu erwarten eine deprimierende Veranstaltung - vor allem, weil dem Protagonisten zum x-ten Male "breite Zustimmung in/aus der Bevölkerung" attestiert wurde.
Lustig allenfalls, wie am Ende die in seiner Kampfschrift geäußerte Befürchtung, in 100 Jahren könne sicher niemand mehr "Wanderers Nachtlied" aufsagen (in Wirklichkeit war nach dem Gedicht "Ein Gleiches" vom ollen Goethe gefragt worden), als schon jetzt überholt entlarvt wurde: keiner der befragten Oberschüler und auch Lehrer eines Goethe-Gymnasiums kannte das Gedicht, geschweige den Text - und "Zyklon T", als er es dann pflichtschuldigst herunterleierte, hatte prompt auch eine der nur sechs Zeilen ("Die Vöglein schweigen im Walde") vergessen - hach ja, herrlich.
Was aber in der ganzen Debatte, die sich ja doch immer nur im Kreise dreht - man habe das Buch nicht gelesen, sei ein unverbesserlicher Multikulti-Gutmensch, verschließe die Augen vor realen Problemen usw. - m.E. noch gar nicht zur Sprache gekommen ist: dass die (auch immer von Kritikern "eingestandenen") Probleme von Ghettoisierung und Parallelgesellschaften vielfach nicht (nur) mit der Religion und Kultur des Islam, sondern (vor allem auch) mit der frauenverachtenden und gewaltverherrlichenden Gangsta-Rap-Kultur US-amerikanischer Provinienz zusammenhängt.
Denn seien wir doch ehrlich: Angst machen Ottilie Normalverbraucherin und Kläuschen Müller doch weniger zurückhaltende kopftuchtragende Passantinnen, sondern rudelweise auftretende Schlägertypen, die sich (mit wieviel Recht auch immer) als "deutsche Nigger" fühlen und gebärden.
misanthrope.blogger.de/stories/1689581/
Umweltbewegung entzaubert! Zahlenbasis war völlig unseriös!!
Erinnern Sie sich an die düsteren Zukunftsprognosen des "Club of Rome" von 1972? Das Ende des Wirtschaftswachstums wurde prognostiziert für die nächsten 100 Jahre. Begründet wurde dies mit einer Modellsimulation mit total hirnrissigen Annahmen: Bevölkerung und Umweltverschmutzung wachsen exponentiell, technischer Fortschritt gar nicht oder höchstens in kleinen Schritten. Das war natürlich zutiefst menschenverachtend, da das kreative Potential vieler Menschen damit missachtet wurde (damals gab es nicht mal das world wide web). Die Prognose war in ihrer Metode auch schon damals völlig unseriös, aber die Macher erhielten viel öffentliche Anerkennung und Auszeichnungen für die angebliche Aufdeckung des Missstandes... Ihre im Nachhinein völlig widerlegte Katastrophenszenario war der Startschuss für die grüne Umweltbewegung und ein Umdenken hin zu umwelt-effizienteren Technologie. Wer weiß, ob es heute grüne Parteien in westlichen Parlamenten gäbe, ohne die "Angstmacherei" der "Pseudowissenschaftler" des Club of Rome (ich verwende die Sprache der Sarrazin-Gegner).
Sarrazin schreibt hingegen ja selbst, dass man über so lange Zeiträume keine Prognosen machen könnte. Er nutzt seine Modellrechnung ja nur als Veranschaulichung des momentanen Trends. Ich sehe keinen Fehler in seiner Methodik. Seine Zahlen regen zum Nachdenken über die Zukunft Deutschlands an, und genau das wollte er. Schade, dass manche Ideologen nun kleinste angebliche Unvollkommenheiten im Buch zum Vorwand nehmen, die Mauer des Schweigens und Nichtdenkens wieder hochzuziehen. Dass er um seinen Arbeitsplatz bangen muss, zeigt, was Meinungsfreiheit heute wert ist. Auch das eine bezeichnende Aussage (auf Plasbergs Nachfrage): Sarrazin hat deshalb so lange auf die Veröffentlichung gewartet, weil ihm sein Rausschmiss im Alter jetzt nicht mehr so wichtig ist.
Es ist komisch, bei Innenpolitik redet man von Populismus, Demagogen und Angstmacherei, bei Umweltpolitik ist es dann wieder sympathisch-nachvollziehbare Sorge um die Umwelt...
Gleichschaltung
Sehr geehrte Damen und Herren,
via Google News bin ich erstmals auf evangelisch.de 'gelandet', um sogleich feststellen zu müssen, dass auch Ihr Medium in Sachen Sarrazin gleichgeschaltet ist.
Ich verabschiede mich!
Keine Gleichschaltung ohne Schalter
Schade. Herr Entenmann hat sich verabschiedet, ehe er einen einzigen Beitrag von einiger Substanz hätte absondern können. Nun lebt aber unser Gemeinwesen nicht zuletzt davon, dass man miteinander redet. Sogar Herr Sarrazin sieht diese Notwendigkeit mehr oder weniger ein. Selbstverständlich kann man sich auch, zum Glück nur bildlich gesprochen, um Kopf und Kragen reden.
Mein Brockhaus definiert wie folgt:
Gleichschaltung, in autoritären Staaten die Vereinheitlichung aller Lebensäußerungen auf polit., wirtschaftl. und kulturellem Gebiet. Unter dem Nationalsozialismus wurde sie mit dem Gesetz über die G. der Länder mit dem Reich vom 31.3.1933 eingeleitet.
Da erheben sich ein paar Fragen, unter anderem die, wer denn wohl heutzutage am betreffenden Schalter sitze. Es wäre interessant zu erfahren, ob Herr Entenmann darauf mehr liefern könnte als eine Verschwörungstheorie. Und wie er Abhilfe zu schaffen gedenkt. Es scheint ihm ja an Meinungsvielfalt gelegen zu sein.
Coriander
- Streite dich nicht mit einem Dummkopf. Er zieht dich auf sein Niveau herunter und schlägt dich dort mit seiner Erfahrung. (Quelle unbekannt)-
Hart aber fair!
Auch dieser Weichspülredakteur hat die Sendung nicht begriffen! Der überwiegende Teil der Bevölkerung hat, auch wenn das für die schreibende Zunft nicht so wichtig erscheint, große Probleme mit der absolut gescheiterten Integration von Muslimen. Wir bezahlen dafür, mit Angst und mit unserem erarbeiteten Geld. Auf welchem Planeten befindet sich die herrschende politische Klasse, sowie Teile der Medien eigentlich gerade?
Falsche Sendung !
Offenbar hat der Kommentator eine andere Sendung gesehen . Anders herum wird ein Stiefel daraus. Der Dauerredner Friedmann hat mit Beleidigungen um sich geworfen - pseudowissenschaftlich verbrämt natürlich. Dreßler hat wenigstens Versäumnisse der Politik eingestanden, ansonsten natürlich sich seinen Parteioberen angeschlossen. Die türkischstämmige Journalistin vom WDR hat genau die Verhaltensweisen gezeigt, die man den Türken nachsagt: Nicht kritikfähig, gleich zu Tode beleidigt und höchst aggressiv, obwohl sie angeblich zu der Gruppe der Integrierten gehört, denen Sarrazin gar nichts vorwirft, im Gegenteil. A. Baring wies zu Recht darauf hin, dass sie das Buch offenbar nicht verstanden habe. Baring war überhaupt der Einzige, dem man zuhören konnte. Die WDR-Dame und Friedmann konkurrierten darum, wer das lauteste Gebrüll zu Besten geben konnte. Und Sarrazin wurde wieder einmal bei seiner Argumentation kräftig abgewürgt
Diverse "Berechnungsfehler"
Eigentlich wurde sein "Berechnungssinn" recht klar dargestellt, jedoch finde ich, dass ein wichtiger Aspekt seiner Denkweise (welcher seine "Planspiele"nicht genügend ausgearbeitet wurde.
Frau Sevindim hat es kurz angerissen, dennoch wurde es nicht wirklich betont.
Ihre Frage danach, ob er sie in seinen Berechnungen nun als "deutsch" oder "ausländisch" betrachtet, ging unter... wobei er zwar vordergründig versuchte zu behaupten, dass sie "Deutsch" sein kann, aber dabei immer wieder von "ihren Leuten" sprach (sie also in seinen Gedanken nie deutsch sein kann).
Was ist nun in 120 Jahren... das sind runde 5 Generationen... es gibt derzeit schon etliche Migranten der dritten Generation und etliche Mischehen und somit Kinder aus solchen Beziehungen.
Herr Sarrazin rechnet hier also alle Menschen, die nach 8 Generationen noch irgendwo einen Migranten im Stammbaum haben, auf die Migrantenseite, die Übergänge sind absolut undurchlässig.
Und derart ideologisch eingefärbt sind viele Stellen seines Buches und seiner Worte.
Auch wenn er gestern versuchte, vieles zu relativieren, schien dies oft nur Lippenbekenntniss zu sein.
Sehr schwacher Artikel
Auch hier findet sich ein sehr schwacher Artikel! Wie überall in den Medien wird versucht Herrn Sarrazin in ein schlechtes Licht zu rücken und in als Dummschwätzer abzutun.
Sarrazin entzaubert? Haben Sie eine andere Sendung gesehen als ich, Herr Schmitz?
"Anders als noch am Montag bei Beckmann ruderte Sarrazin immerhin in einem Punkt zurück und erklärte seine Aussage, Juden hätten alle ein gemeinsames Gen, als „riesen Unfug“ und eine „inhaltliche Dummheit“, die mit seinem Buch nichts zu tun habe."
So hat Herr Sarrazin, das überhaupt gar nicht gesagt. Er sagte nicht, dass seine Aussage "Juden hätten ein gemeinsames Gen" Unfug sei, sondern, dass es eine Dummheit war bzw. dass es überflüssig war, diesen Satz an dieser Stelle zu erwähnen, da er mit seinem Buch überhaupt nichts zu tun habe, er inhaltlich aber nicht falsch ist.
Für Interessierte finden sich weitere Informationen zu dem "jüdischen Gen" unter anderem hier:
http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/7637
http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/europa/Juedisches-Gen-erzuernt-die-D...
Dann heisst es in dem Bericht hier:
" Die Fragwürdigkeit sarrazinscher Modellrechnungen lässt sich anschaulicher wohl kaum darstellen."
Dass der Vergleich mit einer Nachrechnung von 1890 - 2010 hinkt, sollte einem auch ohne Nachrechnen schon klar sein. 1890 kamen überhaupt erst die ersten Einwanderer nach Deutschland, dementsprechend gab es logischwerweise 1890 auch nur eine sehr geringe Anzahl an Einwanderern. Heute leben jedoch schon knapp 7 Millionen Ausländer in Deutschland. Und 1890 war es wohl auch kaum so, dass die Geburtenrate der Deutschen gesunken ist und im Gegenzug, die in Deutschland lebenden Türken viele Kinder bekommen, da es 1890 in Deutschland wie gesagt erst sehr wenige Einwanderer und noch weniger Türken gab. Hier werden also Äpfel mit Birnen verglichen.
Ausserdem sagte Herr Sarrazin, dass er in seinem Buch keine Prognose abgibt, sondern dass es eben eine Modellrechnung ist, der bestimmte Annahmen der heutigen Zeit zu Grunde liegen. Und 1890 war der Imperialismus im vollen Gange, Kriege waren also mehr oder weniger vorhersehbar. Mir wird wohl niemand widersprechen, wenn man zum jetzigen Zeitpunkt davon ausgeht, dass es in den nächsten Jahrzehnten in Deutschland keine Kriege geben wird. Die Pille ist auch bereits erfunden, dass kann also auch nicht mehr geschehen.
Weiterhin sagte Herr Sarrazin, dass es nicht so kommen muss und er in seinem Buch auch mögliche Alternativen aufführt, wie es kommen kann. Es ist eben nur eine Möglichkeit, die man ernst nehmen sollte, damit es nicht so kommt.
Und genau damit spricht er denke ich vielen vielen Deutschen aus der Seele, die nämlich genau das nicht wollen. Diese Leute wollen keine Fremden im eigenen Land sein, wie in dem eingeblendeten Film am Beispiel von Duisburg-Marxloh gezeigt wurde. Ihr Kommentar zu dieser Einblendung war folgender:
"So toll war der Film eigentlich schon im vergangenen Oktober nicht, dass man ihn nun in Teilen nochmal zeigen musste." Für Sie war der Film nicht toll, für den Großteil der Bevölkerung zeigt er jedoch genau das, wo sie Angst vor hat.
Und dass 84% der Zuschauer, die abgestimmt haben, Herrn Sarrazin zustimmen, haben Sie in Ihrem Artikel natürlich auch nicht erwähnt oder dass es tausende Mails und Gästebucheinträge mit positiver Resonanz für Herrn Sarrazin gab. Diese positive Resonanz findet sich im übrigen in jeder Umfrage zu Sarrazins Buch. Und selbst die ARD hat erwähnt, dass maximal 5% irgendwelchen Rechtsextremen Spinnern zuzuordnen sind. Es bleibt also die Breite Masse, die Herrn Sarrazin zustimmt.
Auch sehr seriös zu erwähnen, dass "Sarrazin... mehr als einmal ins Stottern geriet". So wie Sie es darstellen, wirkt es, als würde er stottern, weil er sich seiner Sache nicht sicher sei oder weil er unter Druck stünde. Dabei stottert er auch manchmal, wenn er einfach z.B. nur aus seinem Buch vorliest. Dass dies aber evtl. auch mit der Entfernung eines gutartige Geschwulst vom Hör- und Gleichgewichtsnerv vor einigen Jahren zu tun haben könnte, ebenso wie sein häufig geschlossen wirkendes Auge, wird natürlich nicht in Betracht gezogen.
Recht gebe ich Ihnen allerdings in dem Punkt, dass die Journalistin Sevindim, deren Biografie nach Ihrer Auffassung "ein Musterbeispiel gelungener Integration ist", keine Treffer landen konnte. Die Einladung von Frau Sevindim zur dieser Sendung verdeutlicht vielmehr, wie sehr am eigentlichen Thema vorbeigeredet wurde. Es ist denke ich unstreitig, dass es auch zahlreiche positive Beispiele gibt, aber die Mehrheit der türkischen Zuwanderer ist eben nicht wie Frau Sevindim integriert. Und darum geht es.
Dass Herr Sarazzin in seinem Buch eventuell unglückliche Formulieren oder Begründungen liefert, darüber kann man sicherlich diskutieren, aber es sollte nicht am Thema vorbeigeredet werden. Und vor allem sollte nicht permanent versucht werden, Herrn Sarrazin zu diskreditieren und ihn als "dummen" Populisten, Rechtsextremisten oder Demagogen abzustempeln. Und die Lösung für dieses Problem sollte nicht Herr Sarrazin finden, sondern unsere Politiker, denn diese werden schließlich dafür bezahlt! Da diese jedoch keine Lösungen haben, versucht man vom eigentlichen Thema abzulenken und im Gegensatz dazu Herrn Sarrazin als Bumann hinzustellen. Und die Medien beteiligen sich fröhlich daran. Armes Deutchland!
In der Hoffnung, dass Art 5 GG
"(1) Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt."
weiterhin die Meinungsfreiheit in Deutschland garantiert,
verbleibe ich mit freundlichen Grüßen
Pasberg entzaubert Sarrazin
Lieber Herr Schmitz,
da kann man mal sehen, wie es zu verschiedenen Meinungen kommt!
Von einer Entzauberung habe ich z.B. nichts gemerkt!
Sarrazin hat einfach Recht, da geht kein Weg dran vorbei. Und da hilft auch nicht das Geschrei linker Gutmenschen.
Selbst mit seine3r ungeschickten "Gen-Bemerkung" (offenbar der einzige Punkt, wo Leute wie Sie gerne einhaken) ist durchaus richtig! Oder wollen Sie bestreiten, daß z.B. ein Mongole ganz andere Gene hat als ein Nigerianer oder Norweger. Schlimm wäre, wenn Sarrazin damit Wertungen verbunden hätte. Hat er aber nicht!!!
Also - auf dem Teppich bleiben. Die Zeit wird S. Recht geben. Und Sie werden einer der Totengräber des noch christlichen Abendlandes sein!
Viel Spaß dabei!
G.W.
Wanderers Nachtlied
Sehr geehrter Herr Schmitz,
als erstes mein Lob für Ihren Artikel, als zweites meine Bemerkung, dass mir neben Herrn Sarrazin vor allem der große Sumpf des 'Volksempfindens' Übelkeit verursacht, wie er sich, manchmal versteckt, manchmal offen, in Leserbriefen und Kommentaren äußert. Es wurde ein Probleme viele Jahre lang verschleppt, aber nicht das angebliche Problem einer Moschee in der Nachbarschaft, sondern das Problem fehlender Erziehung der Deutschen zur Toleranz. 'Deutschland wird immer dümmer', lautete eine Bild-Schlagzeile mit Bezug auf Sarrazin. Ja, zumindest bei denen, die islamische Kultur als Bedrohung empfinden. Von der Kenntnis deutscher Kultur, von der Kenntnis der Ringparabel sind sie aber sehr weit entfernt. Weil wir zwar von einer Bildungsgesellschaft sprechen, die aber in den Medien, vor allem im TV, lange nicht mehr stattfindet! Oder kennen Sie Lernprogramme, Sprachkurse, Schulfernsehen, Schulfunk, was es früher gab? Wer heutzutage sagt: 'Saladin statt Sarrazin' wird auf Unverständnis stossen. Und nun zu Goethe! Fragen wir doch einmal, wer folgendes schrieb: 'Närrisch, daß jeder in seinem Falle seine besondere Meynung preist! Wenn 'Islam' Gott ergeben heißt, im Islam leben und sterben wir alle'. So weit die Fakten!!!!!
Henrik Schmitz
Sehr geehrter Herr Schmitz,
aufgrund der Tatsache, dass Millionen Zuschauer heute einen anderen Eindruck von dieser Diskussion gewonnen haben (Hart-aber-fair hat es bestätigt) ist es einfach nur peinlich und dreist einen solchen Artikel zu verfassen.
Im deutschen Journalismus scheint sich wohl ein linkes Gen entwickelt zu haben?
Dieses "entzaubert" sich gerade selbst, weil es eine krankhafte Mutation ist?
Beckmann, Kerner, Plasberg und Sie haben sich schon blamiert...es folgen die Bundesbank und die SPD.
Mit freundlichen Grüssen
Ihr Heuchler
Großen Glückwunsch zur "Entzauberung" Sarrazins. Ihr political correctness Meinungsdikatoren könnt Euch selbst in die Tasche lügen, aber nicht der Mehrheit der deutschen Bevölkerung. Schämt Euch!
Warum wird jede Berichterstattung zur causa Sarrazin wertend ?
Erstaunlich - ich habe nicht erlebt, dass Sarrazin "entzaubert" wurde ...
ganz im Gegenteil war die einzige "ehrliche" sachliche Einlassung der Sarrazinkritiker, die nicht emtionalisiert der kopflosen Tageshektik folgte, die von Herrn Dressler, der zugab, dass eine kritische Auseinandersetzung mit den Problemen bei Immigration und Integration in seiner Partei (und damit wohl in beiden politischen Massenparteien) über den Zeitraum der Problementwicklung ! noch nicht einmal tagesordnungspunktfähig war.
Dieser Maulkorb einer öffentlichen Diskussion über 20 Jahre ist das eigentliche und exemplarische Versäumnis, das über die jeweilige individuelle Schuld der Integrationsunwilligen hinausgeht und hinauszeigt.
Vielleicht sind Stuttgart und Sarrazin Menetekel für ein Erwachen der Steuerzahlermelkkühe, die es leid sind, dass Ihnen jedes Problem aufgemetert wird und Staatsführung und staatliche Verantwortung nur in den gelegentlichen Einlassungen eines scharfzüngigen Kanzlers aD vorkommen.
Und 1-im-Sinn für Gerhard Schröders mutige Entscheidung zu Hartz 1-4.
Fragwürde Blindheit der Political Correctness
"Die Fragwürdigkeit sarrazinscher Modellrechnungen lässt sich anschaulicher wohl kaum darstellen."
Man kann das so sehen, wenn man die Augen unbedingt verschließen will.
Man muß es aber nicht.
Sicher, die von 1890 auf 2010 hochgerechnete Bevölkerungszahl lag weit daneben.
Sie wäre aber auch zweifellos weit daneben gelegen, wenn man eine Hochrechnung ausgehend von 1938 auf das Jahr 1946 vorgenommen hätte.
So ein kleiner Weltkrieg haut halt doch ganz schön rein.
Sind nun also auch schon Modellrechnungen über 8 Jahre fragwürdig?
Wer heute behauptet, Deutschland wird in 10 Jahren mehr Rentner haben als heute, darf man den dann noch ernstnehmen?
Denn eigentlich stützt sich so jemand auch nur auf "fragwürdige Modellrechnungen"!
Da muß nur eine Art Spanische Grippe dazwischenkommen und schon ist das ganze Zahlenwerk Makulatur!
Sollen wir also einfach die Augen vor der Rentenproblematik verschließen und ganz fest auf die Spanische Grippe oder -besser noch- auf diese neuartigen multiresistenten Bakterien "hoffen"?
>>Sarrazin, der Mann der
>>Sarrazin, der Mann der Zahlen, stand gelegentlich als Nullnummer da. In 120 Jahren hätten mehr als drei Viertel aller Einwohner Deutschlands einen Migrationshintergrund, rechnet Sarazin in seinem Buch vor.<<
Da haben andere schon ganz anders gerechnet.
"Einwanderung ja, Ghettos nein" Von Theo Sommer, Zeit 2000!
Sowieso hat man damals schon auf all die Probleme hingewiesen aber die Debatte um Friedrich Merz ist mit den gleichen Mitteln wie heute herunter gedrückt worden.
“Die Ehrfurcht vor der Vergangenheit und die Verantwortung gegenüber der Zukunft geben fürs Leben die richtige Haltung.” - Dietrich Bonhoeffer
Auch gesehen
Ihren Kommentar kann ich in weiten Teilen nachvollziehen und stimme dem zu.
Das Herr Sarrazin ins stottern gerät hat jedoch nichts zu bedeuten, da dies seine typische "Art vorzutragen" ist und dies auch Ihnen bekannt sein sollte. Auch wollen höchsten 10-20% "Ruhe vor Sarrazin haben". Sie sollten nicht nur emotional schreiben sondern auch die Realität, die auch mir nicht immer gefällt, durchaus berücksichtigen.
Ich hoffe dennoch, da Sie die Dinge meistens recht neutral betrachten, dass ich demnächst weitere interessante Artikel von Ihnen lesen darf.
"hart aber fair" vom 1. September 2010
Entzaubert? Nullnummer?
Sie haben es wohl immer noch nicht verstanden, dass mittlerweile auch der Rest des Volkes versteht, dass Herr Sarrazin Recht hat. Einige Ignoranten mal ausgenommen.
Zurückgerudert?
Herr Sarrazin hat nur klarstellen wollen, dass eine unbedarfte Äußerung aufgebauscht wurde und nichts mit dem Buch zu tun hat.
MfG
Paul Naroska
Sarrazin Hart aber fair
Mein Gott Herr Schmitz,
haben Sie die Sendung nicht gesehen. Wo ist denn Sarrazin entzaubert worden. Die große Mehrheit der Zuschauer-Statement stimmt Sarrazin im Wesentlichen zu. Warum checken Sie dies nicht. Haben Sie übrigens den später folgenden Report "Hart und herzlich" gesehen. Vermutlich nicht. Schade, dann wären vielleicht auch Ihnen ein Licht aufgegangen.
Wie viele hier mitschreiben,
Wie viele hier mitschreiben, das ist enorm. Was ich vermisse: Dass mal jemand sagt, wie er vom christlichen Glauben her die Sache sieht. In der Bibel heißt es nämlich: "Habt die Fremdlinge lieb". "Linkes Gutmenschentum", das ist kein Kriterium, das auf ev.de passt. Wer Angst vor Fremden hat, ist eingeladen, sich damit zu beschäftigen, wie er sie los wird.
>>Wer Angst vor Fremden hat,
>>Wer Angst vor Fremden hat, ist eingeladen, sich damit zu beschäftigen, wie er sie los wird.<<
Die Fremden oder die Angst?
“Die Ehrfurcht vor der Vergangenheit und die Verantwortung gegenüber der Zukunft geben fürs Leben die richtige Haltung.” - Dietrich Bonhoeffer
Sarrazin
Alle Umfragen zeigen, dass rund 90 % der Deutschen FÜR Thilo Sarrazin sind. Evangelisch.de wäre gut beraten, etwas ausgewogener zu berichten bzw zu kommentieren. Ansonsten darf sich die Evangelische Kirche nicht wundern, wenn ihr die Leute weg laufen.
Antwort zu Frau Valiant
Sehr geehrte Frau Valiant,
ist es denn christlich einen leichten Sprachfehler als Kritik anzuführen?
Aber zu ihrer Frage bzw. Aussage "Habt die fremden lieb". Ich und wahrscheinlich 90% der Diskussionsteilnehmer sehen darin kein Widerspruch.
Nur ist es meine Erfahrung das diese "Liebe" keinesfalls erwidert wird.
Das erlebe ich tagtäglich in Köln. Man läuft die Strasse entlang und es wird vor und hinter einem ausgespuckt. Soll das Wertschätzung einiger Araber die hier im Viertel wohnen mir gegenüber sein? ist es WErtschätzung wenn ich mehrfach Prügel angedroht bekomme, angerempelt werde oder als Kartoffel beschimpft werde`? Sicher nicht.
Wenn schon selbst Bushido in einem vor 8 Wochen veröffentlichten Spiegel interview sagt, dass die meißten Türken sich schlapp lachen über die Deutschen Kartoffeln. Was soll man da noch sagen?
Welche christliche Einstellung würde mir denn helfen die angesprochen Probleme besser zu lösen? Zurück Spucken, mit Draufhauen? Ich weiß ja nicht in welchen Kreisen Sie verkehren aber wie ihr Foto mir zeigt, nicht böse gemeint, wohl eher nicht in den Vierteln in denen ich unterwegs bin.
Mit freundlichem Gruß
Christoph
Kölner Straßen
Hallo Christoph, da muss ich schmunzeln, welchen Eindruck mein Foto macht - na, ich glaube schon, dass ich zum Beispiel in Köln-Mülheim durch die einschlägigen Straßen gegangen bin. Aber es hat wirklich noch nie jemand vor mir ausgespuckt und mich beschimpft. Das finde ich auch schlimm, wenn man so was erlebt. Was sagen die Leute denn dann, wenn man sie fragt: "Warum machen Sie das?"
Jesus hat ja in der Bergpredigt gesagt: Wer dich auf die rechte Wange schlägt, dem halte auch die Linke hin. Aber als er selbst geschlagen wurde am Karfreitag, hat er sich mit Worten zur Wehr gesetzt.
Hallo Kathy, ich musste
Hallo Kathy,
ich musste solche Erlebnisse leider auch schon mehrfach machen - bis hin zu einem Überfall. Diskutieren ließ sich mit denen leider auch nicht und nachdem ich schon etwas blutig war, hatte ich auch wenig Interesse, noch eine Backe hinzuhalten.
Liebe Grüße,
Henrik
Hallo Henrik, aber Du fühlst
Hallo Henrik,
aber Du fühlst Dich nicht von Sarrazin inhaltlich vertreten, trotz dieser üblen Erfahrungen.
Was Jesus in der Bergpredigt sagt, sehe ich in erster Linie als Gedankenanstoß. Aber wenn ich an Leute wie Martin Luther King denke oder aktuell an die Christen im Irak - es gibt schon schlimme Dikriminierungen und Verfolgungen, und die Herausforderung bleibt, wie wir ein friedliches Zusammenleben schaffen. Daran sollte sich Sarrazin beteiligen. Jetzt hat er ja Zeit.
Herzlichen Gruß
Kathy
Stimmt
Stimmt
"Jetzt hat er ja Zeit" - das
"Jetzt hat er ja Zeit" - das hätte ich vielleicht weglassen können. Aber ich denke dabei an diejenigen, die sich engagieren, zum Beispiel Jugendlichen mit Migrationshintergrund beim Übergang von der Schule in den Beruf helfen. Das wüsste ich gern mal, wie Sarrazin sich da einbringen würde und welche Erfahrungen er machen würde. Klar gibt es das Problem mit den unterschiedlichen Kulturen. Damit beschäftigen sich Pädagogen schon lange.
Anmerkung zu dem Artikel von Henrik Schmitz
die Annahmen, die 1890 golten müssen nicht 2010 gelten
Der Hinweis auf die Bergpredigt...
liebe Kathy_Valiant, der hat in der Debatte wirklich noch gefehlt.
Besonders interessante Fakten zum Thema findet man hier:
http://www.igenea.com/index.php?content=40&adwords=godede_s_jude&gclid=C...
und besonders interessante Beiträge hier:
http://carta.info/33122/sarrazin-und-die-medien-pure-heuchelei/#comments
und hier: http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/P8/
Freundliche Grüße!
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