Kirchentag - Für viele ist der Kirchentag ein Herzstück des deutschen Protestantismus, gleichzeitig politische Zeitansage und großes Glaubensfest. Für Matthias Matussek bedeutet das aber: "Wir basteln uns Utopien, in Malkursen für Frauen, in Backebacke-Kuchen-Veranstaltungen für Klimaretter und Gelegenheitschristen". Seine polemische Kritik an Käßmann und am Kirchentag greift allerdings zu kurz.
In Dresden kamen am Wochenende vor Pfingsten hunderttausende Menschen zusammen, um Gottesdienste zu feiern, zu beten, Musik zu machen, aber auch, um mit Christian Wulf über Integration zu diskutieren oder Thomas de Maiziéres Haltung zu Afghanistan abzuklopfen. Wie immer schwankte die Bewertung in der Presse von "so politisch wie nie" bis "viel zu unpolitisch".
In den säkularen Medien kommt aber vor allem eine vor: der "Popstar of Protestantism", der Hallen und Kirchen füllte – Margot Käßmann. Sie sagte nichts neues, aber wie immer sagte sie es so, dass alle begeistert waren. Ihre Bücher sind in der Buchhandlung eher im Bereich "Spiritualität und Lebenshilfe" zu finden als bei "Theologie", das ist kein Geheimnis und das stört viele im Feuilleton und in der Theologie, denn es ist ihnen zu seicht. Doch der Aufreger bleibt ihre Kriegskritik. Zu wohlfeil, zu wenig durchdacht sei sie. An der hängte sich auch Spiegel-Autor Matthias Matussek auf.
Mehr wert als eine Randnotiz
Vielleicht wirkt Käßmanns Kriegskritik in einer 120-Zeichen-Notiz in der Tageszeitung tatsächlich seicht. Doch der genaue Blick empfiehlt sich. Neben "nichts ist gut in Afghanistan" beklagte sie, dass es nicht gut sei, wenn Kinder in Deutschland arm seien oder wenn Spitzensportler sich nicht trauen könnten, eine Depression behandeln zu lassen. Es war ihr rhetorisches Mittel gegen die blasse Vertröstung "Alles wird gut!". Sie prangerte nicht an, dass Soldaten in Afghanistan sind, sondern dass den Entwicklungshilfeorganisationen im Verhältnis zu den Kosten des Militäreinsatzes so kläglich wenig Mittel zum Aufbau dieses Landes zu Verfügung stehen. "Vorrang von Zivil" war ihr Motto, nicht "Make love not war".
Matussek wirft Käßmann aber vor, den Soldaten in den Rücken zu fallen, wenn sie solche Themen auf den Tisch bringt. Gerade den Soldaten, die kaum noch wissen, wieso sie ihr Leben aufs Spiel setzen, wo doch die einheimische Bevölkerung ihren Einsatz mehrheitlich ablehnt. Aber war denen etwa nicht mit der Debatte gedient, die fragte, "Was wollen wir dort?" und "Wann ziehen wir ab?".
Der Spiegel-Kolumnist wendet ein, man müsse manchmal schuldig werden, wie auch Bonhoeffer es formuliert hat. Nur: Bis zu besagter Neujahrspredigt meinten viele Deutsche, ihre Soldaten bauten lediglich Schulen und Brunnen. Von Krieg und vom "schuldig werden" war damals kaum Rede. So war diese Predigt damals doch ein Anstoß zur Abzugsdebatte und so auch eine Perspektive für die Soldaten. Damit fällt man niemandem in den Rücken.
Gerechter Krieg oder gerechter Friede?
Ohne Not stützt sich Matussek auf die Tradition der Rede vom "gerechten Krieg". Mit Augustin und Thomas Aquinus ist ein Krieg dann gerechtfertigt, wenn er dem Frieden dient. Das ist altes katholisches Gedankengut – also genau sein Lieblingsthema. Dass etwa die Kreuzzüge zweifellos in ihrer Zeit als gerechte Kriege verstanden wurden, ist allerdings auch kein Geheimnis, und lässt sich sehr schön bei dem großen katholischen Theologen Bernhard von Clairevaux nachlesen. Die Rede vom "gerechten Krieg" ist verbrannte Erde für Christen, spätestens seit auf katholischen wie evangelischen Kanzeln 1941 Hitlers Russlandfeldzug gegen den Kommunismus bejubelt wurde.
Ein Krieg bringt immer großes Unrecht mit sich, so hehr auch die Motive sind, mit denen er geführt wird – eine Frage, die für Afghanistan je nach Sichtweise ganz unterschiedlich beantwortet wird. Deshalb spricht die Evangelische Kirche vom gerechten Frieden. Das heißt nicht nur die Abwesenheit von Gewalt, sondern auch sozialer Friede.
Mit alten Kirchenlehrern zieht der Kampf-Katholik Matussek also gegen die "heilige Margot" zu Felde. Naiv sei sie, und gefällig wie wohlfeil ihre Predigt. Nun, was kann man über Käßmanns Themen sagen? Den Frieden predigt sie, soziale Teilhabe und Bildungsgerechtigkeit. Klingt das seltsam von einer Kirchenfrau oder gar anrüchig? Haben wir ähnliches nicht schon von anderen Christen, Bischöfen und auch vom Papst gehört? An Käßmanns Themen ist nichts neues für einen Christen, auch nicht für einen Katholiken, gar nichts.
Zölibat ja, Frieden vielleicht?
Man fragt sich also was Bruder Matussek so empört – der Gedanke, es könnte darum gehen, dass Käßmanns Bücher im Gegensatz zu seiner antireformatorischen Streitschrift "Das katholische Abenteuer" Monate lang Bestsellerlisten anführten, sei jedoch ferne.
Matthias Matussek vertritt vehement, dass die Kirche nicht in der Gesellschaft aufgehen dürfe, vielmehr müsse sie andere Maßstäbe setzen und mutig auch für provokante Positionen einstehen. Gerne bemüht er hierfür die sexualisierte Gesellschaft und stellt ihr den Zölibat als "herrliche Einrichtung" entgegen. Hier setzte die Kirche glaubwürdig ein Zeichen, dass die Maßstäbe Gottes andere sind als die der Welt. Das ist eine These die man sicher vertreten kann, wenn man den Zölibat als biblische Randerscheinung und kirchenpolitische Satzung des 12. Jahrhunderts für Gottes Maßstab hält.
Der radikale Pazifismus provoziert
Und wie sieht es mit dem Frieden aus? Das Wort "Frieden" kommt in der Bibel 182 mal vor. Es steht immer in Zusammenhang mit dem Reich Gottes, ist zentrale Verheißung und Anspruch Gottes an die Menschen. Wann ist die Kirche also die mutige, die provozierende, die Matussek fordert?
Wenn sie sagt, "Krieg soll nach Gottes Willen nicht sein", wie es nach dem zweiten Weltkrieg der neu gegründete Weltkirchenrat schrieb oder wenn sie sich darauf einlässt, das eine Töten gerechter erscheinen zu lassen als das andere? Ist die Mutter, die durch ein fehlgeleitetes deutsches Geschoss stirbt, einen gerechteren Tod gestorben als die, die von Taliban erschossen wird?
Möglicherweise ist es ja die Radikalität dieses Pazifismus, die so provokant ist. Es ist geradezu grotesk, dass Margot Käßmann, die nach Frieden ruft, sich von einem Mann naiv nennen lassen muss, der im Jahr 2011 ernsthaft das Verbot der Priesterweihe für Frauen verficht. Ich bin froh, einer Kirche anzugehören, die darum ringt, der biblischen Verheißung von Frieden zu folgen anstatt viel Energie in den Erhalt mittelalterlicher Kirchengesetze zu stecken.
Wir müssen reden!
Eben weil wir als Protestanten uns mit der Bibel und der Welt immer wieder neu ins Benehmen setzen müssen, ist eine Veranstaltung wie der Kirchentag so wichtig für uns. "Wir müssen reden" hat Kirchentagspräsidentin Göring-Eckardt zur Eröffnung gesagt. Protestanten leben mit der Bibel in der einen Hand und der Tageszeitung in der anderen. Das macht es nicht immer einfach.
Wir wissen seit 1989, dass ein friedlicher Umsturz auch im Kerzen und Gebeten seinen Anfang nehmen kann, aber die Frage bleibt, ob man bei Taten wie solchen, die mit dem Namen Srebrenica verbunden sind, nicht einschreiten muss. Wir haben geredet, und ja, vielleicht muss man einschreiten. Aber am Ende bleibt ein großes Fragezeichen hinter vorschneller Gewalt und eine Absage an "gerechte" Kriege. Und dabei sind wir überzeugt, weder zu fromm noch zu politisch gewesen zu sein. Wir sind immer beides.
Steve Henkel ist Theologiestudent aus Bonn, aktiv im Studierendenrat Evangelische Theologie (SETh) und war Jugenddelegierter zur EKD-Synode 2010.







Kommentare
Und wie sieht es mit dem
Und wie sieht es mit dem Frieden aus?
Fahren Sie in den Süd-Sudan und schauen Sie sich den Käßmannschen Debattierfrieden an.
Fahren Sie nach Bosnien-Herzegowina und schauen Sie sich einen Handlungsfrieden an.
Damit mich niemand falsch versteht: Soldaten müssen das letzte Mittel sein und bleiben. Zivile sozio-ökonomische Entwicklungshilfe ist und wird der Schlüssel für einen stabilen Frieden bleiben.
Aber radikaler Pazifismus? Schon Gandhi brauchte den geeigneten Gegner dazu.
Wandelt euch durch ein neues Denken!
Matussek schwärmt von einer Kirche, die sich in ihrer Kirche einmauert. Genau dieses Verhalten darf und soll die Kirche jedoch nicht an den Tag legen. Vor allen Dingen kann sich keine christliche Kirche dabei auf Jesus berufen.
Dieser Jesus hat sich nämlich eingebracht, wenn er die Würde von Menschen und das Herzstück des jüdischen Glaubens in Gefahr sah.
Immer dann, wenn ich mich für hilfsbedürftige Menschen einsetze, reagiere ich politisch im weitesten Sinne. Das hat Jesus getan und das hat er auch uns mit auf den Weg gegeben. Wenn die Kirche ihr Herzstück, nämlich ihren Dienstcharakter am Menschen, einbringt, gerät sie immer wieder in die Gefahr, mit den Herrschenden in Konflikt zu geraten. Die katholische Kirche hat leider die Befreiungstheologie gewaltsam (auf administrativem Wege) unterdrückt und sich damit gegen die jesuanischen Vorgaben gestellt ; dabei hatten gerade die Befreiungstheologen nichts anderes getan, als den Menschen vor dem Hintergrund der Bibelbotschaft nahe zu sein und für eine Veränderung der ungerechten Verhältnisse an der Seite der Unterdrückten zu stehen.
Jesus geriet mit der römischen Besatzungsmacht und mit den jüdischen Tempelpriestern in Konflikt, die Kirche gerät mit den Wirtschaftsbossen unserer Tage in Konflikt, wenn sie sich engagiert für eine gerechte Weltwirtschaftsordnung, für einen fairen Handel und den Abbau von Wirtschaftsimperialismus.
Als einer aus dem Jüngerkreis bei der Gefangennahme Jesu einem Angreifer das Ohr abschlägt, antwortet Jesu: „Hört auf damit! Und er berührte das Ohr und heilte den Mann.“ (Lk 22, 51). Käßmann sagt: „Nichts ist gut in Afghanistan!“ und Papst Johannes Paul II. prägte den Satz: „Jeder Krieg ist eine Niederlage der Menschheit!“. Auf Jesus können wir uns somit nicht berufen, wenn wir den Krieg als Konfliktlösungsmöglichkeit ins Gespräch bringen. Es ist also die Pflicht von Kirchenleuten, diesen Zusammenhang immer wieder ins Gespräch zu bringen; mögen Leute wie Matussek auch noch so dagegen polemisieren!
Wie sagt der Apostel Paulus in Röm 12,2:
„Gleicht euch nicht dieser Welt an, sondern wandelt euch und erneuert euer Denken, damit ihr prüfen und erkennen könnt, was der Wille Gottes ist: was ihm gefällt, was gut und vollkommen ist.“
Paul Haverkamp, Lingen
>>Ist die Mutter, die durch
>>Ist die Mutter, die durch ein fehlgeleitetes deutsches Geschoss stirbt, einen gerechteren Tod gestorben als die, die von Taliban erschossen wird?<<
Soll das heissen hier wird ein möglicher tragischer Unfall mit einer gezielten Tötung gleichgesetzt?
>>Ich bin froh, einer Kirche anzugehören, die darum ringt, der biblischen Verheißung von Frieden zu folgen anstatt viel Energie in den Erhalt mittelalterlicher Kirchengesetze zu stecken.<<
Und ich bin froh das Frau Käsmans Ansichgt lediglich ein Teil der Meinung innherhalb der Kirche widerspiegelt.
“Die Ehrfurcht vor der Vergangenheit und die Verantwortung gegenüber der Zukunft geben fürs Leben die richtige Haltung.” - Dietrich Bonhoeffer
Wenn das Luther lesen würde,
Wenn das Luther lesen würde, dass "Protestanten mit der Bibel in der einen Hand und mit der Tageszeitung in der andern leben... ." Eigentlich muß man diese Sache gar nicht kommentieren, das Bild spricht absolut für sich. Tatsächlich wäre es dann wohl kein Wunder, warum die protestantische Theologie so schnell veraltet wie die Tageszeitungen, und warum die protestantische Kirchen so massiv in der Gefahr stehen, sich dem Zeitgeist anzubiedern.
Das ist es aber nicht, was den Protestantismus oder sagen wir, was unsere Evangelische Kirche ausmacht.
Matussek geht es um das Reden von Gott
Wer das Buch von Matussek gelesen hat, weiß, dass es ihm vor allem um den Glauben, um Gott geht. Er hat nicht generell etwas gegen das politische oder soziale Engagement von Christen - von der Bergpredigt (die er mehrmals anführt) her gedacht, ist das sogar notwendig. Aber seine Kritik an (katholischen und evangelischen) Christen ist, dass sich die Schwerpunkte verschoben haben. Im Zentrum von kirchlichen Debatten stehen oft genug die Fragen um eben die "Klassiker": Frauenpriestertum; Zölibat, oder eben Umwelt und Frieden; alles wichtige Dinge. Aber: in einer bekenntnisschwachen Gesellschaft ist es seiner Meinung nach wichtiger, dass der Christ sich zu seinem Glauben bekennt, von Gott spricht und nicht auf Kirchentagen zu 100. Mal über das böse Atom jammert, permanent über den Umweltschutz spricht und so tut, als müsse man als Christ unbedingt radikaler Pazifist sein.
Ein anderer Kommentator hat in diesen Tagen gefragt, was den Evangelischen Kirchentag eigentlich noch von einem Treffen von Globalisierungskritikern unterscheidet - natürlich die vielen Gottesdienste, würde ich sagen. Aber waren die wirklich das Zentrum des Christentreffens?
Fromm, politisch, protestantisch
Meinem Vorredner kann ich nur zustimmen. Machmal muss auch das Gewehr in der Hand sein. Alles andere sind Träumereien. Mein Reich ist nicht von dieser Welt, spricht Jesus Christus. Er hat den Soldaten, mit denen er sprach auch nicht gesagt, dass sie ihre Waffen nicht mehr tragen dürften. Das dazu. Ärgerlich ist jedoch, wenn Steve Henkel sich dann Nebenkriegsschauplätzen zuwendet, um die Naivität Frau Käßmanns mit seiner Meinung nach noch größeren Naivität hinsichtlich des Festhaltens am Zölibat und Verneinung des Frauenpristertums zu verschleiern. Er nennt dies biblische Randerscheinung und mittelalterliche kirchenpolitsche Satzungen. Ich muss Bruder Henkel daran erinnern, dass es auch in der evangelischen Kirche zölibatär lebende Menschen gibt, die mit der Aussage über die biblischen Randerscheinung dieser Lebensweise beleidigt werden. Dann versteigt sich Herr Henkel zu der Aussage, dass man im Jahr 2011 nicht mehr ersthaft das Frauenpriestertum verweigern kann. Auch hier darf ich wieder daran erinnern, dass es in der ev. Kirche auch heute noch Pfarrer gibt, die das ablehnen. Das Frauenpreistertum in der evangelische Kirche begründet sich durch keine Offenbarung. Günstig gerechnet gibt es die Evangelischen seit 500 Jahren. Seit aber gerade mal 40 Jahren gibt es offiziell Pfarrerinner. Wieso hat es über 450 Jahre gedauert? Liegt es vielleicht daran, dass die Altvorderen in der ev. Kirche gute Gründe hatten? Waren Sie wirklich so unbegründet? Diese Fragen sind noch lange nicht geklärt. Fast nichts ist unumkehrbar. Abschließend noch zu Steve Henkels Aussage, die Evangelischen auf dem Kirchentag sind immer politisch und fromm. Politisch waren sie, vor allem politisch links. Fromm waren sie auch, aber nicht nur, es gab auch viel Unfrommenes. Wirklich fromm wäre es gewesen, sich zum Thema "Schutz des ungeborenen Lebens" zu bekennen. Aber leider Fehlanzeige!
Kirchentag in Dresden
Ich möchte Sie Ihrer Illusion über Frau Kässmann nicht berauben, doch was von diesem Kirchentag hängen geblieben ist, war eine Parteiveranstaltung der Grünen und roten Parteien. Eigentlich sollte bei solch einem Fest mehr über Gott gesprochen werden. Vielleicht waren auch verschiedene Randgruppen dabei, die jedoch keine Chance hatten ins Rampenlicht zu kommen. Politische Diskussionen erleben wir täglich in den Nachrichten. Soll doch Frau Kässmann nach Afghanistan reisen, wenn sie es ernst meint, und versuchen die Taliban zu besänftigen. Ich zitiere Peter Hahne: "Kalenderweisheiten auf Wohlfühlevents".
Es müsste Ihnen doch schon aufgefallen sein, dass sich Frau Kässmann sehr gerne in Szene setzt. Wenn sie es mit ihrem Rücktritt vor einem Jahr ernst gemeint hätte, würde sie in Demut eine Pfarrstelle begleiten und hätte sich aus der Öffentlichkeit zurückgezogen.
Die Veranstalter und die Mehrzahl der Besucher dieses Kirchentages reiteten auf den Wellen des Zeitgeistes. Für gegenteilige oder unbequeme Meinungen war kein Platz mehr, z. B. das größte Unrecht: 130.000 abgetriebene Kinder pro Jahr in Deutschland. Damit beginnt das Übel in der Welt an!!!!!
Gewehr und Tageszeitung
Zum Einen kritisiert Herr Matussek die Frau Käßmann gerade so plakativ, wie er es ihr vorwirft. Zum Zweiten blendet er aus, dass sie immer wieder, jetzt auch zu Libyen, darauf aufmerksam macht, was im Vorfeld versäumt wurde, z.B. Diplomatie oder auch Begrenzung der Rüstungsexporte. Zum Dritten sollte ja wohl mit der Bombardierung der Tanklaster ein oder mehrere angebliche gefährliche und deshalb auszulöschende Personen getroffen werden. Mal abgesehen von der Frage, ob es gerecht sein kann, dass ohne Urteil und Prozess Menschen einfach per Bombe oder Drohne umgebracht werden dürfen, wenn sie gerade nicht kämpfen, so gab doch der jetzige Verteidigungsminister offen zu, da habe man sich eben geirrt. Ein schrecklicher Irrtum!
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