Papstbesuch - Vom 22. bis 25. September besucht Papst Benedikt XVI. Deutschland. Er hält Gottesdienste in Erfurt, Berlin, Etzelsbach und zweimal Freiburg. Wer daran teilnehmen will, muss sich anmelden. Die Zeit wird knapp: Für Erfurt gibt es keine Karten mehr, für Berlin ist die Frist abgelaufen. Wir erklären, wie die Vergabe der restlichen Tickets funktioniert.
Wie kann ich mich für einen der Papst-Gottesdienste anmelden?
Es gibt grundsätzlich zwei Möglichkeiten, um Karten für eine der Papstmessen zu erhalten: Interessenten können sich entweder im Internet über die Webseite "www.papst-in-deutschland.de" anmelden oder sich an das jeweilige Pfarrbüro ihrer Gemeinde wenden. Zahlreiche Pfarreien bieten auch organisierte Fahrten zu den Papstmessen. Bei der Kartenanfrage im Internet kann jeder Bewerber für sich selbst und bis zu acht weitere Personen Tickets bestellen. Dafür müssen die Gottesdienstbesucher Name, Adresse, Geburtsdatum und Geburtsort sowie ihre Email-Adresse angeben.
Muss ich für die Tickets etwas bezahlen?
Nein, alle Eintrittskarten für die Gottesdienstes von Benedikt XVI. in Deutschland sind kostenlos. Die Veranstaltungsorte können nur mit Ticket betreten werden.
Gibt es für alle fünf Gottesdienste noch Karten?
Mit Ausnahme der Eucharistiefeier auf dem Domplatz in Erfurt am 24. September sind für alle Papst-Gottesdienste noch Tickets erhältlich. Für die Messe im Olympiastadion in Berlin haben sich bislang etwa 67.000 Menschen angemeldet. Insgesamt stehen in dem Stadion rund 70.000 Sitzplätze zur Verfügung. Die Veranstalter überlegen derzeit, die Feier zusätzlich auf die Rasenfläche Maifeld, unmittelbar westlich des Olympiastadions, zu übertragen. Im Wallfahrtsort Etzelsbach finden bis zu 100.000 Teilnehmer Platz - dort liegen bisher etwa 40.000 Anmeldungen vor. Auch für die beiden Gottesdienste des Papstes in Freiburg gibt es noch Tickets. (Grafik: epd-bild/J. Möller)
Nach welchen Kriterien werden die Karten vergeben?
Bei der Kartenvergabe werden die beiden Anmeldewege - über die Internetseite oder die Pfarreien - gleichermaßen berücksichtigt. Allerdings werden Bewerbungen aus den Gastbistümern Freiburg, Berlin und Erfurt bevorzugt. Nach der Berücksichtigung dieser Kriterien zählt die zeitliche Reihenfolge der Anmeldungen.
Bis wann kann ich mich noch für eine der Papstmessen anmelden?
Für die erste Papstmesse am 22. September in Berlin ist die Frist an diesem Freitag (15. Juli) abgelaufen. Nach der Auswertung der bisherigen Kartenanfragen werden jedoch eventuell weitere Tickets vergeben. Für die anderen Gottesdienste in Freiburg und Etzelsbach sind so lange Bestellungen möglich, bis alle Karten vergeben sind.
Gibt es an allen Veranstaltungsorten ausreichend Sitzplätze?
Nein, bei den meisten Veranstaltungen überwiegen die Stehplätze. Eine Ausnahme ist das Olympiastadion Berlin, wo es ausschließlich Sitzplätze geben wird. Auch bei der Eucharistiefeier in Freiburg sind Sitzplätze vorgesehen.
Sind die Tickets auf andere Personen übertragbar?
Die Eintrittskarten lassen sich nicht auf andere Personen übertragen. Wer eine Karte für einen der Gottesdienste erhalten hat, aber nicht daran teilnehmen kann, ist aufgefordert, die Karte an das Pfarrbüro zurückzugeben oder eines der Gastbistümer per E-mail darüber zu benachrichtigen. (Erzbistum Berlin: papst@erzbistumberlin.de; Bistum Erfurt: service.papstbesuch@bistum-erfurt.de; Erzbistum Freiburg: papstbesuch@ordinariat-freiburg.de)








Kommentare
Ja, ich auch, seltsam, dieser
Ja, ich auch, seltsam, dieser Mann und seine Glaubensbrüder meinen ja wohl Protestanten wären nicht so wirklich richtige Christen. Jeder Priester, der mit einem ev.Pfarrer das Abendmahl feiert, fliegt raus.
Karten für den Papst
Ich wundere mich über die Werbung für den Papst von der evangelischen Seite.
Mir ist nicht bekannt, das bei evangelischen Kirchentagen vom Vatikan Hilfe kam. Warum dieser Gesinnungswandel? Haben Atheisten dort auch Zutritt???
Eberhard schrieb:Ich wundere
Erstens: Klar haben Atheisten auch auf evangelischen Kirchentagen Zutritt, warum auch nicht? Genau wie beim Papstbesuch.
Zweitens: Der Papst ist jemand, den nicht nur katholische Christen gern mal sehen wollen. Das Amt und die Person üben eine Faszination aus, die auch Luther nicht brechen konnte. Es gibt Zehntausende, die den Papst sehen wollen - warum sollten wir ihnen nicht auch zeigen, wie und ob das gehen kann? Nur weil wir als Protestanten vielen Elementen der katholischen Lehre und des Kirchenverständnisses widersprechen, müssen wir doch den Papst nicht ignorieren. Er ist immerhin der bekannteste und prominenteste lebende Kirchenvertreter weltweit.
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Hanno Terbuyken
evangelisch.de
Papstbesuch
Ob Atheisten sich für den Papstbesuch im Bundestag Karten kaufen können, weiß ich nicht. Aber ich befürchte, Atheisten haben desöfteren den besseren Durchblick. Das zeigt auch Ihr Kommentar wieder einmal.
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