SPD-Spitze - SPD-Fraktionschef Steinmeier wird sich vorübergehend aus der Politik zurückziehen. Wie Steinmeier in Berlin mitteilte, wird er seiner erkrankten Frau eine Niere spenden.
SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier will sich wegen einer Nierenerkrankung seiner Frau Elke Büdenbender für "einige Wochen" aus der Politik zurückziehen. Er werde seiner kranken Frau eine Niere spenden, sagte Steinmeier am Montag in Berlin. Sie leide an einer fortgeschrittenen Nierenerkrankung. "Sie haben sicherlich Verständnis dafür, dass ich deshalb für einige Wochen nicht auf der politischen Ebene aktiv sein werde." Büdenbender ist Richterin.
Steinmeier voraussichtlich bis Oktober nicht im Amt
Noch im Tagesverlauf will er sich dafür in ärztliche Obhut begeben. Die Operation für die Verpflanzung der Niere solle im Laufe dieser Woche stattfinden. Er gehe davon aus, dass er im Verlauf des Oktobers wieder seine Arbeit aufnehmen werde, sagte Steinmeier.
Während seiner Abwesenheit werde SPD-Fraktionsvize Joachim Poß die Geschäftsführung übernehmen. Dies sei mit SPD-Chef Sigmar Gabriel abgestimmt. Steinmeier sagte, er sei sehr zuversichtlich, dass er nach dem Eingriff wieder ohne Einschränkung aktiv sein könne. Das sage die ärztliche Expertise für die Operation voraus.
Der Fraktionsvorsitzende verband seine Äußerungen mit der Bitte an die Medien, angesichts der Erkrankung seiner Frau seine Privatsphäre zu respektieren und von Nachforschungen im privaten Bereich abzusehen. Er werde die Öffentlichkeit zu gegebener Zeit informieren. Den Ort des Klinikums, an dem der Eingriff stattfinden wird, und auch die Zeit der Operation nannte Steinmeier nicht.





Kommentare
Nierenspende
dann sollten wir alle dafür beten, dass der Körper seiner Frau die Spenderniere auch annimmt.
Ich nehme die Tat Steinmeiers als ein starkes Zeichen der Liebe zu seiner Frau wahr. Gleichzeitig hoffe ich jedoch auch, dass seine Spende nicht für Wahlkämpfe und andere politische Ziele missbraucht wird. Das würde ich schade finden, weil dadurch aufrichtige Nächstenliebe mit dem knallharten politischen Geschäft vermischt wird.
Liebe Grüße,
Ralf
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