Ex-Bischöfin Käßmann startet in die USA

Ex-Bischöfin Margot Käßmann

Margot Käßmann ist zu ihrem Studienaufenthalt in die USA gestartet. Foto: epd-bild / Rolf Zoellner

Studien - Ex-Bischöfin Margot Käßmann ist zu ihrem Studienaufenthalt in die USA gestartet. Die nächsten vier Monate wird die Theologin an derEmory-Universität in Atlanta verbringen.

Ex-Bischöfin Margot Käßmann ist am Samstag zu einem viermonatigen Aufenthalt als Gastprofessorin in die USA aufgebrochen. Die 52-jährige evangelische Theologin wird an der Emory-Universität in Atlanta unterrichten. Die Gastprofessur sei eine "Riesenchance", auf die sich sehr freue, sagte die ehemalige Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) kurz vor ihrem Abflug in einem Interview der "Frankfurter Rundschau" (Samstagsausgabe).

"Ich finde es angezeigt, dass jetzt einmal etwas mehr Ruhe einkehrt in mein Leben und dass ich nicht andauernd unter Beobachtung stehe", sagte die Ex-Bischöfin mit Blick auf ihre starke öffentliche Präsenz in Deutschland. Mit ihren Standpunkten etwa zur Friedensfrage werde sie auch in den USA nicht hinter dem Berg halten, kündigte Käßmann an.

Käßmann, die elf Jahre lang als Bischöfin an der Spitze der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers stand, hatte im Februar die Konsequenzen aus einer Autofahrt unter Alkoholeinfluss gezogen und alle kirchlichen Leitungsämter niedergelegt. Im Januar 2011 übernimmt sie eine Gastprofessur an der Ruhr-Universität Bochum. Dort wird sie ein Jahr lang auf dem Gebiet der Ökumene und Sozialethik forschen und lehren.

Bei ihren Gastvorträgen in den USA werde die bevorstehende 500-Jahr-Feier des Reformationsbeginns 1517 eine Rolle spielen, kündigte Käßmann an. Sie werde an der Emory-Universität einmal wöchentlich einen Vortrag halten und zusätzlich auf Einladung anderer Institutionen sprechen. Am Reformationstag Ende Oktober werde sie den Gottesdienst an der Universität halten.

epd

Kommentare

Verfasst von meistereckert am 29. August 2010 - 11:29.

So, nu is aber auch gut...

Liebe Leute, ich nenne mich selbst den ersten Vorsitzenden des inoffiziellen K...

Liebe Leute, ich nenne mich selbst den ersten Vorsitzenden des inoffiziellen Käßmann-Fanclubs, aber jetzt ist wirklich mal schluss. Frau Dr. Käßmann ist jetzt normale Pastorin und will offenbar auch Abstand. Ich brauche keine aktuellen Wasserstände im Minutentakt.

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