Kirchen - Kirchentagspräsident Gerhard Robbers erwartet beim 34. Deutschen Evangelischen Kirchentag in Hamburg Vorschläge und Beiträge aus allen christlichen Kirchen, vor allem aus der katholischen Kirche.
"Ich hoffe, dass Hamburg 2013 ein besonderer ökumenischer Evangelischer Kirchentag wird", sagte der Trierer Juraprofessor am Donnerstag beim Ökumenischen Forum in Trier.
Es gebe so viel "Gemeinsamkeit, Selbstverständlichkeit und Entwicklungsfähigkeit" zwischen den beiden großen Kirchen, "dass mir um die Ökumene nicht bang ist", betonte Robbers. Christsein wird nach Auffassung des Wissenschaftlers in der Gemeinschaft erlebt. Dabei handle es sich eigentlich um "die eine Kirche", trotz Unterschieden zwischen den Konfessionen.
"Gemeinsamkeiten wichtiger als das Trennende"
Für den Präsidenten des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, Alois Glück, lebt Ökumene entscheidend von der menschlichen Begegnung. "Unsere Glaubwürdigkeit als Christen hängt auch von unserem Umgang miteinander ab", sagte er. Auch die Frage, wie die Menschen Zugang zum Glauben finden, hänge damit zusammen, ob sie eine Kirche mit Machtanspruch oder eine dem Menschen dienende Kirche erleben.
Der Reichtum der Kirche sei die Vielfalt der Frömmigkeitsformen, Lebenswege, Gotteserfahrungen, sagte der langjährige CSU-Politiker. "Das ist im Hinblick auf die Ökumene wichtiger als alle Ängste um die eigene Identität." Christus als gemeinsame Grundlage der christlichen Kirchen müsse stärker sichtbar werden als das Trennende.
Vertreter christlicher Kirchen tauschen sich beim Ökumenischen Forum noch bis Freitag über Fragen der Ökumene aus. In den vergangenen Tagen hatten unter anderen der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Nikolaus Schneider, und der vatikanische "Ökumene-Minister", Kardinal Kurt Koch, das Wort ergriffen. Die Veranstaltung steht im Zusammenhang mit der "Heilig-Rock-Wallfahrt", die vom 13. April bis 13. Mai stattfindet.







Kommentare
Was genau wollen Glück und Co
Was genau verstehen der Politiker Glück und der Juraprofessor Robbers unter Ökumene?
Woher nehmen sie Kompetenz und Berechtigung für die Gläubigen zu sprechen?
Es wird immer nur um den heißen Brei geredet und von Entgegenkommen der Katholiken gefaselt,ohne die theologischen Unterschiede auch nur zu benennen.Dass die katholische Kirche alle für das Heil notwendigen Sakramente hat,erwähnt keiner der Herren.
Wie soll ein gläubiger Christ noch verstehen, was da gespielt wird?
Zölibat,Frauenpriestertum,Abendmahl,Heilige,Maria...alles Themen bei denen sich Katholiken den evangelischen Christen anpassen sollen.Warum?
Politiker denken in Kompromissen,sind es gewohnt über ihren Schatten zu springen?Auch wenn man Juristen fragt erhält man oft viele unterschiedliche Antworten.Im Zivilprozess wird stets eine Güteverhandlung voran gestellt.
All dieses trägt aber nicht in Glaubensfragen.Mein katholischer Glaube steht nicht zur Disposition.Warum möchte jemand zur Kommunion,der die heilige Eucharistie nicht akzeptiert?Ich halte es für höchst bedenklich und anmassend, wenn jemand wie Glück uns Katholiken beglücken will mit seinen beinah nach allen Seiten offenen Vorstellungen.Die ev. Kirche ist bereits in weiten Teilen so politisiert, dass man ihre Äußerungen problemlos auf Parteitagen diskutieren und zur Abstimmung stellen kann.Soweit darf es in der katholischen Kirche niemals kommen.Davor und dem Übereifer von Funktionären bewahre uns Gott.Die Spaltung der Christen ist eine Tragödie und Sünde.Wer sie überwinden will muß aber viel höher springen als alle Funktionäre sich vorstellen können.Ein gutes Miteinander der Gläubigen auf Gemeindeebene ist absolut richtig und soll gefördert werden.Differenzen im Glauben zu überdecken und den eigenen Glauben zu verraten ist aber eine Zumutung.Mehr Rückendeckung von den Hirten würde gut tuen und stärken.
Wir sollten uns einmal überlegen,wo die katholische Kirche stand vor der Reformation.Hätte man nicht klare Fehlentwicklungen,sündiges Treiben beenden können,ohne eine Spaltung herbeizuführen?Ist es wirklich richtig,den Gläubigen Sakramente vorzuenthalten,die 1530 Jahre vor der Reformation schon gewirkt haben?Ist nicht der Papst ein Garant für die Wahrung des Glaubens,wenn man sich einmal hunderte von Abspaltunen,Freikirchen u.a. ansieht?Wer steckt hinter dem ganzen Elend der Christenheit?Wer hat ein Interesse an Spaltungen,Aufgabe von Sakramenten und Glaubenswahrheiten?Was für ein "Kampf" spielt sich da ab?Lassen wir uns die Antworten nicht von Funktionären,Politikern und Organisationen geben,die von sich selbst behaupten "Wir sind Kirche".Die Antworten kann uns nur unser Glaube geben,auch wenn sie unterschiedlich ausfallen.Wir sind es gewohnt,alles auf die Politik abzuwälzen.Hier ist aber jeder selbst gefordert.Ich bin froh, dass mir der Papst theologische Orientierung gibt.Alle anderen Fragen beantwortet Gott im Gebet.Ich bete für die Einheit im Glauben,niemals für den Abfall vom Glauben.
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