Missbrauch - Die Staatsanwalt Ingolstadt hat nach eigener Aussage die Vorermittlungen gegen den zurückgetretenen Bischof Walter Mixa eingestellt. Der Verdacht auf sexuellen Missbrauch habe sich nicht erhärtet.
Die Prügelvorwürfe gegen gegen den ehemaligen Augsburger Bischof Walter Mixa haben sich erhärtet, die Vorermittlungen gegen ihn wegen sexuellen Missbrauchs wurden dagegen eingestellt. Ein Tatverdacht hinsichtlich eines sexuellen Missbrauchs habe sich nicht bestätigt, teilte der Leitende Oberstaatsanwalt Heltmut Walter am Freitag in Ingolstadt mit. Papst Benedikt XVI. hatte am vergangenen Samstag das Rücktrittsgesuchs des 69-Jährigen angenommen.
Dagegen seien die im Fall Mixa von rund zwölf Frauen und Männern erhobenen Prügelvorwürfe "allesamt sehr glaubwürdig", sagte der als Sonderermittler in Schrobenhausen eingesetzte Anwalt Sebastian Knott. Da diese körperlichen Misshandlungen jedoch inzwischen verjährt seien, könnten sie nicht mehr juristisch verfolgt werden. Mixa wird beschuldigt, in seiner Zeit als Schrobenhausener Stadtpfarrer (bis 1996) Heimkinder geschlagen zu haben. Zudem soll er Gelder einer Waisenhausstiftung satzungsfremd verwendet haben.
Knott, den die Waisenhausstiftung als Ermittler zur Aufklärung der Beschuldigungen eingesetzt hat, legte am Freitag seinen vorläufigen Abschlussbericht vor. Nach seinen Angaben ist es in dem Waisenhaus, dessen Kuratoriumsvorsitzender Mixa war, zu finanziellen Unregelmäßigkeiten gekommen. Die Verantwortung dafür liege jedoch in erster Linie bei dem damaligen Heimleiter, sagte Knott.
Der Papst hatte Mixas Rücktrittsgesuch angenommen, nachdem tags zuvor staatsanwaltschaftliche Vorermittlungen gegen ihn wegen des Verdachts des sexuellen Missbrauchs bekanntgeworden waren. Seine Bitte um Entlassung hatte Mixa schon im April nach wochenlangem Streit um seine Person an den Heiligen Stuhl gerichtet. Mixa hält sich derzeit nach Medienberichten in einer Schweizer Klinik auf.
Ende vergangener Woche war dann bekannt geworden, dass es Hinweise auf einen angeblichen sexuellen Missbrauch durch Mixa gibt - deshalb begann die Staatsanwaltschaft mit ihren Vorermittlungen. Die Hinweise waren aus dem Mitarbeiterkreis des Bistums Eichstätt gekommen und über das Bistum Augsburg an die Generalstaatsanwaltschaft in München gegangen. In Eichstätt war Mixa von 1996 bis 2005 Bischof. Mixa hatte die Vorwürfe von Anfang an "mit Entschiedenheit" zurückgewiesen.







Kommentare
"zuverlässige Quellen"
Auch ich frage mich: Wer sind diese Personen, die jetzt nach zig Jahren angebliche Verfehlungen von Bischof em. Mixa an die Öffentlichkeit bringen !
In den Medien hieß es immer "aus zuverlässiger Quelle ...". Die "zuverlässigen Quellen" sind meiner Meinung nach sehr unzuverlässige Mitarbeiter, ich könnte auch "Spitzel" oder "Zuträger" sagen !
Unabhängig davon, was Bischof Mixa wirklich getan oder nicht getan haben mag: Das ist eine infame Art und Weise mit einem Menschen umzugehen und hat mit "Aufklärung" nichts zu tun. Wer solche Mitarbeiter oder Bekannte hat, braucht wahrlich keine Feinde mehr !
Eigentlich müsste man die Briefe der Apostel Petrus und Paulus aus dem NT streichen. Schließlich hat der eine unseren Herrn Jesus Christus verleugnet, der andere hat ihn in seiner Kirche verfolgt. Den einen machte Jesus zum ersten Papst, zum Felsen, auf den er seine Kirche bauen wollte. Den anderen berief er zum Völkerapostel. Heute würde man Jesus den Vorwurf machen, er habe die Schandtaten seiner Mitarbeiter vertuscht !
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