An ihren Beffchen sollt ihr sie erkennen

Beffchen - lutherisch, reformiert und uniert

Das protestantische Beffchen gibt es für dreierlei Bekenntnis: (von links) lutherisch, reformiert und uniert. Collage: Deicke Kirchenbedarf / Anika Kempf

Konfession - Wie kann man einen reformierten Protestanten von einem Lutheraner unterscheiden? Das liturgische Gewand eines evangelischen Pfarrers oder einer Pfarrerin ist ja durchaus auffällig. Am bodenlangen schwarzen Talar ist er oder sie schon von weitem als Amtsperson zu erkennen. Doch auch in den Details spricht dieses schlichte Gewand eine deutliche Sprache. Weiß auf Schwarz markiert der Kragen zum Talar, das sogenannte Beffchen, die Konfession der kirchlichen Amtsperson. Lutherisch, reformiert, uniert?

Von Kathrin Althans

Den "Geheimcode" protestantischer Amtstracht kennt nicht jeder. Das weiße Beffchen ist in einer reformierten, einer lutherischen oder unierten Kirche unterschiedlich geschnitten. Reformierte tragen das, wenn man so will, liturgische Accessoire geschlossen, lutherisch ist der Kragen von oben bis unten geteilt – und die unierte Tracht liegt genau dazwischen, zur Hälfte geschlossen, zur Hälfte getrennt. So ist an diesem kleinen Stückchen Stoff erkennbar, mit wem man es zu tun hat.

Ansonsten sind die Unterschiede zwischen den protestantischen Bekenntnissen nicht immer so eindeutig zu erkennen. Selbst regelmäßige Kirchgänger merken manchmal erst nach einem Umzug, dass sie am neuen Wohnort Mitglied einer anderen Landeskirche – mit einer anderen Konfession - geworden sind. Unter dem Dach der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) gibt es Landeskirchen von lutherischem, reformiertem und uniertem Bekenntnis. Die sind alle evangelisch – auf ihre eigene, unterschiedliche Art und Weise.

Andere Reformatoren, andere Sitten

Die Prägungen der lutherischen und der reformierten Kirchen gehen dabei auf die unterschiedlichen Protagonisten der Reformation zurück. Die Anhänger Johannes Calvins und Ulrich Zwinglis gehörten zu den Gründern der evangelisch-reformierten Kirchen, die vor allem in den Niederlanden, Schottland und der Schweiz, wie im nördlichen Deutschland entstanden. Die Protestanten der evangelisch-lutherischen Kirchen berufen sich auf Martin Luther als Reformator. Die unierten Landeskirchen wiederum entstanden aus Zusammenschlüssen reformierter und lutherischer Kirchen.

Die Unterschiede zwischen diesen Traditionen lassen sich nicht nur in theologischen Fachbüchern nachlesen, sie sind auf einen genauen Blick auch mit bloßem Auge erkennbar – zum Beispiel an den Kragen der Pastoren. Und wer eher in lutherischen Gefilden aufgewachsen ist und erstmals in eine reformierte Kirche kommt, der stolpert regelrecht darüber. Schlicht und schmucklos wirkt der Raum, sodass man sich eher in einem Gemeindesaal wähnt. In der Regel hängen keine Bilder in reformierten Kirchen, es gibt kaum Kerzen oder Blumenschmuck (Beispiel oben im Bild). Mit diesem Stil hält sich die reformierte Gemeinde konsequent ans Bilderverbot, das in der reformierten (wie auch der jüdischen) Zählung der Zehn Gebote deshalb auch als eigenes, zweites Gebot geführt wird.

Bildersturm gegen den Götzendienst

Das Bilderverbot hat Luther seinerzeit zwar auch hochgehalten. Doch ihm war vor allem daran gelegen, dem Prunk und Schmuck der Kirchen keine religiöse Verehrung entgegenzubringen – und somit nicht dem Götzendienst zu verfallen. In lutherischen Kirchen gibt es daher durchaus Gemälde oder Fresken, Leuchter oder Statuen. Dagegen hatten die Reformierten gründlich aufgeräumt: Während der Glaubenskriege war es, vor allem in den Niederlanden, zu regelrechten Bilderstürmen gekommen. Aufständische gegen die Römische Kirche hatten die Kirchbauten von jeglichem Zierrat befreit und dabei mitunter nicht mal die Bänke verschont.

Noch heute ist es durchaus nicht selbstverständlich, dass überhaupt ein christliches Kreuz in einer reformierten Kirche hängt. Und wenn, dann wird jede Darstellung des Gekreuzigten – als Bild Gottes – vermieden. Die schlichten Kreuze, tragen mithin keinen Corpus in reformierten Kirchen. (Im Bild oben ein Kreuz einer reformierten Kirche, unten einer lutherischen Kirche)

Die Predigt gerne doppelt bis dreimal so lang

Mit ähnlicher Ablehnung begegneten die calvinistisch geprägten Protestanten zur Zeit der Kirchentrennung aber auch schmückenden Elementen des Gottesdienstes. Traditionell spielt seither die Kirchenmusik im reformierten Gottesdienst keine so herausragende Rolle, wie im lutherischen. Die liturgischen Wechselgesänge im Gottesdienst, die Luther durchaus aus dem römischen Ritus übernommen hatte, wurden bei den Calvinisten abgeschafft. Mancherorts waren auch die Orgeln Opfer der Bilderstürmer geworden. Für den Gesang pflegen reformierte Gemeinden eine reiche Tradition vertonter Bibeltexte, vor allem vieler Psalmen. Die große Vielfalt in der Lieddichtung des evangelischen Kirchengesangbuchs geht dagegen auf die lutherischen Traditionen zurück, die das Kirchenlied bewusst zur Glaubens- und Wissensvermittlung einsetzen.

Ein deutliches Merkmal eines Kirchbaus calvinistischer Prägung ist auch eine mittig im Kirchenschiff platzierte Kanzel. Die Predigt – gerne mal doppelt bis dreimal so lang wie im lutherischen Gottesdienst –, das verlesene und ausgelegte Wort Gottes, steht ganz im Zentrum des Gottesdienstes.

Der Prediger tritt somit dort auf, wo in anderen Kirchen der Altar seinen festen Platz hat – der wiederum gänzlich fehlt in reformierten Kirchen. Als einfaches Möbel für das Abendmahl dient ein Tisch, der mitunter auch in der Mitte der Gottesdienstbesucher, der Versammlung steht.

Nicht nur eine Einrichtungsentscheidung

Was nach einer einfachen Einrichtungsentscheidung aussieht, hat freilich weitreichende theologische Gründe. Mit einem Tisch statt eines Altars soll wirklich jeder Anklang an einen Opferaltar vermieden werden. Die Protestanten – lutherisch wie reformiert – wollten das Abendmahl nicht mehr, wie in der mittelalterlichen Kirche üblich, als das stets wiederholte Opfer des Leibes und Blutes Christi feiern. Die Abkehr vom Abendmahl als Messopfer betonen die reformierten Gemeinden, wenn sie ihre Tischgemeinschaft als Erinnerungsmahl an den Opfertod Christi feiern.

Diesen Bruch haben die Lutheraner, wie in vielen anderen Bereichen auch, nicht so radikal und konsequent umgesetzt. Was in der Glaubenspraxis keinen größeren Schaden anrichtet, behielt man bei. So gibt es durchaus eindrucksvolle Altäre in lutherischen Kirchen (Beispiel siehe oben) und das Abendmahl hat generell ein größeres Gewicht im lutherischen Gottesdienst - es wird viel öfter gefeiert als bei den Reformierten.

Wie aber sind dann die unierten Kirchen eingerichtet, woran erkennt man deren Gottesdienste? Wie bei den Beffchen lautet die Antwort: genau dazwischen, oder: sowohl, als auch. So gestalten unierte Gemeinden ihren Kirchenraum mit einzelnen Bildern, wenigen Kerzen, dezenten Kreuzen. Oder, flapsig angemerkt, suchen sie sich aus beiden Traditionen das heraus, was ihnen gefällt. Zudem gibt es auch bekennende lutherische oder reformierte Gemeinden unter dem Dach unierter Landeskirchen – und machen die unierte Gemengelage perfekt. Die Unionen sind gegründet auf der Idee, dass die Unterschiede zwischen den protestantischen Traditionen letztlich nicht so trennend sind, dass man nicht gemeinsam Gottesdienst feiern und Gemeinde gestalten könnte.

Gardinensteuer oder Calvinismus?

So bleibt zuletzt nur noch zu klären, ob auch die gardinenlosen Fenster in den Niederlanden eine Art religiösen Code darstellen – und die Bewohner daran, wie oft gemutmaßt, als calvinistisch geprägt zu erkennen wären. Die reformiert-protestantische Ethik verlangt von den Gläubigen eine untadelige, bibeltreue Lebensführung, weil sich die Heiligung Gottes auf Erden eben nicht in sakralen Räumen oder Riten zeige, sondern im ganzen Leben und Tun der Welt. Hartnäckig hält sich daher das Gerücht, dass, wer hier etwas auf sich hält, ohne Gardinen wohnt: Er hat ja nichts zu verbergen. Eindeutige historische Belege dafür finden sich nicht. Allenfalls ist die eine Begründung widerlegt: Eine Gardinensteuer hat es in den Niederlanden nie gegeben.


Kathrin Althans ist Journalistin und Theologin und schreibt als freie Mitarbeiterin für evangelisch.de.

Kommentare

Verfasst von Altlutheraner am 7. April 2012 - 17:33.

"An ihren Beffchen sollt ihr sie erkennen"

O nein - nicht an ihren Beffchen sollt ihr sie erkennen, denn diese sind ein...

O nein - nicht an ihren Beffchen sollt ihr sie erkennen, denn diese sind ein Überbleibsel des weißen Schultertuches, welches im 17./18. Jahrhundert das Perückenpuder auffangen sollte - sie haben nichts mit kirchlicher Kleidung zu tun und werden ganz ähnlich auch von Juristen getragen. Heute bedeutet ein schwarzer Talar mit Beffchen meistens "uniert" - also landläufig evangelisch. In den lutherischen Bekenntniskirchen dagegen haben sich schon lange wieder Albe mit Stola oder Messgewand durchgesetzt. Der triste, schwarze Beffchentalar weckt in mir nur Erinnerungen an eine uniert-reformierte Vergangenheit mit langen Predigten und keiner bis kärglicher Liturgie. Dagegen spricht die lutherische Messe alle Sinne an: sowohl die weißen Gewänder, die viel besser die Freude der Frohen Botschaft Gottes ausdrücken, als auch die feierlich gesungene Liturgie, bei welcher die Gemeinde stets aktiv eingebunden ist...

Verfasst von Gast am 7. Januar 2011 - 0:17.

Hallo Frau Althaus, bei uns

Hallo Frau Althaus, bei uns gibt es keinen Talar.....(schon lange nicht mehr)...

Hallo Frau Althaus, bei uns gibt es keinen Talar.....(schon lange nicht mehr) Nur Albe und Stola

Verfasst von Gast am 2. Februar 2011 - 17:47.

Richtig. Bei den Lutheranern

Richtig. Bei den Lutheranern ist Albe in zwischen wieder "trendy"; sehr viele...

Richtig. Bei den Lutheranern ist Albe in zwischen wieder "trendy"; sehr viele tragen auch Talar mit Stola - was ich zwar hübsch bunt finde, aber weniger angebracht. Zur Stola gehört einfach die Albe, wenns stilvoll sein soll. Naja aber ich will nicht zu anspruchsvoll sein...hauptsache nicht nur schwarz!

Verfasst von Gast am 21. Januar 2011 - 22:41.

Der Talar steht für

Der Talar steht für preußisches Staatsbeamtentum und akademischen Standesdünkel...

Der Talar steht für preußisches Staatsbeamtentum und akademischen Standesdünkel.
Es wäre schön gewesen die evangelische Kirche hätte sich 1918 nicht nur aus der staatl. Bevormundung gelöst, sondern auch den deutschen Sonderweg des Talars abgeschafft.
Abgesehen von historischen und theologischen Argumenten wird der Talar von vielen Gemeindegliedern als traurig und trist empfunden...wenn er nicht wenigstens mit einer Stola getragen wird!
Und das mit dem Wiedererkennungswert ist ja auch ein flaches Argument!Kenntlich ist man auch in anderen liturgischen Gewändern. Deren Aufgabe, sowie auch die des Talars, ist es ja auch unter anderem gerade nicht die eigene Persönlichkeit zu unterstreichen, sondern die eigene Persönlichkeit in den Hintergrund treten zu lassen. Der Gottesdienst soll nicht zur Ego-one-man/woman Show werden.
Der Talar ist historisch und ästhetisch überholt und hat nur noch nostalgischen Wert. Unsere Pfarrer und Pfarrerinnen sollen sich auf des liturgische Gewand der weltweiten Ökumene besinnen und eine stola tragen und als Zeichen der Ordination eine Stola in der Farbe der entsprechenden Zeit des Kirchenjahres.

Verfasst von Gast am 5. November 2010 - 18:56.

Der Bart des Pfarrers und der Pfarrerin

Urspruenglich war das Beffchen ja eine Art Schutz betr. den Bart des Pfarrers....

Urspruenglich war das Beffchen ja eine Art Schutz betr. den Bart des Pfarrers. Allerdings gab und gibt es irgendwo auf dieser Welt durchaus lutherische Theologen, die ueberhaupt kein Beffchen tragen. Entscheidend duerfte allemal sein, ob sich diese Theologen mit ihrer Lehre und mit ihrem Leben auf das heilige, unveraenderliche und lebendige Wort Gottes und nicht auf "menschliche Traditionen" gruenden, welche durch Einfluesterung des Zeitgeistes eingefuehrt wurden. Jemand, der dieses heilige Wort Gottes verachtet und die Leute mit seiner Lehre vom Glauben weg und in in die Irre fuehrt, wird sich dafuer einmal verantworten muessen. Da ist es dann besser, gar nicht erst ein Beffchen oder einen Lutherrock oder sonst irgendein geistliches Gewand zu tragen, sondern zuerst einmal Busse zu tun. Jemand, der offensichtlich von Natur und nach Gottes Willen nicht Vater werden kann, sollte dies gar nicht erst versuchen, sondern danach fragen, was nach Gottes Willen eben die seine Aufgabe sein kann bzw. sein soll, und dann danach trachten, dies auch zu tun (vgl. Psalm 103, 18). Die Gewandung, die einem jeden Christen und einer jeden Christin wohl ansteht, ist hingegen die vom Apostel empfohlene, naemlich: Demut, Freundlichkeit, Sanftmut, Geduld, Liebe und alles zu dem inneren Menschen gehoert, den Paulus manchmal auch den "neuen Menschen" nennt, der Christus angezogen hat. Freilich gehoert dazu dann auch, dass wir eben den Ungehorsam gegenueber Gottes heiligem Wort ablegen und mit ganzem Herzen, ganzer Seele und allen unsern Kraeften unserm HERRN Jesus Christus und den heiligen Aposteln nachfolgen.

Verfasst von baksb am 31. Oktober 2010 - 20:29.

Das Kreuz mit dem Kreuz? -

Ja, es ist manchmal ein Kreuz mit dem Kreuz. Mein Vater hat drei riesengro...

Ja, es ist manchmal ein Kreuz mit dem Kreuz. Mein Vater hat drei riesengroße Kreuze, die er in die Demenz-WG mitnehmen will - in ein Zimmer drei Kreuze mit Corpus. Ich habe ihm empfohlen, es auf ein kleineres zu beschränken, denn das Leben war für ihn (und manchmal auch uns) Kreuz genug. Ich trage ein kleines Kreuz ohne Corpus unter dem Hemd. Aber wenn ich sehe, wie unterschiedlich die Evangelischen ihr Erkennen untereinander pflegen und dazu noch unbedingt Abstand von den Katholischen haben wollen - es ist ein Kreuz. Wann kapieren die Evangelischen eigentlich, dass die Gründe der Trennung nach Luther längst überwunden sind?! Wann kapieren die Katholischen, dass das Ausgrenzen der Evangelischen nie nötig war, schon zu Luthers Zeiten nicht. Es steht in der Verantwortung aller Beteiligter, endlich wieder sich auf den zu konzentrieren, dessenwegen wir überhaupt ecclesia sancta mundi sind: Den christos der Auferstehung des Wanderers Jesus. Es geht um SEIN, auch sein Kreuz. Und ein Bäffchen hatte er sowieso nicht.

Verfasst von Gast am 1. November 2010 - 12:18.

Nein, er hatte kein Beffchen

Nein, er hatte kein Beffchen und lebte auch nicht zölibatär, er pflegte keine...

Nein, er hatte kein Beffchen und lebte auch nicht zölibatär, er pflegte keine Schätze anzuhäufen und diese dann elektronisch abzusichern. Er gab auch nicht Unsummen für Restaurierungsarbeiten aus, kaufte keine Kommunionskleider, sprach niemanden heilig, sammelte keine alten Knochen und legte diese in Gold und Silber ein. Er trennte auch die Völker nicht untereinander und nannte sich selbst nicht "Christ".Er verurteilte niemanden, hatte nichts gegen Empfängnisverhütung und hatte auch nichts gegen Ehebrecher/innen. Er machte sich nicht zum Handlager in Kriegen und war ein denkbar schlechter Wirtschafter! Und zu allem Überfluß ließ er sich auch noch küssen! Welch fatale Handlung, wofür er bitter bezahlen mußte!

So ist das mit den Spezies auf Erden.
Jeder nimmt das in sein Leben auf, was ihm am besten passt! Christen , egal welcher Konfession: Fangt an zu diskutieren! Vielleicht kommen wir dann ja wieder zusammen! Schön wärs schon!!!

Verfasst von Gast am 31. Oktober 2010 - 13:18.

Ich bedanke mich für die

Ich bedanke mich für die Erklärungen. Als ehemalige Ursulinenschülerin habe ich...

Ich bedanke mich für die Erklärungen. Als ehemalige Ursulinenschülerin habe ich die Kruzifixe als eine sehr katholische Sache betrachtet. In Klosterschulen werden selbst die Toiletten mit Kreuzen versehen und manchmal ist man wirklich dankbar, wenn das Kreuz nicht mit einem Korpus versehen ist. Diese Kreuze gibt es auch in katholischen Klosterschulen- z. B. auf der Toilette!

Wenn wir unsere Kirchen füe Andersgläubige öffnen wollen, sollten wir uns überlegen, ob diese *Kruzifixe* unbedingt eine Einladung für diese Menschen darstellen oder eher eine Abschreckung!
Auf jeden Fall sollten sie in evangelischen Kigas und Kitas in die religionspädagogische Arbeit integriert werden, da sie sonst eher Angst und Schrecken auslösen. Man kann nicht über Halloween schimpfen und alle Erklärungen in dieser Richtung einfach aussparen. Das Kreuz zeigt einen Weg oder ---eine Kreuzung, wenn es keinen Korpus besitzt---. Es kommt auf die Interpretation des Betrachters an. Der Tod sollte nichts Schreckliches haben, sondern etwas Erlösendes darstellen. Es ist unser aller Weg... und das muß dabei deutlich wrden! Aber nicht jeder muss leiden. Stellt sich die Frage: Wieviel Leid muß man tragen können? Gott sei Dank , bekommen ja mittlerweile Krebspatienten ( andere Kranke auch) Hilfe, damit sie nicht so leiden müssen!
There is no way to happiness, happiness is the way(das ist angeblich von Buddha, aber das könnte auch von jedem anderen sein! Es ist eine weise Sicht der Welt!)!Wir kommen und wir gehen nackt! Und wenn wir nicht fröhlich vor uns hin gelebt haben, bleibt auch nicht viel von uns zurück!
Aber diese Bäffchen-Geschichte ist schon sehr interessant!

Verfasst von bundesbedenkent... am 31. Oktober 2010 - 0:29.

Daß die Musik keine Rolle

Daß die Musik keine Rolle spielt im reformierten Gottesdienst könnte...

Daß die Musik keine Rolle spielt im reformierten Gottesdienst könnte ich nicht sagen, es werden halt mehr Psalmen gesungen als beispielsweise Paul Gerhard und Wechselgesänge.

Verfasst von Gast am 31. Oktober 2010 - 16:59.

Und an der Stola, könnt ihr

Und an der Stola, könnt ihr sie erkennen. Bin gerne Lutherisch und freue mich,...

Und an der Stola, könnt ihr sie erkennen. Bin gerne Lutherisch und freue mich, das lutherische Pfarrerinnen und Pfarrer, die Stola für sich entdeckt haben. In meiner gemeinde trägt sie der Pfarrer ín entspr. liturgischer Farbe über dem Talar. Dies unterstreicht den Feieraspekt des Gottesdienstes und gibt unserer Kirche mehr Farbe...die hat sie dringend nötig:-)

Verfasst von Steffen am 1. November 2010 - 12:09.

... denn sie wissen nicht,

... denn sie wissen nicht, was sie tun... Die Stola ist das Zeichen des...

... denn sie wissen nicht, was sie tun...

Die Stola ist das Zeichen des geweihten Priesters. Kein lutherischer Pfarrer dürfte die gültige Weihe empfangen haben. Die Stola ist somit eine Art Amtsanmaßung. Da will jemand etwas darstellen, was er nicht ist (und vielleicht nicht mal sein will... ich denk da nur an den mit der Weihe verbundenen Zölibat...). Ich finde es regelrecht unanständig den ökumenischen Partnern gegenüber, wenn deren Zeichen so mir nix dir nix okkupiert werden, weil sie so hübsch bunt sind....

Ich trage meinen Talar gern und mit Würde. Er ist keinen Deut schlechter als eine Albe oder ähnliches... Aber weil es derzeit Mode ist, aufzumucken und alles anders zu machen, rennt eine ganze Horde evangelischer Pfarrerinnen und Pfarrer völlig gedankenlos in Albe und Stola rum...

Ich erinnere in dem Zusammenhang nur an Kästners Gedicht sogenannte Klassefrauen. Dort heißt es in den letzten beiden Versen:

...

"Denn sie fliegen wie mit Engelsflügeln
immer auf den ersten besten Mist.
Selbst das Schienbein würden sie sich bügeln !
Und sie sind auf keine Art zu zügeln,
wenn sie hören, daß was Mode ist.

Wenn's doch Mode würde, zu verblöden !
Denn in dieser Hinsicht sind sie groß.
Wenn's doch Mode würde, diesen Kröten
jede Öffnung einzeln zuzulöten !
Denn dann wären wir sie endlich los."

Verfasst von Ismael am 1. November 2010 - 13:32.

Stola => "Priester"?

@Steffen, Ich würde das differenzierter sehen wollen. Besonders, weil der...

@Steffen,

Ich würde das differenzierter sehen wollen. Besonders, weil der Talar "solo" eigentlich die Amtstracht der Gelehrten ist und den protestantischen so wie jüdischen Geistlichen erst inm Zuge der Aufklärung von höchster Stelle "verpasst" wurde. Der Talar unterstreicht mir zu sehr den oft so nüchternen, verkopften Zug in der protestantischen Liturgie.

Etwas mehr Farbe darf schon sein.

Verfasst von Steffen am 1. November 2010 - 18:09.
Kommentar auf: Stola => "Priester"?

@ Ismael: wir sind aber als

@ Ismael: wir sind aber als evangelische Pfarrer nichts anderes als besonders...

@ Ismael: wir sind aber als evangelische Pfarrer nichts anderes als besonders ausgebildete Gemeindeglieder mit einer entsprechenden Beauftragung zur öffentlichen Wortverkündigung und Sakramentsverwaltung. Darum ist der Talar völlig adäquat. Mit Stolen etc. gaukeln evangelische Kollegen vor etwas zu sein, das sie nicht sind und zum größten Teil auch nicht sein wollen.

Aber davon ganz abgesehen: laufend wird von corporate design und Erkennbarkeiten geredet. Das kann man alles restlos in die Tonne treten, wenn kein Mensch mehr weiß, ob der Typ da vorn in Albe und Stola ein evangelischer oder katholischer Pfarrer ist ... An solch einfachen Dingen beginnt Erkennbarkeit und gemeinsames Erscheinungsbild. Also nicht nur theologisch, sondern auch von der öffentlichkeitswirkung ist es Schwachsinn, wenn evangelische Pfaffen sich die Stolen und Alben gedankenlos überbraten... nur weils (vielleicht!!!) etwas besser aussieht...

Und nochmals sei an Kästner erinnert... "denn sie fliegen wie mit Engelsflügeln ..."

schließlich wehre ich mich gegen die Behauptung, der schwarze Talar sei schuld an drögen Gottesdiensten... Man kann Gottesdienst im schwarzen Talar sehr lebendig gestalten und es soll auch wandelnde SChlaftabletten in Albe und Stola geben... An der Klamotte liegt es nun sicher nicht, wie der Gottesdienst gestaltet wird... sondern an dem, der drin steckt und ggf. seine Gemeinde zum Mitmachen bewegt, dann gehts nämlich sogar ganz ohne Amtstracht...

 

 

Verfasst von Jonas aus dem Land des Löwes am 6. Januar 2011 - 20:48.

Für ein Lutherscher Priester ist Stola obligatorisch

Ja ich verstehe dass Sie ein evangelisch-kalvinistischer Pastor sind und kein...

Ja ich verstehe dass Sie ein evangelisch-kalvinistischer Pastor sind und kein lutherischer. Wissen Sie nicht, dass in Schweden und Finnland, u.a., sind die Bischöfe, Priester und Diakonen der Schwedischen und Finnischen Evangelisch-Lutherischen Kirche geweiht in Apostolischer Sukzession der Prereformatorischen Katholischen Kirche. Die Messe wurde nie abgeschafft, auch nicht die Alben, Stolas, Kasel, Mitra der Stab des Bischofs, Pluvialen und zu weiter..

Beffchen, ja das tragen die Priester, aber nur zum Fest nach dem Gottesdienst.

http://www.youtube.com/watch?v=uHvRbdlFGDI&feature=related

Verfasst von Gast am 5. Januar 2011 - 16:46.

Bei uns ist die Stola eben

Bei uns ist die Stola eben nicht an die Weihe gebunden swondern an die...

Bei uns ist die Stola eben nicht an die Weihe gebunden swondern an die Ordination. Unsere Kirchengeschichte beginnt nicht mit der Reformation sonder viel viel früher! Luther hat Zeit seines Lebens immer das Messgewand getragen! Und die meisten Lutheraner in der Welt machen das heute noch so!
Ich finde es gut we´nn die stola auch über dem Talar getragen wird das verbindet den Lehraspekt mit dem deutlich machen, das der Gottesdienst eine Feier ist. Du solltest es nicht den Römern die Deutungshoheit überlassen. Es wird immer nur davon geredet, was eine Stola für katholische Christen bedeutet. Und davon mal abgesehen wir braucen dringend mehr Farbe in unsren Gottesdiensten und viele Menschen lieben es wenn ihr Pfarrer oder Pfarrerin eine stola trägt. Die sehen das nicht so verkopft und eingeängt, sondern es ist für sie halt nur ein wenig merh farbe und ein bisschen mehr feierlichkeit!

Verfasst von Steffen am 2. November 2010 - 13:14.

Für uns Adiaphora, mag sein.

sagt Wikipedia ... aha ... wo steht denn das in den BSLK??? Aber bitte... F...

sagt Wikipedia ... aha ... wo steht denn das in den BSLK???

Aber bitte... Für uns Adiaphora, mag sein. Aber das ist kein Freibrief für Gedankenlosigkeit.

Stola und Albe sind nicht einfach nur Kleidungsstücke, sondern sie haben Symbolkraft. Sie be-zeichnen den Priester in besonderer Weise. Inhalt und Form stehen in enger Verbindung. Wer das übersieht oder leugnet, schaut nicht hin. 

 

Verfasst von Gast am 5. Januar 2011 - 20:04.

Steffen steiger dich doch

Steffen steiger dich doch nicht so rein! Das geht doch auch ein her mit einer...

Steffen steiger dich doch nicht so rein! Das geht doch auch ein her mit einer liturgischen Erneuerung unserer Kirche und bitte weite deinen Blick doch mal auf das welt Luthertum, bitte Schau doch mal über den Tellerand! Die Stola ist bei uns an die Ordination gebunden! Du erzählst immer nur was vom Katholischen Verständnis! Du solltest dich mal mehr damit beschäftigen, dann würdest du dich hier nicht so oberflächlich reinsteigern

Verfasst von Gast am 3. November 2010 - 13:31.
Kommentar auf: Ich empfehle hierzu dies

Liturgische Gewänder

In den lutherischen Kirchen außerhalb Deutschlands ist der Talar kaum...

In den lutherischen Kirchen außerhalb Deutschlands ist der Talar kaum anzutreffen. Die Regel sind dort Albe, Stola, (und Messgewand), wie z.B. in der Lettischen lutherischen Kirche, den Kirchen der USA etc. Erst Friedrich Wilhelm III. hat den schwarzen Talar verordnet. Selbst die lutherischen Bekenntnisschriften sprechen von Priestern, wenn sie ihre eigenen Geistlichen meinen. Auch ist die Ordination (Weihe zum Amt der Kirche) nach Apologie 13 ein Sakrament.

Verfasst von Gast am 25. Januar 2011 - 19:54.
Kommentar auf: Liturgische Gewänder

Dassollte unserer Kirche mal

Dassollte unserer Kirche mal zu denken geben. Den Protestanten im Jahr 2011,...

Dassollte unserer Kirche mal zu denken geben. Den Protestanten im Jahr 2011, ist nicht nur der Text wichtig, sondern auch die Textilien! Finde ich gut.Essind alle für mehr Farbe in der Amtstracht und wünschen sich das der Litrug/in eine stola über dem Talar trägt oder noch besser eine Albe mit Stola. So wie es in der weltweiten Ökumene brauch ist!
Hoffe die da oben lernen was draus und unsere Kirche wird bunter und der protestantische Kirchenstaub wird mal aus den Bänken geblasen!!

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