Beitrag in Pfarrerblatt als judenfeindlich kritisiert

Kreuz und Menoraleuchter

Das Kreuz und der siebenarmige Menoraleuchter sind Symbole für Christentum und Judentum. Foto: epd-bild / Jörn Neumann

Theologie - Als "juden- und israelfeindlich" haben die Gesellschaften für christlich-jüdische Zusammenarbeit einen Beitrag im "Deutschen Pfarrerblatt" gerügt. Vom Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Nikolaus Schneider, erwarte man eine "klärende Stellungnahme", teilte der Dachverband von mehr als 80 christlich-jüdischen Gesellschaften am Dienstag in Bad Nauheim mit.

In einem Schreiben an Schneider sprechen Präsidium und Vorstand des Deutschen Koordinierungsrates von "schwerwiegenden Bedenken und ernsten Rückfragen", die der Beitrag im Pfarrerblatt hervorrufe. Der Aufsatz im Pfarrerblatt plädiere mit "vorgeblich christlich-theologischen Argumenten" für eine Absage an die theologisch begründete Solidarität mit Israel, heißt es in der Stellungnahme des Koordinierungsrates. Überdies werde die Rechtmäßigkeit der Gründung Israels bezweifelt sowie der Vorwurf erhoben, vor der Staatsgründung habe Israel palästinensisches Land "geraubt".

In dem Beitrag des Pfarrerblattes werde zudem der rheinische Synodenbeschluss zum Verhältnis von Christen und Juden aus dem Jahr 1980 als "theologisch fragwürdiger Versuch, Schuld zu kompensieren" gewertet, kritisieren die Gesellschaften. In der Erklärung der rheinischen Synode hieß es: "Wir glauben die bleibende Erwählung des jüdischen Volkes als Gottes Volk und erkennen, daß die Kirche durch Jesus Christus in den Bund Gottes mit seinem Volk hineingenommen ist." Der Beschluss der rheinischen Landessynode gilt als Meilenstein für den christlich-jüdischen Dialog. Mehrere Landeskirchen beschlossen ähnlichen Erklärungen oder änderten ihre Verfassungen.

Der beanstandete Artikel erschien in der August-Ausgabe des Deutschen Pfarrerblattes. Er trägt den Titel "Vom Nationalgott Jahwe zum Herrn der Welt und aller Völker. Der Israel-Palästina-Konflikt und die Befreiung der Theologie". Autor ist Jochen Vollmer, promovierter evangelischer Theologe und zuletzt Gemeindepfarrer in Balingen. Das Pfarrerblatt wird herausgegeben vom Verband der evangelischen Pfarrerinnen und Pfarrer in Deutschland.

epd/evangelisch.de

Kommentare

Verfasst von Gast am 29. September 2011 - 16:38.

Beitrag von "Gast" direkt davor

Jawoll, endlich mal einer der noch treudeutsch denkt... ;-) Warum haben Sie...

Jawoll, endlich mal einer der noch treudeutsch denkt... ;-)

Warum haben Sie nichts aus der Shoah gelernt?

Verfasst von Gast am 14. September 2011 - 10:31.

Immer dieselbe böse Methode

Es geht nicht an, freie Meinungsäußerung in der Art zu skandalisieren, wie es...

Es geht nicht an, freie Meinungsäußerung in der Art zu skandalisieren, wie es jetzt schon wieder geschieht. Der Antisemitismusvorwurf an Vollmer ist nicht gerechtfertigt, sondern schlicht Rufmord. Seine Kritik an der permanent die universalen Menschenrechte mit Füßen tretenden Politik des Staates Israel ist vollauf berechtigt ebenso die Nachforschung, ob dies nicht mit religiöser Ideologie zu tun hat. Die Evangelische Kirche kennt - Gott sei dank - kein Lehramt, das mir vorschreibt, wie ich die Bibel zu verstehen habe.

Verfasst von Himmel und Erde -Rika am 30. August 2011 - 13:47.

So kann man es auch schreiben

Eine theologisch fundierte Stellungnahme - die auch "evangelisch" gut...

Eine theologisch fundierte Stellungnahme - die auch "evangelisch" gut angestanden hätte - findet sich hier: http://www.spme.net/cgi-bin/articles.cgi?ID=8348
Sie beschäftigt sich tatsächlich mit den "theologischen" Aspekten der Vollmerschen Schmähschrift und schließt dennoch eine mögliche Kritik an israelischer Politik nicht generell aus, stellt diese jedoch nicht in den Mittelpunkt der Betrachtung.

Ich erlaube mir, die beiden Schlussabsätze der Stellungnahme ungekürzt hier zu zitieren:
"Da der Balinger Autor mit seinem Text weit entfernt von solch rationalen Differenzierungen und Einsichten ist, bräuchte er nicht eigentlich ernst genommen zu werden. Die Angelegenheit muss allerdings deshalb so ernst genommen werden, weil sich das evangelische Pfarrerblatt als Sprachrohr für solch törichtes Gerede zur Verfügung stellte und diesen schwer erträglichen hasserfüllten Torheiten den Anstrich des Offiziellen gibt und damit über zwanzigtausend Pfarrer erreicht, die nicht immer die Möglichkeit zu einer eigenen kritischen Sicht gewinnen können und darum in Gefahr stehen, dies als seriöse Meinung auszugeben und an das Kirchenvolk weiterzugeben. Dieser Unterhöhlung der von den protestantischen Kirchen nach der Schoah schmerzlich gewonnenen Einsichten und Neuorientierung ihres Verhältnisses zum Judentum muss mit allem Nachdruck entgegengetreten werden - auch wenn solche Verirrte glauben, sich auf die allseits bekannten notorischen jüdischen Antizionisten berufen zu dürfen.

Und spätestens dies ist der Punkt, an dem man die Leitung der Evangelischen Kirche in Deutschland auffordern muss, sich von diesem Text und den darin vorgetragenen ewiggestrigen Auffassungen mit allem Nachdruck zu distanzieren und diese als entgegen der Meinung der EKD zu erklären - es sei denn, man identifiziert sich damit, was allerdings das Ende jeglichen jüdisch-christlichen Dialogs bedeuten würde und einen Rückfall in unsägliche Zeiten. Dies gilt uneingeschränkt auch dann, wenn das eine oder andere politische oder historische Faktum, manches Bedenken des Autors erwägenswert ist. Aber in einem falschen Kontext wird auch die Wahrheit zur Lüge."

Dem ist, meiner Ansicht nach, nichts mehr hinzuzufügen, außer der abermaligen Bitte um eine tatsächliche, ebenfalls theologisch begründete Stellungnahme von seiten der "evangellisch-Redaktion", verbunden mit der Bitte, sich von der Schmähschrift nachdrücklich zu distanzieren.
Ulrike Herrmann

Verfasst von Gast am 2. September 2011 - 21:15.

Dürfen Pfarrer sich ihre eigenen kritischen Gedanken machen?

[quote=Himmel und Erde -Rika]zitiert wie folgt: "Die Angelegenheit muss...

[quote=Himmel und Erde -Rika]zitiert wie folgt:

"Die Angelegenheit muss allerdings deshalb so ernst genommen werden, weil sich das evangelische Pfarrerblatt als Sprachrohr für solch törichtes Gerede zur Verfügung stellte und diesen schwer erträglichen hasserfüllten Torheiten den Anstrich des Offiziellen gibt und damit über zwanzigtausend Pfarrer erreicht, die nicht immer die Möglichkeit zu einer eigenen kritischen Sicht gewinnen können und darum in Gefahr stehen, dies als seriöse Meinung auszugeben und an das Kirchenvolk weiterzugeben."

Ist dieser Satz möglicherweise eine beleidigende Unterstellung gegen 20.000 Angehörige dieses Berufes?

Verfasst von Gast am 28. August 2011 - 15:44.

Artikel und @Hanno Terbyken

Es kann nur eine Antwort darauf geben: Verstärkung des evangelisch-jüdischen...

Es kann nur eine Antwort darauf geben: Verstärkung des evangelisch-jüdischen Dialogs, mehr gemeinsame Veranstaltungen zum gegenseitigen Kennenlernen und Entideologisierung der Evangelischen Kirche.

Wir dürfen Linksextremisten aus unserer Kirche nicht ausschließen. Das hieße sich gegen Jesus zu stellen.

Aber wir dürfen und MÜSSEN mit ihnen reden und sie mit Argumenten in die kirchentheoretische Unwichtigkeit verbannen. Diese Leute dürfen uns nicht repräsentieren und wir müssen alles tun, dass diese nicht als legitime Repräsentatnten unserer Kirche wahrgenommen werden.

Was anderes:

Werter Herr Terbuyken,

Sie erinnern sich vielleicht an unserern kleinen Diskurs an dieser Stelle hier: http://www.evangelisch.de/themen/gesellschaft/wehrdienstberater-den-nach...

Jetzt führen wir uns mal den hier thematisierten Autor bzw. dessen Vita vor Augen: http://www.deutsches-pfarrerblatt.de/ (Hervorhebungen von mir)

Über den Autor

Pfarrer Dr. Jochen Vollmer, Jahrgang 1939, Promotion im Fachgebiet AT, zuletzt Gemeindepfarrer in Balingen, lange Zeit Vorsitzender des Konvents der Beistandspfarrer für Kriegsdienstverweigerer und Zivildienstleistende in der Evang. Landeskirche Württemberg; verschiedene Arbeiten zur Gewaltproblematik und zu Friedensthemen.

So, Herr Terbyken, sehen Ihre Friedensaktivisten, die Sie so wohlfeil verlinkten, nämlich aus. Würde derlei -wie hier berichtet- ein Soldat in einem Bundeswehrmedium, oder ähnlichem, schreiben, drohte ihm zu Recht die Entlassung, wie man am Fall Günzel gesehen hatte.

An Ihrer Stelle würde ich mindestens einen Tag lang voller Schamesröte vor meinem evangelisch.de Computer sitzen, bevor ich den nächsten Artikel verfasste.

Verfasst von HannoTerbuyken am 28. August 2011 - 17:29.

Gast schrieb:Was anderes:

Gast schrieb:Was anderes: Werter Herr Terbuyken, Sie erinnern sich...

Gast schrieb:
Was anderes: Werter Herr Terbuyken, Sie erinnern sich vielleicht an unserern kleinen Diskurs an dieser Stelle hier [...] So, Herr Terbyken, sehen Ihre Friedensaktivisten, die Sie so wohlfeil verlinkten, nämlich aus. Würde derlei -wie hier berichtet- ein Soldat in einem Bundeswehrmedium, oder ähnlichem, schreiben, drohte ihm zu Recht die Entlassung, wie man am Fall Günzel gesehen hatte. An Ihrer Stelle würde ich mindestens einen Tag lang voller Schamesröte vor meinem evangelisch.de Computer sitzen, bevor ich den nächsten Artikel verfasste.

Natürlich habe ich unseren Diskurs nicht vergessen. Aber weder bin ich verantwortlich für das, was Pfarrer Vollmer da verzapft, noch für das, was die von der EKD unterstützten Institutionen beim Thema Bundeswehr & Schule tun (das bezieht sich auf die andere Debatte und hat hiermit nichts direkt zu tun), noch haben wir hier die Thesen von Herrn Vollmer auf evangelisch.de irgendwie positiv bewertet. Schämen müsste ich mich, wenn ich Extremismus verantworten würde - tue ich aber nicht, und daher kann ich ihrer Argumentation nicht folgen, vor allem deshalb nicht, weil ich nicht weiß, worauf sie hinauswollen.

Dass Herr Vollmer die evangelischen Christen nicht repräsentieren sollte, da sind wir uns wohl auch einig. Insofern...

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Hanno Terbuyken
evangelisch.de

Verfasst von Gast am 28. August 2011 - 15:09.

Der Pfarrer hat Recht

Hallo Ich habe mit einigen palästinensischen Zeitzeugen geredet die die...

Hallo

Ich habe mit einigen palästinensischen Zeitzeugen geredet die die Vertreibung aus ihrem Land erlebt haben. Es wurden systematisch Massaker verübt um den Palästinensern Angst einzujagen und um sie zum Exodus zu bewegen. Man sagte Ihnen dass sie doch für ein paar Tage in den Libanon gehen sollen bis sich die Lage beruhigt hat. Na ja aus ein paar Tagen sind 60 Jahre geworden.
Vieles entspricht den Aussagen von Herrn Vollmer aber die Wahrheit ist schwer zu akzeptieren.
Man muss gar nicht in die Geschichte blicken um die Absichten zu erkennen.
Die Israelis wollen das Land (Siehe Siedlungspolitik).
Alles was Rabin (auch er baute Siedlungen) und Arafat verhandelt haben, ist für die Katz. Denn Netanjahu hat dafür gesorgt.
Die Palästinenser sind frustriert und aus Frustration entsteht oft Aggression.
Terrorismus ist der Krieg des armen Mannes. Der Erfolg ist eher Fragwürdig.
Das Töten unschuldiger Menschen kann niemand rechtfertigen. Weder die Hamas noch die Israelis. Leider bekommen letztere ab und zu einen Freibrief.

Wenn man jemanden nicht kritisiert, dann kann er nicht aus seinen Fehlern lernen. Kritik ist auch eine Chance.

Wenn ihnen jeden Tag ein Stück von Ihrem Land Weggenommen wird und sie nichts dagegen tun können. Was würden SIE tun.
Warum gibt Deutschland nicht z B. Bayern (nichts gegen Bayern) ab?
Nein! Die Schwachen werden nur geschluckt.

Ob Christ, Jude oder Moslem. Am Ende muss jeder einzeln vor seinem Schöpfer treten und sich Rechtfertigen und Gott wird richten.

Verfasst von Gast 2 am 29. August 2011 - 12:17.
Kommentar auf: Der Pfarrer hat Recht

Die Wahrheit?

Gast schrieb:Hallo Ich habe mit einigen palästinensischen Zeitzeugen geredet...

Gast schrieb:
Hallo

Ich habe mit einigen palästinensischen Zeitzeugen geredet die die Vertreibung aus ihrem Land erlebt haben. ...

Na ein Glück haben Sie nicht noch mit anderen Zeitzeugen geredet. Ihre einfache und einseitige Sicht könnte sich sonst erweitern zu einer komplexen Problemstellung, für die es keine einfachen Lösungen gibt und in denen alle Seiten auf einmal zu Opfern und Tätern werden.

Dazu würden Sie erkennen müsen, dass "israelische Massaker" im Gegensatz zu jordanischen Massakern an den Palästinensern ein Märchen aus Tausend und einer Nacht bzw. aus der Feder des Linksextremisten Vollmer sind.

Verfasst von Gast am 29. August 2011 - 11:25.
Kommentar auf: Der Pfarrer hat Recht

eigene Erfahrungen

Ich kann die Aussagen hier nur Bestätigen. Ich war im Jahr 1996 für ein...

Ich kann die Aussagen hier nur Bestätigen.
Ich war im Jahr 1996 für ein Dokumentarfilmprojekt in Israel/Palästina wegen der ersten freien palästinensischen Wahlen. Wir haben dort mit verschiedenen führenden Personen gesprochen und waren auch im Gazastreifen.
Ich hatte bis zu diesem Zeitpunkt immer eine positive Einstellung zu dem jüdischen Volk und war regelrecht entsetzt.
Es war vor allem der Psychoterror dem die Palästinenser dort ausgesetzt sind wie z.B. Drangsalierungen über Stunden an Strassensperren. Speziell während der Wahl wurden einige Orte regelrecht abgeriegelt, jeder Wagen wurde ,mit der Begründung Gewaltakte zu vermeiden, komplett durchsucht, wodurch ca. ein Drittel der Bevölkerung die Wahllokale nicht rechtzeitig erreichten.
Im Gazastreifen wurden mehrmals täglich Tiefflugübungen der israelischen Luftwaffe durchgeführt, bei der die Schallmauer durchbrochen wurde. Dieser Lärm erschüttert Mark und Bein und kommt so unvermittelt, dass man kurz vor einem Herzinfarkt steht. Es ist als würde neben einem eine Bombe explodieren und es raubt einem den Atem. Das ist nichts als reiner Psychoterror und Provokation.
Die Palästinensische Vertretung in Jerusalem wurde mit einem Konzertlautsprecher, über die israelische Kampflieder, die sehr an SS-lieder erinnern, beschallt. Wer sich eine ungefähre Vorstellung davon machen möchte sei der Film "Live according to Agfa" empfohlen.
Die größte Ungerechtigkeit und vermutlich Auslöser des Israelich-Palästinensischen Konfliktes sind die Wasserrechte. So zumindest die Aussage einer führenden Persönlichkeit. In einem mit Wüsten durchzogenen Land ist der Zugang zu Wasser überlebensnotwendig. Ein altes ungeschriebenes Gesetz besagt das niemand das Recht auf eine Wasserquelle erheben kann. Nach dem entstehen Israels wurden aber alle Wasser von den Israelis in Besitz genommen. Somit wurden die Palästinenser von dem Lebensentscheidende Wasser ausgeschnitten. Auch die in den 1996 von Israel zur Verfügung gestellten Autonomie Gebiete hatten keine Wasserquellen. Somit stehen die Palästinenser immer unter Druck und haben keine wirkliche Freiheit.

Es gibt Vieles was dort schief läuft. Aber eine Aussage war für mich entscheidend. Solange es die Israelis/Juden nicht schaffen sich von ihrer Geschichte und Religion zu emanzipieren wird es keinen Frieden geben.
Ich muss sagen, dass ich froh war dort wieder weg zu sein. Raus dem Gefühl wie es einem Volk ergeht, das in seinem eigenen Land unterdrückt wird. Gerade die Israelis sollten doch aus der Geschichte gelernt haben.

Verfasst von heplev am 29. August 2011 - 13:26.
Kommentar auf: eigene Erfahrungen

Süß!

Süß, wenn solche Experten sich die Palästinenser anhören und ihre Propaganda...

Süß, wenn solche Experten sich die Palästinenser anhören und ihre Propaganda aufsaugen. Es kann ja nicht sein, dass da mal was Unwahres gesagt wird, nicht wahr? Massaker, Massaker, Massaker - und die Juden waren es. So, wie das Massaker von Tantura, ja? Das ein israelischer Student für seine Diplomarbeit erfinden und für das er Interviews fälschen musste, um zu bestätigen, was er vorher schon "wusste", nicht wahr?
Ich "liebe" solche Leute, die auf einmal ene Seite zur Wahrhaftigkeit erklären und die israelische zum Schuft, weil sie keine Ahnung von den Fakten vor Ort haben. Teilweise nicht obwohl, sondern gerade WEIL sie da waren (und sich von interessierten Kreis, nämlich NGOs mit Propaganda-Agenda am Nasenring durch die Arena ziehen ließen).

Verfasst von Dean Grunwald am 24. August 2011 - 18:03.

Beitrag in Pfarrerblatt als judenfeindlich kritisiert

Der Artikel des Herrn Jochen Vollmer, den ich persönlich als "Pamphlet"...

Der Artikel des Herrn Jochen Vollmer, den ich persönlich als "Pamphlet" bezeichne, offenbart wieviel als "Antizionismus- und Israelkritik" getarnter Judenhass immer noch (oder schon wieder?)in den Köpfen zumindest einiger Ev. Theologen verankert ist.
Das, was er unter dem Titel "Der Israel-Palästina-Konflikt und die Befreiung der Theologie" beschreibt ist nichts anderes, als ein Sammelsurium historischer Halbwahrheiten und Unwahrheiten zu Ungunsten des jüdischen Volkes und des Staates Israel, in dem ja auch Christen und Araber leben.
Schon allein der Satz "Zionisten haben palästinensisches Land in Besitz genommen und geraubt mit dem Ziel, einen jüdischen Staat zu errichten", stellt gelinde gesagt, eine historische Unwahrheit dar. Gleichzeitig offenbart dieser Satz aber auch, wie der Herr Theologe Vollmer tickt bzw. welch Geistes Kind er ist. Mit diesem Satz suggeriert er dem Leser, Zionisten (Juden)sind Räuber und Landbesetzer. Und dies ist nichts anderes, als eine "antisemitische" Gedankenschöpfung, die schon im Mittelalter von Christlichen Theologen verbreitet wurde.
Ich unterstelle Herrn Vollmer, dass er über die tatsächlichen Gegebenheiten des "palästinensisch-israelischen" Konfliktes, von der Entstehung des Zionismus bis zur Gegenwart, sehr gut unterrichtet ist. Dieses Wissen aber zugunsten seines persönlichen Antizionismus so zurechtbiegt, dass es in sein Denkschema passt.
Ohne die "Antisemitismuskeule" zu schwingen behaupte ich, dass was Herr Volmer in seinem Pamphlet von sich gibt, ist nichts anderes als Schund!

Verfasst von Himmel und Erde -Rika am 25. August 2011 - 13:37.

Ich stimme Ihnen zu, dass das

Ich stimme Ihnen zu, dass das Widerlegen die eigentlich richtige Vorgehensweise...

Ich stimme Ihnen zu, dass das Widerlegen die eigentlich richtige Vorgehensweise ist, da aber hier bei "evangelisch" nicht der Artikel selbst, sondern nur der Hinweis darauf erschienen ist, kann man getrost auf die sehr umfangreiche "Widerlegung" der Vollmerschen Thesen an dieser Stelle verzichten und darauf hinweisen, dass die antisemitische Schmähschrift an anderer Stelle bereist entsprechend beantwortet wurde. Links zu den Widerlegungen finden sich in den einzelnen Kommentaren!

Verfasst von heplev am 24. August 2011 - 9:55.

Deutsches Pfarrerblatt

Ich weiß nicht, was ich übler finden soll: Dr. Vollmers antisemitisches...

Ich weiß nicht, was ich übler finden soll: Dr. Vollmers antisemitisches Machwerk oder die Äußerung des Schriftleiters des Pfarrerblattes, er könne keine pro-palästinensische Einseitigkeit darin finden.

Verfasst von Himmel und Erde -Rika am 23. August 2011 - 21:58.

Antsemitische Schmähschrift im Pfarrerblatt

Es hat ja beinahe eine kleine Ewigkeit gedauert, bis auch hier ein Hinweis auf...

Es hat ja beinahe eine kleine Ewigkeit gedauert, bis auch hier ein Hinweis auf den antisemitischen Beitrag zu finden ist.
Ich habe in meinem Blog bereits am 16. 8. auf das unsägliche Machwerk hingewiesen und habe mich von Tag zu Tag gefragt, ob denn niemand aus der Pfarrerschaft den Ansichten des promovierten Theologen widerspricht.

Leider fehlt auch hier bei "evangelisch" eine Stellungnahme... noch, will ich hoffen!

Meinen Kommentar mit weiteren Links gibt es hier: http://himmelunderde.wordpress.com/2011/08/16/das-antisemitische-pamphle...

Verfasst von Gast am 23. August 2011 - 20:45.

Beitrag in Pfarrerblatt als judenfeindlich kritisiert

Erst mal klar gelegt: Ich habe zwar kein Theologiestudium (Uni), trotzdem habe...

Erst mal klar gelegt: Ich habe zwar kein Theologiestudium (Uni), trotzdem habe ich mich privat und durch meinen Beruf immer wieder mit unserem Glauben und auch dem Judentum auseinandergesetzt.
"Ich bin 100% nicht antisemitsch,also nicht judenfeindlich! Ich habe über viele Jahre im KU den Jugendlichen immer wieder klar gemacht, dass unseree christlichen Wurzeln im Judentum liegen, und dass es ohne die Juden, uns als Christen nicht gäbe."
Aber ich finde es übertrieben, dass man gleich antisemitisch hingestellt wird oder Äußerungen als soche bezeichnet werden, wen man Israel in irgendeiner Weise kritisiert.

Ich habe gerade eben den Artikel gelesen und ich denke er entspricht den Tatsachen. Ich kann dem Schreiber dieses Artikels nur zustimmen.

Ich sehe das Volk der Juden, als das Gottesvolk, aber das gibt ihnen noch lange nicht das Recht die Menschenrechte mit Füssen zu treten.

Und ich finde es noch viel Problematischer, das wir Deutsche wegen des Holocaust - den ich furchtbar finde und bei dem sich ohne Zweifel das deutsche Volk sowohl gebenüber den Juden, als auch Gott gegenüber schuldig gemacht hat - zu allem "Ja" und "Amen" sagen sollen, was die Israelis machen. - Ich nehme hier bewußt den Begriff des Staates und nicht den des Gottesvolkes (Juden).

Ist es nicht auch so etwas wie ein Holocaust, wenn man Mensachen ihr Land wegnimmt, sie über Jahrzehne hin bekriegt und vertreibt? Ich wage zu behaupten, dass es wohl kaum ein Land gibt, das so lange Krieg gegen ein anderes führt bzw, Krieg geführt hat, wie Israel gegen Palästina.

Sollten wir als Christen nicht endlich auch einmalö unseren jüdischen Brüdern und Schwestern sagen, dass wir das nicht richtig finden, was sie in dieser Beziehung gemacht haben und machen?

Warum soll sich ein EKD-Ratsvorsitzender dafür entschuldigen, dass ein deutscher Pfarrer, ohne Hass und Vorwürfe, einen ewig langen Konflikt zwischen Palästins und Israel aufzeigt und dafür wirbt, dass Israel endlich auch Palästina anerkennt und diese in ihrem Land leben lässt.

Ich kann dem nur zustimmen, was der Schreiber des Artikels gerade auch in seinen letzten drei Abschnitten schreibt.
Und ich wünsche mir, dass der Nationalrat der Juden nicht alles was am israelischen Staat kritisiert wird, als Angriff gegen die Juden versteht, sondern mit Gottes Weisheit unterscheiden kann, was gerechtfertigte, konstruktive Kritik am Staat Israel ist, und was Verunglimpfung, Hass und Hetze gegen das Volk der Juden ist. Was ganz klar zu kritisieren und zu verbieten wäre.

Annette Wohlfeil

Verfasst von heplev am 24. August 2011 - 9:53.

Herrn Vollmers Artikel IST antisemitisch

Herr Dr. Vollmer schreibt nicht irgendeine Kritik am Staat Israel. Er...

Herr Dr. Vollmer schreibt nicht irgendeine Kritik am Staat Israel. Er denunziert die Israelis (Juden) als Landräuber und spricht ihnen das Recht auf einen eigenen Staat ab.
Bitte setzen Sie sich mit ein paar grundlegenden Fakten auseinander, statt Propagandaparolen und -lügen wiederzukäuen. Dazu empfehle ich die ausführliche Auseinandersetzung mit Herrn Dr. Vollmers Machwerk auf meinem Blog.
http://heplev.wordpress.com/2011/08/16/evangelischer-theologe-du-sollst-...

Verfasst von Gast am 10. September 2011 - 9:59.

Herrn Vollmers Artikel ist NICHT antisemitisch

sondern nur israel-kritisch, was Ihrer Meinung nach ja schon ein Verbrechen ist...

sondern nur israel-kritisch, was Ihrer Meinung nach ja schon ein Verbrechen ist. Einige hasserfüllte Kommentare auf Vollmers Artikel beschädigen den Geist der Gemeinsamkeit stärker als Vollmer selbst !
Herr Vollmer hat den tatsächlichen Ablauf klar und ohne Pseudo-Empfindlichkeit dargestellt und Konsequenzen eingefordert.
Alle schauen nur auf den "heiligen" Staat Israel und keiner beachtet die Nöte der drangsalierten palästinensischen Christen !

Verfasst von Gast am 24. August 2011 - 16:32.

Propaganda

Wer nun immer auch sachlich recht haben mag (meiner Meinung nach ist das nicht...

Wer nun immer auch sachlich recht haben mag (meiner Meinung nach ist das nicht Ihr Artikel): Sie schreiben für mich unerträglich polemisch: Von einer "Jauchegrube" ist die Rede bei ihrem Gegner, er plappere nach, er habe seinen Text "verbrochen". etc. Und Menschen die nicht Ihrer Meinung sind, werfen Sie vor, Propagandalügen "nachzukäuen". Wieviel Agression und Wut sind denn in Ihnen aufgestaut? Man kann zumindestens, wie der Autor das im Gegensatz zu Ihnen tut, einen sachlichen Ton pflegen.
Außerdem muss man blind sein, wenn man behauptet, der Autor lehne das Judentum rundherum ab.
Inhaltlich gäbe es viel zu sagen: Aber ich habe den Eindruck, dass Ihnen an einer sachlichen Auseinandersetzung nicht gelegen ist.

Verfasst von heplev am 24. August 2011 - 22:53.
Kommentar auf: Propaganda

sachlichkeit

Bitte entschuldigen Sie, dass meine Kritik bei Ihnen nicht als sachlich ankommt...

Bitte entschuldigen Sie, dass meine Kritik bei Ihnen nicht als sachlich ankommt. Offene Worte gegen antisemitischen Müll scheinen Ihnen nicht opportun zu sein. Was nutzt ein sachlicher Ton, wenn das, was der Autor von sich gibt, eine solche Zumutung ist?
Vielleicht sollten Sie aber noch lernen, was lesen bedeutet. Ich habe nirgendwo behauptet, der Autor lehne das Judentum ab. Ich habe geschrieben, dass er dem jüdischen Volk das Recht auf einen eigenen Staat abspricht. Das ist ja wohl ein Unterschied. Wer ist also unsachlich?
Eine sachliche Auseinandersetzung fordern Sie? Das Machwerk des Herrn Vollmer ist NICHT DISKUTABEL. Es ist antisemitische Jauche. Aber für Sie kann ich auch gerne "Exkremente beiderlei Form" schreiben.

Verfasst von marianne.henric... am 23. August 2011 - 20:04.

Man kann nur etwas einem

Man kann nur etwas einem anderen "rauben"was ihm/sie vorher "geh...

Man kann nur etwas einem anderen "rauben"was ihm/sie vorher "gehört"hat.

Es gab zur zeit der Staatsgründung keinem"Palästinenserstaat", es gab gar keinem"Palästinenservolk"(diese Zweckgemeinschaft nannte sich erst später bewusst só,um damit ihre Ansprüche auf das Land Israel legitimität zu verleihen).

Vergessen wir nie, das keinem auf Erde wirklich etwas"gehört", wir empfangen als Leihgabe alles vom Herrn.

Das Land Israel, die Rückkehr in diesem Land nach 2000 Jahre Diaspora wurde vom G´´tt das Jüdisch Volk verheissen.Diese Verheissung und die Erfüllung davon anzunehmen, hat nichts mit eine Art"Wiedergutmachung"zu tun.

Marianne Henrici

Verfasst von Gast am 25. August 2011 - 1:02.
Kommentar auf: Man kann nur etwas einem

Beitrag in Pfarrerblatt als judenfeindlich kritisiert

aha, die Palästinenser sind also rechtlos, weil nicht in gleicher Weise von...

aha, die Palästinenser sind also rechtlos, weil nicht in gleicher Weise von Gott erwählt wie Israel - so ein menschenunwürdiger und gotteslästerlicher Quatsch!!! Als ob man den Palästinensern Land nehmen dürfe, weil sie "nur" so in einem Land jahrhundertelang lebten. Natürlich gab es nicht nur Landraub durch Juden / Israelis - aber es gibt ihn auch. Pfr. Vollmers Artikel ist an vielen Stellen unausgeglichen, zuspitzend und parteiisch. Aber grundweg falsch ist er nicht.

Verfasst von Himmel und Erde -Rika am 25. August 2011 - 13:31.

Vielleicht sollten Sie sich

Vielleicht sollten Sie sich doch mal intensiver mit der Geschichte Israels und...

Vielleicht sollten Sie sich doch mal intensiver mit der Geschichte Israels und seiner Nachbarstaaten beschläftigen.
Auf diese Weise würden Sie feststellen, dass Israel "den Palästinensern" kein Land weggenommen hat, wie Sie meinen.
Hilfreich ist es, die Beiträge und Kommentare von Heplev zu lesen, der zu diesem Thema außerordentlich viele Quellen verarbeitet und leserlich gut dargestellt hat.

Verfasst von heplev am 25. August 2011 - 12:51.

Palästinenserrechte

Ich wundere mich immer wieder, wie boshaft manche Leute krampfhaft...

Ich wundere mich immer wieder, wie boshaft manche Leute krampfhaft überinterpretieren, um ihren Hass loszuwerden.
Wer hat denn gesagt, dass die "Palästinenser" keine Rechte haben?
Das Dumme ist, dass die Araber, auch die, die seit 1964 (vor der "Besatzung"!) aus taktischen Gründen Palästinenser genannt werden, seit spätestens Ende der 1920-er Jahre jeglicher Friedensregelung mit den Juden/Israelis verweigern. Sie könnten ihren Staat haben, seit Jahrzehnten. Aber sie akzeptieren nur eine "Regelung": die Vernichtung Israels.
Die Araber, die sich heute Palästinenser nennen, sind mitnichten seit Jahrhunderten dort ansässig. Der weitaus größte Teil ist ab dem zweiten/dritten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts zugewandert. Entsprechende Zahlen gibt es selbst aus Akten des britischen Kolonialministeriums. Wer Genaueres wissen will, sollte sich die enorm ausführliche Studie von Joan Peters (From Time Immemorial) ansehen.
Und Dr. Vollmers Machwerk ist komplett grundfalsch, nicht teilweise!

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