"Ist Jesus nicht auferstanden, ist unsere Predigt vergeblich"

Leeres Grab

Das leere Grab ist für Christen das Symbol für die Auferstehung Jesu von den Toten. Foto: iStockphoto

Theologie - Die leibliche Auferstehung Jesu von den Toten ist seit jeher eine Herausforderung für das menschliche Denken. Auch unter Christen gibt es verschiedene Auffassungen über das leere Grab. Liberale Theologen wie Andreas Rössler erklären die Auferstehung ohne übernatürliche, wunderhafte Elemente. Das bleibt nicht ohne Widerspruch. Nach Ansicht von Jürgen Henkel lässt sich der christliche Glaube nicht auf ein diesseitiges Vernunftsprogramm reduzieren.

Von Jürgen Henkel

"Und es erschienen ihnen diese Worte, als wär's Geschwätz, und sie glaubten ihnen nicht." (Lukas 24,11)

Von Anfang an gehört es zum biblischen Zeugnis von der Auferstehung Jesu, dass der Glaube an diese Auferstehung auch bezweifelt wird. Die Apostel halten den Bericht der Frauen vom leeren Grab für "Altweibergeschwätz" und "dummes Zeug", wie es im griechischen Original für die Apostel wenig schmeichelhaft heißt, für eine Aussage also, die dem Verstand und dem rationalen Denken als unlogisch und unvernünftig erscheint und die nach menschlichen Maßstäben keinen Sinn ergibt, weil sich dies der Erfahrung, Wahrnehmung und Beurteilung des natürlichen Menschen vollständig entzieht.

Schon immer stellte der christliche Glaube an die Auferstehung eine Zumutung für menschliches Denken dar, der Zweifel daran erscheint sozusagen als schriftgemäß. Doch an der eigenen Haltung genau zu dieser Zumutung entscheidet sich unser christlicher Glaube. Nicht unsere Vernunft ist Maßstab für das, was wir glauben, sondern unser Glaube verwandelt unser Denken, wenn wir in einer lebendigen, geistgewirkten Beziehung zu Gott-Vater und seinem menschgewordenen Sohn leben.

Zumutung für das menschliche Denken

Immer schon gab es vor allem in der protestantischen Theologie Ansätze, die Wirklichkeit des leeren Grabes und die leibliche Auferstehung Jesu – und damit das Zeugnis der Heiligen Schrift an der für die Christen und ihren Glauben entscheidendsten Stelle – zu relativieren und auf Vernunftgemäßheit hin umzuinterpretieren. Rudolf Bultmanns Entmythologisierung der Bibel und die historisch-kritische Methode insgesamt lieferten zusammen mit der Frage nach dem irdischen Jesus das exegetische "Parteiprogramm", um von der Fleischwerdung des Logos und der Gottessohnschaft Jesu über die Heilungswunder bis hin zur Auferstehung und Himmelfahrt Jesu die zentralsten Glaubensinhalte des Christentums mit Bekenntnisrang nach Maßstäben von Vernunft und empirischer Erkenntnismöglichkeit zu beurteilen und in Frage zu stellen.

Mit allen exegetischen Raffinessen wird aus dem inkarnierten, gekreuzigten und auferstandenen Gottessohn Jesus Christus der irdische Jesus von Nazareth herausgeschält, zentrale Aussagen des christlichen Glaubens und der Christologie werden zu sekundären – und damit unverbindlichen – Interpretamenten der Urgemeinde deklariert. Die moderne Exegese trifft sich hier mit manchen frühen Irrlehren der Theologiegeschichte, die jedoch von der Kirche aus guten Gründen als nicht schriftgemäß verworfen wurden.

Die liberale Theologie, als deren Vertreter sich auch Theologen wie Andreas Rössler und sein "Bund für freies Christentum" verstehen, hat in Adolf von Harnack ihren wirkmächtigsten Vertreter der Kritik am altkirchlichen Dogma als "Hellenisierung des Christentums". Sie erkennt in Jesus Christus vor allem einen beispielhaften Menschen und Pädagogen vernünftig-sittlicher Werte: Jesus als "der gute Mensch von Nazareth". Wenn heute die leibliche Auferstehung Jesu und das leere Grab mit Argumenten der Vernunft bestritten werden, so ist das deshalb weder neu noch besonders originell. Das hat von Bultmanns Theorie der "Auferstehung ins Kerygma" über Willi Marxens "Die Sache Jesu geht weiter" bis hin zu Gerd Lüdemanns Visions-Theorie eine gewisse Tradition im Protestantismus.

Jesus zum irdischen Ethiklehrer reduziert

Solches Denken bildet den Status des natürlichen Menschen ab, der dem Auferstandenen in seinem Leben noch nicht in einer existenziellen Glaubenserfahrung begegnet ist und wo der Glaube sich auf ein diesseitiges religiös-sittliches Vernunftprogramm für ein gelingendes Zusammenleben reduziert. Doch dazu braucht es tatsächlich keinen christlichen Glauben mehr, keine Protologie und Eschatologie, kein Jenseits und kein Jüngstes Gericht. Jesus ist für solches Denken in letzter Konsequenz ein Lehrer gewaltfreien Zusammenlebens und irdischer Ethik wie viele vor und nach ihm, von Seneca bis Gandhi.

Wer von der Warte des Verstands oder der natürlichen Erfahrung aus Glaubensfragen beurteilt, muss zwangsläufig scheitern. "Christus ist unser Friede", heißt es im Brief des Apostels Paulus an die Epheser (2,14), und dieser Friede Gottes ist "höher als alle Vernunft", wie wir ebenfalls bei Paulus lesen (Philipper 4,7). Luther selbst hat das in aller Deutlichkeit festgehalten, dass die menschliche Vernunft nicht zum Glauben führt. Er schreibt in seiner Auslegung des Dritten Glaubensartikels im "Kleinen Katechismus": "Ich glaube, dass ich nicht aus eigener Vernunft noch Kraft an Jesus Christus, meinen Herrn, glauben oder zu ihm kommen kann; sondern der Heilige Geist hat mich durch das Evangelium berufen, mit seinen Gaben erleuchtet, im rechten Glauben geheiligt und erhalten". Diese Feststellung Luthers zählt zu den lutherischen Bekenntnisschriften.

Die Heilige Schrift ist in ihrem Zeugnis von Ostern, Auferstehung und leerem Grab völlig eindeutig und unmissverständlich und erklärt den entsprechenden Glauben an dieses Zeugnis auch als konstitutiv für christliche Existenz und christlichen Glauben. Der auferstandene Christus selbst lässt sich berühren und isst, um seine Leiblichkeit nach der Auferstehung zu beweisen, auch wenn er dies gar nicht nötig hätte (Lukas 24,39-42, auch Johannes 20,27 ff). Bei Lukas heißt es eindrucksvoll: "Fasst mich an und seht; denn ein Geist hat nicht Fleisch und Knochen, wie ihr seht, dass ich sie habe" (24,39). Wer leeres Grab und Auferstehung leugnet, macht entweder den auferstandenen Jesus selbst oder die Evangelisten und Auferstehungszeugen zu Lügnern und hat das gesamte neutestamentliche Zeugnis an seinen entscheidendsten Stellen gegen sich, die nun hier alle aufzuführen müßig ist.

Luthers Osterpredigt von 1532

In einer Predigt zum Ostertag 1532 hat Luther die Auferstehung in ihrer Heilsbedeutung für den Glauben unterstrichen: "Da gehört ein starker, fester Glaube zu, der uns diesen Artikel stark, fest und gut mache. Die Worte: 'Christus ist von den Toten auferstanden', soll man gut merken und mit großen Buchstaben schreiben, dass ein Buchstabe so groß sei wie der Turm, ja wie Himmel und Erde, dass wir nichts anderes sehen, hören, denken noch wissen als diesen Artikel. Denn wir sprechen und bekennen diesen Artikel im Gebet nicht deshalb, weil es allein geschehen sei, wie wir sonst eine Geschichte erzählen, sondern, damit es im Herzen stark, wahrhaftig und lebendig werde" (Luther Deutsch, hg. von Kurt Aland, Bd. 8, 1991, S. 179f). Genau darum geht es: um das Verhältnis von Vernunft und Glauben. Im Glauben geht es immer um ein "Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht" (Hebräer 11,1). Auf die Reformatoren können sich aus Vernunftgründen bekenntnis- und schriftkritische Geister schwerlich berufen.

Für ein Verständnis der Auferstehung als Visionen oder Halluzinationen der Zeugen bleibt hier kein Raum. Wer das Zeugnis der Heiligen Schrift an dieser Stelle nicht ernst nimmt, braucht eine neue Glaubensurkunde. Wer die Auferstehung Christi nicht glauben kann und das nur für eine überflüssige Diskussion um die Regeneration degenerierter Eizellen hält, weil er das mit seinem Verstand nicht nachvollziehen kann oder will, der betet nicht den auferstandenen Christus an, sondern seinen eigenen menschlichen Verstand. Am Glauben an den auferstandenen Herrn entscheidet sich aber unser ganzer Glaube. Das ist schon bei Paulus nachzulesen: "Ist aber Christus nicht auferstanden, so ist unsere Predigt vergeblich, so ist auch euer Glaube vergeblich" (1. Korinther 15,14). Und das ist keine Frage des Denkens allein, sondern auch der Intuition, die aus Glaubensgewissheit erwächst, aus unserer ganzen persönlichen Existenz als Getaufte und Hingabe an unseren Glauben und die Geheimnisse des Glaubens.

Wir dürfen nicht alle Glaubensaussagen durch den Filter unserer kleinen Vernunft wie durch ein engmaschiges Sieb filtern und nur noch das wenige glauben, was klein genug ist, um durch dieses Sieb zu passen, von unserem Verstand also begriffen zu werden. Der Glaube muss – und das fällt uns intellektualisierten, grüblerischen und eher skeptischen Deutschen stets schwer – durch den Verstand in Herz und Seele gelangen. Wenn wir in Glaubensfragen nur mit Verstand und Vernunft operieren, bleiben wir auf einer sehr vordergründigen Oberfläche unserer Existenz haften. Das "Ich" des Glaubens hat und braucht aber viel tiefere Schichten. Vielleicht ist gerade diese rationale Verhaftung an der intellektuellen Oberflächlichkeit ein Grund für die so sehr geschwundene Bindekraft des christlichen Glaubens gerade bei uns im deutschsprachigen Raum.

Auch die Liebe lässt sich nicht beweisen

Es gibt viele Dinge, die wir nicht mit Verstand und Vernunft begreifen können, von denen wir aber genau wissen, dass sie existieren, wirkmächtig sind und unser Leben bestimmen und beherrschen. Denken wir an die Liebe. Kann man Liebe beweisen oder mit Verstand und Vernunft erklären? Wohl kaum. Trotzdem glauben wohl auch vernünftige Menschen, dass es die Liebe gibt und dass sie unser ganzes Leben, Denken, Fühlen und Wollen beherrschen kann. Nur in den heilsentscheidenden Glaubensfragen wollen viele ihren kleinen menschlichen Verstand zum Maßstab für das Verstehen und Beurteilen der großen göttlichen Geheimnisse machen.

Gerne wird von protestantischen Theologen, die die Vernunft zum Maßstab ihrer theologischen Erkenntnisse machen, die "evangelische Freiheit" als Argument bemüht, um in Konsequenz daraus "unvernünftige" Glaubensaussagen abzulehnen. Mit diesem Postulat wird aber vor allem eine Selbstlegitimierung aller von Schrift und Bekenntnis abweichender Ansichten erteilt. Doch die Reformatoren lieferten mit ihrer Betonung der evangelischen Freiheit keinen Freibrief für Subjektivismus in Glaubensfragen, wonach jeder an Glaubensaussagen akzeptieren oder ablehnen kann, was ihm vernünftig erscheint, und vor allem all das als irrelevant erkannt wird, was der natürliche Mensch nicht versteht.

Der christliche Glaube ist überhaupt keine subjektive Angelegenheit, sondern findet auch als Gottesbeziehung des Individuums immer im Rahmen des Glaubens der Gemeinschaft der Kirche als objektiver Wirklichkeit statt, der sich auf Schrift und Bekenntnis als Norm und Grundlage bezieht. Nichts anderes meint Luthers "sola scriptura", das heute fast wie ein lächerliches Relikt aus der vorkritischen Epoche der Exegese wirkt. Doch genau darum geht es. Diese Diskussion ist übrigens auch keine innerprotestantische Nabelschau, sondern das berührt wesentlich und konkret auch den gemeinsamen Glauben der Gesamtkirche, wie er sich in der Bibel und dem Glaubensbekenntnis äußert, das im Nizäno-Konstantinopolitanum den Anspruch objektiver Verbindlichkeit erlangt hat.

Das Festhalten am Zeugnis des leeren Grabes und der Auferstehung Jesu ist daher auch eine Frage der Ökumene. Zum geistlichen Handeln der Kirche und der Gemeinde gehören nämlich auch die Treue zur Lehre und der Mut zur Unterscheidung der Geister. Denn "selig sind, die Gottes Wort hören und bewahren" (Lukas 11,2), wie Jesus selbst sagt, oder um es mit Luther zu sagen: "Spiritus sanctus non est scepticus!" (in "De servo arbitrio")


Jürgen HenkelDr. Jürgen Henkel ist Pfarrer der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern sowie Publizist. Er leitete von 2003 bis 2008 die Evangelische Akademie Siebenbürgen (EAS) in Sibiu/Hermannstadt. Derzeit ist er Pfarrer in Erkersreuth bei Selb in Oberfranken. Sein Buch "Neue Brücken oder neue Hürden? Eine Bilanz der Dritten Europäischen Ökumenischen Versammlung 2007" erschien 2008 im LIT-Verlag. In Vorbereitung: "Coca-Cola und Ikonen. 20 Jahre Wende von der kommunistischen Ideologie zur konsumistischen Idiotie".

Kommentare

Verfasst von Ingo1971 am 11. Mai 2011 - 15:56.

  Sehr schön!!!!

  Sehr schön!!!!

 

Sehr schön!!!!

“Die Ehrfurcht vor der Vergangenheit und die Verantwortung gegenüber der Zukunft geben fürs Leben die richtige Haltung.” - Dietrich Bonhoeffer

Verfasst von A. Rau am 10. Mai 2011 - 20:32.
Kommentar auf: Untaugliche Argumentation

Glaube hängt immer in der Luft

deswegen ist es ja Glaube und nicht Wissen. Allerdings braucht er gewissermaßen...

deswegen ist es ja Glaube und nicht Wissen. Allerdings braucht er gewissermaßen einen Haken, an den er sich hängen kann. Und davon stehen für Christen nur zwei zur Auswahl: entweder das, was in der Bibel überliefert wurde(sola scriptura) oder das, was Menschen uns heute erzählen wollen (solus theologus). Die Bibel mag ja widersprüchlich sein - die Theorien heutiger Theologen und sonstiger Zweifler sind ungleich widersprüchlicher. Außerdem hat die Bibel nun schon fast 2000 Jahre unzähligen Menschen Halt im Leben und im Sterben geboten, während die modernen Weisheiten kaum noch einen Hund hinter den Ofen hervorlocken und in 50 Jahren vergessen sind.

Wenn ich also schon glauben muß bzw. glauben will, dann denen, die die Bibel geschrieben haben - auch wenn das mitunter schwierig ist. An die heutige theologische Hirnakrobatik zu glauben, ist - zumindest mir - unmöglich. (Und was Dawkins Alternative betrifft: der Glaube an "Evolution", sprich: an ungesteuerten Zufall, nun ja, dafür herzliches Beileid!)

Verfasst von Eberhard am 10. Mai 2011 - 13:21.
Kommentar auf: Untaugliche Argumentation

Auferstehung ja oder nein?

Die Kirchen halten seit 2000 Jahren an einer Behauptung fest, ein Jesus sei...

Die Kirchen halten seit 2000 Jahren an einer Behauptung fest, ein Jesus sei auferstanden und bei seinem Papi im Himmel. Dei Wissenschaft hat diesen Unsinn längst geklärt und trotzdem hält man an dieser menschenunwürdigen Denkweise fest. Erst ein Nageln am Kreuz, furchtbar, dann eine himmelschreiende Auferstehung. Warum so ein Umweg? Und dann noch diese ewige christliche Drohung, wenn du das nichts glaubst, wanderst du in die Hölle. Lieber in der Hölle, bei den Guten, als im Himmel, bei den Schlechten.
Die Sonne braucht keine Priester!

Verfasst von Schnakenfuß am 5. Mai 2011 - 8:54.
Kommentar auf: Untaugliche Argumentation

Selig sind...

  "Spricht Jesus zu ihm: Weil du mich gesehen hast, Thomas, darum...

 

"Spricht Jesus zu ihm: Weil du mich gesehen hast, Thomas, darum glaubst du. Selig sind, die nicht sehen und doch glauben! " Joh. 20,29

Jesus weiss also, dass es nötig und möglich ist, zu glauben, ohne sichtbare Beweise zu haben. Wer das kann, ist selig, denn er hat das ewige Leben:

"Wer an den Sohn glaubt, der hat das ewige Leben." Joh. 3,36

Diesen Glauben kann kein Mensch aus sich hervorbringen. Er ist ein Geschenk und er ist absolut nötig, denn

"ohne Glauben ist's unmöglich, Gott zu gefallen; denn wer zu Gott kommen will, der muss glauben, dass er ist..." Hebräer 11,6

Warum Gott ausgerechnet den Glauben und nicht die Erfahrung oder das Wissen als Weg zu sich bestimmt hat, ist sein Geheimnis.

Wer zu Gott kommen möchte, muss also glauben können. Wer nicht glauben kann, darf um dieses Geschenk bitten und er wird es bekommen,
"denn der HERR gibt Weisheit, und aus seinem Munde kommt Erkenntnis und Einsicht. Er lässt es den Aufrichtigen gelingen" Sprüche 2,6.7

Verfasst von bundesbedenkent... am 4. Mai 2011 - 11:13.
Kommentar auf: Untaugliche Argumentation

Damit erfüllt er Richard

Damit erfüllt er Richard Dawkins‘ Kriterium für den Gotteswahn...

Damit erfüllt er Richard Dawkins‘ Kriterium für den Gotteswahn: eine „dauerhafte falsche Vorstellung, die trotz starker entgegengesetzter Belege aufrechterhalten wird“.

Auch wenn Du in Deinem Kommentar viel Richtiges und Wichtiges ansprichst (Problem der korrekten Bibelauslegung, Verbot des Zweifels etc), verstehst Du glaub ich grundsätzlich etwas falsch:

Ich glaube nicht, daß Henkel hier einen Beleg liefern will, der Außenstehende (Atheisten, Agnostiker, anders Religiöse und Sonstige) dazu bewegen könnte, die Auferstehung für ein historisches Faktum zu halten. Insofern braucht es nicht zu wundern, daß er solche Belege nicht bringt.

Es ist eine Diskussion innerhalb der evangelischen Kirche(n), daher sind Berufung auf die Schrift als Autorität durchaus drin, wobei man sich dann darüber einigen müßte, wie diese denn auszulegen sei (ich meine hiermit nicht das Ergebnis, sondern die Methode). Daß und warum ich seine Argumentation für nicht sinnvoll halte (weil es eben am Kern der Sache vorbeigeht, das ganze historistisch zu sehen), habe ich an anderer Stelle schon gesagt.

Doch nochmal zurück zu Dawkins: Ich denke das trifft es nicht ganz. Denn wer könnte die Vorstellung schon als falsch deklarieren, nur weil es keine sütenden Belege gibt. Ein Neanderthaler, der ohne es belegen zu können die Erde als Kugel beschrieben hätte, hätte nichts falsches ausgesagt. Ein Mensch, der einem anderen Menschen seine Liebe gesteht (ich denke soweit ist die Hirnforschung noch nicht, Emotionen so genau nachweisen zu können), macht nicht zwangsläufig eine falsche Aussage, nur weil wir sie nicht verifizieren können (falls Dich das stereotype Aufkommen der Liebe stören sollte: Es funktioniert auch mit Haß, der kann in bestimmten Peer-Groups auch gewünscht sein).

Und wie ist es mit den entgegengesetzten Belegen? Welchen Beleg gäbe es denn, daß Jesus nicht leiblich auferstanden ist? Es gibt Indizien in der Art, daß bisher noch kein anderer vom Tod zurückgekehrt ist (okay, Lazarus, der Jünging von Nain, die Tochter des Jairus, ... es gibt dann doch ein paar Berichte, aber sie sind recht dünn), aber daraus folgt nicht, daß dies nicht möglich wäre. Auch daß die Medizin kein Modell parat hat, wie das geschehen könnte (wobei sie zum Glück häufig Wiederbelebungen durchführen kann), ist kein Beleg GEGEN die leibliche Auferstehung, lediglich ein Indiz, aufgrund dessen man auch nicht davon ausgeht, daß ein Toter einfach wieder aufsteht nach ner Weile. Belege sind das alles jedoch nicht. Insofern ist es hier gerade keine Erfüllung der dawkins'schen Kriterien für Gotteswahn.

Dagegen wäre die Vorstellung, Jesus habe überhaupt nie existiert (wir beide kennen einen Blog, wo das immer mal wieder behauptet wird), durchaus eine solche Erfüllung der Kriterien. Denn es gibt jede Menge Belege für seine Existenz. Wir ertrinken geradezu in Handschriften, die von Seiner Existenz sprechen. Eineige sind nur kurz nach sienem Tod entstanden. Eine Weltreligion hat sich entwickelt auf Grunlage seiner Existenz. Und es ist schwerlich plausibel zu machen, wie diese Religionsgemeinschaft eine so große Anhängerschaft hätte gewinnen können, wenn sie sich auf einen faktisch nie existenten Menschen bezogen hätte. Allerdings wäre hier die Vokabel "Gotteswahn" schlecht gewählt. Es bleibt aber Dawkins überlassen, wie sinnvoll er seine Begriffe prägt, ich hätte vielleicht eher vom "Nichtgotteswahn" gesprochen, oder diese ganze Sache gar nicht erst aufgebracht, sondern mich um die empirische Unterfütterung der Memtheorie gekümmert, aber ich bin ja nicht Dawkins.

Verfasst von bundesbedenkent... am 1. Mai 2011 - 21:45.

Es wird wohl seine Gründe

Es wird wohl seine Gründe haben, warum das Philippusevangelium nicht im...

Es wird wohl seine Gründe haben, warum das Philippusevangelium nicht im Kanon ist.

Verfasst von bundesbedenkent... am 3. Mai 2011 - 9:09.
Kommentar auf: Original und Fälschung

Gnosis schön und gut. Wenn

Gnosis schön und gut. Wenn man sich jedoch die Bodenbesitzverhä...

Gnosis schön und gut. Wenn man sich jedoch die Bodenbesitzverhältnisse der Königszeit und vorher ansieht, dann waren sie dem Ideal von Gesell näher als wir es hete sind. Spekulation nicht möglich.

Und Geld im heuitgen Sinn gab's auch nicht. Auch hier war man Gesell wohl nicht so fern. Ganz ohne Gnosis und noch vor den 4 Evangelen.

Verfasst von bundesbedenkent... am 4. Mai 2011 - 10:41.

Woher verstehen Sie etwas

Woher verstehen Sie etwas davon, mein Wissen zu beurteilen? Ich habe durchaus...

Woher verstehen Sie etwas davon, mein Wissen zu beurteilen? Ich habe durchaus Gesell gelesen, machen Sie sich keine Sorgen. Ich habe jedoch auch mal ne Vorlesung zur Geschichte Iraels gehört und ja, auch dazu so dies und das gelesen. Land war im alten Israel und Juda ncht verkäuflich. Es war vielleicht nicht in Staatshand, da der Staat damals nur rudimentär vorhanden war, aber in Stammes- bzw Familienhand. Verkauft werden konnte es nicht (siehe dazu auch die Geschichte von Nabots Weinberg, wo sich dann abzeichnet, wie mit Gewalt der Wandel zum heutigen System kam). Aber vielleicht ist Ihnen das ja nicht zivilisiert genug.

Wo allerdings die Gnosis dann besser sein soll, müssen Sie mir erst zeigen.

Verfasst von bundesbedenkent... am 5. Mai 2011 - 12:46.

Können Sie es so

Können Sie es so zusammenfassen, daß man nicht erst 28 Seiten lesen...

Können Sie es so zusammenfassen, daß man nicht erst 28 Seiten lesen muß? Ich diskutier ja schließlich mit Ihnen und nicht mit dem Autor des verlinkten Textes. Links nehme ich sowieso nur als Ausführung zu den gemachten Argumenten wahr. Sie haben aber bisher kein Argument gebracht, sondern eine Behauptung aufgestellt, das find ich schon ein bißchen billig.

Zu Gesell kann ich sagen, ich hab die NWO gelesen, ist schon gut 10 Jahre her, aber ich denke doch, mit den grundlegenden Gedanken vertraut zu sein.

Verfasst von bundesbedenkent... am 6. Mai 2011 - 23:26.
Kommentar auf: Zusammenfassung

Sorry, ich kann nicht folgen.

Sorry, ich kann nicht folgen.

Sorry, ich kann nicht folgen.

Verfasst von Coriander am 8. Mai 2011 - 23:01.

Der Weisheit letzter Schuss

Ich denke nicht, dass man da groß folgen muss. Der Freiwirtschaftler...

Ich denke nicht, dass man da groß folgen muss. Der Freiwirtschaftler nennt seinen Internet-Auftritt "Der Weisheit letzter Schluss" und lädt schon damit zu einer gesunden Skepsis ein. Er kommt, wie zum Beispiel auch L. Ron Hubbard, von der Science Fiction her (wobei natürlich Arthur C. Clarke ein richtig guter SF-Autor ist). Seiner Meinung nach ist "das größte Geheimnis der Menschheit die Religion und ihre Überwindung."

Ich glaube das nicht.

Coriander

- Streite dich nicht mit einem Dummkopf. Er zieht dich auf sein Niveau herunter und schlägt dich dort mit seiner Erfahrung. (Quelle unbekannt)-

Verfasst von bundesbedenkent... am 1. Mai 2011 - 13:27.

Lieber Pascal, ich würde

Lieber Pascal, ich würde gerne ausführlich auf den Kommentar eingehen...

Lieber Pascal, ich würde gerne ausführlich auf den Kommentar eingehen, da es aber wohl ein längerer Text wird, würde ich das gerne auf meinem Blog tun. Daher bitte ich Sie, mir die Erlaubnis zu geben, Ihren Text dahin zu übernehmen.

Verfasst von geschichtswerkstatt am 30. April 2011 - 18:24.

"Glaube keine subjektive Angelegenheit"?

Selbstverständlich, Dr. Henkel, ist Glaube zuallererst eine subjektive...

Selbstverständlich, Dr. Henkel, ist Glaube zuallererst eine subjektive Angelegenheit. Bei diesem respektablen Versuch, in die dogmatische Tiefe zu loten und nebenher über seine Tragfähigkeit für die diversen historischen Aufbauten zu spekulieren, wurde, weil es gelegentlich angenehm ist, Kirche mit Glauben verwechselt.

Jesus Christus verstand sich als jüdischer Reformator, der seine Religion teils modernisieren, teils aber auch zurück zu ihren bekennenden Wurzeln führen wollte. Und seine Verurteilung und Auferstehung geschah ausschließlich im Dienst der Hoffnung, das jüdische Volk möge sich angesichts dieser Zeichen neu auf die moralischen Inhalte seiner Religion besinnen. Jede Interpretation, Christus habe eine neue Religion, gar eine Weltreligion im Sinn gehabt, ist eine Anmaßung. Das ergibt sich weder aus seinen Predigten, noch aus seinem Leben.

Die heutigen christlichen Kirchen sind das Werk der Evangelisten und ihrer Nachfolger, vor allem des Paulus, der zugleich die zweispältigste Persönlichkeit unter ihnen ist. Wobei nicht genau bekannt ist, ob er selber ausreichend schreiben oder lesen konnte, noch weniger bei Petrus. Die eigentliche Absicht des Jesus v. Nazareth war gescheitert, denn die neue Glaubensrichtung wurde von den alten jüdischen Gemeinden bekämpft. Es blieb den Jüngern also nichts weiter, als ein "gehet hin in alle Welt", insbesondere nach Rom, da Paulus ja Römer war.

Ich weiß natürlich nichts darüber, was damals geschehen ist, was nicht in der Bibel steht. Würde ein moderner Kriminalist die Vorfälle um die Auferstehung damals untersuchen können, so würde er sich vor allem für zwei Aspekte interessierten. 1. Wem nützte die Auferstehung und Ausbreitung eines sozusagen weichgespülten" Judentums? 2. War Paulus ein Agent, der im Interesse des römischen Kaisers oder seiner Statthalter unterwegs war, und der eventuell in der Lage war, die Geschehnisse um Kreuzigung und Auferstehung zu manipulieren?

Aus diesen Gründen muß man dem Papst helfen, aus diesem zweitausendjährigen Irrgarten heraus zu finden. Die katholischen Basisgemeinden werden sich verselbstständigen und ihre Bischöfe aus ihrer Mitte bestimmen, der Vatikan und die Kurie werden sich auflösen und mit diesem weisen Akt in die Geschichte eingehen. Die Zusammenarbeit aller Gemeinden auch mit den jüdischen wird sich an den bisherigen guten Erfahrungen der Ökumene orientieren. Andere Weltreligionen werden daran lernen, wie man auch mit scheinbar unerschütterlichen Dogmata flexibel umgehen kann, wenn man guten Willens, klug und weitsichtig genug ist.

Verfasst von Gast am 30. April 2011 - 21:23.

jüdischer Reformator?

Selbst im AT sind die Wurzeln des heutigen Christentums gelegt, denn an einigen...

Selbst im AT sind die Wurzeln des heutigen Christentums gelegt, denn an einigen Stellen wird davon gesprochen, daß "alle Welt" Jahwe als Herrn bekennen wird. Und wie wir wissen ist das Judentum keine Religion mit missionarischem Anspruch wie Islam und Christentum.

Wenn ich Jesus als jüdischen Reformator ansehen möchte muß ich wesentliche Worte von ihm ausblenden und als nachträglich erfunden ansehen, z.B. den Satz mit "gehet hin in alle Welt". Sicher verstand er sich in als zu den Juden gesandt. Aber hauptsächlich verstand er seine Predigt als Predigt vom Reich Gottes das allen Menschen offen steht.

An der Auferstehung alleine entscheidet sich die Wahrhaftigkeit des Christentums. Ist Jesus der eine und einzige Weg zu Gott wie er es selber sagte ("niemand kommt zum Vater ausser durch mich!") oder ist es einer der vielen Wege zu einem erfüllten Leben und ggf. auch zur ewigen Glückseligkeit der Seele. Esoteriker kommne genau mit diesem Spruch "Jesus, toller Lehrer, super geistlicher Mensch der einem die Ewigkeit näher bringt, genau wie Buddha und die anderen großen Lehrer der Religionen...." Die finden es ganz toll daß ich diesen Weg zur Erleuchtung verfolge.

Mit der "Auferstehung ins Kerygma" oder im Geist oder wie auch immer nur nicht leiblich unterstelle ich das Christentum genau jener Beliebigkeit der Religionen die die heutige Moderne haben möchte. Wollen wir das - Christus dem Zeitgeist opfern? Die Islamische Welt ist deshalb so stark geworden, weil sie ihre Schriften nach aussen vertreten und eben nicht dem Zeitgeist opfern. Das Christentum löst sich jedoch leider von der theologischen Lehre heraus selber auf indem es seinen eigenen Ursprung als Gebilde von Erfindungen (will ja nicht mal "Lügen" schreiben) statt Wahrheit und Offenbarung definiert....

Verfasst von Gast am 30. April 2011 - 14:27.

Christus ist auferstanden,

Christus ist auferstanden, Halleluja! Es gibt kein Ereignis in der Geschichte...

Christus ist auferstanden, Halleluja!

Es gibt kein Ereignis in der Geschichte der Menschheit,
das so gut bezeugt ist wie die Auferstehung unsres HERRN Jesus Christus. Ganz abgesehen davon, daß die leibliche Auferstehung Christi - auch nach dem Zeugnis der heiligen Kirchenväter - viel leichter zu verstehen ist als die andere Tatsache, daß ER zuvor am Kreuz gestorben ist.
Denn Christus ist ja eben wahrer Gott und wahrer Mensch.
Und für Gott ist es ein leichtes, vom Tod ins Leben zu kommen, hat ER doch die ganze Welt, Himmel und Erde und auch den Menschen geschaffen.
Freilich haben wir noch gar nichts begriffen, wenn wir es bei dem Ereignis von vor 2000 Jahren belassen. Denn heute ist der Tag, den der HERR gemacht hat. Für uns hat ER Sünde, Tod und Teufel besiegt! Darum lasst uns SEINEM Ruf folgen. Wir haben das wahre Licht gesehen, DEIN Opfer, HERR Jesus Christus! Leite uns, schütze uns, bewahre uns und alle, die Deinen heiligen Namen lieben.

Hristos a înviat, Christos voskresen, Hristos anestesen!

Verfasst von bundesbedenkent... am 30. April 2011 - 12:42.

Geht es um historische Fakten, oder geht es ums Evangelium?

Ich bin etwas irritiert. Da treten zwei Parteien gegeneinander an, die sich mit...

Ich bin etwas irritiert. Da treten zwei Parteien gegeneinander an, die sich mit der Auferstehung Christi befassen, und der Steitpunkt liegt nicht etwa in der Bedeutung der Auferstehung, sondern auf einem meines Erachtens nach absolut irrelevanten Feld: Dem der Historizität. Dabei ist klar: Historisch wird es niemals verifizierbar sein, daß Jesus auferstanden ist. Und auch, daß Er liegen blieb, wird wohl nicht nachweisbar sein, aber es entspricht wohl eher der alltäglichen Erfahrung im mgang mit den Toten...

Doch frage ich mich: Inwieweit betrifft die Historizität der Auferstehung die Botschaft? Wichtig ist die Heilige Schrift, sie ist eine der Hauptquelle des Glaubens und der Lehre. Und zwar unabhängig davon, was tatsächlich historisch geschah. Es stimmt ja, daß Paulus schrieb, ohne Auferstehung wäre alles Unsinn. Allerdings sehe ich nicht, daß die Liberalen zwangsläufig gleich die Auferstehung komplett ignorieren. Eine Auferstehung ins Kerygma ist eben auch eine Auferstehung, auch wenn sie nicht als leibliche-historische Auferstehung gedacht ist. Es ist ja nciht so, daß sich daraus nur noch sittliche Regeln des guten Manns von Nazareth ableiten ließen. Auch eine Auferstehung ins Kerygma kann dogmatisch gedeutet werden, auch so kann man von einer Offenbarung Gottes sprechen.

Ich frage mich, ob der Autor, der so sehr auf die Autorität der Schrift pocht, auch Adam und Eva als historisch ansieht, oder Kains Brudermord, den Turmbau zu Babel, das davidische Großreich oder die Landnahme der Israeliten. Müßte er eigentlich, wenn er konsequent wäre in seinem Pochen auf die Schrift. Doch sprechen sowohl historische Wissenschaften wie die Archäologie als auch Naturwissenschaften wie die Biologie gegen Landnahme, Menscheheitsentstehung vor 8000 Jahren etc.

Wohlgemerkt, mir geht es nicht darm, einseitig Partei für die Liberalen zu ergreifen. Ich möchte vielmehr darauf hinweisen, daß nicht historische Fakten unseren Glauben bestimmen, sondern die uns überlieferten Geschichten nd deren Inhalt. Daher denke ich, wäre es sinnvoller, sich auf die Bedeutung zu konzentrieren: Was heißt es für uns, wenn gesagt wird, Christus ist auferstanden? Ich denke es heißt, daß Gott stärker ist als der Tod und den Tod besiegt hat, egal wie das nun historisch genau gelaufen ist. Ich glaube vor allem das Ergebnis, die Details, wie es dazu kam, sind mir recht Wurscht. Ich gehe davon aus, daß Gott sein handwerk versteht, so oder so.

Verfasst von womue am 30. April 2011 - 13:37.

Was heißt: Gott ist stärker...?

Mit dieser Kritik stimme ich weitgehend überein. Aber "was heißt es für uns,...

Mit dieser Kritik stimme ich weitgehend überein. Aber "was heißt es für uns, wenn gesagt wird, Christus ist auferstanden?" Mal nicht historistisch sondern modern, sozusagen zeitgenössisch (und wissenschaftgläubig) geantwortet: Unsere Welt ist für uns Christen gegenwärtig in einem Zustand, der mit der Botschaft von Christus` Auferstehung nicht im Widerspruch steht und in der die Existenz eines lebendigen Gottes einen sinnstiftenden Platz hat. Oder sie ist es eben nicht. Das Glauben oder der Glauben schließt doch nicht aus, daß dieser sinnstiftende Freiraum für Religion und Gott nicht auch emotional und mit Logik erfahrbar ist.

Ich halte es für einen Fehler, sich am biblischen Schrifttum festzuklammern, die Texte wurden von Individuen verfaßt, die weder für historische Exaktheit noch für Wahrheit verantwortlich gemacht werden können, und ebenso waren sie nicht als tragende Säulen für 2000 Jahre institutionalisiertes Christentum gedacht. Ich bin mehr als skeptisch, ob Jesus Christus sich und seine Auferstehung in der Institution Kirche irgendwie wiedererkennen würde.

Verfasst von Gast am 30. April 2011 - 12:36.

Also: Als 1990 mein Bruder

Also: Als 1990 mein Bruder starb, den ich wirklich ausgesprochen gern hatte,...

Also:
Als 1990 mein Bruder starb, den ich wirklich ausgesprochen gern hatte, spielte mein Verstand einige Zeit verrückt. Ich will das hier genauestens erklären. Dafür gibt es nämlich eine wissenschaftliche Erklärung!
Also: Mein Bruder war 10 Jahre älter als ich. Das heißt: Er war von Anfang an immer präsent für mich. Für mich gab es kein Leben ohne Bruder! Definitiv!

Mein Bruder starb einen ganz plötzlichen Tod und ich war dabei nicht zugegen. Ich war im Urlaub.
Die Nachricht von seinem Tod traf mich wie ein Schlag. Ich war darauf nicht gefasst. Als ich unser Elternhaus daraufhin aufsuchte, sah ich ihn wirklich überall. Ich hörte ihn, ich roch ihn, ich nahm ihn tausendfach wahr. Er war nämlich mit diesem Haus fest verbunden. Jahre später noch sah ich ihn in Autos der Marke Audi und zwar genau in den Modellen, die er während seines irdischen Lebens gefahren hatte. Ich sah ihn exakt mit dem Lächeln auf den Lippen, das er immer hatte, wenn ich mit ihm die Diskussion suchte. Dieses Lächeln war leicht ironisch, denn so richtig für voll genommen hat er mich wohl nie. Ich war ja schließlich 10 Jahre jünger. Diese Bilder hatte mein Gehirn gespeichert und wenn ich später ähnliche Bilder wahrnahm, dann setzte mein Gehirn diese mit den gespeicherten Bildern zusammen. Wenn ich kurz die Augen schloss, nahm ich das realistische Bild wahr. Ähnliches haben mir andere Menschen berichtet. Später nahm ich die Ähnlichkeit meines Sohnes mit meinem Bruder wahr und es passsierte wieder etwas ganz ähnliches!
Das Beschriebene in der Bibel ist nicht falsch...aber es ist nicht wissenschaftlich erklärt, sondern verklärt worden! Das spricht aber gar nicht gegen Religion. Im Gegenteil: Es macht sie verständlich als ein Begreifen der Welt in ihren elementarsten Zügen. Anders konnten die Menschen damals die Welt nicht begreifen! Es spricht auch nicht gegen Jesus Christus...man sollte ihn nur anders zu begreifen suchen---in unserer modernen Zeit! Ansonsten hält man uns Christen für blöd!

Verfasst von ralf.a.friedrich am 30. April 2011 - 14:14.

Auferstanden oder nicht auferstanden? - Eigentlich keine Frage

Was würde sich an unserem Glauben ändern, wenn wir einen...

Was würde sich an unserem Glauben ändern, wenn wir einen wissenschaftlichen Beweis der Auferstehung Jesu hätten? Egal wie der Beweis lauten würde, Glaube ist Glaube und Wissenschaft ist Wissenschaft. Wenn ich an etwas stark glaube, dann gibt es mir Kraft und Hoffnung, wenn ich ungläubig bin, dann helfen mir Fakten und Beweise auch nichts, weil ich Wege suche, diese zu widerlegen oder zu leugnen. Genauso können wir an Pfingsten fragen, wie wir die Wirkung des Heiligen Geistes messen können?

Was Menschen hilft ist der Glaube und der Glaube durchbricht die Grenzen der Wissenschaft. Für mich ist Jesus Christus auferstanden und er ist präsent in meinem Leben. Wie er auferstanden ist, ist für mich dabei nebensächlich. Die Kraft, die Hoffnung und die Liebe, die ich durch meinen christlichen Glauben erfahre sind für mich so wichtig und heilsam, dass ich an die Auferstehung glaube. Ich kann auch Menschen verstehen, die nicht an die Auferstehung glauben oder einen anderen Glauben ausüben. Was jede und jeder von uns glaubt ist zum Glück in unserem Land eine persönliche Entscheidung. Darüber bin ich wirklich glücklich. Gott sei Dank!

Kommentar hinzufügen

Der Inhalt dieses Feldes wird nicht öffentlich zugänglich angezeigt.
  • Internet- und E-Mail-Adressen werden automatisch umgewandelt.
  • Zulässige HTML-Tags: <a> <em> <strong> <cite> <code> <ul> <ol> <li> <dl> <dt> <dd><p><embed><param><object>
  • Zeilen und Absätze werden automatisch erzeugt.
  • Du kannst andere Kommentare mit [quote]-Tags zitieren.

Weitere Informationen über Formatierungsoptionen