Vier deutsche Soldaten in Afghanistan getötet

Soldat in Kundus

Ein Soldat in Kundus im Feldlager hinter einem Maschinengewehr. Foto: Maurizio Gambarini/dpa

Afghanistan - In Afghanistan sind bei einem Zwischenfall am Donnerstag vier deutsche Soldaten getötet und mehrere verletzt worden. Erst am Karfreitag waren drei deutsche Soldaten bei einem Feuergefecht mit radikal-islamischen Taliban bei Kundus getötet und acht verletzt worden.

In Afghanistan sind bei einem Zwischenfall am Donnerstag vier deutsche Soldaten getötet und mehrere verletzt worden. Nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa starben die Soldaten in der nordafghanischen Provinz Baghlan in der Nähe von Kundus. "Spiegel Online" und "Focus Online" berichteten übereinstimmend, die Soldaten seien bei einem Panzerfaust-Angriff getötet worden.

Erst am Karfreitag waren drei deutsche Soldaten bei einem Feuergefecht mit radikal-islamischen Taliban bei Kundus getötet und acht verletzt worden. Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) befand sich am Donnerstag zu einem Truppenbesuch in Afghanistan. Zum Zeitpunkt des Vorfalls hielt er sich im Feldlager im nordostafghanischen Feisabad auf - und damit nicht unmittelbar in der Region des Gefechts.

Der Bundeswehrverband hat sich "bestürzt und wütend" über den Tod der Soldaten gezeigt. Spätestens nach diesem Vorfall vom Donnerstag dürften Politik und Öffentlichkeit nicht mehr die Augen davor verschließen, in welch kriegsähnlicher Situation sich die Bundeswehr vor allem im Raum Kundus seit langem befinde, erklärte der Verband in Bonn. Zugleich forderte sein stellvertretender Bundesvorsitzender Wolfgang Schmelzer, die Soldaten in Afghanistan rasch mit den nötigen Waffen auszurüsten, wie von Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) zugesagt. "Es macht uns alle sehr betroffen, dass es erst des Todes und schwerer Verwundungen weiterer Kameraden bedurfte, um diesen überfälligen Schritt zu gehen", erklärte Schmelzer.

dpa

Kommentare

Verfasst von Gast am 16. April 2010 - 9:21.

Kriegsverherrlichung

Die Bilder der Afghanistan-Berichterstattung auf Evangelisch.de stellen geradzu...

Die Bilder der Afghanistan-Berichterstattung auf Evangelisch.de stellen geradzu durchgängig eine Kriegsverherrlichung dar. Soldaten in Kampfmontur, Waffen, heroische Posen - der Betrachter wird zur Identifaktion mit dem Einsatz von Gewalt eingeladen. Keine Empfehlung für die Evangelische Kirche, von der man eher den Blick auf die Opfer erwartet. Überwögen nicht meine Bedenken gegen Internetzensur, dann würde ich die Sperrung der Seite für Jugendliche vorschlagen.

Verfasst von Gast am 16. April 2010 - 10:11.
Kommentar auf: Kriegsverherrlichung

seit wann sind bilder der

seit wann sind bilder der einzige bestandteil von berichterstattung. die texte...

seit wann sind bilder der einzige bestandteil von berichterstattung. die texte gehören schließlich auch dazu.

Verfasst von Gast am 16. April 2010 - 14:55.
Kommentar auf: seit wann sind bilder der

Differenzieren

Dass Bilder "der einzige bestandteil von berichterstattung" sind, hat niemand...

Dass Bilder "der einzige bestandteil von berichterstattung" sind, hat niemand behauptet. Aber dass Bilder Botschaften besonders wirksam transportieren, ist ja nun wirklich eine Binsenweisheit, siehe Werbung, siehe Bildzeitung. Die PR kalkuliert Bildwirkungen in ihrer Suggestivkraft ganz bewusst. Beim "Krieg um die Köpfe", bei der psychologischen Kriegsführung ist es genau so.
Schauen Sie sich doch mal die Darstellungen der Reihe nach an:
http://www.evangelisch.de/themen/politik/zeitung-bundeswehr-kauft-panzer...
http://www.evangelisch.de/themen/politik/kritik-an-ausruestung-der-bunde...
Diese Bilder zeigen nichts vom Elend des Krieges - das würde abschrecken, sie fördern stattdessen Machtphantasien.

Verfasst von Gast am 15. April 2010 - 16:37.

....."nichts ist gut in

....."nichts ist gut in afghanistan".......

....."nichts ist gut in afghanistan".......

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