Kirchen - Der vatikanische "Ökumene-Minister", Kardinal Kurt Koch, schlägt eine gemeinsame Erklärung über Kirche, Eucharistie und Amt vor. Der EKD-Ratsvorsitzende Nikolaus Schneider unterstützt diesen Vorschlag.
Wenn nach dem Vorbild der evangelisch-katholischen Erklärung zur Rechtfertigungslehre von 1999 ein solches Dokument erarbeitet würde, wäre das "ein Meilenstein auf dem ökumenischen Weg in die Zukunft", sagte der Präsident des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen beim Internationalen Ökumenischen Forum am Mittwoch in Trier. Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Nikolaus Schneider, begrüßte diesen Vorstoß.
Die Trennung der Kirchen bezeichnete Koch als Skandal. "Dass Christen in getrennten Kirchen leben, ist das große Ärgernis und verdient es, Skandal genannt zu werden." Aufgabe der Christen sei es, das was getrennt ist, zusammenzuführen. Die Einheit dürfe jedoch nicht auf die Anerkennung der Unterschiede beschränkt werden. Vielmehr gehe es auch um die Einheit des Glaubens und die Einheit in den Sakramenten.
Zugleich forderte Koch: Alle Partner müssten um ihre eigenen "ökumenischen Sünden" wissen und deshalb gegenseitige Schuldzuweisungen vermeiden. Dazu gehöre auch, den Partnern nichts aufzudrängen, was mit deren Glaubensgewissen nicht zu vereinbaren sei. "Katholiken sollten beispielsweise Protestanten genauso wenig zur Übernahme des Papstamtes drängen, wie Protestanten Katholiken nicht zur Kommunionsgemeinschaft drängen sollten."
Der EKD-Ratsvorsitzende Schneider warnte davor, unterschiedliche geschichtliche Prägungen zu unterschätzen und als hinderliche Barrieren zu beklagen. "Verschiedene Menschen brauchen verschiedene Räume, um Kraft zu tanken und um sich zu beheimaten." Die Vielfalt der kirchlichen Profile müsste als Reichtum und Zeichen von Lebendigkeit verstanden werden.
Auch Kritik an Aufruf zur Wallfahrt
Zum evangelisch-katholischen Verhältnis sagte der Ratsvorsitzende: "Jahrhunderte des Schlechtredens, der Polemik und der Gewalt haben wir hinter uns gelassen. Wir gehen heute freundschaftlich miteinander um." Auch die katholische Kirche sei nicht mehr die katholische Kirche des Mittelalters. Es sei jetzt geboten, die jeweiligen kirchlichen Profile als Ergänzung und Bereicherung zu sehen und "eben nicht mehr als Abgrenzung oder als eigene Identitätsstärkung zu Lasten der anderen".
Schneider und Koch waren zuletzt im September bei der ökumenischen Begegnung der EKD-Spitze mit Papst Benedikt XVI. im Erfurter Augustinerkloster zusammengetroffen. Die 1999 unterzeichnete Gemeinsame Erklärung zur Rechtfertigungslehre, über die Protestanten und Katholiken jahrhundertelang gestritten hatten, hatte der Vatikan mit dem Weltbund der lutherischen Kirchen sowie dem Weltrat Methodistischer Kirchen ausgehandelt.
Erneut äußerte sich Schneider erfreut über die katholische Einladung, an der "Heilig-Rock-Wallfahrt" in Trier verantwortlich in Planung und Gestaltung mitzuwirken. Evangelische Christen würden dabei das Ereignis der Wallfahrt für sich einordnen und weiterentwickeln. Schneiders Aufruf an Protestanten, sich an der Wallfahrt zu beteiligen, war in der evangelischen Kirche auch auf Kritik gestoßen.
"Uneinigkeit überwinden"
Der Generalsekretär des Weltkirchenrates, Olav Fykse Tveit, betonte in seinem Vortrag: "Uneinigkeiten unter Kirchen sind und bleiben ein Skandal, der überwunden werden muss." Einheit bleibe das Ziel. "Wir sind zur Einheit berufen, selbst dort wo Spaltungen bestehen." Der lutherische Theologe Tveit zeigte sich froh über den Fortschritt in Deutschland im Blick auf die gegenseitige Anerkennung der Taufe.
Es gebe aber neue Herausforderungen für die Kirchen, ergänzte Tveit, dessen Weltverband 349 lutherische, reformierte und orthodoxe sowie Freikirchen vereint. Von den Kirchen forderte er, gemeinsam auf Klimawandel und Finanzkrise zu reagieren. Es bestehe die Notwendigkeit nach Frieden und Gerechtigkeit, vor allem in Syrien. "Wir beten mit unseren Kirchen, dass dieser Frieden bald passiert."
In Trier tauschen sich Vertreter christlicher Kirchen noch bis Freitag über Fragen der Ökumene aus. Das internationale Ökumene-Forum steht im Zusammenhang mit der "Heilig-Rock-Wallfahrt", die vom 13. April bis 13. Mai stattfindet.







Kommentare
"Ökumene-Minister", Kardinal Kurt Koch usw,
Straßenbahnen,Aktien und der katholischen Kirche soll man nicht nachlaufen.
Die evangelische Kirche sollte sich eher auch auf ihre intellektuelle Stärke besinnen.
Was der Herrgott herbeigeführt hat,eben 2 unterschiedliche Zweige eines Glaubens,kann der Mensch nicht mit Anstrengung zusammenführen.
Freundschaftlicher Umgang miteinander ist völlig ausreichend.
Auferstehung
Diejenigen, die sagen: "Der Herr ist zuerst gestorben und dann auferstanden", sind im Irrtum. Denn er ist zuerst auferstanden und dann gestorben. Wenn jemand nicht zuerst die Auferstehung erwirbt, wird er sterben.
(Nag Hammadi Library / Philippusevangelium / Spruch 21)
Die Auferstehung ist ein Erkenntnisprozess und nicht das "Herausklettern des toten Jesus aus seinem Grab".
Selbst wenn es sich nicht anhand der originalen Heiligen Schrift (die Bibel nur bis Genesis 11,9 sowie ein wesentlicher Teil der Nag Hammadi Schriften), die dadurch gekennzeichnet ist, dass ihre Verfasser die wirkliche Bedeutung der in Genesis 3,1-24 beschriebenen Erbsünde noch kannten, eindeutig beweisen ließe, dass Jesus von Nazareth der erste Denker in der bekannten Geschichte war, der die Grundprinzipien der Natürlichen Wirtschaftsordnung erkannte, wäre es noch immer hochgradig unwahrscheinlich, dass die berühmteste Persönlichkeit der Welt, auf der bis heute die planetare Zeitrechnung basiert, irgendetwas anderes entdeckt haben könnte, denn allgemeiner Wohlstand auf höchstem technologischem Niveau, eine saubere Umwelt und der Weltfrieden sind ohne eine konstruktive Geldumlaufsicherung in Verbindung mit einem allgemeinen Bodennutzungsrecht prinzipiell unmöglich.
Herzlich Willkommen im 21. Jahrhundert:
http://www.deweles.de/willkommen.html
"Uneinigkeit überwinden" Der
"Uneinigkeit überwinden"
Der Generalsekretär des Weltkirchenrates, Olav Fykse Tveit, betonte in seinem Vortrag: "Uneinigkeiten unter Kirchen sind und bleiben ein Skandal, der überwunden werden muss." Einheit bleibe das Ziel. "Wir sind zur Einheit berufen, selbst dort wo Spaltungen bestehen."
Und wie sollen aufgeklärte, evangelische Christen mit kath. Strömungen umgehen, die derartigen Aberglauben hegen und pflegen:
http://www.tageblatt.lu/nachrichten/story/Sechs-Exorzisten-geweiht-22241785
Ist in dieser Beziehung eine "Einheit" überhaupt ratsam oder wäre nicht eher öffentliche Distanz angesagt?
Bereichernd? Ergänzend? Wallfahrts-Empfehlung?
Bei allem Verstädnis für den grunsätzlich so wichtigen ökumenischen Dialog:
Aber was bitte ist am hierarchischen, patriarchialischen, sich unfehlbar gerierendem Selbstverständnis der röm-kath Kirche denn für uns Evangelische bereichernd und ergänzend? Die Tatsache, dass Papst/ Klerus medial so viel besser inszenierbar rüberkommen können als unsere drögen (und manchmal ja auch wirklich furchtbar uninspirierten) Kirchenparlamente??
Was reitet eigtl diesen Ratsvorsitzenden und seine (etwaigen) Berater! Ausgerechnet er: aus der linksliberalen, säkular-evangelischen Arbeiterbewegungsecke kommend, meint Schneider offenbar, sich mit stark unreflektierten und "wenig hilfreichen" Empfehlungen einer katholischen Frömmigkeit anzunähern zu müssen, mit der unsere Reformatorischen Kirchen nun ganz sicher und im Übrigen aus theologischen, biblischen Gründen nichts anzufangen wissen!
Ein Letztes: Der Hinweis, die RKK sei ja nun auch länsgt nicht mehr die alte Kirche des Mittelalters ist sehr ärgerlich, wenn man sich einmal die wirklichen inhaltlichen Veränderungen der altgläubigen Kirche seit der Konzile von Trient (Gegenreformation) & insbesondere des I. Vatikanischen Konzils (und in summa ja auch Vat.II) anschaut! Es ist die reinste Legitimation der ewig währenden, unfehlbaren, "allein seligmachenden Kirche"! So nennt sie sich und so MEINT die Kirchenleitung es auch.
Wann endlich lesen die EKD- Funktionsträger - sie sind nur beauftragt, keine besonders ehrwürdigen oder geweihten Amtsträger - die relevanten Schriften der römischen Priesterkirche und hören weniger auf indifferente, irgendwie emotionale Wunschäußerungen Einzelner dieser ganz und gar exklusiven (d.h. ausschließenden!) Kirche?! It IS about time!
Die " Ökumene" sieht bislang
Die " Ökumene" sieht bislang nur nach dem Verzicht der Evangelischen Kirche auf eindeutige biblische Wahrheiten aus. Langsam sollten auch die Katholikinnen und Katholiken einen Schritt auf die Evangelische Kirche zumachen. So einseitig wie bisher soll und darf es nicht weitergehen!
Seit den 60 Jahren hat sich
Seit den 60 Jahren hat sich die Kath. Kirche extrem auf die Protestanten zubewegt. Diese aber halten in Ihrer selbstgerechten Weise die alles Römische in den Schatten stellt an Ihren Pos. fest. die evang. Kirche hat sich nie auch nur einen Milimeter auf die Kath. Kirche zubewegt. Im Gegenteil. Lässt die Kath. Kirche verheiratete Priester zu wie bei den übergetrettenen anglikanern setzt die Evang. Kirche eins drauf und will Schwule Pfarrer Paare und wirft damit Ihre glaubwürdigkeit die richte sich nach der Bibel über den Haufen. Die frühe evang. Kirch war ganz sicher bibeltreuer als die Kath. Aber heute ist es ja wohl andersrum.
bibeltreu: na klar. Aber bitte richtig! Gott ist die Liebe!
Man kann gar nicht aufhören, immer wieder darauf hinzuweisen, dass der Kern der Bibel und der göttlichen Botschaft in der frohen Botschaft der Liebe Gottes besteht. Von der ersten Seite der Bibel bis zur letzten.
Die Bibel ist und bleibt Richtschnur zum Leben. Aber nicht darin, dass Gläubige einzele Bibelstellen als Rechtfertigung zur Strafexekution und Abgrenzung missbrauchen, sondern dass immer und immer wieder die Botschaft von Gott gepredigt wird, der möchte, dass Menschen in Frieden miteinander leben, und der sich lieber ans Kreuz schlagen lässt als die Sünder zu vernichten. Das ist der einzige Grund, warum wir noch leben.
Und wer meint, er wäre besser und bräuchte diese Liebe und Gnade nicht, der soll die vielen Steine nehmen und werfen - aber er darf sich niemals auf die Bibel berufen oder darauf, bibeltreu zu sein oder evangelisch oder katholisch.
Wer gegen die Liebesbotchaft Gottes predigt, der hat sich gegen Gott gestellt. Egal in welcher Konfessione (oder Religion, aber das ist noch ein anderes Thema).
Die Ökumene darf so vielfältig sein wie die Bibel selber vielfältig ist. Aber im Glauben an diesen unseren Liebesgott im Stall und am Kreuz haben wir Einigkeit zu zeigen.
Auf dem Bild ist nicht
Auf dem Bild ist nicht Burkhard Neumann zu sehen, sondern der Leitende Direktor des Johann-Adam-Möhler-Instituts für Ökumenik (Paderborn), Prof. Dr. Wolfgang Thönissen.
Danke für den Hinweis!
Das redaktionelle Versehen ist korrigiert. Beste Grüße
Thomas Östreicher
Redaktion evangelisch.de
Ziel ist keine (!!!) uniformistische Einheitskirche
Kardinal Walter Kasper hat das Ziel der Ökumene wie folgt formuliert : "Das Ziel der Ökumene ist die sichtbare Einheit, die keine uniformistische Einheitskirche ist, sondern Raum gibt für die legitime Vielfalt der Geistesgaben, Traditionen, Spiritualität und Kulturen.“ Einer solchen Formulierung kann man nur zustimmen.
Keine Kirche einfach das Erbe ihrer Väter und Mütter im Glauben aufgeben. Im Bereich der Ökumene geht es nicht um einen Weg aus der Wahrheit heraus, sondern um einen Weg tiefer in sie hinein. Die von so vielen Christen herbeigesehnte Ökumene kann nur bedeuten, dass die angestrebte Einheit eben nicht darin besteht, dass eine Kirche ihre Eigenheiten aufgibt, dass Ökumene keine „Gleichmacherei“ anstrebt, sondern dass beide Kirchen, beide Traditionen sich gegenseitig bereichern können, dass beide sich in ihrer Verschiedenheit akzeptieren und schätzen und als „vollgültig“ anerkennen, dass beide darauf verzichten, sich als Besitzer der alleinigen Wahrheit zu wähnen und sich stattdessen als Suchende, als auf dem Weg Seiende verstehen.
Vertreter beider Konfessionen sollten einsehen, dass es nicht darum geht, dass die Evangelischen katholischer und die Katholischen evangelischer werden müssen; Ökumene kann nicht auf eine totale Einheit in allen Einzelfragen hinauslaufen, aber notwendig ist, dass keine Kirche das, was eine andere Kirche amtlich offiziell verbindlich lehrt, als Widerspruch zum Evangelium betrachtet.
Ökumene will kein Verarmungsprozess sein, bei dem man sich auf den geringsten gemeinsamen Nenner einigt; Ökumene will und muss als ein Lern- und Mehrungsprozess verstanden werden, bei dem alle Beteiligten voneinander lernen. Keine Konfession darf und soll ihre Identität aufgeben müssen; zu der Vorstellung von einer „Einheit in versöhnter Verschiedenheit“ gibt es, wenn alle Beteiligten wahrhaftig und ernsthaft den Gedanken der Ökumene verwirklichen möchten, keine Alternative!
Paul Haverkamp, Lingen
seltsames Ansinnen
Wer sich dem römischen Fürst-Bischof in die Arme wirft, läuft Gefahr, erdrückt zu werden. Und solange er seinen Weltherrschaftsanspruch aufrecht erhält, lässt sich auch kaum eine gemeinsame Basis finden.
Da halte ich es lieber mit Reinhard Mey: ... bevor ich mit den Wölfen heule, ...
Nachtfalter
Weltherrschaftsanspruch der kath. Kirche
[quote=Nachtfalter]
Wer sich dem römischen Fürst-Bischof in die Arme wirft, läuft Gefahr, erdrückt zu werden. Und solange er seinen Weltherrschaftsanspruch aufrecht erhält, lässt sich auch kaum eine gemeinsame Basis finden.
Das sehe ich als Nichtchrist auch so.
Es ist ein Skandal, dass jemand mit solch einem Ansruch (ganz zu schweigen von der dreisten Behauptung, der Vertreter Gottes auf Erden zu sein - jeder andere würde dafür sofort eingeliefert) vor einem politischen, demokratisch gewählten Parlament - also dem Bundestag - predigen durfte.
Weltherrschaft
Den Weltherrschaftsanspruch hatten schon viele Persönlichkeiten, Instutitionen, Religionen oder Länder: von Napolion über Stalin und den Freimaurern über den Vatikan hin zum Islam und andere...
Anspruch und Verwirklichung
Den Weltherrschaftsanspruch hatten schon viele Persönlichkeiten,
am köstlichsten versuchten es Pinky and the Brain. Und niemand hat ihn so gnadenlos durchgesetzt, wie der angegraute Herr in seinem fahrbaren Schaukasten.
Nachtfalter
"Wenn der ökumenische Weg
"Wenn der ökumenische Weg weiter so beschritten wird wie bisher, wird die Reformation bald völlig verleugnet sein!"
Quelle: Bibel und Gemeinde. 1/12 -
aus dem Artikel von Dieter Zimmer zitiert.
Das ist auch meine Meinung.
Gemeinsam auf nach Rom!
Als wenn wir keine anderen
Als wenn wir keine anderen Sorgen hätten als diesen permanenten ökumenischen Aktionismus. Uneinigkeiten sind wahrlich kein Skandal! Blinder Illusionismus und Realitätsverweigerung sind es aber schon. Versöhnte Verschiedenheit sollte das Ziel der Koexistenz der Konfessionen miteinander sein und nicht die krampfhafte Verleugnung jahrhundertelanger unterschiedlicher Entwicklungen und Überzeugungen. Die letzte und wahre Einheit der Christenheit vollendet Gott allein und kein Papier irgendwelcher Ökumeneideologen.
Ökumene
"Die letzte und wahre Einheit der Christenheit vollendet Gott allein und kein Papier irgendwelcher Ökumeneideologen."
Hoffentlich weiß Präses Schneider dies auch!
Welche Neuerungen sollen denn
Welche Neuerungen sollen denn zur Lima Erklärung hinzu kommen?
Vor allem frage ich mich, wer in diesem Flickenteppich Gesprächspartner für Rom sein soll. Bekanntermaßen ist die EKD keine Bekenntnisgemeinschaft. In der weltweiten Gemeinschaft der Lutheraner finden sich ja vielleicht noch Gesprächspartner, z.B. beim Weltbund - aber dort?!
Das sind nette diplomatische Worte von Kardinal Koch, es lohnt sich aber nicht, von einem Dialog mit der EKD fruchtbare Resultate zu erwarten.
Rom sollte sich nicht vorführen lassen, auch nicht in der Ökumene. Die Wallfahrt nach Trier wird wohl nicht in Verbindung mit Ablässen stehen. Gewissermaßen um die Protestanten nicht zu provozieren. Das ist ein Skandal! Dabei wäre der Heilige Rock ein guter Anlass, sich einen Ablass zu erwerben und auch als traditioneller Lutheraner scheint mit das sinnvoll.
Wer mit dem Ablass nicht klar kommt, soll halt daheim bleiben.
Es wäre ein Brückenschlag, wenn lutherische Evangelische ihre Katholizität wiederentdecken und Abstand von reformierten Irrlehren gewinnen würden. Dafür müsste man sich aber auch von Häretikern wie dem Präses vom Rheinland distanzieren und das wäre ja wieder eine zu vermeidende Provokation
Mit synkretistischen Schmeicheleien werden wir die Wahrheit nicht finden. Nur nicht anecken! :(
GA_R schrieb: Ich finde es
Ich finde es sehr diskriminierend, wenn Sie von "reformierten Irrlehren" sprechen!
Es ist nicht diskriminierend, auf Fehler hinzuweisen. Insb. geht es hier um die Inkompatibilität des lutherisch-katholischen und des reformierten Glaubens. Diese in der EKD behauptete Übereinstimmung mit Leuenberger Konkordie und dem defekten neuen Amtsverständnis kann aus dieser Sicht nur als Irrlehre bezeichnet werden.
Indem man sich dem refomrierten Bekenntnis annähert, entfernt man sich von der von Christus eingesetzten Kirche und glaubt an neue Erknenntisse, die eindeutig einen Bruch und keine Kontinuität bedeuten.
Deswegen kann ich ohne Gewissenbisse von Häresien und einer Deformation des katholischen Bekenntnisses aus Sicht der Lutheraner sprechen. Anbiederung mit Reformierten bedeutet, den Glauben aller Zeiten aufzugeben.
[quote=Max schautUnd wenn Sie
[quote=Max schautUnd wenn Sie mich gerne zu Hause sehen möchten, so kann ich Ihnen den Wunsch leider nicht erfüllen - ich gehe auch ohne Ablass aus dem Haus - dafür lieber im Segen des lebendigen Gottes[/quote]
Unsinnige Polemik. Es geht darum, dass wir eingeladen werden und dann Druck auf den Gastgeber ausüben, er habe sich unseren Gepflogenheiten anzupassen und das, was ihm wichtig ist, zu verleugnen.
Das ist evangelischer Hochmut in Reinkultur. Die hiesigen Kommentare zeigen übrigens nicht nur ein defizitäres Verständnis vom Begriff "katholisch", sondern auch, dass vielen Evangelischen nicht mehr an der sichtbaren Einheit der Heiligen Kirche gelegen ist. "Einheit in Vielfalt" gilt offenbar alks Grund, seine institutionalisierte Existenz zu rechtfertigen.
Kirchenbund
@Max schaut: Nach meiner Kenntnis ist die EKD ein Kirchenbund. Demnach können darin nur Kirchen Mitglieder sein, aber keine Einzelpersonen. Personen sind also Mitglieder in ihren jeweiligen Landeskirchen.
-> John Wesley (Mitbegründer der methodistischen Bewegung):
Erwirb so viel du kannst. Spare soviel du kannst. Gib so viel du kannst. <-
noch genauer ;-)
@Max schaut (noch genauer hin): Es tut mir ja Leid, noch einmal den Griffel zu spitzen, aber es gibt wirklich in Baden-Württemberg (wie auch in anderen Ländern) mehr als eine Landeskirche. Da haben wir zum einen die Württembergische, eine in stärker lutherischer Tradition und zum andern die Badische, eine unierte, aus reformierter und lutherischer Quelle gemeinsam gespeist.
Das stellt fest ein Freikirchler (Methodist, in der badischen Landeskirche bis zur Konfirmation herangewachsen) - nicht ohne Augenzwinkern.
-> John Wesley (Mitbegründer der methodistischen Bewegung):
Erwirb so viel du kannst. Spare soviel du kannst. Gib so viel du kannst. <-
Präses Schneider begrüßt Ökumene-Vorschlag
Die Uneinigkeiten zwischen den beiden Großkirchen sollen also beseitigt werden. Sie müssen es dabei schaffen, aus der protestantischen und der katholischen Wahrheit eine für beide verbindliche Wahrheit zu machen. Das kann sehr einfach funktionieren. Nehmen wir z.B. die Marienerscheinungen (Lourdes, Fatima usw.) im katholischen Glauben. Die katholischen Gläubigen sind davon überzeugt, dass Maria - obwohl sie ja eigentlich schon lange tot ist - irgendwelchen Menschen, zumeist waren es Kinder, erschienen ist und etwas zu Ihnen gesagt hat. Gesehen oder wenigstens gehört hat sie zwar niemand, aber so ist halt die katholische Wahrheit. Nach der protestantischen Wahrheit gibt es diese Marienerscheinungen gar nicht, die Protestanten halten also diejenigen, die solche gehabt haben wollen, schlichtweg für Spinner.
Für die Ökumene müsste demnach außer diesen zwei Wahrheiten noch eine dritte sozusagen neutrale Wahrheit existieren. Und die wäre, dass beide Seiten sagen: "Nun ja, es waren halt Kinder, die erzählen so manches. Wir, die katholischen Gläubigen, wir glauben ihnen zwar. Aber natürlich kann man den Kindern auch nicht glauben, und das trifft dann den protestantischen Glauben". Und schon hätte man die dritte Wahrheit geschaffen, nach der man Kindern glauben kann oder auch nicht.
Spaltung Sünde
Die Heilige Katholische Kirche ist unmittelbar von Jesus Christus eingesetzt.
Glaubenswahrheiten, die sich auch in den heiligen Sakramenten wie der Eucharistie ausdrücken dürfen niemals negiert werden.Wenn sich ev.Christen nicht dazu entschließen Irrwege zu verlassen wie soll dann eine Einheit aussehen?
Eine protestantisierung der katholischen Kirche darf es nicht geben.
"evangelische Irrwege"???
Sie sagen, die römisch-katholische Kirche sei von Christus eingesetzt. Dafür lässt sich kein einziger Beweis in der Heiligen Schrift finden. Mt 16, 19 ist an Petrus stellvertrend für alle Menschen, die erkannt haben, dass Jesus der Christus, der Messias, ist, gerichtet. Wenn Sie sagen, evangelische Christinnen und Christen würden "Irrwege" beschreiten, empfinde ich dies als sehr, sehr diskriminierend und als Angriff auf meinen Glauben und meine Person. Zum Schluss noch Psalm 119, 105: "Dein Wort ist meines Fußes Leuchte." Hoffentlich wird dieses Bibelwort eines Tages für Sie lebendig!
Gast schrieb:Sie sagen, die
Hat er nicht. Sie sollten Ihr defizitäres Verständnis der Katholizität der Kirche korrigieren. Was das für uns bedeuten kann, findet sich z.B. Hansens Thesen "Stimuli et clavi": http://www.stmichael-online.de/stimuli_et_clavi.htm
Diskriminierung von Andersdenkenden
Da können Sie ja nachempfinden, wie sich Nichtgläubige fühlen, wenn Gläubige vor Gottlosigkeit warnen und Unglauben als eine Gefahr für die Gesellschaft darstellen.
[quote=GA_R] Ich finde
[quote=GA_R]
Ich finde nicht, dass das vergleichbar ist. Wo und wann sagen Gläubige, dass Unglaube eine Gefahr für die Gesellschaft sei?
Zum Beispiel Herr Diener im Beitrag "Landeskirchen und Evangelikale kann man nicht trennen.", die Kirchentagsbeauftragte Ellen Ueberschär behauptete in einer Talkshow, Atheisten hätten kein "Wertekostüm" und bei kath. Bischöfen ist die Diskriminierung von Ungläubigen ja nun wirklich nichts seltenes.
l
Seid lieb zueinander
was einem Gläubigen da so manchmal entgegenschwappt, entspringt auch nicht immer einer guten Kinderstube. Ob GBS, Telepolitaner oder auch manche humanistisch geprägte Philodofen sind bei ihrer Wortwahl selten zimperlich.
Nachtfalter
Klarheit
Ich möchte niemanden diskriminieren.Ich bin nur für Klarheit und lehne Ausführungen,die nur dem zeitgeist geschuldet sind ab.Dass in der katholischen Kirche die Kraft Jesu Christie wirkt ist für mich eine Glaubenswahrheit.Die ev.Kirche wird von mir nicht kritisiert ich find nur meinen Glauben da nicht wieder.Jesus Christus hat nur eine Kirche eingesetzt.
Ohne Eucharistie ist mein Glaube leer.
Jesus und die Kirche
Woher wollen Sie wissen, dass Jesus Christus nur eine Kirche "eingesetzt" hat?
So viel ich weiß, hat Jesus (falls an der Legende was dran ist)gar keine Kirche gewollt - er versprach das Reich Gottes.
Schlecht informiert!
Kein gläubiges Mitglied der römisch-katholischen Kirche ist zum Glauben an irgendwelche Wunder- und Erscheinungsgeschichten verpflichtet. Das ist alles dem Einzelnen überlassen und findet eben bei vielen dieser Einzelnen großen Anklang. Aber etwa Lourdes ist NICHT die Grundlage römisch-katholischen Glaubens. Der funktioniert ohne Lourdes genauso wie mit. Die einzigen Wunder, an die ein römischer Katholik sich zu glauben verpflichtet sind diese: Mariä Bewahrung vor der Erbsünde durch Jesu Blut, Mariä Jungfräulichkeit, die Menschwerdung, der Kreuzestod und die Auferstehung Jesu, die Himmelfahrt Jesu, die Aufnahme Mariä in den Himmel.
Was die Glaubensartikel Jesus angeht (die die Jungfräulichkeit Mariä), kann ich als Lutheraner nur zustimmen. IN IHM liegt die entscheidende Wahrheit, alles andere ist nur periphär. Solange wir eins sind IN IHM, kann uns nichts trennen!
Kommentar von Äthiopier
Natürlich ist Lourdes nicht die Grundlage des katholischen Glaubens, aber der Vatikan hat die Marienerscheinungen als wahr anerkannt. Also waren sie gewesen, nach katholischer Meinung.
Sie schreiben ferner: "Die einzigen Wunder, an die ein römischer Katholik sich zu glauben verpflichtet sind diese: Mariä Bewahrung vor der Erbsünde durch Jesu Blut, Mariä Jungfräulichkeit, die Menschwerdung, der Kreuzestod und die Auferstehung Jesu, die Himmelfahrt Jesu, die Aufnahme Mariä in den Himmel."
Es gäbe viel dazu zu sagen, aber dafür reicht der Platz hierfür nicht aus. Nur so viel: Eine Himmelfahrt Jesu wäre wirklich phänomenal gewesen, aber trotzdem berichten zwei der vier Evangelisten - deren Namen wir übrigens nicht kennen, auch wenn es die Kirche gerne anders hätte - mit keiner Silbe darüber. Pius XII. hat 1950 zum Dogma erklärt, dass Maria mit Leib und Seele in den Himmel gefahren wäre, obwohl das Neue Testament keinen Ton darüber sagt. Dogma heißt Glaubenswahrheit, also so war die Wahrheit. Woher weiß dieser Papst das denn? Hat Gott die Schwerkraft für Maria außer Kraft gesetzt, ist ihr Körper immer noch im Himmel, und wo ist eigentlich der Himmel? Früher war er "oben", doch da ist jetzt das Weltall. Das sind alles einfache und zudem logische Fragen, die man gläubigen Menschen nicht stellen sollte, denn sie können darauf trotz aller religiösen Worte in Wirklichkeit nur eins antworten: "Aber ich glaube trotzdem."
Ökumene & Co
Lieber Uwe! Die "neutrale Wahrheit" finden Sie, wenn sie persönlich die Bibel lesen und studieren. Beginnen Sie mit dem Johannes-Evangelium.
Grüße
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