Weihnachtsgeschichte - Traditionell wird in der Kirche zu Weihnachten die Geschichte von Jesu Geburt nach dem Lukasevangelium vorgelesen, und zwar nach der revidierten Luther-Übersetzung von 1984: "Es begab sich aber zu der Zeit…". In den evangelischen Kirchen wird dieser Text heute offiziell verwendet. Es ist der bekannteste Text: Viele Christen kennen Bibelverse nach dieser aktuellen Übersetzung auswendig.
Es begab sich aber zu der Zeit, dass ein Gebot von dem Kaiser Augustus ausging, dass alle Welt geschätzt würde.
Und diese Schätzung war die allererste und geschah zur Zeit, da Quirinius Statthalter in Syrien war.
Und jedermann ging, dass er sich schätzen ließe, ein jeder in seine Stadt.
Da machte sich auf auch Josef aus Galiläa, aus der Stadt Nazareth, in das jüdische Land zur Stadt Davids, die da heißt Bethlehem, weil er aus dem Hause und Geschlechte Davids war,
damit er sich schätzen ließe mit Maria, seinem vertrauten Weibe; die war schwanger.
Und als sie dort waren, kam die Zeit, dass sie gebären sollte.
Und sie gebar ihren ersten Sohn und wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe; denn sie hatten sonst keinen Raum in der Herberge.
Und es waren Hirten in derselben Gegend auf dem Felde bei den Hürden, die hüteten des Nachts ihre Herde.
Und der Engel des Herrn trat zu ihnen, und die Klarheit des Herrn leuchtete um sie; und sie fürchteten sich sehr.
Und der Engel sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird;
denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids.
Und das habt zum Zeichen: Ihr werdet finden das Kind in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegen.
Und alsbald war da bei dem Engel die Menge der himmlischen Heerscharen, die lobten Gott und sprachen:
Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden bei den Menschen seines Wohlgefallens.
Und als die Engel von ihnen gen Himmel fuhren, sprachen die Hirten untereinander: Lasst uns nun gehen nach Bethlehem und die Geschichte sehen, die da geschehen ist, die uns der Herr kundgetan hat.
Und sie kamen eilend und fanden beide, Maria und Josef, dazu das Kind in der Krippe liegen.
Als sie es aber gesehen hatten, breiteten sie das Wort aus, das zu ihnen von diesem Kinde gesagt war.
Und alle, vor die es kam, wunderten sich über das, was ihnen die Hirten gesagt hatten.
Maria aber behielt alle diese Worte und bewegte sie in ihrem Herzen.
Und die Hirten kehrten wieder um, priesen und lobten Gott für alles, was sie gehört und gesehen hatten, wie denn zu ihnen gesagt war.







Kommentare
Ich denke...
Zitat: "Traditionell wird in der Kirche zu Weihnachten die Geschichte von Jesu Geburt nach dem Lukasevangelium vorgelesen."
Komisch! Diese Tradition ist in unserer Kirche plötzlich abgebrochen, denn es wurde das Johannes Evangelium in der Christmette verwendet. Die Christmette heißt nun Gottesdienst zu Heilig Abend.
Der Pfarrer hat sich auf das philosophische Wort bezogen: Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort. Dasselbe war im Anfang bei Gott. Alle Dinge sind durch dasselbe gemacht, und ohne dasselbe ist nichts gemacht, was gemacht ist. In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen. Und das Licht scheint in der Finsternis, und die Finsternis hat's nicht begriffen.
Weiter wurde gepredigt: ER richtet die Welt.
Die Predigt war eine politische Rede, über den Staatsbankrott vieler Länder.
Christ der Richter ist da? Gott richtet die Welt?
Bis vor Kurzem habe ich noch geglaubt, dass Er gekommen ist, um die Welt zu retten. Jetzt denke ich ganz anders.
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