Bischof: Schneider soll EKD-Ratsvorsitzender bleiben

Präses Nikolaus Schneider

Präses Nikolaus Schneider ist amtierender Ratsvorsitzender der EKD. Foto: epd-bild / Michael McKee

Synode - Der rheinische Präses Nikolaus Schneider soll nach Ansicht des württembergischen Landesbischofs Frank Otfried July Vorsitzender des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) bleiben.

"Es tut gut, wenn wir nach den hinter uns liegenden Turbulenzen Kontinuität bekommen", sagte July dem epd. Schneider war bereits stellvertretender Ratsvorsitzender und wurde nach dem Rücktritt von Bischöfin Margot Käßmann kommissarisch mit der Leitungsaufgabe betraut. Bei der EKD-Synode im November soll ein Nachfolger für Käßmann gewählt werden.

July sprach sich außerdem gegen eine Abschaffung des sogenannten Dritten Weges bei der Tariffindung in der Diakonie aus. Bei diesem System werden Löhne und Gehälter in paritätisch besetzten Kommissionen ausgehandelt - Streiks sind ebenso verboten wie Aussperrungen. "Ich bin ein Verfechter des Dritten Wegs", bekannte der Bischof, der im Juni zum Vorsitzendes des Diakonischen Rats der EKD gewählt worden war.

Er könne sich schwer mit dem Gedanken anfreunden, dass Arbeitgeber und Arbeitnehmer einander nur noch mit ihren Partikularinteressen gegenübersäßen, sagte July. "Konflikte müssen auf eine Art ausgetragen werden, die dem gemeinsamen Dienstauftrag entspricht", forderte er.

epd

Kommentare

Verfasst von GastDr. Neymann am 26. September 2011 - 15:01.

Papst Benedikt

Sehr geehrter Herr Bischof Schneider, Ich bin katholik. Warum haben Sie dem...

Sehr geehrter Herr Bischof Schneider, Ich bin katholik. Warum haben Sie dem Papst in Erfurt nicht vorgehalten, daß die katholische Kirche in 500 Jahren sich nicht verändert hat?
Das narzistische Gehabe ( Kleidung und Auftreten )und Inanspruchnahme des wahren Glaubens kann ich als Katholik nicht mehr sehen. Mein Gedanke ist aus der Kirche auszutreten. MfG Dr.Neymann

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