Islamismus - Osama bin Laden, der meistgesuchte Terrorist der Welt, ist tot. Das sagte US-Präsident Barack Obama in einer Fernsehansprache am Sonntagabend (Ortszeit) in Washington. Eine US-Spezialeinheit habe den Al-Kaida-Chef bei einem Gefecht getötet. "Der Gerechtigkeit ist Genüge getan", sagte Obama. Demnach befindet sich dessen Leiche in den Händen der Amerikaner.
Bin Laden sei bei Abbottabad gestellt worden, nördlich der pakistanischen Hauptstadt Islamabad, sagte Obama. Nach seinen Angaben erhielt er im August 2010 erste Hinweise auf den Unterschlupf Bin Ladens. In der vergangenen Wochen habe er ausreichend Informationen gehabt und sich entschlossen zu handeln, sagte Obama. Die kleine US-Einheit habe dann entschlossen zugeschlagen und nach einem Feuergefecht die Leiche Bin Ladens sichergestellt und mitgenommen.
Drahtzieher des 11. September
Die USA versetzten ihre diplomatischen Vertretungen rund um den Globus in höchster Alarmbereitschaft. Bin Laden gilt als der Kopf hinter den schlimmsten Terroranschlägen, unter an anderem auf das World Trade Center am 11. September 2001. Fast 3.000 Menschen waren getötet worden, als Bin-Laden-Gefolgsleute Flugzeuge in die Türme gesteuert hatten.
Zudem gilt er als Drahtzieher der Bombenanschläge auf die US-Botschaften in Nairobi (Kenia) und Daressalam in Tansania. Dort starben am 7. August 1998 insgesamt 230 Menschen. Das Blutbad gehört zu den schwersten Attentaten auf US-Einrichtungen. Besonders verheerend war der Anschlag in Nairobi, bei dem 219 Menschen ums Leben kamen. Unter den Toten waren zwölf Amerikaner und rund 100 kenianische Botschaftsmitarbeiter.
"Nicht im Krieg mit Islam"
Der Präsident betonte, dass mit dem Tod bin Ladens der Kampf gegen den Terrorismus nicht zu Ende sei. Er bekräftigte, dass sich die Amerikaner nicht im Krieg mit dem Islam befänden. "Wir sind es nicht und wir waren es nicht", betonte Obama. Schon bevor Obama im Weißen Haus vor die Kameras trat, um den Tod offiziell zu bestätigten, hatten sich mehrere Tausend Menschen vor dem Zaun des Weißen Hause versammelt. Sie jubelten und riefen: "USA, USA".
Obamas Vorgänger, der Republikaner George W. Bush, gratulierte dem Präsidenten bereits in der Nacht. Bush, der das Land während der Terroranschläge vom 11. September regiert hatte, sprach am Sonntagabend von einer "bedeutenden Errungenschaft". "Der Kampf gegen den Terror geht weiter, aber heute Nacht hat Amerika eine unmissverständliche Nachricht ausgesandt", so Bush in seiner Erklärung. "Ganz gleich, wie lange es dauert, der Gerechtigkeit wird Genüge getan." Auch Ex-Präsident Bill Clinton beglückwünschte Obama.





Kommentare
Diesem Verbrecher weint wohl
Diesem Verbrecher weint wohl kein aufrechter Mensch eine Träne nach, aber seinen Tod zu bejubeln finde ich falsch.
Keines Menschen Tod darf bejubelt werden, wie verteufelt dieser Mensch auch war!
Der steht jetzt vor dem allerhöchsten Richter. Da kann er einem schon fast Leid tun.... :-(
Ich würde es angemessener finden, wenn die Amis jetzt nicht auf Party machten, sondern ihren Sieg würdevoll und in christlicher Gesinnung feierten. Das wäre ein gutes Zeugnis für die moslemische Welt.
Sind das evangelische Gedanken?
Ich weiß nicht, was der Tod dieses Terroristenführers wirklich bedeutet oder noch bedeuten wird. In der Süddeutschen steht die Schlagzeile "Der Teufel ist tot!" - gleichzeitig wird dort für Bin-Laden-T-Shirts geworben. Es ist gleichzeitig makaber und auch schräg, wahrscheinlich hätte ich als junger Mensch sowas auch übergestreift. Heute in fortschrittenem Alter frage ich mich, ob dieser Bin-Laden ein wahrer Märtyrer im Sinne des islamischen Glaubens sein kann, ob er vielleicht für die radikalen Gläubigen demnächst zur Rechten seines Gottes sitzen wird, und ob diejenigen unter uns, die an den einen universellen und interreligiösen Gott glauben, sich dabei mehr oder minder unwohl fühlen werden.
Nichtsdestotrotz werden wenigstens die Aufrichtigen unter den Historikern schreiben, daß er auch ein ehemals sehr erwünschter Verbündeter der USA war, wobei die Logik in jenem kalten Krieg doch häufig auf der Strecke blieb. Die heute in Afghanistan stationiert sind, werden die Vorzüge des kalten Krieges mehr zu schätzen wissen, als wir mitlaufende Zeitgenossen, die wir oft mit Erfahrung prahlen, die wir eventuell und penibel betrachtet gar nicht gemacht haben. Sondern wir waren nur dabei und haben unser Dasein hinterher gefällig interpretiert. So ähnlich wird es auch den heute jubelnden Amerikanern gehen.
Jetzt sollte man die Reaktion
Jetzt sollte man die Reaktion der Moslems weltweit beobachten: Freuen sie sich zusammen mit allen zivilisierten Menschen, dass dieser Terrorist ausgeschaltet wurde, oder werden sie schweigen.....
Wichtiges Signal!
Das ist, meine ich, ein wichtiges Signal in der Bekämpfung des internationalen Terrorismus obwohl es mir lieber gewesen wäre man hätte ihn vor Gericht gestellt und für immer ins Gefängniss geschickt.
“Die Ehrfurcht vor der Vergangenheit und die Verantwortung gegenüber der Zukunft geben fürs Leben die richtige Haltung.” - Dietrich Bonhoeffer
Tod eines Hasspredigers
Einen Menschen kann man töten, den Hass nicht, den wird man eher schüren. Schließlich kämpfen wir in unserer Zeit nicht gegen Menschen sondern wir müssen gegen den Hass angehen. Und dieser Kampf spielt sich in unserer Seele ab. Und da gehört er auch hin. Paulus beschreibt diesen Kampf u.A. am Ende des Epheserbriefes (6,10ff)..."Denn wir haben nicht gegen Menschen aus Fleisch und Blut zu kämpfen sondern genen Mächte und Gewalten,..." (V. 12).Gegen diese Kräfte sollen wir uns innerlich rüsten.
Es fühlt sich seltsam an...
...sich über den Tod eines Menschen zu freuen, dennoch fällt es mir bei dieser Nachricht schwer, das Gefühl abzuschütteln, zu lebendig ist noch die Erinnerung an vor dem Fernseher durchwachte Nächte vor zehn Jahren, an Bilder von Wänden voll mit Vermisstenfotos und Bautrupps, die sich wochenlang durch einen Trümmerhaufen graben. Ein guter Tag für die USA und die Welt, auch wenn sich die Sicherheitslage durch bin Ladens tot wohl kaum ändern wird...
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DANKE!
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