Sexperiment - Kirchliche Demonstration für den ehelichen Sex: Der Baptistenpastor Ed Young und seine Ehefrau Lisa Young haben am Freitag (Ortszeit) 24 Stunden im Ehebett auf dem Kirchendach verbracht.
Mit der ungewöhnlichen Aktion wollten der 51-jährige Pastor aus Texas und seine Frau für die Botschaft werben, dass Sex etwas Positives sei, denn dieser sei von Gott erschaffen worden. Viele Kirchen verdrängten das Thema.
Das "Sexperiment" in Grapevine im US-Bundesstaat Texas wurde von Kameras aufgezeichnet und ging per Internet-Livestream um die Welt. Die Aktion rufe "von den Hausdächern, dass Gott pro-Sex ist", erklärte der Pastor der 20.000 Mitglieder zählenden Fellowship Church. Young ist seit 30 Jahren mit seiner Frau verheiratet. Das Ehepaar hat vier Kinder. Die Fellowship Church ist eine der größten Megakirchen in den USA.
Es gehe beim Sex "nicht nur um Fortpflanzung, sondern auch um Spaß", erklärte der Pastor. Die Youngs forderten ihre Kirchenmitglieder und die Zuschauer auf, sie sollten sich eine Woche lang jeden Tag Zeit nehmen für intimes Zusammensein. "Sieben Tage Sex" seien ein wichtiger Schritt in Richtung erfüllte Ehe.
Wer bei der Aktion auf Intimitäten und ein bisschen nackte Haut gewartet hatte, wurde allerdings enttäuscht. Es war kalt auf dem Kirchendach, und Lisa und Ed blieben unter der Decke. Die beiden vertrieben sich die Zeit mit Gesprächen mit ratsuchenden Ehepaaren, Werbung für ihr neues Sexperiment-Buch, Interviews mit Fernsehsendern und Skype-Gesprächen mit Interessierten.
Idee knüpft an John Lennon und Yoko One an
Mit ihrem "Sexperiment" wirbt das Pastorenehepaar für mehr Sex in heterosexuellen Ehen, für den sie in ihrem Buch Anleitungen geben. Geschlechtsverkehr außerhalb der Ehe sei Sünde, aber "Sex in einer christlichen Ehe ist der Superklebstoff, der das Paar zusammenhält", heißt es darin. Und Geschlechtsverkehr sei letztendlich auch etwas Spirituelles.
Die Idee des "Sexperiments" komme von der Musikerin Yoko Ono und ihrem Ehemann, dem Beatle John Lennon, sagte Lisa Young. Ono und Lennon hätten 1969 sogenannte Bed-Ins für den Weltfrieden veranstaltet. Den Youngs gehe es nur um Frieden in der Ehe.
Das Thema Sex ist offenbar stark im Kommen unter evangelikalen Christen in den USA. Das zeigten auch die aktuellen christlichen Bestseller zum Thema, sagte die Redakteurin des Medienmagazins "Publishers Weekly", Marcia Nelson, jüngst in einem Interview. In den USA sind zahlreiche religiöse Sexbücher auf dem Markt.







Kommentare
Glauben denn Evangelikale alles was ihnen erzählt wird?
"In den USA sind zahlreiche religiöse Sexbücher auf dem Markt".
Die evangelikalen Christen in den USA fallen von einem Extrem ins andere. Wen wundert es!? Nichts Neues unter der Sonne Amerikas und den dortigen evangelikalen Glaubensrichtungen. Die Bücher bringen natürlich Geld. Sollte es darum den Frommen letztendlich gehen?
Erzkonzervativ
Hardcore Baptisten haben einen extremen "Jungfräulichkeitswahn" und ein total veraltetes Rollenverständnis, wie es in manchen anatolischen Dörfern der Türkei ebenfalls noch üblich ist. Krass und extrem sind die Einstellungen zum vorehelichen Sex und zu unehelichen Kindern. Akzeptieren nur und ausschliesslich ihre eigene Weltsicht und grenzen alle anderen Christen, die anders denken und anders leben, aus.
Baptistenkirche ist eine Freikirche, die sich von der evangelischen Kirche abgespalten hat und die Baptistenmänner wollen nur Jungfrauen als Ehepartnerin. Die Männer hingegen dürfen sich ordentlich vor der Ehe austoben. Eben mit den herkömmlichen, dahergelaufenen Frauen.
Mit dem Ehebett auf dem Kirchendach und der Sexlektüre in der Hand, will das baptistische Pastorenehepaar ihre erzkonservative Einstellung in der Öffentlichkeit etwas aufpeppen und auffrischen.
Außerdem dient Werbung immer der emotionalen Manipulation von Menschen. Der Pastor sollte seine Werbekampagne besser im privaten Schlafzimmer durchziehen und Gott und die Kirche mit seinen ehelichen Sexempfehlungen in Frieden lassen.
Von einem Extrem ins andere ....
"Die Männer hingegen dürfen sich ordentlich vor der Ehe austoben".
Das stimmt so nicht. Auch gläubige junge Männer leben in dieser Umgebung und in diesen US-Gemeinden - und zum Teil auch in Deutschland - enthaltsam. Nur dieser US-Pastor fällt von einem Extrem ins andere. Das Ganze ist absurt.
Wer Bücher aus bestimmten amerikanischen, charismatischen und pfingstlerischen Verlagen kennt, fasst sich bei dem oberen Artikel an den Kopf.
Sie haben keine Ahnung von
Sie haben keine Ahnung von Baptisten.
Pro Socken
Von was habe ich keine Ahnung?
Von Tuten und Blasen auf baptistische Art?
Mag sein!
Im Ehebett auf dem Kirchendach wäre es mir in dieser Jahreszeit etwas zu frisch und zugig!
Mit der Pudelmütze und selbstgestricktem Schal bin ich noch nie mit meinem Sexpartner ins Bett gegangen. Wie ich lese, soll das erotisch sein, 7 Tage die Woche.
US-Pastot: "Gott ist pro-Sex", jedenfalls in der Ehe
Bekannterweise haben ja die christlichen Kirchen, vor allem die katholische, ein zumindest gespanntes Verhältnis zu den Gerschlechtsteilen. Dabei haben sie ja inzwischen die Evolutionslehre - schweren Herzens - anerkannt. Demnach hat sich alles Leben im Verlauf von Millionen von Jahren entwickelt, auch die Geschlechtsteile. Und irgendwann muss der Gott der Christen zu ihnen gesagt haben: "Ihr seit böse!" Denn anders wäre ihr böser Charakter nicht mit der Evolutionslehre zu vereinbaren.
Da fällt mir noch eine Frage ein. Hatten Adam und Eva eigentlich Geschlechtsteile? Man kann diese Frage nur mit einem Ja beantworten, denn Augustinus lehrte einst, dass die Erbsünde ein sexuelles Vergehen gewesen sei. Ohne böse Geschlechtsteile geht das aber nicht.
Die Erschaffung dee Frau
In der Schöpfungsgeschichte war nicht alles gut. Die Schöpfung von Eva, die Geburtsstunde der Sünde, führte zur Vertreibung aus dem Paradies. Ich frage, es gab nur 2 Menschen, heute Milliarden, da ist der Schöpfer überfordert. Wir beschäftigen uns wie oft dürfen wir....trinken, rauchen.....? Die Geistlichkeit sucht immer weiter nach neue Sünden die sie anprangern kann. Die Hauptsünde: Wir quatschen zu viel. Walter Wasilewski
Gott und Sex....
„Gott ist pro-Sex“
Möchtegern weiß was Gott mag und was nicht. Er macht sich sein Bild von Gott. Dieser Gott ist auch bei Tisch zu Gast und wir danken für die Gaben, nur dort wo gehungert und verhungert wird, ist Gott nicht verantwortlich.
Unser Bildnis stimmt vorne und hinten nicht. Wir sind aufgefordert zu helfen, zu lieben, zu trösten und vergeben, nicht zu tratschen, sondern verlorene in die christliche Gemeinschaft aufzunehmen.
So dienen wir Gott- aktiver „Gottesdienst“. Walter Wasilewski
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