"Landeskirchen und Evangelikale kann man nicht trennen"

Unterschiedlich und doch zusammen

"Wie sehr wir uns gegenseitig brauchen, werden wir zukünftig noch merken." Foto: iStockphoto

Evangelische Allianz - Seit Beginn des Jahres ist der Präses des landeskirchlichen Gnadauer Verbandes, Pfarrer Dr. Michael Diener, Vorsitzender der Deutschen Evangelischen Allianz (DEA). Er folgte dem Vorstandsvorsitzenden der ERF-Medien, Jürgen Werth. Die Deutsche Evangelische Allianz versteht sich nicht zuletzt als Vertreterin der nach eigenen Angaben über eine Million evangelikaler Christen in Deutschland.

Die Fragen stellte K. Rüdiger Durth

Erstmals steht mit Ihnen der hauptamtliche Leiter einer großen landeskirchlichen Einrichtung an der Spitze der Deutschen Evangelischen Allianz. Bedeutet Ihre Wahl eine Richtungsänderung der Evangelikalen hin zu der verfassten Kirche?

Michael Diener: Das sehe ich so nicht. Die Deutsche Evangelische Allianz hatte - neben den freikirchlichen Vorsitzenden - schon immer auch Vorsitzende, die fest in ihrer jeweiligen Landeskirche verankert waren. Ganz zu schweigen von ihrem Generalsekretär Harmut Steeb. Ich werte meine Wahl eher als vertrauensvolles Signal des Hauptvorstandes der Allianz, dass man mir - trotz meiner innerkirchlichen Leitungsaufgabe als Präses des Evangelischen Gnadauer Gemeinschaftsverbandes - zutraut, für Landes-und Freikirchler gleichermaßen sprechen zu können und die jeweiligen Anliegen angemessen zu vertreten. Und dieses Vertrauen verpflichtet mich auch.

Gehören die tiefen Gegensätze zwischen der verfassten Kirche und den Evangelikalen in den zurückliegenden Jahrzehnten endgültig der Vergangenheit an?

Diener: Darf ich zuerst sagen, dass ich mit diesen "Pauschalisierungen" - auf der einen Seite "DIE verfasste Kirche" auf der anderen Seite "DIE Evangelikalen" nur wenig anfangen kann ? Ich glaube, das Bild ist auf beiden Seiten viel, viel differenzierter. Die Landeskirchen sind genauso wenig wie die Menschen, die der Allianz nahestehen, monolithische Blöcke. Da gibt es ganz große Unterschiede und dem entsprechend werden die "tiefen Gegensätze" auch sehr unterschiedlich wahrgenommen. Aber insgesamt ist es so, dass das Verhältnis unverkrampfter, vertrauensvoller und einfach "geschwisterlicher" geworden ist. Das freut mich sehr und daran hat der frühere Ratsvorsitzende, Bischof Huber, einen ganz großen Anteil. Und ich würde mir sehr wünschen, dass wir von den Gemeinsamkeiten her die Gegensätze aushalten oder sogar überwinden.

Wo sehen Sie nach wie vor ein Spannungsverhältnis zwischen Landeskirchen und Evangelikalen?

Diener: Wer "evangelikal" sagt, meint damit ein bestimmtes Spektrum des Evangelischen. Das muss jedem klar sein, der glaubt, das ließe sich voneinander trennen. Unterscheiden kann man es, vielleicht muss man es auch, aber trennen kann man beides voneinander nicht. Einer der wesentlichen Punkte in denen diese Unterscheidung greift, ist die hermeneutische Frage. Wie verhält sich die ja auch kirchlicherseits immer wieder betonte umfassende Autorität der Heiligen Schrift zu ihrer gegenwartsbezogenen Auslegung? Aus der Beantwortung dieser Frage ergeben sich fast alle Spannungsfelder. Aktuell könnte ich da die Diskussionen um das Verständnis des Sühnetodes Jesu nennen, aber natürlich auch die bleibenden ethischen Differenzen, etwa in der Bewertung der Homosexualität.

"Keiner hält "Pro Christ" für
'allein seligmachend', aber als Feindbildkarikatur taugt
es ganz gewiss auch nicht!"

 

Versteht sich der dem Pietismus verpflichtete Gnadauer Verband as Brücke zwischen EKD und Evangelikalen?

Diener: Sie betonen mit Recht, dass uns Gnadauern die Bezeichnung "Pietismus" wesentlich treffender erscheint als "evangelikal". Aber zwischen dem, was den Pietismus inhaltlich bestimmt und dem, was heute "evangelikal" genannt wird, gibt es ganz große Schnittmengen. Es ist schon richtig beobachtet, dass im Pietismus "EKD" und "evangelikal" gleichzeitig steckt. Wenn wir da als Brückenbauer helfen können, sehr gerne! Aber ich möchte uns auch nicht überschätzen...

Pfarrer Dr. Michael Diener, Vorsitzender der Deutschen Evangelischen Allianz (DEA). Foto: epd-bild/Martin Seebald  

Die EKD hat mit ihren beiden Synoden in Leipzig 1999 und Magdeburg 2011 mit dem Schwerpunktthema Mission eine zentrale Forderung der Deutschen Evangelischen Allianz erfüllt. Erwarten Sie noch weitere Schritte?

Diener: Bei den sogenannten Missionssynoden von 1999 und 2011 ging es doch nicht darum, "Forderungen der Allianz" zu erfüllen. Da habt doch die evangelische Kirche ihr ureigenstes Anliegen neu entdeckt und aus der jahrzehntelangen "Schmuddelecke" herausgeholt. Das freut uns natürlich ungemein und wir würden uns wünschen, dass das nun auch die Basis der Kirchengemeinden richtig durchdringt - etwa mit dem klasse Projekt "Erwachsen glauben"!

Es wäre auch weiterführend, wenn das gewisse Naserümpfen, das sich bei dem Wort "Evangelisation" oder noch spezifischer etwa bei "Pro Christ" einstellt, einem reflektierten Nachdenken über die notwendige Vielfalt von Mission weichen würde. Nur weil man etwas merkwürdigerweise für "amerikanisch" hält, ist es doch noch nicht disqualifiziert. Keiner hält "Pro Christ" für "allein seligmachend", aber als Feindbildkarikatur taugt es ganz gewiss auch nicht!

Die EKD lehnt die Übernahme von Pastoren ab, die Freie Theologische Hochschulen wie Gießen oder Basel besucht haben. Hat die DEA sich damit abgefunden?

Diener: Wenn Sie nur die freien Theologischen Hochschulen in Basel und Gießen nennen, dann müssen sie doch zur Kenntnis nehmen, dass die Lage inzwischen noch viel komplizierter geworden ist. Was ist mit der CVJM-Hochschule in Kassel, was mit der Hochschule Tabor in Marburg oder der Internationalen Hochschule Bad Liebenzell? Und damit habe ich ja nur die genannt, denen an einer Pastorenübernahme eventuell gelegen sein könnte. Auch die freikirchlichen Hochschulen der Methodisten, Baptisten und freien evangelischen Gemeinden bereichern doch inzwischen die Hochschullandschaft. Frank und frei gesprochen: Ich kann ja teilweise (!) die Position der EKD nachvollziehen, die um die bleibende Anerkennung ihrer theologischen Fakultäten im wissenschaftlichen Betrieb besorgt ist. Aber diese Blockadehaltung wird in der Zukunft einem differenzierten Umgang mit den genannten Hochschulen weichen. Davon bin ich überzeugt. Übrigens ist es nicht so, dass die Absolventen der genannten Hochschulen nichts dringlicher wollen als in den Dienst der Gliedkirchen der EKD. Überwiegend wird für den eigenen Bedarf ausgebildet und der ist vielerorts größer als die Absolventenzahlen.

"Manchmal kann ich mich über

den Unsinn dieser Spekulationen
nur wundern"

 

In der Vergangenheit hat es immer wieder Spekulationen gegeben, die Evangelikalen könnten mit ihrer starken Verankerung in den Freikirchen eine eigene Kirche bilden. Sind diese Spekulationen (oder gar Pläne) endgültig vom Tisch?

Diener: Manchmal kann ich mich über den absoluten Unsinn dieser Spekulationen nur wundern! Die freikirchlichen Freunde der Allianz sind doch längst "Kirche". Wieso sollten die an einer neuen Kirche interessiert sein? Und die landeskirchlichen Freunde der Allianz sind doch nicht "aus Jux und Dollerei" in der Landeskirche, sondern aus tiefer Überzeugung. Wir freuen uns und wir leiden mit unseren Kirchen. Davon unterscheiden würde ich Überlegungen, ob innerkirchlich die Zeit für die Bildung von "Bekenntnisgemeinden" mit eigenen Strukturen (wieder) reif sein könnte. Aber das ist aus den genannten Gründen keine Frage der Deutschen Evangelischen Allianz. Und als Präses des Evangelischen Gnadauer Gemeinschaftsverbandes sehe ich dazu bis jetzt keinen Auftrag.

Die EKD hat – schon aus finanziellen Gründen – immer wieder vor dem Aufbau von Parallelstrukturen der Deutschen Evangelischen Allianz gewarnt. Ist diese Diskussion beendet?

Diener: Momentan gibt es bei den sogenannten "Parallelstrukturen" kaum Diskussionsbedarf. Vieles hat sich bewährt und die vertrauensvollen Gespräche zwischen den jeweiligen Parallelorganen nehmen eindeutig zu. Mir ist es ganz wichtig, dass wir das konstruktive Miteinander pflegen und uns weniger als Bedrohung denn viel mehr als Bereicherung empfinden.

Ihr Vorgänger Jürgen Werth hat sich dafür ausgesprochen, dass die Deutsche Evangelische Allianz jünger, weiblicher, kommunikativer werden müsse. Sehen Sie das auch so?

Diener: Bevor dieses Zitat sich immer mehr in seine Einzelteile auflöst: Jürgen Werth nannte fünf Adjektive im Komparativ: "frommer, jünger, weiblicher, schneller und kommunikativer". Und ja, diese Ansicht teile ich vollkommen und wir werden auch intensiv an diesen Punkten arbeiten. Als ersten Schritt haben wir etwa unsere Präsenz auf facebook gestrafft und intensiviert. Weiteres wird im Laufe dieses Jahres umgesetzt.

"Gäbe es uns nicht mehr, dann würden
die atheistischen Menschheitsbeglücker

den nächsten Kopf abschlagen"

 

Sind die Pfingstgemeinden für die Deutsche Evangelische Allianz noch ein Problem?

Diener: Diese Frage ist wieder viel zu allgemein: "Die Pfingstgemeinden"... Als ob das pfingstlerische und charismatische Lager der Christenheit durch geschlossene Uniformität auffiele. Das klare Gegenteil ist der Fall und deshalb muss auch immer wieder der Einzelfall über eine Zusammenarbeit entscheiden: Wer die Basis der Deutschen Evangelischen Allianz bejaht, "Sonderfündlein" und Trennendes zurück stellt und sich in der gemeinsamen Praxis dann bewährt, ist willkommen.

Sitzen verfasste Kirche und Allianz angesichts der zunehmenden Säkularisierung und Gottvergessenheit in der Gesellschaft nicht längst in einem Boot?

Diener: Diese letzte Frage ist für mich fast so etwas wie eine Schlüsselfrage! Ich sage eindeutig Ja! Wie sehr wir uns gegenseitig brauchen, werden wir zukünftig noch merken. Und bei allem sicherlich auch spezifisch Kritikwürdigen im Bereich der Allianz muss jedem Christenmenschen, der sich dabei süffisant zurücklehnt oder sogar mitstichelt, klar sein, dass ein gewichtiger Teil der Kritik im Grunde nicht nur auf die Allianz zielt, sondern auf das Christentum als prägende Kraft unserer Gesellschaft. Wir mögen wegen mancher vermeintlich konservativer Positionen leichter angreifbar sein. Gäbe es uns nicht mehr, dann würden die säkularisierten und atheistischen Menschheitsbeglücker eben den nächsten Kopf abschlagen, der sich aus dem Einheitsbrei menschlicher Hybris und Selbstzerstreuung erhebt. Mich prägt da das Niemöller-Wort: "Wenn ich nicht für die anderen schreie, mag keiner mehr da sein, der für mich die Stimme erheben kann".


Dr. Michael Diener (Jahrgang 1962), war von 2005 bis 2009 Dekan des pfälzischen Kirchenbezirks Pirmasens. Er schrieb seine Promotion über den ehemaligen Präses des Gnadauer Verbandes, Walter Michaelis. Seit Herbst 2009 ist er selbst (hauptamtlicher) Präses dieses großen landeskirchlichen Verbandes, der seinen Sitz in Kassel hat, und seit 1. Januar 2012 (ehrenamtlicher) Vorsitzender der Deutschen Evangelischen Allianz (DEA), die ihren Sitz in Bad Blankenburg (Thüringen) hat.

K. Rüdiger Durth, Journalist und Theologe, schreibt für evangelisch.de.

Kommentare

Verfasst von J.B. am 12. Februar 2012 - 14:34.

beherzter Protestant: Weiters

beherzter Protestant: Weiters muss ich darauf hinweisen, dass Glauben nicht mit...

beherzter Protestant: Weiters muss ich darauf hinweisen, dass Glauben nicht mit primitiven Gegenständen in Verbindung gebracht werden kann. Die gesamte Naturwissenschaft ist nutzlos, wenn es um Gott(das Unbekannte, Unfassbare) geht.

Gäbe es übernatürliche Wesen, die in unsere natürliche Welt eingreifen, wäre es schon eine interessante Frage für die Wissenschaft, wie diese das machen. Da es aber keine objektiven Hinweise auf derartige Wesen gibt, ihre Existenz bzw. ihre Nichtexistenz weder bewiesen bzw. widerlegt werden kann, ist keine wissenschaftliche Grundlage vorhanden. (Deshalb hat Theologie auch nichts mit Wissenschaft zu tun.)

beherzter Protestant: Hat der Mensch einen freien Willen? Eigentlich nicht wirklich. Denn jedes Individium ist ein Produkt der Masse. Nicht ich habe die Gesellschaft geformt, die Gesellschaft hat mich geformt. Somit ist jeder Mensch ein Resultat von Etwas, aber nicht der Verursacher.

Richtig. Deshalb wäre es unsinnig, wenn ein Gott die Menschen nach dem Ableben
vor Gericht stellt und für Dinge verantwortlich macht, die der Betroffene aus einer schlechten gesellschaftlichen Prägung oder ungünstigen sozialen Umständen heraus verbockt hat. Gott müsste so viele Dinge berücksichtigen, dass am Ende gar nichts mehr übrig bleibt, wofür er das in unzählig viele NICHT FREI gewählte Dinge verstrickte Menschlein zur ewigen Verdammnis verurteilen könnte.

beherzter Protestant: Auch wenn ich die Gedanken von zB Nietzsche kenne, und auch das Theodizee-Problem kenne, so liegt in dem Wahrnehmen der Allmacht Gottes, die eigene Einsicht (was einen Lösungsansatz des Theodizee-Problem betrifft, siehe auch 'Bei der Metaphysik stößt die Vernunft an ihre Grenzen' (Kant) und 'Das Übel als unerkennbarer Wille Gottes'(Bibel)).

Diese Aussage verstehe ich nicht.
Was das Theodizee-Problem angeht: Da die theistischen Religionen auf diese wichtige Frage keine Antwort haben, werden sie nie befriedigend sein und wirklichen Halt im Leben bieten können - man muss diese Frage ausblenden, um an einen lieben, barmherzigen Gott glauben zu können.
Heute abend kommt auf 3sat der Film "Der Pianist". Wer sich den anschaut und dann noch an einen barmherzigen Gott glauben kann...also ich weiß nicht.
"Bei der Metaphysik stößt die Vernunft an ihre Grenzen" schreiben Sie. Das wird richtig sein, hat aber sehr gefährliches Potential:

http://www.tageblatt.lu/nachrichten/story/Sechs-Exorzisten-geweiht-22241785

beherzter Protestant: Und solang die Welt nicht voller Christen ist, ist der Staat eine Notwendigkeit.

Finden Sie diese Aussage Anders-/Nichtgläubigen gegenüber nicht etwas diskriminierend?
Dass Christen nicht friedfertiger als andere sind, zeigt ja wohl Irland z.B. sehr gut (von der Geschichte des Christentums ganz zu schweigen).

beherzter Protestant: 'Ja, gewiss ist's wahr, dass Christen um ihrer selbst willen keinem Recht und Schwert untertan sind und das nicht brauchen. Aber sieh zu und mach die Welt zuerst voll von rechten Christen, ehe du sie christlich und evangelisch regierst!' (Luther)

Das klingt nicht nach einer demokratrischen, freien Gesellschaft...Ich als Nichtchrist kann nur sagen: Hoffentlich kommt es nie so weit.

Verfasst von J.B. am 21. Februar 2012 - 18:23.

> Stefan: Es gibt eine Lösung

> Stefan: Es gibt eine Lösung für das Theodizee-Problem.[ ]Jesus hat alles...

> Stefan: Es gibt eine Lösung für das Theodizee-Problem.[ ]Jesus hat alles offenbart. Jesus offenbarte, den Willen des himmlischen Vaters.

Ich sehe darin keine Lösung des Theodizee-Problems.

Stefan: Das klingt für Sie so, weil Sie sich nicht für die Sache Christi interessieren. Und deshalb ist Ihr hoffen eine gottlose Gesellschaft. Schade eigentlich.

Es ist nicht das Fehlen von Interesse an der "Sache Christi" - ich halte das Ganze einfach nicht für glaubhaft. Ich hoffe auch nicht auf eine "gottlose Gesellschaft", mein Hoffen geht dahin, dass Glauben sich auf den privaten Bereich beschränkt und Nichtgläubige religiöse Institutionen nicht mitfinanzieren müssen.

Verfasst von J.B. am 25. Februar 2012 - 9:59.

http://www.spiegel.de/politik

(Nicht funktionierenden Link entfernt. Die Redaktion)  Glaube kann nicht...

(Nicht funktionierenden Link entfernt. Die Redaktion)

 Glaube kann nicht nur privat sein. Er wirkt sich auch nach außen hin aus. Im Prinzip ist Glaube schon Privatsache. Da, wie Sie richtig feststellen, Glaube sich aber auch nach außen hin auswirkt, also Einfluss auf das Funktionieren einer Gesellschaft hat, ist es die Pflicht der Gesellschaft, vor problematischen Glaubensansichten/religiösen Fundamentalismus zu warnen und derartiges gegebenenfalls zu verbieten. [quote=GA_R] Sie müssen keine religiösen Institutionen mitfinanzieren, sofern Sie nicht Mitglied sind. Das ist falsch: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,699422,00.html http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,727683,00.html

Verfasst von Nachtfalter am 21. Februar 2012 - 18:53.

Mal Butter bei die Fische

J.B. schrieb: ... und Nichtgläubige religiöse Institutionen nicht...

J.B. schrieb:

... und Nichtgläubige religiöse Institutionen nicht mitfinanzieren müssen.

Wie tief ist den das Loch (mal so über den Daumen), das Dir die Existenz der christlichen Kirchen so in den privaten Finanzplan reißt?

Nachtfalter

Verfasst von J.B. am 21. Februar 2012 - 20:31.
Kommentar auf: Mal Butter bei die Fische

Nachtfalter schrieb: Wie tief

Nachtfalter schrieb: Wie tief ist den das Loch (mal so über den Daumen),...

Nachtfalter schrieb:

Wie tief ist den das Loch (mal so über den Daumen), das Dir die Existenz der christlichen Kirchen so in den privaten Finanzplan reißt?

Mein privater Finanzplan geht niemanden etwas an. Was die öffentliche Hand betrifft, so zahlt diese über den Daumen gepeilt ca. eine halbe Milliarde Euro pro Jahr sogennante Staatsleistungen an die beiden Großkirchen. Hinzu kommen noch andere Leistungen (Absetzbarkeit der Kirchensteuer, Finanzierung des Religionsunterrichts, Militärseelsorge, theologische Fakultäten etc.), so dass 2009 z.B. eine Summe von 19,3 Milliarden Euro zusammenkam.

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,699422,00.html
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,727683,00.html

Verfasst von mohrübe am 29. Januar 2012 - 22:44.

Wo ist das Problem?

Die Landeskirchen der EKD bestehen sowohl aus liberalen, pietistischen,...

Die Landeskirchen der EKD bestehen sowohl aus liberalen, pietistischen, evangelikalen usw usf. Mitgliedern. Dazu kommt noch die Unterscheidung zwischen lutherischen, reformierten und unierten Landeskirchen. Außerhalb der Landeskirchen kommen noch eine Reihe evangelischer Freikirchen (Methodisten, Mennoniten, Baptisten, Freie ev. Gemeinden etc) hinzu.

Aber wo ist jetzt eigentlich das Problem? Ich kann einige der Kommentare hier nicht ganz nachvollziehen? Der Pietismus ist seit dem 18. Jh. eine starke Säule des deutschen Protestantismus, in durchaus unterschiedlichen Formen (Gemeinschaftsbewegung, Herrnhuter etc). Das ist doch auch ok so !

Verfasst von Gast am 2. Februar 2012 - 13:31.
Kommentar auf: Wo ist das Problem?

Wo ist das Problem?

Das Problem besteht darin, dass letztlich zu den Evangelikalen auch die...

Das Problem besteht darin, dass letztlich zu den Evangelikalen auch die extremen Pfingstler und unterschiedliche charismatische Gruppen gehören. Die Pietisten sind dagegen harmlos und gegen Herrn Dr. Diener hat sicher niemand etwas.

Verfasst von J.B. am 2. Februar 2012 - 19:03.
Kommentar auf: Wo ist das Problem?

Dr. Diener

Gast schrieb:Das Problem besteht darin, dass letztlich zu den Evangelikalen...

Gast schrieb:
Das Problem besteht darin, dass letztlich zu den Evangelikalen auch die extremen Pfingstler und unterschiedliche charismatische Gruppen gehören. Die Pietisten sind dagegen harmlos und gegen Herrn Dr. Diener hat sicher niemand etwas.

Doch - ich habe etwas gegen Herrn Dr. Diener einzuwenden. Mir als nichtgläubiger Mensch gefällt es nämlich gar nicht, wenn dieser so was wie "Gäbe es uns nicht mehr, dann würden die säkularisierten und atheistischen Menschheitsbeglücker eben den nächsten Kopf abschlagen, der sich aus dem Einheitsbrei menschlicher Hybris und Selbstzerstreuung erhebt." äußert. Wir sind eine Gesellschaft mit einer säkularen Basis - nur deshalb ist eben gerade kein "Einheitsbrei" da, sondern die vorhandenene kulturelle/religiöse Vielfaft überhaupt erst möglich. Und diese freiheitliche Erungenschaft verdanken wir beim besten Willen nicht dem Christentum.

Verfasst von J.B. am 10. Februar 2012 - 18:33.

Atheisten - die "Feinde" der Christen

[quote=Ein beherzter Protestant] Keine andere Kultur geht so nett mit seinen...

[quote=Ein beherzter Protestant] Keine andere Kultur geht so nett mit seinen Feinden um wie die Christen.

Ach - Nichtchristen sind die "Feinde" der Christen? Dass diese Feinde aber die christlichen Kirchen erheblich mitfinanzieren, stört Christen offensichtlich nicht.
Außerdem: Dass die christlichen Kirchen so "nett" mit ihren "Feinden" umgehen (sie also z.B. nicht mehr verbrennen) das geschah nicht wirklich freiwillig. Das Christentum wurde gezwungen, sich im Zuge der Aufklärung zu zähmen - nur die Einschränkung der Macht der Kleriker und die Säkularisierung ermöglichte die Durchsetzung von Werten wie Glaubensfreiheit, Gleichberechtigung von Mann und Frau, sexuelle Selbstbestimmung (bei kath. und evangelikalen Christen immer noch nicht selbstverständlich).

[quote=Ein beherzter Protestant] Die Sovjetunion hat mit seiner 80 jährigen "Kein Gott"-Philosophie, eine atheistische Prägung hervorgebracht, welche an einen Alptraum erinnert. Die Macht des Stärkeren, fehlende moralischen Bedenken in Bezug auf Mord, etc.

Es war nicht der Atheismus (denn Atheismus bedeudet nicht mehr und nicht weniger als "gottlos"), sondern die herrschende politische Ideologie, welche die Übel hervorbrachte.
Ich lebe in einem atheistischen Umfeld und kann Ihnen versichern: Mord steht nicht an der Tagesordnung.
Aber wenn Sie schon mal so argumentieren, frage ich Sie: Wie konnte es zum Nazi-Regime und dem Holocaust kommen, wo doch zu der Zeit praktisch die ganze Bevölkerung christlich war (Freidenkertum/Atheismus wurde als "gefährliches Gottlosentum" verfolgt und bekämpft)?

[quote=Ein beherzter Protestant]Da wo Mensch den Glauben verliert, verliert er sein Leben.

Das zu glauben steht Ihnen natürlich frei.

Verfasst von J.B. am 21. Februar 2012 - 18:55.

Stefan: Anti-Theisten sind

Stefan: Anti-Theisten sind Feinde des Christentums. Sie bestreiten die Existenz...

Stefan: Anti-Theisten sind Feinde des Christentums. Sie bestreiten die Existenz von Jesus Christus. Also sind Anti-Theisten durch ihren Angriff auf Jesus Christus, Anti-Christen.Atheismus und Anti-Theismus ist in unseren Breiten und Zeiten weitgehenst gleichzusetzten. Denn der Begriff Atheist, wird nicht nur verwendet um seine Gottlosigkeit auszudrücken, also dass man selbst ohne Gott ist, sondern auch die Existenz von Gott (syn. für das Unbekannt) an sich wird geleugnet, negiert. Anti-Theist, Gegen-Gott.

Atheismus ist weder für noch gegen Gott - Atheismus bedeudet nicht mehr und nicht weniger als "gottlos". Atheisten sind gottlos, weil es keine objektiven Beweise für die Existenz eines Gottes gibt und sie selbst keine subjektiven Gotteserfahrungen haben. Ein Atheist ist nicht automatisch ein "Feind des Christenmtums" - das bilden Sie sich ein. Den meisten Gottlosen ist es völlig egal, was Gläubige so glauben, so lange sie damit in Ruhe gelassen werden. Ich habe viele christliche Bekannte und Verwandte - wir sind nicht verfeindet. Wir kommen gut miteinander aus, weil keiner den anderen missionieren will. Sie müssen doch auch Atheisten/ Agnostiker in Ihrem sozialem Umfeld haben, mit denen Sie gut klar kommen...?

Stefan: Wie hoch ist die Tötungsbereitschaft bei atheistischen Menschen? Wie schnell werden sogenannte moralische Grenzen durchbrochen. Warum einen Menschen nicht töten? Jemand möge die Moral anführen. Ach bitte. Jemand mögen jetzt sagen, weil es verboten ist, das Gesetz. Warum soll Mensch das Gesetz achten? Aus Liebe etwa?! Machen wir uns nichts vor, es wäre ohnehin eine Herrschaft der Gewalt.

Ja warum töten Sie denn nicht? Weil Sie einen bestrafenden bzw. belohnenden Gott im Rücken haben? Das wäre kein edles Motiv nicht zu töten - das wäre einfach nur berechnend. Ich töte nicht nur nicht, weil es verboten ist und ich Angst vor Strafe habe, sondern ich töte auch nicht, weil ich auch nicht getötet werden möchte und weil ich mich in andere Menschen hineinversetzen kann, was für Leid ich damit anrichten würde.

Liebe Grüße
Ihr Lieblingsfeind J.B.

Verfasst von J.B. am 23. Februar 2012 - 21:00.
Kommentar auf: christliche Ethik

Stefan: Nur leider, dass

Stefan: Nur leider, dass viele Atheisten auch versuchen, andere Menschen von...

Stefan: Nur leider, dass viele Atheisten auch versuchen, andere Menschen von ihrer Meinung zu überzeugen...

Das machen doch Christen unentwegt - Missionierung ist doch für sie sogar ein wichtiger Auftrag?

Stefan: ... und es eben nicht stehen lassen können, dass es gläubige Menschen gibt.

Das sind die wenigsten Atheisten/ Agnostiker, wie schon erwähnt: den meisten ist es egal, was Gläubige so glauben. .

Stefan: Und wenn Mensch nicht an das Übersinnliche glaubt, so steht es jedem frei dies zu tun, doch wenn plötzlich die Anschauung, das es keinen Gott gibt oder gar das Religion das Übel der Welt sei, zur Wahrheit erklärt wird, so ists antitheistisch.

Kein vernünftiger Mensch erklärt zur "Wahrheit", dass es keinen Gott gibt. Niemand "weiß", ob es ihn gibt oder nicht - Nichtexistenz lässt sich generell nicht beweisen.
Dass Religion durchaus ein Übel sein kann, zeigt uns die Geschichte (und auch die Gegenwart) mehr als deutlich.

Auf meine Frage, ob Sie nicht auch Atheisten/ Agnostiker in Ihrem sozialem Umfeld haben, mit denen Sie gut klar kommen, haben Sie mir leider nicht geantwortet - schade.

Dass es "christliche Ethik" ist, wie Sie behaupten, wenn sich jemand in die Lage anderer hineinversetzen und Mitleid empfinden kann, mag ja durchaus möglich sein, aber es ist nicht spezifisch christlich, wie gern behauptet wird. Mitgefühl ist ein evolutionäres Produkt, dass sich unabhängig von einer bestimmten Kultur entwickelt hat und auch bei anderen Tieren vorkommt.

Ich kann Ihnen versichern: die Hemmschwelle zu töten ist bei Atheisten/ Agnostikern (oder auch Buddhisten, das sind ja auch irgendwie Atheisten) keinen Deut niedriger als bei Gläubigen. Das Gegenteil scheint der Fall zu sein, wenn man sich vor Augen hält, wie oft wegen irgend einen Gott getötet wurde bzw. wird und dass auf Grund der Annahme der Nichtexistenz eines Gottes noch nie jemand getötet hat (ich wiederhole mich: in der Sowjetunion war nicht Atheismus das Motiv, sondern die herrschende politische Ideologie: Bekämpfung des Klassenfeindes).

Verfasst von Nachtfalter am 26. Februar 2012 - 22:27.
Kommentar auf: Stefan: Nur leider, dass

Ansichtssache

J.B. schrieb: Das sind die wenigsten Atheisten/ Agnostiker, wie schon erwä...

J.B. schrieb:

Das sind die wenigsten Atheisten/ Agnostiker, wie schon erwähnt: den meisten ist es egal, was Gläubige so glauben. .

Da werden einem von den friedfertigen und tolleranten Atheisten (oder wie sie sich im einzelnen zu nennen pflegen) durchaus schon mal heftige Prügel angedroht, wenn man leise Zweifel an der Urknalltheorie hegt.

Nachtfalter

Verfasst von christoph E. am 5. Februar 2012 - 2:02.
Kommentar auf: Dr. Diener

Sehr geehrter J.B.

sie haben etwas gegen den Herrn Diener, weil sie als "nichtgläubiger mensch"...

sie haben etwas gegen den Herrn Diener, weil sie als "nichtgläubiger mensch" dessen Aussagen ablehnen.
Aber: Das Interview richtet sich an ein evangelisches Publikum, nicht an ein atheistisches. Was interessiert Sie als nichtgläubiger Mensch, wie sich das Verhältnis der ev.Landeskirchen zu den Evangelikalen und Freikirchen gestaltet?

Verfasst von J.B. am 5. Februar 2012 - 10:40.
Kommentar auf: Sehr geehrter J.B.

[quote=christoph E.]sie haben

[quote=christoph E.]sie haben etwas gegen den Herrn Diener, weil sie als "...

[quote=christoph E.]sie haben etwas gegen den Herrn Diener, weil sie als "nichtgläubiger mensch" dessen Aussagen ablehnen.

Ich habe nichts gegen Herrn Diener, nur gegen seine diskriminierende Aussage bezüglich säkularen/ atheistischen Menschen.

[quote=christoph E.]Aber: Das Interview richtet sich an ein evangelisches Publikum, nicht an ein atheistisches.

Aber es steht im I-Net und jeder kann es lesen.

[quote=christoph E.] Was interessiert Sie als nichtgläubiger Mensch, wie sich das Verhältnis der ev.Landeskirchen zu den Evangelikalen und Freikirchen gestaltet?

Ich als nichtgläubiger Mensch finanziere die beiden großen christlichen Kirchen mit, deshalb interssiert mich schon, was für eine Ideologie diese vertreten und mit wem sie sich so verbinden. Die Ansichten und den extremen Missionierungsdrang der Evangelikalen finde ich durchaus bedenklich. Außerdem vereinnahmen Christen immer mehr den öffentlichen Raum (z.B. Gebete im Landtag, Ratzingers Predigt im Bundestag, immer mehr soziale Einrichtungen gibt der Staat in christliche Trägerschaft)- da ist es geradezu Pflicht, dass sich Nichtchristen darüber Gedanken machen und auch mal äußern.

Verfasst von J.B. am 22. Februar 2012 - 7:04.
Kommentar auf:  Sie finanzieren die

Finanzierung der Kirchen

[quote=GA_R]  Sie finanzieren die Kirche(n) nur, wenn Sie auch Mitglied...

[quote=GA_R]

 Sie finanzieren die Kirche(n) nur, wenn Sie auch Mitglied sind, ansonsten sind es freiwillige Spenden!

Das ist nicht richtig:

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,699422,00.html
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,727683,00.html

Verfasst von Gast am 5. Februar 2012 - 14:34.

Gut aufgehoben bei....

Lieber Herr J.B., wären Sie da nicht besser bei XIMIG.de aufgehoben? Da tummeln...

Lieber Herr J.B., wären Sie da nicht besser bei XIMIG.de aufgehoben? Da tummeln sich die Atheisten unter anderen Usern wie die Fische im Wasser.
Grüße

Verfasst von J.B. am 5. Februar 2012 - 17:46.
Kommentar auf: Gut aufgehoben bei....

Sind Atheisten hier nicht erwünscht?

Gast schrieb:Lieber Herr J.B., wären Sie da nicht besser bei XIMIG.de...

Gast schrieb:
Lieber Herr J.B., wären Sie da nicht besser bei XIMIG.de aufgehoben? Da tummeln sich die Atheisten unter anderen Usern wie die Fische im Wasser.Grüße

Lieber Gast,
wo ich mich einbringe und wo nicht, müssen Sie schon mir überlassen.
Man hört immer wieder, dass Christen das Gespräch mit Nichtchristen suchen sollen - wenn Sie davon nichts halten, dann ignorieren Sie doch einfach meine Beiträge...

Verfasst von Gast am 5. Februar 2012 - 18:59.

Warum?

Das habe ich nicht gepostet. Wir unterhalten uns hier doch schon die ganze Zeit...

Das habe ich nicht gepostet.
Wir unterhalten uns hier doch schon die ganze Zeit sehr anregend. *schmunzel*

Verfasst von Gast am 3. Februar 2012 - 15:38.
Kommentar auf: Dr. Diener

Zur Erinnerung!

"Evangelische Allianz - Seit Beginn des Jahres ist der Präses des...

"Evangelische Allianz - Seit Beginn des Jahres ist der Präses des landeskirchlichen Gnadauer Verbandes, Pfarrer Dr. Michael Diener, Vorsitzender der Deutschen Evangelischen Allianz (DEA). Er folgte dem Vorstandsvorsitzenden der ERF-Medien, Jürgen Werth. Die Deutsche Evangelische Allianz versteht sich nicht zuletzt als Vertreterin der nach eigenen Angaben über eine Million evangelikaler Christen in Deutschland."
Anfangsthread-Zitat

In dem Bericht oder Interview geht es um die Deutsche Evangelische Allianz und, dass die Landeskirchliche Gemeinschaft (Pietisten)zur EKD gehören.
Das ist klar.

Die 'Passage' in dem Interview "Gäbe es uns nicht mehr, dann würden die säkularisierten und atheistischen Menschheitsbeglücker eben den nächsten Kopf abschlagen, der sich aus dem Einheitsbrei menschlicher Hybris und Selbstzerstreuung erhebt," finde ich als Christ/in und als Mitglied der EKD und letzlich der Pietisten nicht gut. Von manchen frommen Ansichten (allgemein) habe ich mich allerdings auch distanziert. Nur was der neue Präses sich da mit dem Zitat geleistet hat , finde ich nicht gut und verstehe ich nicht. An diese Ausdrucksweise habe ich bei meinem Posting leider nicht gedacht. Das tut mir leid - ebenso die unglückliche Formilierung des Herrn Diener. Ich hoffe, dass er hier einmal mitliest.

[...]vorhandenene kulturelle/religiöse Vielfaft[...]An diese Vielfalt müssen manche Christenmenschen sich erst gewöhnen.

Allerdings verdanke ich dem Christentum persönlich sehr viel. Nämlich: unser deutsches Sozialsystem. (Was allerdings so langsam ins Wanken gerät, in dem man diesen Sozialstaat wieder abschaffen möchte, weil er gar nicht mehr bezahlbar ist.)

Stimmt, zu unserem Demokratischem Staat gehört natürlich die ganze christliche und religiöse Gesellschaft im Lande - hierzu gehören auch die Atheisten und anders gläubige oder ungläubige Menschen, eben nichtreligiöse. Aber ich denke, dass Herr Diener in seinem Kommentar eben nur an seine Mitglieder gedacht hat. Seine Rhetorik läßt zu wünschen übrig und auch mein kurzer Kommentar war nicht richtig und nicht vollständig. Tut mir leid.

Ich wünsche Ihnen dennoch alles Gute auf Ihrem Wege.
Grüße - Moorblume

Verfasst von J.B. am 3. Februar 2012 - 19:19.
Kommentar auf: Zur Erinnerung!

Dr. Diener

[quote=Gast] Die 'Passage' in dem Interview "Gäbe es uns nicht mehr, dann...

[quote=Gast] Die 'Passage' in dem Interview "Gäbe es uns nicht mehr, dann würden die säkularisierten und atheistischen Menschheitsbeglücker eben den nächsten Kopf abschlagen, der sich aus dem Einheitsbrei menschlicher Hybris und Selbstzerstreuung erhebt," finde ich als Christ/in und als Mitglied der EKD und letzlich der Pietisten nicht gut. Von manchen frommen Ansichten (allgemein) habe ich mich allerdings auch distanziert. Nur was der neue Präses sich da mit dem Zitat geleistet hat , finde ich nicht gut und verstehe ich nicht. An diese Ausdrucksweise habe ich bei meinem Posting leider nicht gedacht. Das tut mir leid - ebenso die unglückliche Formilierung des Herrn Diener. Ich hoffe, dass er hier einmal mitliest.

Das hoffe ich auch.

[quote=Gast]Allerdings verdanke ich dem Christentum persönlich sehr viel. Nämlich: unser deutsches Sozialsystem.

Das deutsche Sozialsystem wurde von Bismark auf Druck der sozialistischen Arbeiterbewegung eingeführt. Die daraus entstandene SPD war damals alles andere als christlich (im Gegensatz zu heute).

[quote=Gast] Aber ich denke, dass Herr Diener in seinem Kommentar eben nur an seine Mitglieder gedacht hat. Seine Rhetorik läßt zu wünschen übrig und auch mein kurzer Kommentar war nicht richtig und nicht vollständig. Tut mir leid.

Ist schon in Ordnung! Vor allem evangelikale Christen müssen noch lernen, dass sie mit Ungläubigen zusammenleben müssen, die nicht missionierbar sind.

[quote=Gast]Ich wünsche Ihnen dennoch alles Gute auf Ihrem Wege.
Grüße - Moorblume

Vielen Dank und auch Ihnen alles Gute!

Verfasst von Gast am 30. Januar 2012 - 13:57.
Kommentar auf: Wo ist das Problem?

Problem?

Das Problem ist offenbar, daß die meisten der hier so engagiert auftretenden...

Das Problem ist offenbar, daß die meisten der hier so engagiert auftretenden Kritiker der "Evangelikalen" keinen blassen Schimmer haben, wen oder was sie da kritisieren. Anders ausgedrückt: Die "Evangelikalen" sind offenbar nicht in der Lage, ihre theologischen Positionen so zu vertreten, daß die allgemein bekannt sind. Hier hat Herr Diener + seine Allianz + seine Gnadauer ein gewaltiges Defizit. Ich kann auch nicht erkennen, daß sie ernsthaft versuchen, etwas dagegen zu unternehmen.

Verfasst von Links-Evangelikale am 1. Februar 2012 - 10:49.
Kommentar auf: Problem?

Tunnelblick?

Global gesehen haben Evangelikale überhaupt kein Problem damit, ihre Position...

Global gesehen haben Evangelikale überhaupt kein Problem damit, ihre Position klar und mitgliedergewinnend zu kommunizieren. In Deutschland werden sie medial entweder diffamiert oder totgeschwiegen, oder sehen Sie hier irgendwo einen Artikel über den Willowcreek-Kongress (7500 Teilnehmer, überwiegend evangelisch)?
Die reformierten und lutherischen Kirchen können demgegenüber so gar nicht klartexten, wofür sie überhaupt noch stehen.

Verfasst von Gast am 3. Februar 2012 - 18:02.
Kommentar auf: Tunnelblick?

Bill Heybels allein selig machend?

"Willowcreek-Kongress" Willowcreek hat doch bald ausgepauert und mit "...

"Willowcreek-Kongress"
Willowcreek hat doch bald ausgepauert und mit "Willowcreek" andere große Prediger und
Glaskathedralen in Amerika.

"EKD"
Ich denke wir sind uns darin einig, dass es auf dieser schönen Erde nichts Vollkommenes gibt.
Lesen wir also selbst die Bibel und prüfen alles an ihr - auch Bill Heybels und Co und andere fromme oder weniger fromme Glaubensstömungen.

Verfasst von Gast am 1. Februar 2012 - 12:29.
Kommentar auf: Tunnelblick?

Evanglikale Theologie?

Willow Creek kümmert sich um interne Fragen wie Gemeindeorganisation,...

Willow Creek kümmert sich um interne Fragen wie Gemeindeorganisation, Gemeindeleben. Pro Christ sucht "Heiden" zu bekehren. Das alles ist wichtig und gut! Doch wo machen "Evangelikale" klar und verständlich ihre theologische Positionen deutlich; und zwar so, dass sie eine wirkliche Alternative bieten zu den verwaschenen Banalitäten der "Rechtgläubigen" in der EKD?

Verfasst von J.B. am 1. Februar 2012 - 19:20.
Kommentar auf: Evanglikale Theologie?

Bekehrung der Heiden?

Gast schrieb:Willow Creek kümmert sich um interne Fragen wie...

Gast schrieb:
Willow Creek kümmert sich um interne Fragen wie Gemeindeorganisation, Gemeindeleben. Pro Christ sucht "Heiden" zu bekehren. Das alles ist wichtig und gut!

Wozu soll es denn "wichtig und gut" sein, "Heiden zu bekehren", also Nicht-/Andersgläubigen irgendwelche nichtbeweisbaren Gottesbehauptungen einzureden?

Verfasst von Gast am 1. Februar 2012 - 23:06.
Kommentar auf: Bekehrung der Heiden?

Mission

Fragen Sie das z. B. den Ratsvorsitzenden der EKD oder die Bischöfe der...

Fragen Sie das z. B. den Ratsvorsitzenden der EKD oder die Bischöfe der Landeskirchen oder ihre(n) PfarrerIn, falls Sie den oder die kennen. Mission ist derzeit doch ein ganz großes Thema in der evangelischen Kirche. Oder lesen Sie die Kundgebung von der letzten EKD-Synode (s. Startseite rechts ganz oben). Wenn Sie dort keine überzeugende Antwort bekommen, fragen Sie die Bibel. Meine Antwort lautet: Es ist das absolut Beste und Wichtigste, was einem Menschen passieren kann, "sich richtig missionieren zu lassen"; sprich: dem lebendigen Gott zu begegnen.

Verfasst von J.B. am 3. Februar 2012 - 19:30.
Kommentar auf: Mission

Missionierung

Gast schrieb: Es ist das absolut Beste und Wichtigste, was einem Menschen...

Gast schrieb:
Es ist das absolut Beste und Wichtigste, was einem Menschen passieren kann, "sich richtig missionieren zu lassen"; sprich: dem lebendigen Gott zu begegnen.

Sie dürfen nicht so pauschal von sich auf andere schließen. Mir z.B. wäre es sehr unangenehm, zu glauben, da ist jemand, der mich auf Schritt und Tritt bewacht und mir meinen Mist, den ich zweifellos im Leben baue, nach dem Tod vorhält und mich dafür noch für alle Ewigkeit bestrafen wird. Nein, dieser Glaube ist sicher für viele Menschen nicht wirklich das "Beste", was einem passieren kann.

Verfasst von Nachtfalter am 4. Februar 2012 - 23:02.
Kommentar auf: Missionierung

seltsame Interpretation

vor solch einem Gott würde mir auch grauen. Doch ist meine persö...

vor solch einem Gott würde mir auch grauen.

Doch ist meine persönliche Erfahrung ebenso, wie auch die Botschaft der Bibel, eine ganz andere. Es ist nicht das Ansinnen unseres Himmlischen Vaters, jeden noch so kleinen Fehler akkribisch aufzuzeichnen und am Ende die große Kelle auszupacken. Immer wieder erlebe ich Seine Hilfe bei meinen täglichen Episoden.

Nachtfalter

Verfasst von J.B. am 5. Februar 2012 - 10:21.
Kommentar auf: seltsame Interpretation

[quote=Nachtfalter] Es ist

[quote=Nachtfalter] Es ist nicht das Ansinnen unseres Himmlischen Vaters, jeden...

[quote=Nachtfalter] Es ist nicht das Ansinnen unseres Himmlischen Vaters, jeden noch so kleinen Fehler akkribisch aufzuzeichnen und am Ende die große Kelle auszupacken.

Wie großzügig oder kleinlich Gott bei der Be-/Verurteilung am Ende auch sein mag - es gibt im christlichem Glauben dieses Endgericht und deshalb ist dieser Glaube nicht für jedermann das Beste. (Und wenn es schon genügt, nicht an Jesus geglaubt zu haben, um zu ewiger Verdammnis verurteilt zu werden, dann ist "der himmliche Vater" nicht gerade großzügig und barmherzig - dann sieht das schon eher nach der "großen Kelle" aus.)

[quote=Nachtfalter] Immer wieder erlebe ich Seine Hilfe bei meinen täglichen Episoden.

Dieser Glaube ist sicher eine Lebenshilfe und dagegen ist ja auch nichts einzuwenden - nur haben Sie sich mal gefragt, wieso Gott Ihnen in mehr oder weniger belanglosen Dingen hilft, während er nicht hilft, wenn z.B. Menschen verhungern oder der Folter ausgesetzt werden?

Verfasst von Gast am 4. Februar 2012 - 17:00.
Kommentar auf: Missionierung

Missionierung

Was wäre denn für Sie das Beste? Befriedigt denn der Atheismus wirklich?

Was wäre denn für Sie das Beste? Befriedigt denn der Atheismus wirklich?

Verfasst von J.B. am 4. Februar 2012 - 18:32.
Kommentar auf: Missionierung

Befriedigt der Atheismus wirklich?

Gast schrieb:Was wäre denn für Sie das Beste? Befriedigt denn der Atheismus...

Gast schrieb:
Was wäre denn für Sie das Beste? Befriedigt denn der Atheismus wirklich?

Hier sind wir bei der Sinnfrage angekommen. Wer nicht an übersinnliche Welten oder Wesen glaubt, sucht den Sinn des Lebens nur im Diesseits - das kann durchaus befriedigend sein.
Der Biochemiker Gottfried Schatz äußerte sich bezüglich Sinngebung in Sternstunde Philosophie folgendermaßen: "Lebende Materie wird immer nur ein ganz winziger Prozentsatz der Materie im Universum sein. Die Biologie zeigt, dass der Mensch die hochgeordnete, komplexeste Form der Materie ist. Ich habe das Glück und das Privileg, aus dieser Materie zu bestehen. Ich finde das absolut wunderbar, fast unglaublich. Das genügt mir für die Sinngebung meines Lebens."

Verfasst von Gast am 4. Februar 2012 - 19:47.

Glaube und Realität gehören zusammen

Einen Glauben ohne die Realität im Alltag lehne auch ich ab. Solch Glaube hat...

Einen Glauben ohne die Realität im Alltag lehne auch ich ab. Solch Glaube hat mit unserem Leben nichts zu tun. Es ist oder wäre eine Ideologie, der man schnell überdrüssig wird. Aber das gibt es auch. Da ist dann nichts mehr 'nützlich'.

Verfasst von Gast am 4. Februar 2012 - 14:23.
Kommentar auf: Missionierung

Genau andersherum

Umgekehrt wird ein Schuh daraus: Wer nicht glaubt, dem wird genau das passieren...

Umgekehrt wird ein Schuh daraus: Wer nicht glaubt, dem wird genau das passieren. Wer glaubt, dem wird dieser Mist vergeben und vergessen - weil Jesus Christus genau für diesen unseren Mist gestorben ist! Den loswerden + ein "Kind Gottes" sein - was gibt es besseres?

Verfasst von J.B. am 4. Februar 2012 - 18:23.
Kommentar auf: Genau andersherum

Wer nicht glaubt...

Gast schrieb:Umgekehrt wird ein Schuh daraus: Wer nicht glaubt, dem wird genau...

Gast schrieb:
Umgekehrt wird ein Schuh daraus: Wer nicht glaubt, dem wird genau das passieren. Wer glaubt, dem wird dieser Mist vergeben und vergessen - weil Jesus Christus genau für diesen unseren Mist gestorben ist! Den loswerden + ein "Kind Gottes" sein - was gibt es besseres?

Wenn ich Sie richtig verstehe: Wer nicht zu glauben vermag, dass ein barmherziger, allmächtiger Gott das viele Leid - sei es nun vom Menschen selbst oder durch Naturgegebenheiten verursacht - auf der Erde duldet, obwohl er es verhindern könnte, der wird für diesen Unglauben mit ewig anhaltenden (Höllen-)Strafen belegt?

Verfasst von Gast am 5. Februar 2012 - 19:23.
Kommentar auf: Wer nicht glaubt...

Wer nicht glaubt...

...und wer am besten diskutieren kann hat Recht? ...oder meint er/sie hat Recht...

...und wer am besten diskutieren kann hat Recht? ...oder meint er/sie hat Recht!?

Verfasst von Gast7 am 5. Februar 2012 - 10:44.
Kommentar auf: Wer nicht glaubt...

Hölle

Jemand hat eine tödliche Krankheit, doch es gibt eine rettende Medizin. Wenn er...

Jemand hat eine tödliche Krankheit, doch es gibt eine rettende Medizin. Wenn er die Medizin nicht nimmt, stirbt er. Die Folge der Sünde ist Tod und Hölle. Dem sind alle Menschen verfallen. Doch es gibt eine Medizin, "das Wort vom Kreuz". Die ist jedem angeboten!

Verfasst von J.B. am 5. Februar 2012 - 18:15.
Kommentar auf: Hölle

Gast7 schrieb:Jemand hat eine

Gast7 schrieb:Jemand hat eine tödliche Krankheit, doch es gibt eine rettende...

Gast7 schrieb:
Jemand hat eine tödliche Krankheit, doch es gibt eine rettende Medizin. Wenn er die Medizin nicht nimmt, stirbt er. Die Folge der Sünde ist Tod und Hölle. Dem sind alle Menschen verfallen. Doch es gibt eine Medizin, "das Wort vom Kreuz". Die ist jedem angeboten!

Und wer das "Angebot", also die Medizin, nicht annimmt, weil der Überbringer z. B. nicht sehr vertrauenserregend wirkt, oder weil es keine beweisbaren Argumente für die Wirksamkeit gibt, sondern einfach nur an die Wirksamkeit GEGLAUBT werden muss, der wird dann für seine - angesichts der vielen vorhandenen falschen Heilsversprechen eigentlich unbedingt notwendigen - Zweifel und Ablehnung für alle Ewighkeit von Gott bestraft? Das wäre ein eigenartiges "Angebot".

Verfasst von Gast7 am 5. Februar 2012 - 19:33.

Hölle

"So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit...

"So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben." Man versetze sich bitte in die Perspektive Gottes: Er opfert seinen Sohn + diejenigen, die dadurch gerettet werden sollen, fangen an zu mäkeln und zu kritisieren und finden 1.000.000 Gründe, warum das so nicht in Ordnung sei ...
Das Angebot steht. Es ist jedem selbst überlassen, ob und wie er es prüft (z. B. existiert ja eine ausführliche Beschreibung) bzw. wie er darauf reagiert. Wenn jemand in der Hölle landet dann nur, weil er Gottes Hilfe abgelehnt hat.

Verfasst von J.B. am 6. Februar 2012 - 18:14.
Kommentar auf: Hölle

die Perspektive Gottes

[quote=Gast7] Man versetze sich bitte in die Perspektive Gottes: Er opfert...

[quote=Gast7] Man versetze sich bitte in die Perspektive Gottes: Er opfert seinen Sohn + diejenigen, die dadurch gerettet werden sollen, fangen an zu mäkeln und zu kritisieren und finden 1.000.000 Gründe, warum das so nicht in Ordnung sei ...

Falls an diesem Glauben tatsächlich etwas dran wäre, hätte sich Gott dabei aber nicht besonders klug angestellt: Vor ca. 2000 Jahren (!!!) lässt er seinen Sohn, der erst mal von normalen, nichtgöttlichen Menschen nicht zu unterscheiden ist, in irgend einem Kaff auf dieser Erde durch eine damals übliche Hinrichtungsmethode ermorden. (Darin eine Rettungsaktion eines allmächtigen Gottes zu sehen, erfordert schon sehr viel Glaubenswille.) Dass Gott die Verkündung dieses Ereignisses einer sehr zweifelhaften religiösen Institution - also der kath. Kirche - überlässt, ja dass diese Erlösungstat Gottes heute überhaupt noch bekannt ist, weil die kath. Kirche diesen Glauben mit dem Schwert brutal verteidigte und verbreitete, ist schwer zu schlucken. Dachte sich Gott: "Der Zweck heiligt die Mittel."?

[quote=Gast7]Das Angebot steht. Es ist jedem selbst überlassen, ob und wie er es prüft (z. B. existiert ja eine ausführliche Beschreibung) bzw. wie er darauf reagiert.

Nun, diese "ausführliche Beschreibung" ist ja kein Tatsachenbericht - die Evangelisten waren keine Zeitzeugen Jesu, entstanden erst eine nicht unerhebliche Zeit nach Jesu (das Prinzip der stillen Post kam mit Sicherheit zum Tragen) und von Jesus selbst gibt es keine Aufzeichnungen.
Wie jemand auf diesen Glauben reagiert, ist sehr stark von seinen Umfeld abhängig. Wird jemandem von kleinauf gesagt, der christliche Glaube sei ein Irr-Glaube und der eigene (z.B. der islamische) der wahre Glaube, so wird Otto-Normalbürger das in der Regel nicht anzweifeln und Missionare werden ihn nicht umstimmen können. (Nicht zu vergessen, dass es in vielen Regionen keine Glaubensfreiheit gibt.)

[quote=Gast7]Wenn jemand in der Hölle landet dann nur, weil er Gottes Hilfe abgelehnt hat.

Also wenn ich in der Hölle lande,dann nicht, weil ich Gottes Hilfe abgelehnt habe, sondern weil ich die ganze Erlösungsgeschichte nicht für glaubhaft halte. Finden Sie es eigentlich in Ordnung, dass Gott so hart mit Un-/Andersgläubigen umgeht: für ein paar Jahre Unglauben ewige Höllenqualen - das wäre doch völlig unverhältnismäßig...

Verfasst von Gast7 am 7. Februar 2012 - 0:37.
Kommentar auf: die Perspektive Gottes

Gute Gründe!

Das waren drei der 1.000.000 Gründe, warum Gott alles falsch gemacht habe. Es...

Das waren drei der 1.000.000 Gründe, warum Gott alles falsch gemacht habe. Es gibt noch wesentlich originellere. Der erste von den dreien allerdings ist fast schon ein Beweis dafür, dass in der Bibel auch richtige Sachen stehen, z. B. im 1. Korintherbrief Kapitel 1 Verse 21ff: "Denn weil die Welt in ihrer Weisheit Gott in seiner Weisheit nicht erkannte, gefiel es Gott, durch törichte Predigt selig zu machen, die daran glauben ... Denn die Torheit Gottes ist weiser als die Menschen sind und die Schwachheit Gottes ist stärker als die Menschen sind ... was töricht ist vor der Welt, das hat Gott erwählt, damit er die Schlauen zuschanden mache". Es lohnt sich, das ganze Kapitel zu lesen!
Und was den letzten Absatz betrifft, empfehle ich erneut die umgekehrte Sicht: Für ein winziges bisschen (ein Senfkorn) Glauben eine ganze Ewigkeit bei Gott. Ist das nicht ein absolut einzigartiges Angebot?

Verfasst von Gast am 1. Februar 2012 - 11:16.
Kommentar auf: Tunnelblick?

"Die reformierten und

"Die reformierten und lutherischen Kirchen können demgegenüber so gar nicht...

"Die reformierten und lutherischen Kirchen können demgegenüber so gar nicht klartexten, wofür sie überhaupt noch stehen." Wohl wahr, doch um so leichter sollten "Evangelikale" vor diesem grauen Hintergrund bessere Angebote machen können. Doch die sind halt kaum zu hören - weder innerhalb der Kirche noch in der Öffentlichkeit. Willow Creek, Pro Christ ... sind erfreuliche Episoden; aber eben nur Episoden. Es fehlen Stimmen, die laut, klar und verständlich dauerhaft präsent sind.

Verfasst von Gast am 28. Januar 2012 - 19:14.

Kind(s)taufe oder Kindertaufe oder Erwachsenentaufe?

Ohne Kritik und Zweifel entwickelt sich auch ein Christ(-enmensch) nicht weiter...

Ohne Kritik und Zweifel entwickelt sich auch ein Christ(-enmensch) nicht weiter.Wer will schon immer auf einer (Glaubens-)Stufe stehen bleiben? Nein, Anfechtungen und Zweifel sind nicht immer so toll. Aber sie gehören zu unserem Christsein.

Über die Klein- oder Großtaufe oder über die Wassertaufe oder Wiedertaufe oder oder ...kann man(n)/frau sich dann auch noch streiten.

Verfasst von Gast am 24. Januar 2012 - 7:09.

Wesensänderung

Das "Wesen" also die Persönlichkeit eines Menschen schlägt sich vordergründig...

Das "Wesen" also die Persönlichkeit eines Menschen schlägt sich vordergründig in der Sprache wieder.

Achte doch mal auf die Sprache bei einer evangelikalen Massenveranstaltung und achte auf die Sprache in einem evangelischen Gottesdienst.

Die Grundlage sollte einzig und allein "das Wort Gottes" sein. Ob dazu nun auch deine Magenbeschwerden und dein Durchfall dazugehören (Beispiel) ist eine ganz andere Frage. Da sollte man wohl eher einen Arzt konsoltieren. Ob der Prediger/in nun als Kind Opfer sexueller Gewalt geworden ist, sollte diese mit ihrem Psychologen bereden aber nicht im Gottesdienst.

Der Begriff “evangelikal” bezeichnet unabhängig von der konfessionellen Zugehörigkeit ein Christentum, das sich gegen kirchliche Traditionen einerseits und gegen Entchristlichung andererseits abgrenzt. Schon allein aus dieser Abgrenzung heraus, werden Evangelikale und Landeskirchen für alle Ewigkeit getrennt bleiben. Es sei denn, dass diese Abgrenzung überwunden werden kann. Es müsste eine gravierende Wesensänderung stattfinden. Dann: Herzlich willkommen in der Landeskirche.

Außerdem hat jede Form von Manipulation im Gottesdienst nichts verloren. Mach dir doch mal die Mühle einen evangelikalen Event zu analysieren.

Verfasst von Gast am 25. Januar 2012 - 21:44.
Kommentar auf: Wesensänderung

Wesensänderung oder Begeisterung?

"Da sollte man wohl eher einen Arzt konsoltieren. Ob der Prediger/in nun als...

"Da sollte man wohl eher einen Arzt konsoltieren. Ob der Prediger/in nun als Kind Opfer sexueller Gewalt geworden ist, sollte diese mit ihrem Psychologen bereden aber nicht im Gottesdienst."

Sicher ist hier die Evangelistin Joyce Meyer gemeint. Was meinen Sie, wie bei den riesen Kongressen die Spenden anschließend fließen? Ich verstehe nicht, dass bei der - teils primitiven - Verkündigung so viele amerikanische Frauen voller Begeisterung zuhören - und einzelne deutsche Frauen ebenfalls begeistert von der Frau sind.
Aber sind alle Evangelikalen so unnüchtern? Nein. Ich denke, die Pietisten unterscheiden sich darin von vielen Evangelikalen in ihrer Nüchternheit und in ihrer überzeugenden Frömmigkeit. Dagegen vermisse ich oft bei den Kirchenchristen Bibelkenntnisse und den Sinn der Kirchenzugehörigkeit. Vieles erschöpft sich 'heute' in der EKD doch in der Traditition und darin, die Mitglieder bei Laune zu halten.

Verfasst von Gast am 22. Januar 2012 - 18:35.

Laichräuber

In der Natur verhält es sich so, dass große Fische die kleinen Fische fressen....

In der Natur verhält es sich so, dass große Fische die kleinen Fische fressen.

In der Kirchenlandschaft sieht es momentan so aus, dass es kaum noch kleinen Fische gibt und die großen Fische nun versuchen, die großen Fische zu fressen.

Weil das nicht so gut funktioniert,und der Bissen im Halse stecken bleibt, sind derzeit eher die Laichräuber unterwegs, die sich das junge Gemüse unter den Nagel reissen.

Eins ist mal sicher: Das Foto (oben im Bericht) mit den kleinen blauen friedlichen Fischen und den kleinen roten friedlichen Fischen, scheint aus einem Märchenbuch zu sein.

Verfasst von Links-Evangelikale am 22. Januar 2012 - 11:17.

Und sie trennen sich doch....

Das Maß der Häme - und Unsachlichkeit- von evangelisch.de-Lesern gegenüber der...

Das Maß der Häme - und Unsachlichkeit- von evangelisch.de-Lesern gegenüber der E.A. ist schon interessant.
Was Dr. Diener nicht sagen darf, aber beim Blick über den deutschen Tellerrand sofort evident ist:
Die Geschichte ist längst dabei, Christen evangelikaler Prägung und deutsche Landeskirchler, mit ihrer international Staunen hervorrufenden Staatsnähe, zu trennen.
Die einen stellen die weltweit größte christliche Bewegung, die anderen verlieren ihre Mitglieder im Galopp. Sie überleben jetzt schon nur, wenn Ortsgemeinden freikirchliche Parallelstrukturen wie Fördervereine entwickeln.
Ob das die Giftkübel so gut füllt, die von Landeskirchlern -und ihrem Mittelmanagement- so verschwenderisch über Evangelikale gegossen werden?

Verfasst von Gast am 25. Januar 2012 - 14:26.

Häme - und Unsachlichkeit

Leider ist Ihr Beitrag nicht für Jedermann ganz verständlich. Mich würde aber...

Leider ist Ihr Beitrag nicht für Jedermann ganz verständlich. Mich würde aber Ihr Kommentar sehr interessieren. Vielleicht posten sie Ihren Artikel noch einmal für jede Frau/Jedermann verständlich. Was heißt Förderverein - im Raum der Landeskirchen und der Evangelikalen - konkret und was bedeutet der Giftkübel kontret inbezug zum Ausgangsthread?
Vielen Dank!

Verfasst von Links-Evangelikale am 27. Januar 2012 - 10:40.

Evangelikales Engagement

Konkretisiert: Ich bin mit vielen Landes-und Freikirchlern in Deutschland im...

Konkretisiert: Ich bin mit vielen Landes-und Freikirchlern in Deutschland im Gespräch und es ist zu beobachten, dass dort, wo Gemeinde noch lebendig ist und attraktive Angebote macht, meist überdurchschnittliches Engagement von Christen aus dem -der Begriff pietistischen, trifft es besser-, Spektrum zu Grunde liegt. Damit schließe ich Mitglieder von Pfarrergebetsbruderschaften, Alt-Marbuger-Kreisler, CVJMer genauso ein, wie Jesus Freaks, Emerging-Church-Entwickler oder Willow-Creek-bewegte.
Sie leiten häufig die Gemeindekreise mit der höchsten Migliederzahl, gründen Fördervereine für Kirchenmusik, Jugendarbeit, zusätzliche Diakonieangebote und Pfarrstellen.
Da die Landeskirchen sich programmatisch aus der Fläche zurückziehen, immer mehr Gemeinden kaputt sparen, zwangsfusionieren und personell unterbesetzen, können diese schon funktionierenden Vereine sehr leicht für die Menschen vor Ort Strukturen erhalten. In der Folge ergibt sich zwangsläufig die Frage: Wozu dann noch Geld an die Landeskirche abführen? Die schickt sich sogar an, Gemeindepfarrstellen in Zukunft schlechter zu vergüten als "Schreibtischtäter" in immer mehr Funktionspfarrstellen.
Die "Giftkübel" beziehen sich auf hämische Sprüche und Verhinderungsstrategien gegenüber pietistischen Pfarrstelleninhabern aus Landes- und Kreiskirchenämtern. Oder auch die Ausladung von EC-Angeboten, die seit Jahren zum Kirchentag gehörten, durch das Leitungsgremium beim Dresdener Kirchentag (idea-Berichte).

Verfasst von Gast am 22. Januar 2012 - 19:52.

Regenbogenfisch

Wo sind eigentlich die Regenbogenfische, die alle Farben tragen? Ich seh nur...

Wo sind eigentlich die Regenbogenfische, die alle Farben tragen?
Ich seh nur blaue und rote Fische.

Die ev. Landeskirche sollte sich mit der Glitzerschuppe abgrenzen!
Ganz einfach!

Verfasst von Gast am 22. Januar 2012 - 17:15.

Geldhahn zudrehen

Wenn der Geldhahn zugedreht wird, dann ist die Trennung zwischen Evangelikal...

Wenn der Geldhahn zugedreht wird,
dann ist die Trennung zwischen Evangelikal und Evangelischer Kirche schneller vollzogen als manchem Fußpilzheiler und Brückenbauer lieb ist.

In aller Freundschaft: Wir wollen keinen Hokuspokus in unserer Kirche!
Und erst recht keine Geldbettelei und auch kein Markttreiben in unserer Kirche. Die ist uns nämlich heilig.

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