Ehe mit Muslim: Vikarin erhält zweite Chance in Berlin

Brautpaar

Eine interreligiöse Ehe ist Pfarrern in Württemberg nicht erlaubt, in Berlin-Brandenburg schon. Foto: photocase/Wickelbär

Kirche - In der württembergischen Kiche durfte Carmen Häcker ihr Vikariat nicht fortsetzen, nachdem sie einen Muslim geheiratet hatte. Der Fall sorgte über die kirchliche Öffentlichkeit hinaus für Aufregung. Nun bekommt Carmen Häcker eine zweite Chance in Berlin.

Die württembergische Vikarin kann ihre Ausbildung in der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz fortsetzen. Ab dem 1. Februar werde die angehende Pfarrerin in den Vorbereitungsdienst in Berlin übernommen, teilte die Landeskirche am Dienstag mit. Häcker selbst zeigte sich erleichtert: "Ich freue mich darüber, nun eine Chance zu bekommen, mit meinem muslimischen Mann an meiner Seite, im Auftrag der Kirche das Evangelium zu verkündigen."

Die Übernahme könne erfolgen, weil die Ausbildung in Berlin einen anderen rechtlichen Rahmen habe als in Württemberg, hieß es. In der Evangelischen Landeskirche in Württemberg führe der Vorbereitungsdienst direkt in das Pfarramt. Eine Übernahme sei nur möglich, wenn der Ehepartner Mitglied einer christlichen Kirche der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen ist.

Gemeinsame Kinder müssen getauft werden

In der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz können hingegen Theologen, die mit nichtchristlichen oder konfessionslosen Partnern verheiratet sind, aufgrund einer Einzelfallentscheidung des Konsistoriums in den Pfarrdienst übernommen werden. Eine Übernahme ist möglich, wenn das Paar kirchlich heiratet, die gemeinsamen Kinder getauft werden und der Partner oder die Partnerin erklärt, den Dienst zu unterstützen.

Vikarin Carmen Häcker aus dem Kirchenbezirk Crailsheim hatte im August einen Mann muslimischen Glaubens aus Bangladesch geheiratet. Daraufhin wurde sie von der württembergischen Kirchenleitung vom Dienst suspendiert und zum 31. Dezember entlassen.

epd

Kommentare

Verfasst von Gast am 1. Januar 2012 - 12:08.

Leider falsch

Christian Rode schrieb:  Das ist ja mal eine gute Nachricht so kurz vor...

Christian Rode schrieb:

 Das ist ja mal eine gute Nachricht so kurz vor Weihnachten! "Denn der ungläubige Mann ist geheiligt durch die Frau..." (1. Brief an die Korinther 7,14) 

Falsch. Das gilt nur für Ehen, die vor der Annahme des Glaubens geschlossen worden. Ansonsten sagt Paulus:

Wer aber ehelicht, soll eine Schwester oder einen Bruder ehelichen.

Verfasst von Gast am 21. Dezember 2011 - 12:10.

Frauen in Bangladesch

Frauen führen ein Leben in Unterdrückung. "Mitgift" spielt immer noch eine...

Frauen führen ein Leben in Unterdrückung.
"Mitgift" spielt immer noch eine Rolle.
Tauschgeschäfte: 3 Kamele für eine Frau.

Für mich stellt sich die Frage, ob der Ehemann diese Art von Sozialisation erfahren hat. Oder ist er in Berlin geboren?

Verfasst von Gast am 21. Dezember 2011 - 11:59.

Evangelische Trauung?

Soweit mir bekannt ist, "muss" eine evangelische Geistliche/r auf evangelische...

Soweit mir bekannt ist, "muss" eine evangelische Geistliche/r auf evangelische Art und Weise getraut werden. In einer evangelischen Kirche.

Der Partner/in "muss" evangelisch sein.
Selbst "ev-freikirchlich" gilt nicht.
"Katholisch" - gilt nicht.

Eine reine standesamtliche Eheschliessung reicht bei einem Pfarrer/in oder Vikar/in nicht aus.

Der Koran lehnt die Gottessohnschaft Christi scharf ab und leugnet eine Erlösung durch Kreuzestod sowie die Auferstehung Christi.

Da hilft nur "Trick 17" und anschliessend zur privaten Beichte gehen.

Verfasst von Gast am 21. Dezember 2011 - 18:37.
Kommentar auf: Evangelische Trauung?

Touché! Eine sehr gute

Touché! Eine sehr gute Antwort.

Touché! Eine sehr gute Antwort.

Verfasst von Kitty am 21. Dezember 2011 - 11:23.

Viel einfacher wäre es ja

Viel einfacher wäre es ja gewesen, erst nach dem Vikariat zu heiraten! Ist ja...

Viel einfacher wäre es ja gewesen, erst nach dem Vikariat zu heiraten! Ist ja eigentlich auch schön blöd, das in der Ausbildung zu tun, wo man eher angreifbar ist. Sie hätte sich ja auch erstmal ordinieren lassen können....(ich bin auch Vikarin)

Verfasst von pro ecclesia am 21. Dezember 2011 - 12:48.

Kitty schrieb:Viel einfacher

Kitty schrieb:Viel einfacher wäre es ja gewesen, erst nach dem Vikariat zu...

Kitty schrieb:
Viel einfacher wäre es ja gewesen, erst nach dem Vikariat zu heiraten! Ist ja eigentlich auch schön blöd, das in der Ausbildung zu tun, wo man eher angreifbar ist. Sie hätte sich ja auch erstmal ordinieren lassen können....(ich bin auch Vikarin)

Soviel zum Zusammenhang von Frauenordination und Amtscharisma. Es ist ein eindeutiges Statement, das nur bedingt von einem Mann kommen würde.

Es widerspricht dem Gehorsam und dem Verantwortungsgefühl für die Kirche.

Verfasst von bundesbedenkent... am 21. Dezember 2011 - 16:09.

Gehorsam? Wem gegenüber?

Gehorsam? Wem gegenüber? Gehorsam gegenüber Christus, okay. Aber...

Gehorsam? Wem gegenüber? Gehorsam gegenüber Christus, okay. Aber Gehorsam gegenüber einer Verwaltung?

Verfasst von Ottokar am 21. Dezember 2011 - 11:12.

Uns ist alles recht.

In tieferem Sinne ist die ganze Aufregung über diese Eheschließung...

In tieferem Sinne ist die ganze Aufregung über diese Eheschließung und das Schicksal der beiden jungen Leute überflüssig, denn eine ordinierte Frau ist an sich schon das Urbild des Ungehorsams - auf eine Übertretung mehr oder weniger kommt es da nicht an. Hauptsache, es wird niemand ausgegrenzt.

Verfasst von Christiane Müller am 20. Dezember 2011 - 16:18.

Darüber kann ich nur den Kopf

Darüber kann ich nur den Kopf schütteln. Wir erlauben normalen...

Darüber kann ich nur den Kopf schütteln. Wir erlauben normalen Gemeindechristen die Heirat über sämtliche REligionsgrenzen hinaus. Aber PfarrerInnen werden diesbezüglich gegängelt und gemaßregelt. Wegen der Vorbildfunktion. Aha, dann kann man also nur dann seinen Glauben vorbildlich leben, wenn man einen Ehepartner heiratet, der den Normen der eigenen Kirche entspricht? Man kann nciht vorbildlich leben, indem man zeigt, wie man trotz Unterschieden in Glaube und Überzeugungen doch einen gemeinsamen Weg gehen kann? Was für ein Bild des Pfarrerberufs und der Kirche steckt dahinter? Der PFarrer als ein den heutigen Realitäten völlig enthobener MEnsch, der mit seinem LEben tunlichst bewahren soll, was vor 50 oder 100 Jahren einmal die gesellschaftliche Norm war? Schauder....:((

Verbum Dei manet in aeternum!

Verfasst von pro ecclesia am 21. Dezember 2011 - 10:55.

Christiane Müller

Christiane Müller schrieb: Wir erlauben normalen Gemeindechristen die Heirat...

Christiane Müller schrieb:

Wir erlauben normalen Gemeindechristen die Heirat über sämtliche REligionsgrenzen hinaus.

Wer ist "wir" und stimmt das tatsächlich? Dass die Ehe als weltlich Ding bezeichnet wird, bedeutet ja nicht, dass ihr kein Gewicht gegeben wird.

Inwiefern finden in den Landeskirchen religionsverschiedene Trauungen statt? Gilt das auch für die lutherischen Landeskirchen? Wie unterscheidet sich der Ritus zu einer christlichen Hochzeit?

Dieses Erlauben ist mir nicht ganz deutlich geworden. Kann jemand aufklären?

Verfasst von bundesbedenkent... am 21. Dezember 2011 - 15:53.

im Islam ist eine

im Islam ist eine Eheschließung mit "Ungläubigen" ja weder...

im Islam ist eine Eheschließung mit "Ungläubigen" ja weder vorgesehen noch erwünscht.

So lange der Mann Muslim ist kann nach meinem Kenntnisstand die Frau auch Jüdin oder Christin sein, das ist kein Problem. Die Frage ist darüber hinaus auch, wie ernst der muslimische Partner die Regeln seiner eigenen Religion nimmt.

Verfasst von Johannes Lehnert am 21. Dezember 2011 - 11:27.
Kommentar auf: Nicht nur das

Das mit den Pionieren sehe

Das mit den Pionieren sehe ich als ehemaliger DDR-Mitarbeiter auch so: Da haben...

Das mit den Pionieren sehe ich als ehemaliger DDR-Mitarbeiter auch so: Da haben viele Kollegen ihre Glaubensüberzeugungen ihren Kindern aufgeladen, die dann als Außenseiter gedemütigt wurden. Einem Pfarrer oder Katecheten geschah ja nichts!
Ich habe noch erlebt, dass zukünftige Pfarrbräute ein Attest über ihre Gesundheit einreichen mussten (spöttisch "Trichinenschein" genannt). Und ich als Diakonenschüler musste mir unter Vorstellung der "Betroffenen" meine Verlobung vom Vorsteher der Einrichtung genehmigen lassen.
Das ist heute zum Glück überwunden. Umsomehr verwundert mich, dass in der Würtembergischen Kirche der obere Klerus über die Eignung eines Menschen als Pfarrer-Partner(in) an Verordnungen festhält, die die Kirche keinesfalls einladender machen.

Verfasst von Himmel und Erde -Rika am 20. Dezember 2011 - 15:48.

gemischtes Doppel

Ich frage mich, ob im umgekehrten Fall auch ein so unterschwellig...

Ich frage mich, ob im umgekehrten Fall auch ein so unterschwellig vorwurfsvoller Bericht hier erschienen wäre: "Mullah heiratet Christin und muss seinen Dienst quittieren", beispielsweise.
Wobei es wohl absolut unvorstellbar ist, dass ein Mullah oder Imam eine Christin ehelicht, ohne dass diese zum Koran konvertierte.
Es wäre doch daher viel angebrachter gewesen darüber zu berichten, dass eine Eheschließung zwischen einer evangelischen Theologin und einem Muslim überhaupt möglich ist und die Glaubensfreiheit und die Freiheit der persönlichen Entscheidung in Deutschland gewährleistet ist.

Wie die Institution "Kirche" jeweils mit ihren ureigensten Regeln und Gesetzen umgeht, steht doch auf einem ganz anderen Blatt. In der katholischen Kirche können Geschiedene nicht in katholischen Einrichtungen arbeiten und vor nicht allzu langer Zeit hätte eine evangelische Theologin auch keinen katholischen Partner haben dürfen.

Etwas weniger Aufregung in diesem Fall wäre doch angebrachter als der - allerdings unausgesprochene, wenngleich deutlich hörbare - Vorwurf in Richtung Islamophobie gegen die württembergische Landeskirche....

Verfasst von Gast am 20. Dezember 2011 - 20:35.
Kommentar auf: gemischtes Doppel

Carmen Häcker jetzt in Berlin aufgenommen.

Ich bin evangelischer württembergischer Pfarrer und jawohl: ich finde es...

Ich bin evangelischer württembergischer Pfarrer und jawohl: ich finde es absolut richtig, dass wir in unserem Privatleben versuchen, unseren Gemeindegliedern und auch allen übrigen Menschen ein Vorbild zu sein.
Als Christ konterkariere ich nun mal mein Zeugnis für das Evangelium, wenn ich mit einem Anhänger einer antichristlichen Religion eine Ehe eingehe. Das ist schon bei "Normalchristen" schlimm genug. Für einen Pfarrer ist das zurecht ganz unmöglich.

Verfasst von Johannes Kurz am 21. Dezember 2011 - 13:53.

antichristliche Religion?

Lieber Kollege! Dass mit dem Auftrag zur christlichen Lebensführung sehe ich...

Lieber Kollege!

Dass mit dem Auftrag zur christlichen Lebensführung sehe ich genauso.

Was mich zu dieser Amerkung bringt, ist Ihre Formulierung "antichristliche Religion".

Für mich ist jede Religionszugehörigkeit im wesentlichen geprägt von einem
"Ja". Ich bin Christ, weil ich zu dieser, meiner Religion "Ja" sage, nicht, um auf diese Weise ein "Nein" gegen andere Glaubensüberzeugungen zum Ausruck zu bringen oder mich von anderen Religionen abzugrenzen.

Anhänger anderer Religionen sind ebenfalls zuallererst "Ja"-Sager, nicht "Nein"-Sager. Sicher ergibt sich aus dem jeweiligen "Ja" des Glaubens auch ein notwendiges Unterscheiden hinsichtlich der Glaubensinhalte; aber das ist erst ein zweiter Schritt und sollte in gegenseitigem Respekt vor dem "Ja" des anderen geschehen, meine ich.

Ob und wenn Ja, wie das einem Pfarrer, einer Pfarrerin im Spannungsfeld von Ehe und Gemeindeleben dann so gelingen kann, dass Gottes Segen draufliegt, weiß ich nicht zu sagen. Aber den Versuch - mir Gottes Hilfe - wagen?
Warum nicht?!

Verfasst von Xenophon17 am 21. Dezember 2011 - 11:47.

Konterkarieren?

Sehr geehrter "Gast": "Als Christ konterkariere ich nun mal mein Zeugnis für...

Sehr geehrter "Gast":

"Als Christ konterkariere ich nun mal mein Zeugnis für das Evangelium, wenn ich mit einem Anhänger einer antichristlichen Religion eine Ehe eingehe."
Also ich bin auch evangelischer württembergischer Pfarrer und kenne das Dienstrecht unserer Landeskirche, das hierin eindeutig ist. Nur deuten Sie hier eine theologische Begründung an, die sich mir nicht erschließt.
Wieso konterkariere ich mein Zeugnis für das Evangelium dadurch? Und wieso soll eine Ehe mit einem Muslim schon bei "Normalchristen" schlimm genug sein?
Insbesondere wenn hier gegen die biblische Grundlage (1 Kor 7,12ff) gesprochen wird, würde ich gerne ihre Argumente hören.

Freundlichst,

Xenophon17

Verfasst von pro ecclesia am 21. Dezember 2011 - 10:51.
Kommentar auf: Ich frage mich, ob im

azad schrieb:Weil man nämlich

azad schrieb:Weil man nämlich gar nicht zum Koran konvertieren kann,...

azad schrieb:
Weil man nämlich gar nicht zum Koran konvertieren kann, sondern allenfalls zum Islam. Und selbst das wird von einer Christin nicht verlangt. Wer hat Ihnen etwas anderes erzählt?

Das ist tatsächlich von den Mohammedanern klug gelöst. Eine Religion, die im Sendungsbewusstsein ein Haus des Friedens unter dem Halbmonde schaffen will, muss sich ausbreiten. Weltherrschaft ist ja tatsächlich das Ziel und erst einmal nicht so negativ zu sehen. Warum sollte eine auf Mission ausgelegte Religion nicht um sich greifen wollen? Ich freue mich schließlich auch über den hohen Anteil an Christen in Südkorea.

Auch wenn Feldzüge immer wieder benutzt wurden, hat sich das Mohammedanertum auch auf anderen Wegen ausgebreitet. Dort wo andere Völker nicht unterworfen und zwangsmissioniert werden konnten, hat man sich durch strategische Fortpflanzung ausgebreitet, z.B. auf dem Balkan. Das Massenmorden an Christen begann erst professionell, als man eine kritische Masse erreicht hatte.

Genau der Gedanke der Ausbreitung steht ja auch hinter diesem Ehemodell. Die Kinder dieser Ehe werden mohammedanisch und helfen so der Verbreitung der Vorherrschaft. Es ist eine Art der Kriegsführung, die natürlich unseren christlichen Missionierungsansätzen widerspricht. Verharmlosen würde ich es jedoch nicht, da solche Mischehen das Abendland schleichend unterwandern und das Licht der Wahrheit verdunkeln.

Akzeptieren wir solche Mischehen, kapitulieren wir vor jenen, die das Christentum verdrängen wollen. Die mohammedanische Motivation bei Mischehen ist mitnichten als Toleranz im Zeichen der Liebe oder als Großmut zu sehen.

Konsequenzen gelten nicht nur für Geistliche, ihre Vorbildfunktion ist aber besonders zu bewerten. Somit sollte Frau Vikarin konsequent sein und abdanken, da sie ihrer Verantwortung nicht mehr gerecht wird. Das überlieferte Christentum kämpft um sein Überleben. Das ist Teil der genannten Verantwortung.

Verfasst von pro ecclesia am 20. Dezember 2011 - 19:06.
Kommentar auf: gemischtes Doppel

Kuhhandel

Politische Korrektheit hat also dazu geführt, dass Frau Häcker gleicher ist als...

Politische Korrektheit hat also dazu geführt, dass Frau Häcker gleicher ist als all die Gleichen. Dem Unliebsamen, der fundiert gegen Frauordination steht, wird über Pseudoparagraphen wie jener zur Residenzpflicht die monetäre Lebensgrundlage entzogen, aber wenn es gilt, jemanden vor den ach so bösen konservativen Meinungen zu schützen, wird solches vollzogen. Auf nach Berlin!

Frau Häcker kann in meinen Augen keinen Mann haben, dessen mohammedanischen Glauben sie voll akzeptiert. Wir sind in der Kirche und nicht bei Ringparabels! Bei allen Streitigkeiten zwischen den Konfessionen besteht doch kein Zweifel daran, dass Christus der lebendige Sohn Gottes, der Weg, die Wahrheit und das Leben ist. Dass ist nun einmal außerhalb des Christentums nicht gegeben. Die Inkompatibilität in theologischer und kultureller Hinsicht darf nicht in Pfarrhaus einziehen.

Christen, gerade in evangelisch reformierten Kreisen, neigen heuer zu einem abstoßenden Relativismus. Alles ist gleich gültig (gleichgültig?) und Christus war vielleicht doch nur ein Prophet... Hier wird doch nur wieder suggeriert, dass die Unterschiede problemlos oder gar bereichernd wären. Die Abkehr von Bekenntnissen, die weitreihende Unkenntnis (oder wie konnte Leuenberg geschehen?) und ihre Opferung auf dem Altar der politischen Korrektheit führt die evangelische Kirche vor. Sie gibt sich der Lächerlichkeit preis und grenzt sich dabei selbst aus der allgemeinen Kirche aus. Diese Ökumenefeindlichkeit rundet derartiges noch ab.

Es lebe der pluralistische Zeitgeist! Es leben Vikarin und die Frauenordination! :(

Verfasst von bundesbedenkent... am 21. Dezember 2011 - 15:30.
Kommentar auf: Kuhhandel

Dem Unliebsamen, der fundiert

Dem Unliebsamen, der fundiert gegen Frauordination steht, wird über...

Dem Unliebsamen, der fundiert gegen Frauordination steht, wird über Pseudoparagraphen wie jener zur Residenzpflicht die monetäre Lebensgrundlage entzogen, aber wenn es gilt, jemanden vor den ach so bösen konservativen Meinungen zu schützen, wird solches vollzogen. Auf nach Berlin!

Nun, Frau Häcker wurde in Württemberg ebenso die monetäre Lebensgrundlage entzogen. Vielleicht sollte der die Frauenordination ablehnende Pfarrer (wie er das "fundiert", zumindest biblisch fundiert, tun wollte, ist mir ein Rätsel, aber bitte) es in Württemberg verschen? Oder bei der SELK? Im Übrigen gibt es da einen kleinen Unterschied: Der eine hat seine individuelle Ansicht zur Ordinationsfähigkeit von Frauen, Frau Häcker hingegen hat lediglich das getan, was man sonst auch in konservativen Kreisen fordert: Sie hat den Mann geheiratet, den sie liebt, statt mit ihm in wilder Ehe zu leben.

Frau Häcker kann in meinen Augen keinen Mann haben, dessen mohammedanischen Glauben sie voll akzeptiert.

Die Frage ist lediglich, ob Ihre Augen alleingültiges Kriterium sind, oder ob man das alles auch anders sehen kann. Frau Häckers Mann ist nicht "mohammedanisch", so wie Sie und ich nicht "jesuotisch" sind. Er ist Muslim, so wie wir Christen sind. Das zum ersten (Beileidigende Ausdrücke führen nicht weiter). Des weiteren kann man den Glauben eines Menschen, also die Tatsache, daß ein Mensch sich zu einem bestimmten Glauben bekennt, durchaus akzeptieren, auch in dem Fall, daß man diesen bestimmten Glauben für falsch hält. Das kommt ja auch innerchristlich vor. Da gibt es auch Abweichungen im Glauben. Aber dort wird es nicht als Problem gesehen, dort kann man in Liebe den anderen annehmen, auch als Ehepartner. Wieso sollte das nciht gehen, wenn der Partner Muslim ist?

Bei allen Streitigkeiten zwischen den Konfessionen besteht doch kein Zweifel daran, dass Christus der lebendige Sohn Gottes, der Weg, die Wahrheit und das Leben ist.

Stimmt. Aber was dieser Satz nun bedetet, daran scheiden sich dann wieder die Geister. Umgekehrt ist es aber auch zwischen Muslimen und Christen unstrittig, daß Gott Herr der Welt ist, Schöpfer aller Dinge etc etc. Die Gemeinsamkeiten sind enorm. Natürlich kennen die Muslime das Konzept der Erlösung nicht. Sie kennen ja ach die Erbsünde nicht. Aber was die Erlösung nd das Krezesgeschehen angeht gibt es ja sogar innervangelisch immer wieder Streit, wenn man sich beispielsweise die Diskussion ansieht, ob Jesus jetzt am Kreuz starb, weil Gott-Vater Blut sehen wollte, es also ein Stillen des göttlichen Zorns auf die Menschen gewesen ist oder nicht.

Die Inkompatibilität in theologischer und kultureller Hinsicht darf nicht in Pfarrhaus einziehen.

Kultur kann keine Rolle spielen. Das Christentum ist in vielen Kulturen zu Hause und kann sich prinzipiell auch in jeder Kultur einrichten. Sonst wäre der Missionsbefehl ja Unfug. Und was die theologische Inkompatibilität angeht: Welche Rolle spielt die? Es ist klar, wer Pfarrer ist und wer nicht. Man muß auch in einer Ehe nicht in allem einer Meinung sein, man kann einander auch "in Liebe ertragen". Und was hat das Pfarrhas damit zu tun? Wäre die Sitation gelöst, wenn man das Pfarrhaus verkauft und der Pfarrer mit seiner Familie in ne Mietwohnung woanders zieht?

Christen, gerade in evangelisch reformierten Kreisen, neigen heuer zu einem abstoßenden Relativismus.

Das mag stimmen, nicht nur für Reformierte, sondern auch für Lutheraner und Unierte. Allerdings neigen andere Kreise in den gleichen Konfessionen zu einer nicht minder abstoßenden Gesetzlichkeit, die den Menschen nicht mehr sieht, sondern in Angst davor, etwas falsch zu machen, sich stur an Prinzipien hält, und damit genau das tut, was Christus anprangerte:

Weh euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, ihr Heuchler, die ihr den Zehnten gebt von Minze, Dill und Kümmel und lasst das Wichtigste im Gesetz beiseite, nämlich das Recht, die Barmherzigkeit und den Glauben! Doch dies sollte man tun und jenes nicht lassen.
Ihr verblendeten Führer, die ihr Mücken aussiebt, aber Kamele verschluckt!
Weh euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, ihr Heuchler, die ihr die Becher und Schüsseln außen reinigt, innen aber sind sie voller Raub und Gier!
Du blinder Pharisäer, reinige zuerst das Innere des Bechers, damit auch das Äußere rein wird!
Weh euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, ihr Heuchler, die ihr seid wie die übertünchten Gräber, die von außen hübsch aussehen, aber innen sind sie voller Totengebeine und lauter Unrat!
So auch ihr: von außen scheint ihr vor den Menschen fromm, aber innen seid ihr voller Heuchelei und Unrecht.
Weh euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, ihr Heuchler, die ihr den Propheten Grabmäler baut und die Gräber der Gerechten schmückt
und sprecht: Hätten wir zu Zeiten unserer Väter gelebt, so wären wir nicht mit ihnen schuldig geworden am Blut der Propheten!
Damit bezeugt ihr von euch selbst, dass ihr Kinder derer seid, die die Propheten getötet haben.
Wohlan, macht auch ihr das Maß eurer Väter voll!
Ihr Schlangen, ihr Otternbrut! Wie wollt ihr der höllischen Verdammnis entrinnen?

Wo ist die Barmherzigkeit in Blick auf die Vikarin? Wo ist der Glaube und die Hoffnng in Blick auf die Religion des Mannes? Wo ist das Recht, wenn man einen gottesgläubigen Muslim nicht heiraten darf, mit ihm aber in wilder Ehe zusammenleben, wo eine Heirat mit einem Taufscheinchristen wiederum gar kein Problem darstellt?

Alles ist gleich gültig (gleichgültig?) und Christus war vielleicht doch nur ein Prophet...

Wenn die Vikarin dies behauptet hätte, würde ich kein Problem sehen bei ihrem Rauswurf. Das hat sie aber nicht. Und es ist unredlich und vor allem nicht im Geiste christlicher Geschwisterschaft, ihr so etwas zu unterstellen, nur weil man es in seinem eigenen kleinen Weltbild gerne so hätte.

Hier wird doch nur wieder suggeriert, dass die Unterschiede problemlos oder gar bereichernd wären.

Hier wird lediglich suggeriert, daß der Pfarrer auf der Kanzel steht und nicht sein Partner.

Die Abkehr von Bekenntnissen, die weitreihende Unkenntnis (oder wie konnte Leuenberg geschehen?) und ihre Opferung auf dem Altar der politischen Korrektheit führt die evangelische Kirche vor.

Achso, Leuenberg ist ein Problem? Na dann sind Sie vielleicht wirklich glücklicher, wenn Sie der SELK beitreten. Die haben dort auch die Buße als Sakrament und dafür keine Pfarrerinnen. Gibt es ein anderes Bekenntnis als das Bekenntnis zu Christus für einen Christen? Wo hätte die Vikarin dieses Bekenntnis verweigert oder es abgelehnt? Auch wenn man in der politischen Korrektheit ein Feindbild zu erkennen meint, so ist es doch ein Irrweg, alles, was einem persönlich nicht paßt, dafür zu halten. Politische Korrektheit ist wie alle Dinge erst dann ein Problem, wenn Menschen dadurch gefangen genommen werden, wenn sie sich nicht mehr äußern können, nicht mehr tun können, wie sie wollen.

Mir scheint es da eher der Fall z sein, als ob Sie versuchen, hier eine alternative politische Korrektheit zu etablieren, in der Andersdenkende genauso unterdrückt werden, wie Sie meinen nterdrückt zu sein. Sagte der Herr nicht "vergleicht nicht Gleiches mit Gleichem"? Es scheint also auch Ihnen nur um Opfer auf Ihrem eigenen Privataltar, der so viel auch nicht gemein hat mit unserem Bekenntnis als Christen, jedenfalls erwecken Sie stark den Eindruck.

Sie gibt sich der Lächerlichkeit preis und grenzt sich dabei selbst aus der allgemeinen Kirche aus.

Sie ist Teil der allgemeinen Kirche. Es mag ja sein, daß sich einige Teile der allgemeinen Kirche voneinander abgrenzen, aber es ist durchaus verständlich, daß keiner das aufgeben will, was er als die Wahrheit erkannt hat. Daß diese Dinge einander widersprechen, ist ein Hinweis darauf, daß einige, wahrscheinlich eher alle, die Weisheit nicht in Tüten geraucht haben. Aber man geht aufeinander zu, versucht, einander besser zu verstehen. Das scheint mir bei Ihnen leider nicht der Fall zu sein. Sie wollen nicht verstehen, Sie wähnen sich im Besitz der alleinigen Wahrheit, sind Ihr eigener Papst. Insofern würde ich den Vorwurf bezüglich der Ökumenefeindlichkeit gerne zurückgeben.

Haben Sie überhaupt versucht nachzuempfinden, was die Vikarin und ihren Ehemann dazu gebracht haben, trotz der verschiedenen Religionen zu heiraten? Haben Sie das Gespräch überhaupt gesucht mit Menschen, die anders denken als Sie? Haben Sie die Argumente der anderen Seite je ernsthaft in Erwägung gezogen?

Ich stelle diese Frage nicht, weil ich meine, sie verneinen zu können. Ich kenne Sie nicht. Sie machen aber jedenfalls den Eindruck, als haben Sie aufgehört, solche Fragen zu stellen, warum auch immer. Fangen Sie wieder an. Wir sind der Leib Christi, wir sind Seine Kirche. Wir alle, nicht nur die Lutheraner, nicht nur die Gegner der Frauenordination, nicht nur die Konservativen. Es lebe die Kirche, die na sancta, die communio sanctorm, die alle einschließt, die sich zu Christus bekennen.

Verfasst von pro ecclesia am 21. Dezember 2011 - 17:52.

Die Missstände in der Kirche

Die Missstände in der Kirche lassen den mündigen Gläubigen zwangsläufig...

Die Missstände in der Kirche lassen den mündigen Gläubigen zwangsläufig nachdenken.

Mann kann einerseits beschließen, ihrer Auffassung zu glauben. Die (EKD) Kirche weiß es meist besser und muss daher nicht mehr auf die allgemeine Kirche zurückgreifen. Was 2000 Jahre gelehrt und noch dereinst in den ökumenischen Konzilen beschlossen wurde, ist hinfällig und man züchtet den neuen Christenmenschen, den Sie frei nennen.

Wenn erst jedes Bekenntnis vergessen ist und ein historischer Bruch in der Konitnuität der Kirche vollzogen ist, initiiert man Zersetzungsprozesse unter dem Fähnchen der Nächstenliebe.

Im übrigen tut mir die Vikarin durchaus leid. Es galt eine schwere Entscheidung vor dem Hintergrund der Liebesbeziehung zu treffen. Solch eine Entscheidung muss aber Konsequenzen haben und ein Geistlicher hat für den Fortbestand von Kirche und Abendland Sorge zu tragen. Diese Sichtweise habe ich dargelegt. Um so mehr ist es zu bewundern, wenn sie für ihre Liebe bereit ist, die nötigen Folgen auf sich zu nehmen. Darüber, ob der Kuhhandel schon vor der Hochzeit bestand, möchte ich nicht mutmaßen. Wenn es nicht so war, ist Frau Vikarin durchaus mutig.

Das, was Sie als meinen Privataltar bezeichnen, ist aber exakt das Gegenteil davon. Es geht darum, den überlieferten Glauben der alten Kirche zu bewahren. In diesem Sinne muss man dem blühenden Synkretismus entgegen treten. Da ist es kläglich, mir eine selbst gebastelte Wahrheit zu unterstellen. Das Lehramt aus 2000 Jahren ist meine Richtschnur und nicht die Entscheidungen des EKD-Verwaltungsrates unter grüner - offenbar nicht nur politischer - Flagge.

Da Sie die Lehre der alten Kirche nicht mehr für maßgeblich halten und mit anderer Gnosis ausgestattet sind, werden wir uns nur im Kreis drehen. Die Diskussion käme zu keinem Ende.

Ein Austritt kommt mir nicht infrage, solange es in den lutherischen Landeskirchen noch das Amt in apostolischer Sukzession gibt. Die Bischöfe und Priester werden verfolgt und von Schreibtischtätern diffamiert, kommen ihrer Verantwortung gegenüber ihren Gemeinden aber tapfer nach. Deshalb wechseln sie nicht einfach in eine andere Kirche, so wie es sich fragen und wünschen. Weil es eben nicht um das Subjektive und den individuellen Weg geht, sondern um die ihnen anvertrauten Glieder, die man nicht um die Eucharistie betrügen darf. Die Konsequenz des Amtes, worin Frau Vikarin versagt hat.

Die Gültigkeit des Amtes in der Volkskirche zu bewahren und Zweifelnden die Augen zu öffnen, verlangt das Ausharren in den Landeskirchen.

Verfasst von bundesbedenkent... am 21. Dezember 2011 - 21:03.

Die Missstände in der Kirche

Die Missstände in der Kirche lassen den mündigen Gläubigen...

Die Missstände in der Kirche lassen den mündigen Gläubigen zwangsläufig nachdenken.

Nachdenken ist sicher nicht verkehrt.

Die (EKD) Kirche weiß es meist besser und muss daher nicht mehr auf die allgemeine Kirche zurückgreifen.

Die EKD als solche spielt hier keine Rolle. Sie kann weder Berlin noch Württemberg vorschreiben, was dort zu gelten hat.

Was 2000 Jahre gelehrt und noch dereinst in den ökumenischen Konzilen beschlossen wurde, ist hinfällig und man züchtet den neuen Christenmenschen, den Sie frei nennen.

Wenn Sie mir einen Konzilsbeschluß nennen könnten, in dem die Heirat zwischen einer Vikarin oder auch Pfarrerin und einem Muslim verboten wird (oder auch nur ne Mischehe überhaupt), wäre Ihr Einsatz ja zumindest ansatzweise glaubwürdig. Vollkommen glaubwürdig nur dann, wenn das Konzil aus einer Zeit käme, in dem die Probleme ähnlich gelegen wären wie heute. Aber für den Anfang kann man es ja beim allgemeineren Fall belassen: Hochzeit zwischen Christen und Nichtchristen.

Wenn erst jedes Bekenntnis vergessen ist

Wenn Ihr Problem das Vergessen des Bekenntnisses ist, wieso reden wir dann nicht darüber, statt über interreligiöse Hochzeiten?

Es geht darum, den überlieferten Glauben der alten Kirche zu bewahren.

Da sollten wir kein Problem kriegen.

In diesem Sinne muss man dem blühenden Synkretismus entgegen treten.

Freilich, aber m Synkretismus geht es hier doch nicht, oder?

Das Lehramt aus 2000 Jahren ist meine Richtschnur und nicht die Entscheidungen des EKD-Verwaltungsrates unter grüner - offenbar nicht nur politischer - Flagge.

Ne schwarze Flagge oder sont eine hilft da auch nicht weiter. Bei "Lehramt" frag ich mich, was das genau sein soll, da meines Wissens nach solch ein Lehramt im Gegensatz zu Rom in der evangelischen Kirche (auch bei den Lutheranern) nicht existiert. Vielleicht können Sie mich da aufklären?

Da Sie die Lehre der alten Kirche nicht mehr für maßgeblich halten

Wo hätte ich denn so etwas geschrieben?

mit anderer Gnosis ausgestattet sind

???

Ein Austritt kommt mir nicht infrage, solange es in den lutherischen Landeskirchen noch das Amt in apostolischer Sukzession gibt.

In den lutherischen Landeskirchen gibt es eine allgemeine apostolische Sukzession? Das wäre mir neu. Wie meinen Sie das? So wie die Katholiken das verstehen? Nach meinem Wissen gibt es die apostolische Sukzession nur bei den skandinavischen Lutheranern.

 

Verfasst von pro ecclesia am 22. Dezember 2011 - 10:28.

Der Zusammenhang zwischen den

Der Zusammenhang zwischen den geschilderten Missständen und dem aktuellen...

Der Zusammenhang zwischen den geschilderten Missständen und dem aktuellen Problem um die Vikarin sollte deutlich geworden sein. Eigentlich dürften Sie das interpretieren können.

Das eine solche Heirat ermöglicht wird, sehe ich als Folge des herrschenden Synkretismusses, der selbst wieder aus dem vergessenen Bekenntnis und dem Bruch mit der Kirche resultiert.

Kennt man sein Profil nicht, sinkt auch die Bereitschaft, dafür einzutreten. Die Tradition der Kirche erlaubt uns sehr wohl, unsere Kultur und Tradition zu erhalten. Sie ist wesentlich Grundlage für gelebten christlichen Glauben in unseren Breiten. Der Islam steht dem entgegen. Ein Mischmasch führt zu einer weiteren gravierenden Schwächung der Kirche gegen einen starken Islam. Hier ist es doch nicht anders. Dass ein muslimischer Mann eine christliche Frau ehelichen darf, dient der Ausbreitung des Glaubens. Umgekehrt tolerieren wir es als Zeichen der Liebe und lassen uns in unserer Bequemlichkeit dabei aushöhlen.

Hätte die alte Kirche so wenig Selbstbehauptungskräfte gehabt, würde sie schlicht nicht mehr existieren.

Ich hoffe, Ihnen wird deutlich, dass ich nicht von Themen spreche, die von der religionsverschiedenen Ehe losgelöst betrachtet werden können. Sie haben natürlich Recht, wenn Sie sagen, man solle stattdessen über genau diese Punkte reden. Dem stimme ich zu, denn dort findet sich Wurzel des Übels.

Verfasst von bundesbedenkent... am 23. Dezember 2011 - 12:51.

Die Tradition der Kirche

Die Tradition der Kirche erlaubt uns sehr wohl, unsere Kultur und Tradition zu...

Die Tradition der Kirche erlaubt uns sehr wohl, unsere Kultur und Tradition zu erhalten.

Sie verdammt uns aber nicht dazu.

Sie ist wesentlich Grundlage für gelebten christlichen Glauben in unseren Breiten.

Es gibt auch in unseren Breiten Christen mit anderer Kultur. Etwa Flüchtlineg aus anderen Weltgegenden, die ebenfalls Christen sind und ihre Kultur mitgebracht haben. Auch Evangelikale, die eine amerikanische christliche Kultur angenommen haben, weil sie ihr Christsein so leben wollen. Sie sehen also, auch ohne unsere Kultur kann man Christ sein. Auch in unseren Breiten.

Ein Mischmasch führt zu einer weiteren gravierenden Schwächung der Kirche gegen einen starken Islam.

Ein Mischmasch würden den Islam genauso schwächen wie das Christentum, aber der Islam kann uns hier egal sein. Ich stimme Ihnen hier auch zu: Mischmasch ist ein Problem, damit hat man nichts gewonnen. Aber ich sehe keinen, der ein Mischmasch propagieren würde. Die Vikarin ist und bleibt Christin. Da wird nix gemischt und nix gemascht.

Dass ein muslimischer Mann eine christliche Frau ehelichen darf, dient der Ausbreitung des Glaubens.

Nein! Es dient dem Leben der Liebe der beiden. Nicht mehr und nicht weniger.

Hätte die alte Kirche so wenig Selbstbehauptungskräfte gehabt, würde sie schlicht nicht mehr existieren.

Hätte sich die alte Kirche so sehr auf dem Feld der Kultur verausgabt, hätte sie den Glauben nicht weitergeben können - keine Kraft mehr. Dann würden wir heute vielleicht alle Wotan anbeten. Zum Glück wußte die alte Kirche zwischen kulturellen Fragen und Glaubensfragen zu unterscheiden. Etwas, das wir wohl erst wieder lernen müssen.

wenn Sie sagen, man solle stattdessen über genau diese Punkte reden. Dem stimme ich zu, denn dort findet sich Wurzel des Übels.

Dann lassen Sie uns doch einmal dazu kommen.

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