Bischof Friedrich: Eucharistie-Gastbereitschaft mit Alt-Katholiken ist Modell

Abendmahl

Der stellvertretende Ratvorsitzende der EKD, Landesbischof Dr. Johanes Friedrich und Bischof der Alt-Katholischen Kirche, Dr. Matthias Ring während des Abendmahls bei dem Festgottesdienst am 18.09.2010 in Bonn. Foto: epd-Bild/ Meike Böschemeyer

Ökumene - Das Miteinander von Protestanten und Alt-Katholiken - ein Modell für eine Annäherung an Rom in Sachen Abendmahl? Das findet jedenfall der bayerische Landesbischof.

Die gegenseitige Abendmahls-Einladung von Protestanten und Alt-Katholiken kann nach Auffassung des bayerischen Landesbischofs Johannes Friedrich auch ein Vorbild für eine entsprechende Vereinbarung mit der katholischen Kirche sein. An die vor 25 Jahren von dem Kirchenbund Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands (VELKD) und dem Bistum der Alt-Katholiken in Deutschland beschlossene Erklärung erinnerten die beiden Kirchen am Sonntag mit einem Gottesdienst und Festakt in Kaufbeuren.

Durch die gegenseitige Einladung zur Eucharistiefeier könnten die beiden Kirchen in Fragen des Glaubens ein "gemeinsames Zeugnis" abgeben, betonte Friedrich als Leitender Bischof der VELKD. Die eucharistische Gastfreundschaft, die noch keine Abendmahlsgemeinschaft begründe, biete den Gemeinden die Chance, sich ohne Barrieren und Verbote kennenzulernen. Dies sei eine "gelebte Ökumene aus dem gepredigten Evangelium und dem von Christus gestifteten Mahl". Diese "Gastbereitschaft" könne deshalb durchaus Modell für eine Vereinbarung mit der römisch-katholischen Kirche sein, sagte der Bischof.

epd

Kommentare

Verfasst von Gast am 24. Januar 2010 - 22:43.

RE: Bischof Friedrich:

Gegenseitige Einladung zur Eucharistiefeier, aber keine Abendmahlsgemeinschaft...

Gegenseitige Einladung zur Eucharistiefeier, aber keine Abendmahlsgemeinschaft; wie soll das gehen? Das ist eine Logik, die höher ist als meine Vernunft. Kann mir jemand helfen?

Verfasst von Gast am 27. Januar 2010 - 16:30.
Kommentar auf: RE: Bischof Friedrich:

RE: RE: Bischof Friedrich:

Drei Tage schon, und niemand hilft!

Drei Tage schon, und niemand hilft!

Verfasst von Gast am 27. Januar 2010 - 19:10.

RE: RE: RE: Bischof Friedrich:

Lesen Sie doch bitte mal unter ekd.de eine Pressemitteilung von Udo Hahn vom 24...

Lesen Sie doch bitte mal unter ekd.de eine Pressemitteilung von Udo Hahn vom 24.01.10 zu diesem Thema. Die ist etwas aufschlussreicher.
Hier wird v.a. deutlich, dass das Einheitsgebot Christi über der Notwendigkeit der Klärung strittiger Fragen steht.
Ob man dass so stehen lassen kann, weiss ich auch nicht. Aber das müssen letztenendes die Theologen klären.

Verfasst von Bruder_Bernd am 28. Januar 2010 - 19:06.

RE: RE: RE: RE: Bischof Friedrich:

Wenn die Katholische Kirche etwas als wahr ansieht und formuliert, kann man oft...

Wenn die Katholische Kirche etwas als wahr ansieht und formuliert, kann man oft davon ausgehen, dass eine Gegenrede aufkommt. Und hier findet sich nun die Formulierung:
"Hier wird v.a. deutlich, dass das Einheitsgebot Christi über der Notwendigkeit der Klärung strittiger Fragen steht."
Wird da wirklich "etwas deutlich" oder wird in der genannten Pressemitteilung vielleicht doch "nur" eine oder mehrere Ansichten oder Auslegungen veröffentlicht?

Wenn ich in der Presseerklärung lese, "Es sei ganz wichtig, dass aus Anlass des Jubiläums publik werde, dass diese Vereinbarung bestehe und was sie bedeute. Nicht zuletzt, damit unsere römisch-katholischen Schwestern und Brüder sehen, was ökumenisch möglich wäre.", frage ich mich nach der Intention der Wahl einer solchen Formulierung. Sollen wir etwa "erkennen", dass unsere Katholische Kirche etwas verweigert, was "einfach" möglich wäre?

Weiter lese ich, dass wohl wörtlich gesagt wurde, „Es kann sehr einfach sein, von Konkurrenz zu Gemeinsamkeit zu kommen. Dazu müssen wir nur die Mauern der Abgrenzung niederreißen, die in aller Regel aus Angst errichtet werden.

Nun gut, es kann sehr einfach sein, dass Evangelische Christen die apostolische Sukzession anerkennen. Evangelische Christen können "ganz einfach" alle 7 Sakramente und das damit zusammenhängende Amtsverständnis anerkennen!?
Ist das wirklich so einfach?

pace e bene
Bernd

Verfasst von Gast am 28. Januar 2010 - 20:41.

RE: RE: RE: RE: RE: Bischof Friedrich:

Lieber Bruder Bernd, ich habe diesen Hinweis nur geschrieben, weil hier Fragen...

Lieber Bruder Bernd,

ich habe diesen Hinweis nur geschrieben, weil hier Fragen eines anderen Gastes aufkamen, zu denen sich an anderer Stelle eventuelle Antworten finden lassen, die, wie Du sagen würdest, dort "veröffentlicht" wurden.
Ich habe hier keine Gegenrede formuliert, dazu fühle ich mich als evangelischer Laie nicht berufen. Deswegen bitte auch meinen Schlußsatz lesen "Ob man das so stehen lassen kann . . ."
Allerdings habe ich mich schon länger sehr ausführlich mit der katholischen Kirche und Ihrem Verständnis von Eucharistie befasst -einfach aus Interesse heraus und habe heute sehr viel mehr Verständnis als früher. Ich sehe schon, daß theologoische Differenzen bleiben.
Das ist übrigens ein Hauptproblem unter den Laien: wir wissen immer noch viel zu wenig voneinander, aber das nur nebenbei.

Aber eine Anmerkung möchte ich noch machen: hier ist "nur" von "eucharistischer Gastbereitschaft" die Rede. Das ist was anderes als eine gemeinsame Mahlfeier, an die wir doch stets gerne denken, wenn dieses Thema zur Sprache kommt. Aber darum gehts hier gar nicht. Ja, auch ich habe den Text zweimal lesen müssen um die wohlgewählten Worte richtig zu erkennen.

Was meint eucharistische Gastbereitschaft? Vielleicht kann das auch mal jemand erläutern. Ich denke, diese Geste erkennt vielleicht an, dass auch Protestanten als ordnungsgemäß getaufte Christen Anteil am Leib Christi haben müssen. Und so gesehen ist das schon ein Grund, hier eine Würdigung auszusprechen.

Alexander

Verfasst von Bruder_Bernd am 29. Januar 2010 - 0:41.

RE: RE: RE: RE: RE: RE: Bischof Friedrich:

Lieber Alexander, ich entschuldige ich mich dafür, dass ich mich wohl...

Lieber Alexander,
ich entschuldige ich mich dafür, dass ich mich wohl missverständlich ausgedrückt habe. Ich wollte Dich nicht mit einer Gegenrede in Verbindung bringen.

Über Eucharistie oder Abendmahl sollten wir vielleicht besser in einem der Kreise über Ökumene sprechen/schreiben.

pace e bene
Bernd

Kommentar hinzufügen

Der Inhalt dieses Feldes wird nicht öffentlich zugänglich angezeigt.
  • Internet- und E-Mail-Adressen werden automatisch umgewandelt.
  • Zulässige HTML-Tags: <a> <em> <strong> <cite> <code> <ul> <ol> <li> <dl> <dt> <dd><p><embed><param><object>
  • Zeilen und Absätze werden automatisch erzeugt.
  • Du kannst andere Kommentare mit [quote]-Tags zitieren.

Weitere Informationen über Formatierungsoptionen