"Ihr seid das Licht der Welt": Der Papst und die Jugend

Frau und Kinder bei Feier mit Papst

Leuchtende Augen: Teilnehmer der Vigilfeier mit Papst Benedikt XVI. am Samstagabend in Freiburg. Foto: dpa / Bernd Weißbrod

Begegnung - Mit einer sogenannten Vigilfeier ist am Samstag in Freiburg der dritte Tag des Deutschlandbesuchs von Papst Benedikt XVI. zu Ende gegangen. Fast 30.000 junge Leute nahmen daran teil. Den Kontakt mit ihnen schätzt der sonst eher zurückhaltende Papst - die Jugend ist für ihn die Hoffnung für die Zukunft des Glaubens sind. So knüpfte Freiburg an den Weltjugendtag an.

Von Hanns-Jochen Kaffsack

In Madrid vor einem Monat fegt ein Sturm ihm fast das Manuskript fort, der Papst kann seine Rede an die Jugend im Regen nicht halten. Jetzt, in Freiburg, setzt Benedikt XVI. das fort, was ihm bei der Gebetswache auf dem Weltjugendtag damals nicht vergönnt war - er wendet sich an die Internet- und Facebook-Generation, in der er eine Zukunft des Glaubens und seiner Kirche sieht. "Ich habe mich den ganzen Tag auf diesen Abend gefreut", eröffnet der 84-Jährige seine Rede auf dem Messegelände. Und das Wetter spielt prima mit.

Die Gottsuche, die sich wie ein roter Faden durch die Ansprachen des Papstes bei seinem Deutschlandbesuch zieht, muss der Pontifex auch im Breisgau an die Jugend bringen: Neuevangelisierung in jenen Ländern, die sich aus seiner Sicht schmerzlich weit vom Glauben und der Religion entfernten, hat er sich auf die Fahnen geschrieben. Und der Jugend gilt dabei seine Hoffnung. Sie sollen "Lichtbringer" sein, ja, so etwas wie "glühende Heilige" in einer oftmals unheiligen Zeit.

Der diskrete Charme des Papstes

Benedikt XVI. mag den Kontakt mit jungen Leuten - und viele junge Gläubige mögen den diskreten Charme des zurückhaltenden Deutschen. Wie ernst sie seine strengen Worte wirklich nehmen, ist eine andere Frage, aber er erspart sie ihnen nicht: "Der Schaden der Kirche kommt nicht von ihren Gegnern, sondern von den lauen Christen." Deshalb sollten sie brennen, was viele in der Elterngeneration, vielleicht ausgebrannt, einfach nicht mehr können. Doch muss ihm die Diskrepanz bewusst sein, dass so viele junge Leute sich in ihrer Lebensführung nicht an ihm ausrichten, wie ein "Votum" vor der Gebetswache mit aufblasbaren farbigen Tüten bewies.

Im Schein unzähliger Lichter, als Vorfreude auf die sonntägliche Messe mit dem Papst ganz in der Nähe, geißelt er Egoismus, Neid und Aggression. Er mahnt die Jugend, das Böse in sich selbst zu suchen, wobei die Liste aller Übel in der Welt "draußen" auch für ihn schon unerträglich lang ist. Der technische Fortschritt macht die Welt auch nicht besser, das muss er der IT-Generation vielleicht doch schon mal sagen. Krieg, Terror, Hunger, Armut und Unterdrückung, das Repertoire auf der Bühne des Bösen kann Benedikt in der Tat allzeit problemlos verlängern. In Freiburg warnt er jene Jungen, die ihn (und mit ihm) fröhlich feiern, vor den falschen Heilsbringern und den Diktatoren.

Dabei liebt Benedikt XVI., wie er bekundet, die besondere Atmosphäre der Ruhe, Gemeinschaft und inneren Freude, wie ihn eine abendliche Gebetswache oder auch ein ganzer Weltjugendtag vermitteln. Aber er hat es irgendwie eilig, seine Botschaft für die Zukunft von Kirche und Glauben einzubringen: Die jungen Menschen sollen in Deutschland seine Leuchten der Hoffnung sein - diszipliniert und gar nicht "lau".

dpa

Kommentare

Verfasst von Gast am 26. September 2011 - 19:08.

Stadt auf dem Berg

Der Papst hatte den Jugendlichen gesagt: „Eine Stadt, die auf einem Berg liegt...

Der Papst hatte den Jugendlichen gesagt: „Eine Stadt, die auf einem Berg liegt, kann nicht verborgen bleiben“

Das mag schon sein! Tagsüber kann man die Stadt auf dem Berg vielleicht sehen. Wenn es aber dunkel ist? Was dann?
Wenn es in der Stadt keinen Strom gibt, wie soll man sie leuchten sehen?
Wenn die Leute, oben auf dem Berg, keine Kerzen haben, keine Feuerzeuge, keine Streichhölzer, nichts brennbares, was dann???

Da bleibt doch nur Finsternis!

Verfasst von Gast am 26. September 2011 - 13:00.

Lichtbringer sein ???

Luzifer, auch Lucifer, ist der lateinische Name des Morgensterns (Venus)....

Luzifer, auch Lucifer, ist der lateinische Name des Morgensterns (Venus). Wörtlich übersetzt bedeutet er „Lichtbringer/Lichtträger“ (zu lat. lux, „Licht“ und ferre, „tragen, bringen“).

Hat der Papst tatsächlich zu den Jugendlichen gesagt, dass diese "Lichtbringer" sein sollen??? Der Teufel persönlich trägt den Namen Luzifer, der "Lichtbringer".

Der Papst entzündete Feuerschalen. Im Schein unzähliger Lichter, geißelt der Papst ...Egoismus, Neid und Aggression....Er mahnt die Jugend, das Böse in sich selbst zu suchen, wobei die Liste aller Übel in der Welt "draußen" auch für ihn schon unerträglich lang ist. Der technische Fortschritt macht die Welt auch nicht besser.....Krieg, Terror, Hunger, Armut und Unterdrückung, das Repertoire auf der Bühne des Bösen kann Benedikt in der Tat allzeit problemlos verlängern. In Freiburg warnt er jene Jugendlichen, die ihn (und mit ihm) fröhlich feiern, vor den falschen Heilsbringern und den Diktatoren.

Die Jugendlichen sollen "Lichtbringer" sein??
Diese sollen das Licht weitergeben, damit jeder das Böse, im hellen Schein des Lichts, in sich selber aufspüren kann.

Pure Spekulation!

Verfasst von Alisia am 26. September 2011 - 22:24.
Kommentar auf: Lichtbringer sein ???

Das ist keine Spekulation, das ist einfach nur Quatsch

Auf die Gefahr, dass ich einen Troll fütter. Bevor man unglaublichen Unsinn...

Auf die Gefahr, dass ich einen Troll fütter.
Bevor man unglaublichen Unsinn schreibt, könnte man auch in die Bibel gucken und dort das Wort des HERRN im Matthäus 5 lesen: 14 Ihr seid das Licht der Welt. Es kann die Stadt, die auf einem Berge liegt, nicht verborgen sein. 15 Man zündet auch nicht ein Licht an und setzt es unter einen Scheffel, sondern auf einen Leuchter; so leuchtet es allen, die im Hause sind. 16 So lasst euer Licht leuchten vor den Leuten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen.
Das müsste eigentlich eine der bekannteren Bibelstellen sein. Also vorausgesetzt, dass man die Bibel überhaupt mal gelesen hat.

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