Anglikaner: Primas gegen offen lesbische Bischöfin

Erzbischof Rowan Williams

Der anglikanische Primas Rowan Williams hat Bedenken gegen eine lesbische US-Bischöfin. Foto: dpa / Andy Rain

Homosexualität - In der anglikanischen Weltgemeinschaft bahnt sich erneut ein Streit um Homosexualität an. Die US-Episkopalkirche wählte eine offen lesbische Geistliche zur Weihbischöfin. Ehrenprimas Rowan Williams meldete Bedenken an.

Das geistliche Oberhaupt der anglikanischen Kirche rief die Diözese Los Angeles auf, die offizielle Ernennung von Mary D. Glasspool zu überdenken. Die Wahl werfe "sehr ernste Fragen" für die Kirchengemeinschaft auf, heißt es in einem Brief von Williams, der Erzbischof von Canterbury ist. Eine Bestätigung oder Ablehnung von Glasspools Berufung habe "sehr große Tragweite". Die Pfarrerin war am Samstag von den Geistlichen und Laien der Diözese zur Weihbischöfin gewählt worden. Eine Mehrheit der US-Bischöfe muss der Entscheidung allerdings noch zustimmen.

Die 55-jährige Glasspool (Foto links) lebt in einer gleichgeschlechtlichen Partnerschaft. Laiendelegierte und Pastoren der Diözese hatten im siebten Wahlgang mit klarer Mehrheit für Glasspool gestimmt. Zuvor war bereits die 53-jährige Diane Jardine Bruce (53) ebenfalls zur Weihbischöfin bestimmt worden. Die Wahl des homosexuellen Geistlichen Gene Robinson zum Bischof von New Hampshire im Jahr 2003 hatte die Gemeinschaft vor eine Zerreißprobe gestellt. Mehrere Diözesen und Gemeinden verließen die Episkopalkirche anschließend. Eine weitere Bischofsweihe im Jahr darauf wurde nach massivem Druck anderer Mitgliederkirchen aufgeschoben. Die Kirche zählt rund 2,1 Millionen Mitglieder. Weltweit gibt es rund 78 Millionen Anglikaner.

"Nicht im Einklang mit der Bibel"

Der konservative episkopale Theologe Kendall Harmon verurteilte Glasspools Wahl. Diese stehe nicht im Einklang mit der Bibel und schade der anglikanischen Gemeinschaft. Der Bischof von Los Angeles, Jon Bruno, Glasspools neuer Vorgesetzter, begrüßte die Wahl hingegen nachdrücklich. Glasspool habe keine Angst vor Konflikten und sei eine "Versöhnerin", sagte Bruno. Die übrigen 109 Episkopaldiözesen müssen der Wahl mehrheitlich zustimmen, bevor Glasspool zur Bischöfin geweiht werden kann.

In der schwedischen lutherischen Kirche trat vor wenigen Wochen erstmals eine offen lesbische Pfarrerin ihr Bischofsamt an. Die 55-jährige Eva Brunne leitet die Diözese Stockholm. Konservative sprachen von einer "Tragödie". Brunne selbst sprach einem "positiven Zeichen, dass unsere Kirche hier mit gutem Beispiel vorangeht". Zuvor hatte die schwedische Kirche auch kirchliche Hochzeiten für homosexuelle Paare erlaubt. In einigen deutschen Landeskirchen gibt es diese Möglichkeit ebenfalls. In Horst Gorski kandidierte vor einigen Monaten erstmals in Deutschland ein Homosexueller um ein Bischofsamt in der evangelischen Kirche. Der Hamburger Pastor unterlag aber Gerhard Ulrich.

mit Material von epd und dpa

Kommentare

Verfasst von Gast am 9. Dezember 2009 - 21:05.

RE: Anglikaner: Primas gegen offen lesbische Bischöfin

Also... ...ich versuch mal einfach meine Meinung zum Besten zu geben, wer´s...

Also...
...ich versuch mal einfach meine Meinung zum Besten zu geben, wer´s nich lesen will der sollt´s auch nicht und wer sich drüber aufregen will der soll halt wenn er´s so will.

1. Den Kommentar von wegen evangelikal versus evangelisch finde ich überflüssig. Wie hat denn der ehemalige EKD-Ratsvorsitzende Huber mal gesagt: a) sind evangelikal und evangelisch bedeutungsgleich (im Wort) und b) sind Evangelikale ein wichtiger Aspekt innerhalb der Kirche. (So oder so ähnlich lautete der Inhalt seiner Worte an Idea-Spektrum).
Ausserdem gabs ja auch im Gottesvolk des alten Bundes verschiedene Stämme. Kann man die nicht auch gleichnishaft auf die verschiedenen Kirchen und ihre Zweige übertragen, als Stämme des Gottesvolkes im neuen Bund?

2. Ich finde (und das ist meine ganz persönliche Meinung), dass man Homosexualität prinzipiell ablehnen oder annehmen kann - es ist beides genau gleich falsch, wenn man seine eigenen Prinzipien nicht kritisch hinterfragt und sie immer wieder auf den Prüfstand legt.
Es ist blöd wenn man die ganze Zeit nichts besseres zu tun hat als Schwule zu verdammen und ideologische Kreuzzüge gegen Homosexuelle zu führen, aber ich finde es genauso blöd, wenn man nur aus dem Zeitgeist oder aus liberalen Prinzipien heraus sämtliche Homosexualität absegnet.

Meine persönliche Antwort auf das Thema habe ich nicht so wirklich gefunden, ist mir aber auch nicht so wichtig.
Ich weiss, dass Jesus Christus des Vaters eingeborener Sohn ist und mich frei spricht um für ihn und führ mich und für meine Mitmenschen zu leben. Ich bin nicht homosexuell und ich hab auch niemandem vorzuschreiben was er sein soll, wenn er mich nicht ausdrücklich um Rat gefragt hat.
Falls es falsch ist, dann wird derjenige das im Geiste schon merken.

-Zum Abschluss:
Mein Religionslehrer (nicht evangelikal) hat einen Neffen, der ist schwul (nicht evangelikal, aber fromm). Und dieser Neffe kam mit seiner Sexualität nicht zurecht, er WOLLTE anders sein. Aber jegliche therapeutische Hilfe wurde ihm verwehrt, man konnte ihm immer nur sagen, es sei doch kein Problem. Muss es ja auch für jemand anders nicht sein - für ihn war es aber ein persönliches Problem.

Ich wäre vorsichtig mit dem Versuch, pauschale Vorschriften und Antworten zu suchen, sowohl für als auch gegen Homosexualität.

Verfasst von Gast am 10. Dezember 2009 - 11:36.

Antwort auf Gast am 9. Dezember 2009 - 20:05.

Also... ...zu 1.: Da ist gar nichts überflüssig. Entscheiden Sie sich, ob Sie...

Also...

...zu 1.: Da ist gar nichts überflüssig. Entscheiden Sie sich, ob Sie Fundamentalistin/ Fundamentalist sind oder nicht. Dann haben Sie sich auch automatisch entschieden, ob Sie evangelisch oder evangelikal sind. Sie und Bischof Huber sollten aufpassen zu wem Sie sich ins Bett legen...Für uns Frauen hieße das irgendwann wieder mit blaugeprügeltem Auge, Kopftuch auf der linken Kirchenseite zu sitzen und den Herren Gemahl um seine Zustimmung zu sämtlichen Tätigkeiten bitten und es hieße noch vieles mehr.

...zu 2.: Auch hier müssen Sie sich entscheiden-Ablehnung oder Annahme der Existenz von Homosexualität in ihrer Kirche. Die Regeln aus der Bibel, die gelten für homosexuelle Christen genauso wie für heterosexuelle. Weil sie genauso Geschöpfe Gottes sind. Man kann nicht irgendwie ein Zwischending fahren zwischen Ablehnung und Annahme. Es ist auch egal, ob Sie das "absegnen"-Homosexualität ist einfach da. Darüber hinaus gibt es auch viele Heterosexuelle, die mit ihrer Sexualität nicht klar kommen.

Es gibt keine "Therapie" gegen Homosexualität. Das behaupten Evangelikale zwar immer gern, ist aber nicht so. Sie ist und bleibt verankert. Die Therapie, die Ihr Beispiel benötigt ist mit Sicherheit eine Psychotherapie, weil ihn sein Umfeld in diese Situation der Selbstzweifel trieb. Dabei reicht es in der Regel auch aus, wenn er die Bibel liest und die Sehnsucht nach Gottes Liebe entflammt, die uns die Jungfrau Maria lehrt und Jesus gelebt hat. Wenn Sie etwas tun wollen, und das bezweifle ich bei Ihnen, dann ersparen Sie Homosexuellen -insbesondere homosexuellen Jugendlichen- Ihre Ihr Beispiel, oder erwähnen Sie wenigstens, dass nicht der Jugendliche gescheitert ist an seiner Homosexualität, sondern sein Umfeld.

Sie können doch "froh sein", heterosexuell geboren worden zu sein. Ihr Bsp. (der Neffe Ihres Relilehrers) zeigt es doch auf, dass man es sich nicht aussuchen kann. Man kann aber die Regeln, die die Bibel für die Ehe aufstellt auch als Homosexueller leben und sich so geräuschlos in die christliche Gemeinschaft einfügen. Ich wohne hier auf dem Land und habe keine Probleme.

Und immer dann, wenn Ihnen jemand erzählen will, diese ganzen Regeln (Rechte und Pflichten) gälten ja gar nicht für Homosexuelle, dann rufen Sie sich Mt 7,12 und Jesus ins Gedächtnis.

In der Tat gibt es keine pauschalen Antworten, weil jeder Mensch einzigartig ist und somit auch in seiner Lebensweise.

Apropos Antworten: Traut sich denn immer noch kein deutscher evangelischer Theologe/ Bischof etwas hier dazu zu sagen?

Ihre,

Stephanie Berler-Rosch

Verfasst von Gast am 9. Dezember 2009 - 5:51.

RE: Anglikaner: Primas gegen offen lesbische Bischöfin

Gott hat den Menschen als Mann und Frau geschaffen und ihr Zusammenleben in der...

Gott hat den Menschen als Mann und Frau geschaffen und ihr Zusammenleben in der Ehe gesegnet. Diese Ehe von Mann und Frau ist nach Eph. 5 ein Geheimnis, das der Liebe Christi zu seiner Gemeinde entspricht. Dies soll die Kirche segnen. Aber sie hat nicht den Auftrag, gutzuheißen und zu segnen, was die Heilige Schrift Sünde nennt. Paulus an die Römer 1

Verfasst von Gast am 11. Dezember 2009 - 13:25.

RE: RE: Anglikaner: Primas gegen offen lesbische Bischöfin

Lieber Gast vom 9. Dezember 2009 - 4:51, Gott hat den Menschen als Mann und...

Lieber Gast vom 9. Dezember 2009 - 4:51,

Gott hat den Menschen als Mann und Frau geschaffen und ihr Zusammenleben in der Ehe gesegnet. Gott hat aber auch Menschen geschaffen, für die eine zweigeschlechtliche Ehe nicht in Frage kommt, weil sie sie nicht vollziehen können. Die Heilige Schrift bezeichnet als Sünde, wenn Menschen ihre Sexualität als Spielzeug oder als Ware missbrauchen oder sie auf Kosten anderer ausleben. Solches wird von "der Kirche" nicht gutgeheißen oder gesegnet.

Wenn es in der Bibel heißt, dass es für den Menschen nicht gut sei, allein zu sein, dann gilt das nicht nur für heterosexuelle Menschen. Wenn auch ein zölibatäres Leben für homo- wie für heterosexuelle Menschen möglich ist, so kann es niemandem von vornherein auferlegt oder abverlangt werden. Welche Probleme ein "auferlegter" Zölibat mit sich bringt, wird nicht zuletzt bei den Priestern der röm.-kath. Kirche deutlich. Ein Zölibat kann immer nur freiwillig sein und ist keineswegs unproblematisch.

Verfasst von Gast am 10. Dezember 2009 - 15:21.

RE: RE: Anglikaner: Primas gegen offen lesbische Bischöfin

Sie hat aber gegen Ungerechtigkeiten und gegen Angriffe auf Gottes Geschöpfe zu...

Sie hat aber gegen Ungerechtigkeiten und gegen Angriffe auf Gottes Geschöpfe zu kämpfen: http://nachrichten.t-online.de/afrika-uganda-erwaegt-todesstrafe-fuer-sc...

Sind Sie dabei?

Gertrud Schlopp

Verfasst von Gast am 9. Dezember 2009 - 13:34.

RE: RE: Anglikaner: Primas gegen offen lesbische Bischöfin

Typisch: Das alte Testament und Paulus-mehr lässt Ihr kaltes evangelikales Herz...

Typisch: Das alte Testament und Paulus-mehr lässt Ihr kaltes evangelikales Herz nicht zu. Gott ist Liebe, Gott verteilt sie nach seinem Gusto. Sie meinen Gott analysieren und verstehen zu können. Das können Sie aber nicht, schon gar nicht ohne die Evangelien zu Rate zu ziehen und lästern Ihrem Gott mehr als Sie zunöchst denken. Sie sind gescheitert, nur noch Ihren Hass können Sie und die Ihresgleichen von Zeit zu Zeit in unsere Mitte strömen lassen.

2 Fragen zum Schluss: Leben Sie genau, also ganz genau nach den Gesetzen des Alten Testamentes?
Leben Sie und Ihre Gemeinde ganz genau wie Paulus es geheißen hatte?

Das tun Sie nicht, meinen aber das andere es zu tun hätten, meinen aber definieren zu können und zu dürfen, was davon gelebt werden muss, was nicht.

Es war klar, dass auf einer Plattform, die sich evangelisch nennt auch schnell wieder die Evangelikalen zum Vorschein kommen und ihr Gift verspritzen würden. Aber kommt nur heraus und schreibt hier, wir haben keine Angst vor Euch.

Stephan Monde
Saarland

Verfasst von UliPontes am 11. Dezember 2009 - 14:59.

RE: RE: RE: Anglikaner: Primas gegen offen lesbische Bischöfin

Lieber Stephan Monde, so berechtigt die von Ihnen aufgeworfenen Fragen sind:...

Lieber Stephan Monde,

so berechtigt die von Ihnen aufgeworfenen Fragen sind: ein "Verspritzen von Gift" kann ich nicht erkennen, wenn jemand - etwa angesichts der paulinischen Aussagen zum Thema - Bauchschmerzen bekommt, wenn Kirche homosexuelle Partnerschaften segnet. Es ist eben ein schwieriges Thema, zu dem man durchaus und mit guten Gründen unterschiedlicher Meinung sein kann. Genau dann lohnt es sich, ins Gespräch zu kommen - aber dann sollte man auch genau hinhören und gerade als der vermeintlich Liberalere nicht beleidigt sein, wenn andere Leute sich nicht gleich von der eigenen Meinung überzeugen lassen. Die vermeintlich Engstirnigeren dann in Schubladen ("evangelikal") zu packen, ihnen ein kaltes Herz zu attestieren und sich in polemischer Weise abzugrenzen - was Jesus und Paulus von derartigem Diskussionsverhalten gehalten hätten, darüber lässt sich vermutlich leichter Konsens herstellen als beim Thema Homosexualität ...

 

 

Verfasst von Gast am 12. Dezember 2009 - 0:01.

@ UliPontes am 11. Dezember 2009 - 13:59.

Geehrter Herr Pontes, vielen Dank für Ihre Anregungen. Gern nehme ich Stellung...

Geehrter Herr Pontes,

vielen Dank für Ihre Anregungen. Gern nehme ich Stellung.

%...was Jesus und Paulus von derartigem Diskussionsverhalten gehalten hätten, darüber lässt sich vermutlich leichter Konsens herstellen als beim Thema Homosexualität ...%
Ich denke nicht, dass ich schreiben sollte, was ich davon halte, dass Sie mir DAS vorhalten. Aber um eine Antwort bin ich nicht verlegen, bzw. die stand hier schon, aufgeschrieben von Herrn Preumer, dessen Antwort ich sehr schätze und Ihnen als Lektüre empfehlen möchte: Mt 3, 7-9:
%Als Johannes sah, daß viele Pharisäer und Sadduzäer zur Taufe klamen, sagte er zu Ihnen: Ihr Schlangenbrut, wer hat euch gelehrt, daß ihr dem kommenden Gericht entrinnen könnt? Bringt Frucht hervor, die eure Umkehr zeigt, und meint nicht, ihr könntet sagen: Wir haben ja Abraham als Vater. Denn ich sage Euch: Gott kann aus diesen Steinen Kinder Abrahams machen.%

Was also würde Johannes sagen, wenn er mitbekäme, dass Sie nicht eindeutig Stellung beziehen, wenn jemand Gottes Geschöpf in Rechten und Pflichten zurücksetzt? Und der gestrenge Paulus, meinen Sie, dass er um ein ebenso klares Wort verlegen gewesen wäre? Und Jesus, tja was hätte er wohl gemacht, wenn an seinem Wegesrand ein Homosexueller/ eine Homosexuelle zurückgesetzt worden wäre und einer das Wort-hart aber klar-für die/ den Ausgestoßene(n) ergriffen hätte?

%Verspritzen von Gift%-oh doch, Herr Pontes. Ganz genau so ist es. Dieses genüssliche Klassifizieren von Menschen in Gut/ Böse, Gehört zu uns/ Gehört nicht zu uns, hat Rechte wie ich/ hat nicht die gleichen Rechte wie ich...Das ist Gift verspritzen. Wir Alle Protestanten der EKD erfahren es doch jetzt ganz genauso durch die russisch-orthodoxe Kirche. Das ist ganz genau das gleiche-willkürlich wird eine Eigenschaft der Ratsvorsitzenden -weiblich- herausgegriffen, ein bischen Paulus, fertig ist die vermeintlich stichhaltige Begründung des Dialogabbruchs. Dazu werden Sie sich bitte darüber klar, dass die Kirche, die Sie zu kennen meinen, mit Evangelikalen nicht zu machen ist.

%...Es ist eben ein schwieriges Thema, zu dem man durchaus und mit guten Gründen unterschiedlicher Meinung sein kann.%
Mit Verlaub, aber da ist gar nichts schwierig. Die Menschen, die ausgerechnet an dieser Stelle immer ihren Paulus und das Alte Testament herausholen, tun dies, um Menschen zu klassifizieren, wie ich bereits schrieb. Dabei ist Homosexualität kein "Merkmal" oder Eigenschaft wie christlich/ unchristlich. Sie ist Gott gegeben per Geburt. Maßen Sie sich an Gottes Schöpfung in vorhandene Rechte und gegebene Pflichten zu kategorisieren?

Wie fänden Sie es, wenn ich Ihnen mitteilte, dass Sie ab sofort immer in der letzten Reihe in der Kirche sitzen, weil Sie weiß sind?
Wie fänden Sie es, wenn ich Ihre Ehe für ungültig erklärte, weil Sie Brillenträger, somit unvollkommen sind?
Wie fänden Sie es, wenn ich Ihnen bei Widerworten den Mund verböte, weil Sie an meinem Tisch zu schweigen hätten?
Wie fänden Sie es, wenn ich Ihnen mitteilte, dass Sie erst wieder ein Abendmahl bekämen, wenn Sie einen Bart hätten?
Wie fänden Sie es, wenn ich Sie unrein schimpfte, weil Sie in Ihren Winterschuhen Schweißfüße hätten, obwohl Sie Sandalen wie Paulus tragen könnten?

Die Fragen dienen nicht dazu, Sie zu diskreditieren-DAS muss ich hier betonen!-sondern um Ihnen aufzuzeigen, dass das Festlegen von anderen Rechten und zusätzlichen Pflichten Homosexueller Willkür wäre, ohne Grundlage.

Und wenn Sie jetzt sagen, dass Homosexualität ja dann doch was anderes wäre, eine andere Qualität, usw. - dann bin ich wirklich auf Ihre Begründung gespannt-ehrlich gespannt!

Darüber das homosexuelle Christen die Gebote des Herrn und die Worte Jesus Christus` beachten und leben sollen und müssen, wollen sie Christen sein, darin besteht Einigkeit.

%...ihnen ein kaltes Herz zu attestieren und sich in polemischer Weise abzugrenzen%
Wie schrieb es Stephanie Berler-Rosch: %Passen Sie auf zu wem Sie sich ins Bett legen. Ich habe diese Menschen erlebt, wie Sie in Texas Homosexuelle und Schwarze durch die Straßen jagten. Ich habe die Menschen erlebt, die in Uganda die Todesstrafe auf Homosexualität einführen wollen-die nennen sich auch alle Christen und sind spätestens sonntags in der Kirche. Was haben Sie bezüglich Homosexueller so erlebt bisher in Ihrem Leben?

Ich bin nicht beleidigt. Ich bin auch kein Liberaler. Ganz im Gegenteil: Ich bin ein tiefgläubiger, sehr sehr konservativer Christ, seit 34 Jahren mit ein und derselben Frau verheiratet. Sie haben da ein gewaltiges Vorurteil mir gegenüber-was wohl Paulus oder Jesus zu diesem vorurteilsbeladenen Diskussionstil gesagt hätten?

Sie können mit mir hart ins Gericht gehen. Ich habe da kein Problem mit. Dennoch möchte ich mich bei allen, die sich unangenehm berührt fühl(t)en entschuldigen. Es ist kein Thema ohne Emotionen. Ein klares Wort hat eigentlich auch noch nie geschadet, dass dabei andere empfindsamer sein können und gekränkt reagieren können, vergesse ich mitunter. Das tut mir aufrichtig leid.

Herzlichst,

Ihr Stephan Monde

Verfasst von Gast am 12. Dezember 2009 - 11:41.

RE: @ UliPontes am 11. Dezember 2009 - 13:59.

Es ist einfach, mit dem Finger auf andere zu zeigen. Beim Lesen Ihrer ersten...

Es ist einfach, mit dem Finger auf andere zu zeigen.
Beim Lesen Ihrer ersten Antwort, sehr geehrter Herr Monde, hatte ich das Gefühl,
Sie wollen einen Schlägertrupp gegen die ins Feld führen,
die anderer Meinung sind als Sie. Von der Sanftmut Jesu habe ich da jedenfalls nichts gespürt. Im Gegenteil, ich habe mich bedroht gefühlt.
Nun begründen Sie Ihre Agressivität mit der Bußpredigt Johannes des Täufers aus Lukas 3: Diejenigen, welche die christliche Ehe gemäß ihrem biblischen Verständnis auffassen, sind für Sie Schlangenbrut, für welche gilt, daß die Axt schon an die Wurzel gelegt ist.
Darüber hinaus höre ich bei Ihnen wiederholt, dass die, welche sie evangelikal nennen, zur Begründung Ihrer Position nichts anderes einfiele als eben das Alte Testament und Paulus.
Ich will jetzt nicht darauf eingehen, daß im Laufe der Kirchengeschichte schon des öfteren der Versuch gemacht wurde, das Alte Testament und Paulus aus der Heiligen Schrift zu eliminieren oder doch wenigstens zu "reinigen".
Ich halte es für gefährlich, solchen Neigungen stattzugeben, weil wir uns dann das Recht anmaßen, am Willen Gottes herumzumanipulieren.
Ich möchte mich hier mit einem Hinweis auf Matthäus 19 begnügen.
Jesus, oder wenn Sie so wollen, der matthäische Jesus, macht dort Ausführungen über die christliche Ehe, welche eben die Ehe von Mann und Frau ist und nichts anderes. Es gibt keine Stelle in der ganzen Heiligen Schrift, die etwas anderes lehren würde.
Darüber hinaus findet sich im genannten Kapitel der Vers 12:
"Denn einige sind von Geburt an zur Ehe unfähig; andere sind von Menschen zur Ehe unfähig gemacht; und wieder andere haben sich zur Ehe unfähig gemacht um des Himmelreiches willen."
Sicherlich gehört dieser Vers zu denen, die wir mit am schwersten verstehen. Aber ganz gewiß läßt sich daraus und aus dem ganzen Kapitel nicht der Auftrag ableiten, eine sog. Ehe zwischen Mann und Mann oder zwischen Frau und Frau zu begründen.
Noch ein Wort zur Bußpredigt Johannes des Täufers.
Die Argumentation des Täufers zielt klar auf rechtschaffene Früchte der Buße. Und ebenso klar ist es, daß diese rechtschaffenen Früchte der Buße eben das Tun des Willens Gottes sind.
Wenn ich aber dahin gekommen bin zu erkennen, daß ich vor Gott (!) gar nichts, und zwar gar nichts, vorweisen kann, was ich mir als Verdienst anrechnen könnte und mich deshalb zur Buße rufen lasse, wie kann mir dann noch im Sinn sein, etwas anderes tun oder auch nur denken zu wollen, was diesem göttlichen Willen nicht konform ist (vgl. auch das Bekenntnis von Augsburg, Artikel 4 und 20).
Dabei geht es nicht darum, daß ich Fehler mache und schwach bin. Wir bleiben ja darauf angewiesen, daß Gott uns gnädig ist. Deshalb gehen wir ja in die Kirche und bitten den HERRN um seine Gnade und Barmherzigkeit.
Aber wir tun das nicht im Bewusstsein irgendwelcher Rechte, die ich Gott gegenüber aufzuweisen hätte, sondern einzig und allein im Glauben und in der Hoffnung, daß Gott uns trotzdem als seine Kinder annimmt.
Der Punkt ist, daß wir Gott nicht vorschreiben können, was ER für richtig hält und was nicht. Und wir sollten unsere Wünsche und Rechtsvorstellungen auch nicht mit dem Willen Gottes verwechseln. Der Wille Gottes ist uns vorgegeben, und dabei müssen wir uns nun einmal an die Heilige Schrift halten. Jesus sagt klar: Ein Reich, das nicht mit sich selbst eins ist, wird in sich zusammenfallen. Hermeneutisch gesehen gilt noch immer: Die Heilige Schrift legt sich selber aus. Wir stellen uns ein Bein und kommen unweigerlich zu Fall, wenn wir uns zu ihr in Gegensatz setzen. Der Dialog muß aber in Liebe und Wahrheit geschehen, denn das verlangt der HERR auch von uns.
Und dann gibt es irgendwo in der Heiligen Schrift den Satz:
"Schaffet euer Heil mit Furcht und Zittern!" (Philipper 2)

Verfasst von Gast am 14. Dezember 2009 - 19:47.

RE: RE: @ UliPontes am 11. Dezember 2009 - 13:59.

Ich respektiere Ihre Meinung. Es gibt einen hermeneutischen Widerspruch. Sie...

Ich respektiere Ihre Meinung.

Es gibt einen hermeneutischen Widerspruch. Sie werfen Stephan Monde vor, er würde Sie bedrohen. Sie hingegen zitieren Philipper 2.

Ich zitiere auch:
Hohelied 8,6: Setze mich wie ein Siegel auf dein Herz und wie ein Siegel auf deinen Arm. Denn Liebe ist stark wie der Tod, und ihr Eifer ist fest wie die Hölle. Ihre Glut ist feurig und eine Flamme des HERRN,…

Als evangelische Kirche haben wir nur eine Chance. Glaube, Liebe, Hoffnung reden und leben! Stephan Monde hat da schon ganz Recht. Jeder muss sich entscheiden, wo er hingehört. An die Seite der Liebenden, Hoffenden und Glaubenden oder gegenüber.

An der Ehe nach Gottes Gesetz gibt es keine Zweifel. Sie ist alternativlos. Gott entscheidet. Gott fügt zusammen.

Ich freue mich wie Herr Preumer. Sie haben nichts gegen Gottes Wille in der Hand. Herr Pontes und evangelisch.de, Herr Bischof Huber und alle anderen auch nicht. Homosexuelle heiraten und leben nach Gottes Gebot.

Ich repektiere Sie und auch soulreflections. Ich habe eine andere Meinung. Aber Sie haben sich wenigstens getraut hier zu schreiben. Herr Bischof Huber, Frau Bischöfin Käßman, Frau Göring-Eckardt nehmen sonst zu allem und nichts Stellung. Hier lassen sie uns in dieser Dieskussion lieber alleine.

Verfasst von Gast am 12. Dezember 2009 - 23:33.

@ Gast am 12. Dezember 2009 - 10:41.

Sie verstehen mich in vielen Punkten miss. Das eklatanteste Missverständnis:...

Sie verstehen mich in vielen Punkten miss. Das eklatanteste Missverständnis: Nicht an denen, die die christliche Ehe hochhalten wird die Axt angelegt, sondern an denen die sie aus Vorurteilen und eigenen Vorstellungen heraus denen verweigern, die von Gott mit Liebe beschenkt worden, aber eben homosexuell sind.

Es ist geschickt von Ihnen auf die christliche Ehe abzuheben und zu behaupten, dass ich diese angreifen würde. Dem ist aber nicht so, ganz im Gegenteil: Ich sage, dass homosexuelle Paare, die von Gott zusammengefügt wurden von Menschenhand nicht mehr getrennt werden können und dürfen und zusammenleben sollen, wie es das Wort Gottes und unseres Propheten vorschreiben und ja: Ich bin davon überzeugt, dass das geht. Nach Anwenden der hermeneutischen Methode komme ich aber zu dem Schluss Ihnen nicht zu folgen.

Alles andere dichten Sie in meinen Kommentar hinein, ebenso Ihre Erfindung der Opferrolle. Ich bedrohe keinen. Ich schreibe nur klar. Bedrohen tun andere, bedroht werden andere.

Dazu: Wenn die Ausgrenzung und Beschneidung des Rechtekanons Homosexueller mit Liebe von statten geht, dann fällt die Antwort entsprechend aus.

Zuletzt: Ich schrieb nichts davon, die Bibel vom Alten Testament und/ oder den Paulusbriefen "zu reinigen". Auch das dachten Sie sich lediglich aus.

Und dennoch gibt es grundlegende Übereinstimmung: Zitat: "Der Punkt ist, daß wir Gott nicht vorschreiben können, was ER für richtig hält und was nicht."-Eben daran halte ich mich schon mein ganzes Leben und auch in diesem Zusammenhang.

Dennoch vielen Dank für Ihre Anregungen.

Stephan Monde

Verfasst von Gast am 11. Dezember 2009 - 4:33.

RE: RE: RE: Anglikaner: Primas gegen offen lesbische Bischöfin

Dass ein Hinweis auf das Verstaendnis der christlichen Ehe auf einer Plattform...

Dass ein Hinweis auf das Verstaendnis der christlichen Ehe auf einer Plattform wie "evangelisch.de" als "Verspritzen von Gift" bezeichnet werden kann, ist schon erstaunlich. Darueber hinaus gibt es tatsaechlich Leute, die ihr Leben nach Gottes Wort und Gebot leben wollen und ich zaehle mich dazu. Das bedeutet sicher nicht, dass ich mir selber auf die Schulter klopfe und sage, wie toll ich bin. Ich weiss, dass ich Fehler mache und auf Vergebung angewiesen bin. Dieses Angewiesensein auf Vergebung bekraeftigt auch Paulus Roemer 1 und 2. Aber das gibt uns noch lange nicht das Recht, einfach Gottes Wort zurueckzuweisen oder gar zu veraendern, zumal Jesus selbst die Ehe zwischen Mann und Frau bekraeftigt und als heilig erklaert hat (vgl. Mtth. 19 und Parallelstellen). Diese Bekraeftigung der Ehe von Mann und Frau durch Jesus ist uebrigens wirklich EVANGELIUM, das die Treue Gottes zu sich selbst bezeugt. Auf IHN koennen wir uns deshalb tatsaechlich verlassen. Wie Jesus mit dem Uebertreten des sechsten Gebots umgeht, lesen wir bei Johannes 8. Daraus laesst sich aber nicht ableiten, dass er die Heiligkeit der Ehe aufgehoben haette, im Gegenteil.

Verfasst von Gast am 12. Dezember 2009 - 1:16.

@ Gast am 11. Dezember 2009 - 3:33.

%Aber das gibt uns noch lange nicht das Recht, einfach Gottes Wort...

%Aber das gibt uns noch lange nicht das Recht, einfach Gottes Wort zurueckzuweisen oder gar zu veraendern, zumal Jesus selbst die Ehe zwischen Mann und Frau bekraeftigt und als heilig erklaert hat (vgl. Mtth. 19 und Parallelstellen).%Jesus Christus spricht: Mt 19,6: Was aber Gott verbunden hat, das darf der Mensch nicht trennen.%

Nirgends bezweifle ich Ihre Worte nach der Heiligkeit der Ehe -dessen theologische Exegese innerhalb der EKD aber so eine Sache sein dürfte- an, ich bezweifle lediglich, dass sie nur für Heterosexuelle gelten soll. Denn Gottes Entscheidungen haben nicht auf dem Prüfstand zu stehen. Und wenn Gott zwei Menschen verbindet, dann tut er es.

%Dass ein Hinweis auf das Verständnis der christlichen Ehe auf einer Plattform wie "evangelisch.de" als "Verspritzen von Gift" bezeichnet werden kann, ist schon erstaunlich.%
Der Kommentator %Gast am 9. Dezember 2009 - 4:51% erwähnte den Paulusbrief an die Epheser. Darin heißt es unter anderem: %...und nehmt den Helm des Heils und das Schwert des Geistes, welches ist das Wort Gottes%

Und so unterschiedlich ist eben die Wahrnehmung: Ich nämlich finde es erstaunlich, dass auf einer Plattform wie evangelisch.de Homosexuelle immer noch um ihre Rechte kämpfen müssen. Und auch wenn ich kein Homosexueller bin, so ist das für mich ein sehr befremdlicher wie verwunderlicher Vorgang.

Stephan Monde

Verfasst von Gast am 8. Dezember 2009 - 14:44.

RE: Anglikaner: Primas gegen offen lesbische Bischöfin

Wie lange soll es noch dauern, bis auch die letzten "frommen" Christen...

Wie lange soll es noch dauern, bis auch die letzten "frommen" Christen begriffen haben, dass das, was die Bibel zum Thema Homosexualität zu sagen weiss, homosexuellen Menschen auch nicht annähernd gerecht wird? Ein Umdenken im Blick auf homosexuelle Menschen ist in unseren Kirchen notwendiger denn je. Weder sind Menschen aufgrund ihrer Homosexualität zu einem Leben in sexueller Ausschweifung verurteilt, noch sind sie dazu verdammt, lebenslang zölibatär zu leben. Homo- wie heterosexuelle Menschen brauchen in gleicher Weise Ermutigung, ihre Partnerschaft in gegenseitiger Liebe und Verantwortung zu leben! Die "Werte", die uns die Bibel für unser Leben vorgibt, gelten homo- wie heterosexuellen Christen hier als Orientierung.
Ich glaube kaum, dass die Menschen vor 2000 Jahren schon wussten, dass man sich zwar für eine bestimmte Lebensführung entscheiden kann, nicht aber dazu, homo- oder heterosexuell zu sein. Es gibt Dinge, über die wir heute mehr wissen, als die biblischen Autoren.

Verfasst von GerdEric am 7. Juli 2010 - 12:22.

vor 2000 Jahren

Es gibt Dinge, über die wir heute mehr wissen, als die biblischen Autoren...

Es gibt Dinge, über die wir heute mehr wissen, als die biblischen Autoren.

Was natürlich die ganze Bibel auf den Wert eines Märchenbuches runter zieht.

Aber mal konkret, was wissen wir denn heute mehr, als vor 2000 Jahren? Da fällt mir nicht viel ein.

Verfasst von Gast am 9. Dezember 2009 - 15:42.

RE: RE: Anglikaner: Primas gegen offen lesbische Bischöfin

Diesen Geist der Weisheit und der Offenbarung wünsche ich Ihnen, lieber...

Diesen Geist der Weisheit und der Offenbarung wünsche ich Ihnen, lieber soulreflections! Vielleicht wird dann auch Ihnen eines Tages deutlich, dass Gott eben n i c h t alle Menschen heterosexuell geschaffen hat. Warum er das nicht getan hat, dürfen wir getrost seinem unerforschlichen Ratschluss überlassen. Für mich als homosexuellen Christen drückt sich in Ihren Worten eine heterosexuelle Überheblichkeit aus, die erschreckend ist! ("Homosexuelle in Bischofs- und Priesterämtern, Frauen als geistliche Leiter...")
Wer Gott als den Herrn seines Lebens bekennt und sein Leben auf ihn hin ausrichtet, kann das als homo- und als heterosexueller Christ tun.
Und auch als homosexueller Christ ist man auf Gottes Begleitung auf dem eigenen oder auch auf dem gemeinsamen Lebensweg angewiesen und darf Gott um diese Begleitung bitten.

Verfasst von GerdEric am 7. Juli 2010 - 12:24.

so oder so ist nicht einerlei

Wer Gott als den Herrn seines Lebens bekennt und sein Leben auf ihn hin...

Wer Gott als den Herrn seines Lebens bekennt und sein Leben auf ihn hin ausrichtet, kann das als homo- und als heterosexueller Christ tun.
 

Mag sein, aber Gott lehnt Homosexualität ab, es ist ihm ein Greul!

Verfasst von Gast am 7. Dezember 2009 - 23:38.

RE: Anglikaner: Primas gegen offen lesbische Bischöfin

Jeder wird sich verantworten müssen, vor Gott und zu seiner rechten wird sein...

Jeder wird sich verantworten müssen, vor Gott und zu seiner rechten wird sein Sohn sitzen, Jesus Christus.

Dieser Mann zweifelt offen an, dass die Liebe, die Frau Bischöfinnen Mary D. Glaspol und Eva Brunne mit ihren jeweiligen Prtnerinnen fühlen und leben nicht von Gott käme.

Liebe, das sei ihm gesagt, ist so etwas reines, so etwas schönes, die kann immer nur von Gott kommen. Sie ist immer ein Geschenk von Gott an uns.

Und so möge der Herr, dessen Friede höher ist als alle Vernunft, diesen Mann vergeben: für seine Schwäche, für seine Dummheit.

Und so möge Gott diesen Frauen und ihren Partnerinnen segnen, dass sie sein Geschenk erkannt und ihm dienend angenommen haben.

Und Ihnen Ehrenprimas Rowan Williams sei nochmal gesagt, dass Sie sich eines Tages verantworten werden müssen, für Ihre Worte und für Ihre Taten! Mögen Gott und sein Sohn sich dann Ihrer gnädig zeigen.

Jeder ist in unserer Kirche willkommen, sei es weil sie liebt, sei es, weil er um Vergebung bitten muß, aber als Amts- und Würdenträger sind Menschen wie Ehrenprimas Rowan Williams untragbar.

Herbert Preumer

Verfasst von GerdEric am 7. Juli 2010 - 12:26.

Sicher sagt die Bibel

Sicher sagt die Bibel nur zum Manne: "Du sollst nicht bei einem Mann wie...

Sicher sagt die Bibel nur zum Manne: "Du sollst nicht bei einem Mann wie bei einem Weibe liegen!"

Und Jesus hat dies nicht aufgehoben, wie sollte er es auch können?

Verfasst von Gast am 9. Dezember 2009 - 15:47.

RE: RE: RE: Anglikaner: Primas gegen offen lesbische Bischöfin

Wenn das, was Sie als "christliche Weisheit" vertreten, "evangelikal" ist, dann...

Wenn das, was Sie als "christliche Weisheit" vertreten, "evangelikal" ist, dann kann ich evangelisch.de nur dankbar sein, dass hier deutlich wird, was man unter "evangelikal" zu verstehen hat! Da bin ich doch lieber ein "ganz normaler" Christ.

Verfasst von Gast am 10. Dezember 2009 - 20:45.

Haben Sie sich entschieden, heterosexuell zu sein?

soulreflection, haben Sie sich dafür e n t s c h i e d e n, heterosexuell zu...

soulreflection, haben Sie sich dafür e n t s c h i e d e n, heterosexuell zu sein, oder s i n d Sie es? Ich selber habe mich nicht dafür entschieden, homsexuell zu sein - ich b i n es. Wie meine Lebensführung aussieht, ist etwas anderes. Homo- wie heterosexuelle Menschen können ihre Sexualität missbrauchen, können sie aber auch als Ausdruck tiefer gegenseitiger Liebe erfahren und erleben.

Wenn ich als homosexueller Mann eine Frau heiraten würde, wäre das genauso unehrlich, als wenn Sie als heterosexueller Mensch krampfhaft versuchen würden, mit einem gleichgeschlechtlichen Partner zusammenzuleben.
Können Sie das verstehen? Dann sollten Sie eigentlich auch meinen oben von Ihnen kritisierten Eintrag verstehen können.
Gerhard Mundt

Verfasst von Gast am 9. Dezember 2009 - 19:30.

An: soulreflections und interessierte

Sie schrieben mich und andere hier an. Ich bin um keine Antwort verlegen. Ich...

Sie schrieben mich und andere hier an. Ich bin um keine Antwort verlegen. Ich bin auch nicht gewillt Ihnen oder Menschen wie Ihnen aus dem Weg zu gehen-nein, mitten rein, vor allem damit Menschen, die direkt von Ihnen beeinflusst werden, merken, dass die Welt unseres Herrn eine bunte, eine schöne Welt sein kann-besonders dann, wenn es gelingt Ihrer Kälte und Hass mit Wärme und Liebe zu begegnen. Aber es ist gut, daß Sie sich zu Wort meldeten, damit wir Protestanten mal wieder aufstehen aus unseren bequemen Sesseln, die Bibel in die Hand nehmen und raus gehen zu den Menschen, auch zu Menschen wie Ihnen.

Erst wollte ich gar nicht antworten, doch dann entschied ich mich anders, besonders als ich Ihren Spruch auf Latein las: Ich nehme also Ihren evangelikalen Fehdehandschuh auf und werde mich nicht verstecken, bzw: Cum tacent clamant., wird nicht zur Geltung kommen, denn ich stimme Ihnen nicht zu!

Zitat: „Homosexuelle Ehen mit Segen der Kirche, Homosexuelle in Bischofs- und Priesterämtern, Frauen als geistliche Leiter......*tiefLufthol* "gib uns den Geist der Weisheit und der Offenbarung..."
Dieses schrieben Sie einer Frau, die ganz offensichtlich darauf hofft in unserer Kirche verständnisvollen aber auch verantwortungsvollen Menschen zu begegnen. Das tut sie grundsätzlich, auch wenn Sie zunächst auf Sie traf: Bella gerant alii, tu, felix amica, nube!, werfe ich den Bischöfinnen und homosexuellen Frauen an dieser Stelle zu.

Und Ihnen ein Lächeln, ein Lächeln der Zufriedenheit über Gott und seinen Sohn. Sie haben nichts in der Hand gegen Gottes Wille, gar nichts.

Sie und die Ihrigen kommen immer mit dem Alten Testament und Ihrem Paulus, ohne selbst danach leben zu können oder zu wollen. Dabei gibt Jesus die Antwort darauf, als er die Bergpredigt hält (hier der Teil: Mt 5,17 – 20).

Zitat: "Ich denke eher, dass dieser Mann anzweifelt, dass die hier gewählte Form der (Ersatz-)Ehe nicht die ist, die Gott sich vorgestellt hat und vorschreibt."
So, so das denken Sie sich also. Es ist mir egal, was Sie denken oder wie der Herr Ihrer Meinung nach denkt. Es ist falsch und unchristlich. Dazu kommt, daß Sie richten und dabei wieder die Bergpredigt vergessen, diesmal Mt 7,1-5 und 7,12. Und so schreibe ich Ihnen das Wort Jesu: „Denn wie ihr richtet, so werdet ihr gerichtet werden... Alles was ihr also von anderen erwartet, das tut auch ihnen! Darin besteht das Gesetz und die Propheten.“ Letzteres, die Goldene Regel, sei Ihnen ans Herz und den Verstand gelegt: Wollen Sie Ihre Ehefrau in der Kirche heiraten, küssen dürfen? Mit welchem Recht aber tun Sie es, wenn Sie es anderen verwehren (die Umkehrung der Regel)? Weil diese Menschen einen gleichgeschlechtlichen Partner haben, ist das Ihre (lächerliche) Antwort?

Zitat: "Ich kann auch meinen Nachbarn oder meinen Chef lieben, aber deswegen gehe ich mit ihm kein Eheverhältnis ein. Das ist ein Unterschied."
Der Unterschied ist, dass Sie Chef und Nachbar im Sinne von "den Nächsten lieben, wie sich selbst" lieben können, ganz klar und das ist auch sehr gut von Ihnen formuliert.

Ansonsten haben Sie aber offensichtlich wenig vom Begriff Liebe, wie ihn Jesus in das Neue Testament einführt, gelesen oder verstanden. Die Enzyklica "Deus caritas est" des herausragenden Theologen Joseph Ratzinger dürfte Ihnen einige Hilfen geben: http://www.vatican.va/holy_father/benedict_xvi/encyclicals/documents/hf_... -leider gibt es kein vergleichbares Papier eines evangelischen Theologen bzw. Bischofs.

Und natürlich zitiert er gleich aus , 1 Joh 4, 16, „Gott ist die Liebe, und wer in der Liebe bleibt, bleibt in Gott, und Gott bleibt in ihm’’-man kann also folglich nicht von Gott abgefallen sein, wenn man ihm gegenüber in Liebe bleibt, sein Geschenk der Liebe annimmt und gegen irdische Widerstände (und keiner möge behaupten, dass es ein Zuckerschlecken ist, als Homosexuelle/ Homosexuelle-und es wäre schön, wenn evangelisch.de sich hier in Zukunft einer saueberen Sprache befleißigt- auf dieser Welt zusammenzuleben) lebt.

Folgerichtig muß Joseph Ratzinger zu folgenden Schluss kommen: „Wir haben der Liebe geglaubt: So kann der Christ den Grundentscheid seines Lebens ausdrücken.“-Ja, wir glauben der Liebe, wir glauben an Gott. Und so finden die Menschen ihre Erfüllung. Ob Ratzinger hier die homosexuelle Liebe mit einbezieht oder nicht ist ohne Belang. Das tut Gott schon.

Zitat: „Liebe ist ein Geschenk von Gott, zu allen Menschen, aber homosexuelle "Ehe" nicht."
Und das legen Sie fest? Es gibt die unterschiedlichsten theologischen Auslegungen zur Ehe. Ich habe Luthers Auslegung nie besonders viel abgewinnen können, der sie als irdisch Ding bezeichnete.

Ich bin deutsch-amerikanischer Protestant, seit 48 Jahren mit einer deutschen Katholikin verheiratet, für mich ist sie ein Sakrament. So wie Jesus es in Mt 19,6 sagt: „Sie sind also nicht mehr zwei, sondern eins. Was aber Gott verbunden hat, das darf der Mensch nicht trennen.“

Und da sind wir auch bei der Lösung Ihres kleinen Problems, ob denn nun Homosexuelle heiraten dürfen: Ja. Denn Jesus hebt in seiner Vorrede zwar auf Mann und Frau ab, hier betont er aber ausdrücklich, dass Gott verbindet, niemand sonst und unterlässt es zu sagen wen er mit wem verbindet und warum.

Jesus Christus hat nie jemanden am Wegesrand stehen lassen, gegessen mit einem Zöllner, geholfen wann immer er auch konnte-und jetzt soll ausgerechnet dieser Jesus Christus Menschen ausgrenzen, die gleichgeschlechtlich lieben? Wem wollen Sie das denn eigentlich erzählen? Nein, das können Sie keinem erzählen.

Ich habe zu einer Zeit geheiratet, da galt es als unmöglich ohne Konvertierung eine Katholikin katholisch oder protestantisch zu heiraten und selbst mit Konvertierung war es schwer. Wir haben es dennoch geschafft:

Ich musste zum Bischof meiner Frau und ihm erklären, warum ich meiner Meinung nach der Richtige wäre. Da habe ich ihm geantwortet, dass er das Gott schon selber fragen müsse, ich es nicht weiß, ich Gott in der Frage aber mein vollstes Vertrauen entgegenbringe. Meinem Schwiegervater verschlug es die Sprache, der Bischof aber lächelte und sagte: „Ich werde ihn fragen, wenn ich eines Tages vor ihm stehe, ihr heiratet jetzt erst mal. Aber das mir das Mädel wenigstens sonntags in der Messe ist!“, das musste ich also versprechen und dieses Versprechen habe ich gehalten-bis zum heutigen Tage geht es sonntags erst in die Messe und dann in den Gottesdienst, außer Weihnachten: da ist es umgekehrt: erst in den Gottesdienst, dann in die Mitternachtsmesse. Wir haben 3 Töchter, 2 Söhne-alle verheiratet und ich habe 8 Enkelinnen und einen Enkel-z.T. verheiratet, alle getauft. Niemand davon ist Homosexuell und wenn, dann wäre es mir auch egal.

Ich war für die US-army unter anderem in Vietnam und danach für das Internationale Rote Kreuz in vielen Krisenregionen und –situationen. Ich habe eines gelernt: Zu beten und Vertrauen zu haben, so wie es uns Maria im Lukasevangelium lehrt-wie es uns weibliche Priester, verfolgte und beschimpfte Homosexuelle aufzeigen können-, in Gott, sein Schicksal in Gottes Hände zu legen.

Warum sollten Homosexuelle sich ihr „Schicksal aussuchen“ und dafür sogar den irdischen Tod in Kauf nehmen-wie im Iran, zumindest aber Verfolgung und Bestrafung, oder eben auch Diffamierung und Haß-wie in allen Teilen der Welt? Das werden Sie nicht erklären können, der anglikanische Geistliche auch nicht-aber Sie beide können sich anmaßen zu entscheiden, ob das nun ein Geschöpf Gottes ist oder nicht, es Rechte zubilligen und streichen nach Ihrem Gusto, es klassifizieren als unvollkommen?

Ich gebe Ihnen ein Schicksal, eine Geschichte mit auf dem Weg: das Bild: http://www.geo.de/GEOlino/kreativ/5210.html?t=img&p=1&pageview= , die Geschichte: http://www.geo.de/GEOlino/kreativ/5210.html?t=img&p=2&pageview= und http://www.unicef.de/foto/2005/index_2005.htm Schauen Sie in die Augen dieses kleinen Mädchens, das ihren Namen Jana erst vom Fotografen bekam. Ein Mädchen, 13 Jahre alt, drogenabhängig, AIDS-krank, obdachlos als Moldawierin in Odessa/Ukraine, ohne Eltern, Prostituierte, inzwischen tot.

Wo war Ihr Primas, wo waren Sie, wo war ich? Wir waren alle nicht da. Wir sind alle in diesem Moment als Menschen, als Christen gescheitert. ALLE! Nur Gott ist nicht gescheitert, er war da. Sie werden sich fragen, warum ich Ihnen das schreibe.

Ganz einfach: Schauen Sie sich an, was mit denen passiert, die ausgegrenzt werden von Menschen, und mit denen, die meinen Herr und Richter spielen zu können! Gott zeigt in diesen Momenten wie klein Sie sind, wie klein irgendwelche Ehrenprimasse, wie klein irgendwelche selbsterklärte Stellvertreter Christi sind, wie klein ich bin, wie groß Er ist, in dem er Ihre Unvollkommenheit zeigt, das Mädchen aber erlöst.

Das Mädchen wird noch nie etwas von Gott gehört haben, und doch war er der einzige der da war und doch hat er sie erlöst von ihren irdischen Leiden, so wie er es täglich mit tausenden gleichen Schicksalen tut. Und so ist er auch in Momenten da, in denen Sie sich über ihn stellen wollen und Homosexuelle zu richten gedenken.

Er ruft Ihnen zu: Pustekuchen! Eine feste Burg ist unser Gott (mit Text: http://www.youtube.com/watch?v=ErKTZchVVeE

):

daraus: „Fragst Du wer der ist? Er heißt Jesus Christ, der Herr Zebaoth und ist kein andrer Gott“. Jetzt wissen Sie wer er ist und auch, dass er unerreichbar ist für Sie.

Zitat: „Ob Ehrenprimas Williams als Amtsträger untragbar ist, da sollte man wirklich nochmal genauer in die Bibel schauen….3. Buch Mose…Korintherbrief …Mehr fallen mir momentan zwar nicht ein, aber ich bin mir sicher, dass es da einige weitere gibt.“
Sie fordern die Menschen auf in die Bibel zu schauen um anschließend gegen Homosexuelle besser, argumentativ gerüsteter hetzen zu können? Wie verkommen sind Sie eigentlich wirklich? Haben Sie noch nie von den „Prüfungen“ der Pharisäer an Jesus gelesen? Na, ja, wie auch, wenn Ihnen das Neue Testament doch so unbekannt zu sein scheint. Aber schauen Sie nur rein in die Bibel. Doch sparen Sie das Neue Testament nicht aus, wie sonst bei fundamentalen Evangelikalen üblich.

Auch meinen Sie Ihren Gott prüfen zu dürfen, dass Sie laufend seinen Willen analysieren und überprüfen wollen schrieb ich ja bereits, dazu sagte Jesus aber ganz klar: „Mt 4, 7: In der Schrift heißt es auch: Du sollst den Herrn, deinen Gott, nicht auf die Probe stellen.“-genau das tun Sie aber, ständig.

Desmond Tutu meint dazu: „...Und ich habe immer gesagt, dass das die schrecklichste Konsequenz von Unterdrückung und Ungerechtigkeit. Es war eine Blasphemie, ein Kind Gottes daran zweifeln zu lassen, dass es ein Kind Gottes sei.“ (http://www.chrismon.de/1737.php) Verstehen Sie? Sie verwehren den Homosexuellen ihre von Gott empfangene Liebe auch offen und in unserer Mitte leben zu dürfen und zu können. Damit setzen sie diese Menschen in ihrer Schöpfung als unvollkommen zurück. Das ist wie geschrieben unzulässig, Gott schöpft nichts unvollkommen.

In dem Interview wird auch der ehemalige Erzbischof der Anglikaner, der ich nicht bin, Trevor Huddleston (1913-1998) erwähnt http://www.chrismon.de/1737.php. Schade dass er nicht mehr lebt, ich durfte den Mann http://de.wikipedia.org/wiki/Trevor_Huddleston kennenlernen. Er hätte Ihnen, Ihrem Primas und Ihresgleichen theologisch die Ohren schon lang gezogen. Ich bin leider kein Theologe, aber kann Ihnen meine Meinung schreiben, die auch von ihm beeinflusst ist.

Zitat: „Dann klärt sich vielleicht auch die Frage, ob eine Frau Kässmann oder diverse Bischöfinnen "tragbar" sind."
Ja sind sie, was auch immer ich davon halte. Niederlagen einstecken gehört dazu, wenn man -wie die christlichen Urgemeinden der Bibel auch- sich seine Repräsentanten selbst auswählt. Ich hätte mir gewünscht, dass sie sich zurückzieht, dass man ihr Gelegenheit gibt, ihre Prüfungen im privaten Bereich, die viel Kraft gekostet haben müssen, auszukurieren. Aber sie meint eben einen, ihren Weg gehen zu können und hat auch Unterstützung dafür erfahren. So wie die anderen Bischöfinnen in einer ganz anderen Qualität auch. Jetzt heißt es hingegen diese Frauen bei ihrem Werk, bei ihrem Tun zu unterstützen, auf das es Erfolg habe.

Zitat: „3. Buch Mose …Korintherbrief“
Na dann, als der, der Worttreue einfordert: Wo steht dort etwas über weibliche Homosexuelle? Oder postulieren Sie, legen Sie etwa aus-hier: das dies nun für männliche Homosexuelle beschriebene auch für weibliche gelten müsse? Sie interpretieren also die Bibel, interessant…Und bevor Sie mit diesem Unzuchtgerede kommen: Ersparen Sie mir bitte Ihre schmutzige Phantasie von wegen, was die angeblich zusammen machen oder nicht machen. Ich bin kein Voyeur.

Zitat: „Mehr fallen mir momentan zwar nicht ein, aber ich bin mir sicher, dass es da einige weitere gibt. Aber leider wird die Bibel ja heute so lange interpretiert und geformt, bis sie in jegliche säkulare Weltanschauung hineinpasst.“
Ja, das taten Sie hinreichend. Eine weitere Kostprobe Ihrerseits ist eher nicht notwendig. Sie haben eindrucksvoll die Bibel in ihr Weltbild eingepasst, aber deshalb nicht wahrer gemacht.

Zitat: „Mir scheint langsam, dass evanglisch.de mir dabei hilft, den Unterschied zwischen evangelisch und evangelikal zu erkennen :) Alles etwas merkwürdig hier ;)“
Es wäre in der Tat gut, wenn Sie lernen zwischen evangelisch und evangelikal zu unterscheiden. Ein Definitionsversuch müsste dann aber wie folgt heißen: evangelisch heißt: den Herrn als freier Mensch denkend, liebend, glaubend, freudig und hoffend erleben und ihm mit glühendem Herzen und klaren Verstandes folgen;
evangelikal, wie Sie es hier suggerieren, heißt: den Namen und die Worte des Herrn mißbrauchen für das Propagieren der eigenen Ängste und verquasteten Lebensphilosophieren, die Wege des Herrn analysieren zu wollen und verstehen zu meinen, ihn dabei aber immer weiter aus den Augen verlierend.

Oder anders: Die Evangelischen vergessen manchmal, dass der liebende Gott auch ein gestrenger, konsequenter Gott sein kann, die Evangelikalen aber vergessen, dass der gestrenge Gott auch ein liebender Gott ist. Gott ist Glaube, Liebe, Hoffnung wie es Franz von Assisi so schön formulierte.

Ich lese in Ihren Worten nichts dergleichen. Evangelikalen wie Ihnen kann ich denn nur Johannes den Täufer zitieren, in seiner Klarheit, in seiner Mächtigkeit: Mt 3, 7-9: „Als Johannes sah, daß viele Pharisäer und Sadduzäer zur Taufe klamen, sagte er zu Ihnen: Ihr Schlangenbrut, wer hat euch gelehrt, daß ihr dem kommenden Gericht entrinnen könnt? Bringt Frucht hervor, die eure Umkehr zeigt, und meint nicht, ihr könntet sagen: Wir haben ja Abraham als Vater. Denn ich sage Euch: Gott kann aus diesen Steinen Kinder Abrahams machen.“ Denn heilig, heilig, heilig ist unser Gott-er kann alles und er kann alles möglich machen.

In jungen Jahren fragte ich mich mal, was Menschen, Verlierer, wie Sie umtreibt. Das frage ich mich schon lange nicht mehr, dafür bin ich jetzt auch zu alt. Die Antwort wäre sowieso unbefriedigend und unbedeutend.

Zitat: “Si deus pro nobis, quis contra nos?”
Sie schätzen Ihre Lage falsch ein: Gott ist nicht für Sie.
Aber mit den Worten Desmond Tutus wollen wir für Sie und die Ihrigen beten: „Desmond Tutu: Wir wollen beten. Gott, wir wollen, dass Dein Volk dir gefällt. Wir bitten dich: Gib, dass der Heilige Geist in diesem und in allen Dingen unsere Herzen leite und regiere durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.” (Quelle: http://www.chrismon.de/1737.php )

Herbert Preumer

Verfasst von HenrikSchmitz am 10. Dezember 2009 - 12:01.

RE: An: soulreflections und interessierte

Vielen Dank für diesen ausführlichen Kommentar. Die Bezeichnung...

Vielen Dank für diesen ausführlichen Kommentar. Die Bezeichnung "Verlierer" für einen Gast dieser Seite finde ich ehrlich gesagt nicht so gelungen, da wir auch bei emotionalen Themen um einen guten und verständnisvollen Umgang miteinander bemüht sein sollten, oder? Das gilt selbstverständlich nicht allein für Sie, sondern alle hier.

Ein lieber Gruß

Henrik Schmitz

Verfasst von Gast am 10. Dezember 2009 - 15:18.

An Herrn Henrik Schmitz und soulreflections

Sie haben Recht, auch und vor Allem bei emotionalen Themen muss ich mich in...

Sie haben Recht, auch und vor Allem bei emotionalen Themen muss ich mich in Zukunft mehr befleißigen, auf solche Wortwahl zu verzichten. Ich werde mich bemühen-aber Sie sahen, dass Alter nicht vor Emotionen schützt! Und die Emotionen kamen, weil ich nicht das Gefühl hatte, dass "soulreflections" aus einer Warte der Unsicherheit oder Angst heraus schrieb. Dann hätte ich viel behutsamere Wort gefunden. Und in unser Gebet wird er natürlich trotz unterschiedlicher Auffassung mit eingeschlossen.

Ich will das aber jetz gar nicht weiter versuchen zu erklären, sondern einfach nur noch entschuldigen:
Ich entschuldige mich ehrlich bei "soulreflections". Das war nicht okay und eine Kragenweite zu viel.

Herbert Preumer

Verfasst von Gast am 10. Dezember 2009 - 11:37.

RE: An: soulreflections und interessierte

Sehr geehrter Herr Preumer, Ihre Ausführungen von gestern Abend sind eine...

Sehr geehrter Herr Preumer, Ihre Ausführungen von gestern Abend sind eine vollwertige Predigt, die überzeugen kann und zu Herzen geht. In meinen Augen ist sie Ausdruck einer Grundhaltung, die für Christen kennzeichnend sein sollte. Vielen Dank!
Gerhard Mundt

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