Glaubensgemeinschaft - Das Datum für Harmagedon, den Weltuntergang mit Erlösungsversprechen, musste schon mehrfach verschoben werden. Einem anderen Ziel sind die Zeugen Jehovas in Deutschland dagegen näher als je zuvor: Rechtlich sind sie mittlerweile in fast allen Bundesländern den großen Kirchen gleichgestellt. Die Glaubensgemeinschaft erhofft sich offenbar vor allem einen Prestigegewinn.
Mittlerweile haben zwölf der 16 Bundesländer sie als Körperschaft des öffentlichen Rechts anerkannt. Die christliche Sondergemeinschaft ist damit bundesweit fast überall rechtlich den großen Kirchen gleichgestellt. Vor allem Rheinland-Pfalz sträubt sich noch, den Zeugen den begehrten Status zu verleihen. Doch die Erfolgschancen der Mainzer Landesregierung stehen schlecht.
Walter Schumacher, rheinland-pfälzischer Regierungssprecher, gibt sich dennoch gelassen. Ein Zeitplan für eine Kabinettsentscheidung zu den Zeugen Jehovas existiere noch nicht. "Wir haben da keinen Zeitdruck", sagt er. Ministerpräsident Kurt Beck (SPD) hatte vor einem Jahr angekündigt, die Behörden im Land würden Material zusammensammeln, mit dem eine Anerkennung womöglich noch verweigert werden könnte. Für ihn sei der Gedanke "schwer erträglich", dass die Zeugen Jehovas die gleiche Rechte wie die großen Kirchen erhielten, sagt Beck.
Prozessmarathon über 15 Jahre
Doch die deutschen Gesetze unterscheiden nicht zwischen "guten" und "weniger guten" Religionen. "Das sind ganz formale Kriterien", sagt Michael Germann, Professor für Staatskirchenrecht an der Universität Halle-Wittenberg. "Jede Religions- und jede Weltanschauungsgemeinschaft, die stabil organisiert ist und sich an die Gesetze hält, hat Anspruch auf den Status." Um den Antrag abzulehnen, müssten den Zeugen Jehovas systematische Verstöße gegen Gesetze nachgewiesen werden. Berichte einzelner traumatisierter Aussteiger würden dafür kaum ausreichend sein.
Nach einem über 15-jährigen Prozessmarathon hatten die Zeugen Jehovas 2006 ihre Anerkennung zunächst in Berlin durchgesetzt und danach bundesweit eine sogenannte Zweitverleihung der Körperschaftsrechte beantragt. Im vergangenen Jahr haben fast alle Länder diesen Schritt vollzogen, zumeist in aller Stille. In Baden-Württemberg hat der Ministerpräsidentenwechsel das Prozedere verzögert, in Nordrhein-Westfalen wird die Anerkennung wohl erst nach der Landtagswahl im Frühjahr stattfinden. In Bremen muss die Bürgerschaft zustimmen, doch nach einer heftigen Debatte ist das Verfahren zunächst bis April unterbrochen.
Prestigegewinn gegen Sekten-Image
"Das ist verlorene Liebesmüh", glaubt inzwischen selbst Michael Utsch von der Evangelischen Zentrale für Weltanschauungsfragen (EZW) in Berlin. Statt Widerstand gegen die Körperschaftsrechte zu leisten, müssten staatliche Stellen besser über die Lehren der Zeugen Jehovas sowie darüber aufklären, wie rigoros diese mit Abtrünnigen umgehen. Wer aussteigen wolle, setze seine kompletten sozialen Beziehungen zum bisherigen Umfeld aufs Spiel.
Die Glaubensgemeinschaft, die ihr Sekten-Image bislang nicht ablegen konnte, erhofft sich offenbar vor allem einen Prestigegewinn durch die Gleichstellung mit den Kirchen. Das Grundgesetz sehe eine bestimmte Rechtsform für Religionsgemeinschaften wie die Zeugen Jehovas vor, sagt Gajus Glockentin, Justiziar und Pressesprecher in der Deutschlandzentrale der Zeugen im hessischen Selters: "Wir streben den Status an, der uns zusteht."
Als Körperschaft können Religionsgemeinschaften mit staatlicher Hilfe Kirchensteuern einziehen, konfessionelle Kindergärten einrichten und Religionsunterricht an Schulen anbieten. Von den neuen Vorrechten wollen die Zeugen Jehovas, die auf das baldige Weltende und die Vernichtung aller Ungläubigen warten, allerdings wohl auch in Zukunft keinen Gebrauch machen. Der EZW-Experte Michael Utsch fürchtet freilich, dass die Anerkennung künftig einen "gewissen Modellcharakter" für andere problematische Vereinigungen wie Scientology haben könnte.







Kommentare
Anerkennung der Zeugen Jehovas
Hier mal einen Kommentar zu schreiben, hätte ich mich nie träumen lassen, aber - muss wohl sein.
Zunächst *oute* ich mich hier mal als "Ausgeschlossener" der Zeugen Jehovas.
Diese Hetzen der etablierten Kirchen gegen die ZJ finde ich, gelinde gesagt, zum ko…!
In der Bibel steht doch: “Du sollst nicht lügen!“ Und was über die ZJ für Unwahrheiten von den Kirchen verbreitet werden, schreit zum Himmel! In meinen Augen sollten sich die Kirchen mal lieber an die eigene Nase fassen. Während JZ in den beiden deutschen Diktaturen wegen dem Gebotes: „Du sollst nicht töten!“ ins Gefängnis geschickt oder getötet wurden, haben die Kirchen die Waffen gesegnet, mit denen die „Glaubensbrüder“ beim Gegner getötet wurden!!!
Meinen Glückwunsch!
Als Ausgeschlossener Zeuge habe ich zwar den Kontakt zu andern Gliedern der Versammlung verloren, aber weiterhin ein ganz „normales“ Familienleben geführt. Und, so leid es mir (für mich) tut, der Gemeinschaftsentzug war gerechtfertigt! Wenn die ZJ nicht so handeln würden, wären sie genauso bigott wie die „3 Weltreligionen“! Wasser predigen, selber Wein trinken und immer schön die Fahne in den Wind! Die Zeugen Jehovas sind in meinen Augen die einzige „reine“ Religion und halten konsequent an den biblischen Geboten fest, selbst wenn es persönliche Nachteile oder sogar den Tod bedeutet!
Daran sollten sich die großen Kirchen mal ein Beispiel nehmen!!
ZJ
Hallo,
mein Name ist Jennifer ich mach zur Zeit mein Fachabitur und muss in Religion ein Bericht schreiben. Hab ihn soweit auch schon fertig nur kann ich nicht verstehen, was eure Ziele sind. Ich meine hab ihr irgentwelche Ziele??
Der Beitrag ist doch schon ziemlich alt würde mich trozdem über eine naricht freuen :).
Lg Jennifer
Der gute Ton
Liebe Kommentierende,
an dieser Stelle noch einmal der Hinweis, dass wir keine Kommentare freischalten, die beleidigend sind, sich anderweitig im Ton vergreifen oder deren Inhalt nicht mit unseren Community-Richtlinien übereinstimmt. Wir wünschen uns Debatten, die fair und sachlich sind und nie den Respekt voreinander aus den Augen verlieren. "Eine Diskussion setzt voraus, dass der andere Recht haben könnte" (Hans-Georg Gadamer).
Herzliche Grüße
Bernd Buchner - evangelisch.de
Blinder Sektenfanatismus
Früher hat "die Kirche" noch genügend Macht besessen, um Andersgläubige einfach zu ermorden. Heute reicht diese immerhin noch, um im politischen Hintergrund vielfältige Hetze zu organisieren.
Die Katholiken haben einst Vertreter der evangelischen "Sekte" (!) auf dem Scheiterhaufen verbrannt, schon vergessen ?
Aber auch die Protestanten haben diese Geschichte, waren Täter und nicht nur Opfer (Luther, Calvin...).
Würde aktuell angesichts dieser Tatsachen etwas mehr Aufklärung statt Verblendung und Verdammung nicht eher christlichen Werten enstprechen?
Könnten wir aus unserer Geschichte lernen, anstatt die gleichen Fehler immer wieder zu wiederholen ?
Wenn man die Bibel als lästig empfindet, kann ich die Abneigung gegen die Zeugen Jehovas jedoch durchaus verstehen...
In diesem Sinne verabschiede ich mich mit einem Bibeltext, bei dem sich der geneigte Leser einmal ganz unvoreingenommen fragen kann, welche Religionsvertreter ihm bei dieser Beschreibung von Jesus Christus in der heutigen Zeit da so in denn Sinn kommen...
Auszug aus dem Evangelium nach Matthäus, Kapitel 23:
Dann redete Jesus zu den Volksmengen und zu seinen Jüngern und sprach: 2 „Die Schriftgelehrten und die Pharisäer haben sich auf Moses’ Stuhl gesetzt. 3 Alles daher, was sie euch sagen, tut und haltet, aber handelt nicht nach ihren Taten, denn sie sagen [es] wohl, aber handeln nicht entsprechend. 4 Sie binden schwere Lasten zusammen und legen sie auf die Schultern der Menschen, sie selbst aber wollen sie nicht mit ihrem Finger bewegen. 5 Alle Werke, die sie tun, tun sie, um von den Menschen gesehen zu werden; denn sie machen die [Schrifttexte enthaltenden] Kapseln breit, die sie als Schutzmittel tragen, und vergrößern die Fransen [ihrer Kleider]. 6 Sie haben gern den hervorragendsten Platz bei Abendessen und die vorderen Sitze in den Synagogen 7 und die Begrüßungen auf den Marktplätzen und daß die Menschen sie Rabbi nennen. 8 Ihr aber, laßt euch nicht Rabbi nennen, denn e i n e r ist euer Lehrer, während ihr alle Brüder seid. 9 Des weiteren nennt niemand auf der Erde euren Vater, denn e i n e r ist euer Vater, der himmlische. 10 Auch laßt euch nicht ‚Führer‘ nennen, denn e i n e r ist euer Führer, der Christus. 11 Der Größte aber unter euch soll euer Diener sein. 12 Wer immer sich selbst erhöht, wird erniedrigt werden; und wer immer sich selbst erniedrigt, wird erhöht werden.
13 Wehe euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, Heuchler, weil ihr das Königreich der Himmel vor den Menschen verschließt! Denn ihr selbst geht nicht hinein, noch erlaubt ihr, daß die hineingehen, die sich auf dem Weg dorthin befinden.
...
25 Wehe euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, Heuchler, weil ihr das Äußere des Bechers und der Schüssel reinigt, innen aber sind sie mit Raub und Unmäßigkeit gefüllt. 26 Blinder Pharisäer, reinige zuerst das Innere des Bechers und der Schüssel, damit auch ihr Äußeres rein werde.
27 Wehe euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, Heuchler, weil ihr getünchten Gräbern gleicht, die zwar von außen schön scheinen, innen aber voll von Totengebeinen und jeder Art Unreinheit sind. 28 So erscheint auch ihr von außen zwar vor Menschen gerecht, im Innern aber seid ihr voller Heuchelei und Gesetzlosigkeit.
...
32 Nun, so macht denn das Maß eurer Vorväter voll.
33 Schlangen, Otternbrut, wie solltet ihr dem Gericht der Gehẹnna entfliehen? 34 Darum siehe, ich sende Propheten und Weise und öffentliche Unterweiser zu euch. Einige von ihnen werdet ihr töten und an den Pfahl bringen, und einige von ihnen werdet ihr in euren Synagogen geißeln und von Stadt zu Stadt verfolgen, 35 damit alles gerechte Blut über euch komme, das auf der Erde vergossen worden ist... “
da wiederholt sich wieder mal die Geschichte!
Vor wenigen Jahrhunderten waren Luther / Calwin / Zwingli und Co. den katholischen Geistlichen ein Dorn im Auge und inzwischen kräht kein Hahn mehr nach! Sogar über die eigentlich diskriminierende bezeichnung als Protestant regt sich keiner mehr auf!
Wenn die Zeugen Jehovas also dem Staat gegenüber rechtstreu sind, sollen sie den Status doch bekommen ... eine Menge von Organisationen haben den Status doch schon längst!
Und wenn die Großkirchen da was gegen haben und ihre Sektenbeauftragten auf diese hetzen, kann man das ja auch nachvollziehen: McDonalds würde BurgerKing oder KFC auch nicht gerne in der Nachbarschaft haben! Konkurrenz bleibt Konkurrenz und wird nun mal mit allen Mitteln bekämpft, auch bei den Kirchen!
ERGO: in ein Paar Jahrhunderten wird man sich auch nicht wundern, wieso man sich über dieses Anerkennungs-Geschichte je aufgeregt hatte.
.. was mich immer wieder wundert: wieso wird Sientology immer noch als eine Kirche bzw. religiöse Vereinigung angesehen, denn inzwischen sollte doch jeder wissen, dass es sich um ein gewinnorientiertes Unternehmen handelt!
Druck
Die Zeigen Jehovas sind und bleiben eine gefährliche Sekte, die man mit allen staatlich zur Verfügung stehenden Mitteln bekämpfen muss.
Jeder der meint, sie wären keine Sekte, sie wären ja so harmlos-der hat noch nie erlebt, was mit jemanden passiert, der "aussteigen" will, der hat noch nie erlebt, wie sehr diese Sekte ihre Mitglieder für sich einnimmt aund mit einer schier unvergleichlichen Absolutheit für sich einnimmt.
Aber alles in allem ein grundsätzliches Problem, so sind Konvertiten aus muslimischen Glaubensgemeinschaften, Frauen innerhalb selbiger auch massiven Druck ausgesetzt.
Es wird Zeit, dass wir wieder neben Einigkeit auch Recht und Freiheit zu betonen beginnen!
Einigkeit und Recht und Freiheit
Wie passt das denn?
Sie sagen, dass wir wieder mehr Wert auf Recht und Freiheit legen sollten und erklären im gleichen Atemzug, dass der Staat schärfer gegen bestimmte Religionsgemeinschaften vorgehen sollte. Wo bleibt da Recht und Freiheit (eben auch Religionsfreiheit)?
Was ihre restliche Argumentation bzgl. Aussteiger betrifft:
Niemand wird gezwungen ein Zeuge Jehovas zu werden. Und wer einer wird, hat sich da bewusst für entschieden und weiß, welche Konsequenzen es hat, wenn er sich einmal wieder loslösen möchte.
Außerdem: wer will da schon wieder raus?
Ich für meinen Teil fühle mich da jedenfalls pudelwohl und bin mir sicher, dass das auch so bleiben wird!
Betreuung
Ich netreue seit 20 Jahren als Polizistin "Aussteiger". Ich kann meinem Vorredner, auf den Sie sich beziehen, nur bestätigen bezüglich der Zeugen Jehovas und der Muslime. Auch wenn sich dies nicht auf diese Gemeinschaften beschränkt.
Ich darf Ihnen keine konkreten Zahlen und Beispiele nennen, aber ich kann Ihnen versichern, dass wir auch Zeugen Jehovas bzw. ehemalige Zeugen Jehovas betreuen und schützen müssen. Auch die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen unserer Dienststelle sind schon bedroht und mit Klagen überzogen worden-wer das Beamtenrecht kennt, weiß um die Konsequenzen.
Um Ihre Frage, wer denn schon aussteigen will, zu beantworten: Vorrangig sind es Jugendliche bzw. junge Erwachsene, die durch ihr Elternhaus in diese Glaubensgemeinschaften gebracht wurden, nun sich aber löslösen wollen. Ihre gehässige Bemerkung trifft vorrangig schwache, z.T. psychisch zermürbte, Menschen, die eben nicht um die Konsequenzen wussten, als sie "einstiegen". Diese Menschen wurden sehr wohl gezwungen Jehovas Zeuge zu werden, eine davon emanzipierte Lebensweise soll ihnen aber verwehrt werden. Ihre Bemerkung ist frech und impertinent-denn zweifelsohne wissen Sie um diese Umstände.
Es gibt keinen Fall aus den kirchlichen Gemeinschaften bzw. aus den Gemeinschaften, die als Glaubensgemeinschaften vom Staat anerkannt sind-mit Ausnahme der muslimischen-bei dem es zu einem Schutzprogramm kommen muss. Auch die Probleme mit der Neuapostolischen Kirche liegen weit zurück und somit vor meiner Dienstzeit.
Ihr Zitat: "Und wer einer wird, hat sich da bewusst für entschieden und weiß, welche Konsequenzen es hat, wenn er sich einmal wieder loslösen möchte.", zeigt also deutlich auf, worauf es hinausläuft. Ihre Worte sind unzeifelhaft als eine Drohung zu verstehen. Und darum schließe ich mich an: Neben Einigkeit muss auch Recht und Freiheit auf religiöse Selbstbestimmung verteidigt werden: konkret gegen Sekten und die muslimische Glaubensgemeinschaft, wenngleich gegen letztere nicht generell.
Der Begriff Sekte ist hier, wie auch im Kontext von evangelisch.de, nicht theologisch (so sind z.B. nach jüdischer Theologie alle christlichen Glaubensgemeinschaften Sekten) gemeint. Sie ist rechtsstaatlich gemeint, eine juristische Definition also. Und danach sind die Zeugen Jehovas für mich eine Sekte. Und solange Drohungen, wie von Ihnen geäußert, Mainstream in dieser Gemeinschaft sind, solange bleiben sie es auch für mich.
Das Recht auf religiöse Selbstbestimmung ist ein unveränderbares Grundrecht. Und der Staat tut gut daran gegen alle vorzugehen, die meinen über dieses individuelle Recht für andere bestimmend entscheiden zu wollen. Und Sie zeigten durch Ihre verbale Drohkulisse sehr deutlich auf, dass Jehovas Zeugen eben doch (noch) dazu gehören. Insofern passt das Verteidigen von Recht und Freiheit und das gleichzeitige schärfere Vorgehen gegen selbsernannte Glaubensgemeinschaften, die diese Rechte und Freiheiten des Einzelnen nicht zu akzeptieren bereit sind, sehr gut zusammen, mehr noch: Es ist zwingend!
Religionsfreiheit
In Deutschland scheint man sich erst daran gewöhnen zu müssen, dass Menschenrechte für alle gleich sind. Ich gratuliere jedenfalls den Zeugen zu diesem Gewinn.
Ich brauche auch keine staatlichen Stellen, die mich über eine bestimmte Religionsgemeinschaft aufklären. Der Staat ist nicht ohne Grund zu weltanschaulicher Neutralität verpflichtet.
Gleiches Recht für alle
Artikel 4 Grundgesetz garantiert die freie Religionsausübung und so ist es auch nur logisch, dass dieses Recht in die Tat umgesetzt wird. Anstatt über den "besten" Glauben zu streiten ist es für eine pluralistische Gesellschaft nur angemessen, dass man sich gegenseitig respektiert und mit einander kommunziert. Die Zielsetzung von Religionen besteht darin den Menschen Werte zu vermitteln, die ein besseres Miteinander gewährleisten sollen. Solche Ansätze findet man bei allen Religionen. Jeder muss für sich selber entscheiden können was sein Weg ist, ohne Bevormundung.
Frank Busch, Hamburg
Korrekte Information über Blut wäre sinnvoll
Jehovas Zeugen machen das alles freiwillig.
Das amerikanische Militär ist ab sofort angehalten worden, die Methoden, zur blutlosen Chirurgie anzuwenden, die sie durch den Umgang mit Zeugen Jehovas gelernt haben. Siehe Filmberichte aus Amerika. Siehe Link:
http://www.youtube.com/user/Lekozza#p/a/u/0/JAWhRqCjT9w
Es gibt immer mehr Zentren und Ärzte, die zur blutlosen Chirurgie wechseln, weil sie kostengünstiger und schonender und erfolgreicher ist als Bluttransfissionen zu verabreichen.
02
Es ist interessant zu beobachten, dass alle Vorwürfe, die man den Zeugen Jehovas macht, sich auf Glaubenslehren beziehen, die biblisch fundiert sind. Die großen Kirchen distanzieren sich von diesen Lehren, weil es unbequem ist und sie sich den Hass vieler zuziehen würden. Wie viel mehr Mitglieder könnten die Zeugen Jehovas haben, wenn sie auf das Ausleben „unbequemer“ Gebote verzichten würden, wie z.B. sich des Blutes zu enthalten (Apostelgeschichte 15:28,29), „Aussteiger“ zu meiden (2. Johannes 10-11) sowie dem Auftrag Jesu nachzukommen, von Haus zu Haus missionieren zu gehen (Matthäus 28:19,20)?
Jesus sagte, dass man seine Nachfolger meiden würde, sie hassen und verfolgen.
(Johannes 15:20) „Behaltet das Wort im Sinn, das ich euch gesagt habe: Ein Sklave ist nicht größer als sein Herr. Wenn sie mich verfolgt haben, werden sie auch euch verfolgen; wenn sie mein Wort gehalten haben, werden sie auch das eure halten.“
Trifft das nicht auf Jehovas Zeugen heute zu? Oder anders gefragt: Trifft es so auch auf die großen Kirchen zu, oder ist es nicht so, dass diese sich durch eine Verwässerung der biblischen Lehren bei vielen Liebkind gemacht haben, nur um nirgends anzustoßen? Das war in beiden Weltkriegen so, und ist jetzt nicht anders. Jehovas Zeugen dagegen, haben sich nicht verbogen, um zu größerem Ansehen zu gelangen. Sie wissen, dass sie mit Verfolgung zu rechnen haben. Deshalb haben sie sich auch geschlossen wie keine andere Religionsgemeinschaft, im Nazideutschland geweigert den Hitlergruß zu zeigen und im Krieg andere Menschen zu töten. Sie haben sich lieber hinrichten lassen, als Gottes Gebote zu übertreten. Das wird bei der ganzen Debatte um deren Anerkennung vernachlässigt. Alle Christen sollten sich daran ein Beispiel nehmen.
01
Ich kann verstehen, dass es für viele schwer zu verstehen ist, dass Jehovas Zeugen jemanden meiden, der kein ZJ mehr sein möchte. Aber so schwer es sein mag, es ist der biblische Weg. Wer davon überzeugt ist, dass die Bibel das Wort Gottes ist, der sollte sich auch daran halten, und sich nicht nur die Lehren herauspicken, die einem passen. Der Apostel Johannes schrieb in Bezug auf jemanden, der der damaligen Christengemeinde den Rücken kehrt:
(2. Johannes 10-11) . . .Wenn jemand zu euch kommt und diese Lehre nicht bringt, so nehmt ihn niemals in euer Haus auf, noch entbietet ihm einen Gruß. Denn wer ihm einen Gruß entbietet, hat an seinen bösen Werken teil.
Jetzt die Frage an alle, die sich christlich nennen: Haltet ihr euch daran? Es stimmt, das größte Gebot ist die Liebe. Aber ist sie das einzige Gebot? Jesus sagte:
(Matthäus 28:19-20) lehrt sie, ALLES zu halten, was ich euch geboten habe.. . .
Es gibt Gebote Gottes, die einem schwer fallen mögen. Aber würden sie alle durch das Gebot der Liebe aufgehoben, hätte er sie doch garnicht erst aufstellen brauchen, oder?
Zeugen Jehovas - eine Herausforderung an alle Christen
Ich kann verstehen, dass es für viele schwer zu verstehen ist, dass Jehovas Zeugen jemanden meiden, der kein ZJ mehr sein möchte. Aber so schwer es sein mag, es ist der biblische Weg. Wer davon überzeugt ist, dass die Bibel das Wort Gottes ist, der sollte sich auch daran halten, und sich nicht nur die Lehren herauspicken, die einem passen. Der Apostel Johannes schrieb in Bezug auf jemanden, der der damaligen Christengemeinde den Rücken kehrt:
(2. Johannes 10-11) . . .Wenn jemand zu euch kommt und diese Lehre nicht bringt, so nehmt ihn niemals in euer Haus auf, noch entbietet ihm einen Gruß. Denn wer ihm einen Gruß entbietet, hat an seinen bösen Werken teil.
Jetzt die Frage an alle, die sich christlich nennen: Haltet ihr euch daran? Es stimmt, das größte Gebot ist die Liebe. Aber ist sie das einzige Gebot? Jesus sagte:
(Matthäus 28:19-20) lehrt sie, ALLES zu halten, was ich euch geboten habe.. . .
Es gibt Gebote Gottes, die einem schwer fallen mögen. Aber würden sie alle durch das Gebot der Liebe aufgehoben, hätte er sie doch garnicht erst aufstellen brauchen, oder?
Es ist interessant zu beobachten, dass alle Vorwürfe, die man den Zeugen Jehovas macht, sich auf Glaubenslehren beziehen, die biblisch fundiert sind. Die großen Kirchen distanzieren sich von diesen Lehren, weil es unbequem ist und sie sich den Hass vieler zuziehen würden. Wie viel mehr Mitglieder könnten die Zeugen Jehovas haben, wenn sie auf das Ausleben „unbequemer“ Gebote verzichten würden, wie z.B. sich des Blutes zu enthalten (Apostelgeschichte 15:28,29), „Aussteiger“ zu meiden (2. Johannes 10-11) sowie dem Auftrag Jesu nachzukommen, von Haus zu Haus missionieren zu gehen (Matthäus 28:19,20)?
Jesus sagte, dass man seine Nachfolger meiden würde, sie hassen und verfolgen.
(Johannes 15:20) „Behaltet das Wort im Sinn, das ich euch gesagt habe: Ein Sklave ist nicht größer als sein Herr. Wenn sie mich verfolgt haben, werden sie auch euch verfolgen; wenn sie mein Wort gehalten haben, werden sie auch das eure halten.“
Trifft das nicht auf Jehovas Zeugen heute zu? Oder anders gefragt: Trifft es so auch auf die großen Kirchen zu, oder ist es nicht so, dass diese sich durch eine Verwässerung der biblischen Lehren bei vielen Liebkind gemacht haben, nur um nirgends anzustoßen? Das war in beiden Weltkriegen so, und ist jetzt nicht anders. Jehovas Zeugen dagegen, haben sich nicht verbogen, um zu größerem Ansehen zu gelangen. Sie wissen, dass sie mit Verfolgung zu rechnen haben. Deshalb haben sie sich auch geschlossen wie keine andere Religionsgemeinschaft, im Nazideutschland geweigert den Hitlergruß zu zeigen und im Krieg andere Menschen zu töten. Sie haben sich lieber hinrichten lassen, als Gottes Gebote zu übertreten. Das wird bei der ganzen Debatte um deren Anerkennung vernachlässigt. Alle Christen sollten sich daran ein Beispiel nehmen.
Was mir einfällt zu "Zeugen Jehovas" und "Deutschland",
ist ihre Standhaftigkeit unter beiden deutschen Diktaturen. Insbesondere ihre Haltung zum Kriegsdienst während der NS-Zeit hat immer großen Eindruck auf mich gemacht. Zeugen Jehovas gibt es seit über 100 Jahren in diesem Land. Angesichts ihrer Geschichte sind sie eben nicht irgendeine Sekte, sondern eine traditionsreiche Religionsgemeinschaft, mit der man sicher in den Dissenz treten kann, die aber Respekt verdient.
Insofern ist die Anerkennung in Deutschland mehr als überfällig.
Der Schorsch
Anerkennung der Zeugen Jehovas
Ich bin ein Zeuge Jehovas und möchte zu dem Vorwurf Stellung nehmen wir würden Ausgeschlossene unter Druck setzen.
Jeder einzelne Zeuge entscheidet sich selbst als mündiger Mensch- nach einem meist mehrjährigen Bibelkurs- ob er ein Zeuge Jehovas werden will oder nicht.
Während dieser intensiven Bibelarbeit lernt man auch die Gesetze Gottes kennen, wie z.B die zehn Gebote und viele andere biblische Lebensregeln.
Jehovas Zeugen sehen sich als Gemeinschaft diesen biblischen Geboten verpflichtet und von jedem der ein Zeuge Jehovas werden will, erwarten wir ,dass er sich an diese Gebote hält.
Lehnt jemand die biblischen Normen ab, könnte er niemals ein Zeuge Jehovas werden- wir würden eine solche Person nicht taufen, also nicht in unsere enge Gemeinschaft aufnehmen.
Erst wenn jemand bereit ist einen unchristlichen Lebenswandel aufzugeben (z.B Sex vor der Ehe, Alkoholmissbrauch, Ehebruch……) könnte er ein Zeuge werden.
Dies sind die Regeln in unserer Gemeinschaft.
Was aber wenn jemand diese Regeln missachtet wenn er bereits ein Zeuge Jehovas ist?
Nun, wir alle können in eine Situation kommen in der wir vielleicht schwere Fehler begehen.
Da wir an Jesu Christi wertvolles Opfer glauben, sind wir der Überzeugung, dass er auch für unsere Schuld gestorben ist.
Wer einen schweren Fehler bereut, kann sein Verhältnis zu Gott wieder in Ordnung bringen und ein Glied der Versammlung bleiben.
Wer aber reuelos einen schlechten Lebenswandel führt wird aus der Gemeinschaft ausgeschlossen.
Er darf zwar die Zusammenkünfte weiter besuchen , aber wir schränken den engen Umgang mit einer solchen Person ein, bis er wieder zur Besinnung kommt. Dies ist exakt die Vorgehensweise wie sie uns die Bibel in 1. Korinther 5:13 empfiehlt.
Wir setzen niemanden unter Druck ,genaugenommen geschieht das Gegenteil ,wir lassen ihn in Ruhe und akzeptieren seine Entscheidung.
Ich kann an dieser Vorgehensweise nichts Negatives finden, im Gegenteil: Mir gibt die Bibel und meine Gemeinschaft die Orientierung die ich brauche – eine Hilfe Gut und Böse zu unterscheiden.
Siegfried
In der Bibel steht
Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde und betet für die, die euch verfolgen, damit ihr Söhne eures Vaters im Himmel werdet; denn er lässt seine Sonne aufgehen über Bösen und Guten, und er lässt regnen über Gerechte und Ungerechte. Wenn ihr nämlich nur die liebt, die euch lieben, welchen Lohn könnt ihr dafür erwarten? Tun das nicht auch die Zöllner? Und wenn ihr nur eure Brüder grüßt, was tut ihr damit Besonderes? Tun das nicht auch die Heiden? Ihr sollt also vollkommen sein, wie es auch euer himmlischer Vater ist.
– Matthäus[B 99]
Ja, was denn jetzt? Ich denke, Gott hat Euch die Bibel geschenkt und alles was darin steht ist wahr. Dann mal los, liebt auch uns und die, die Euch den Rücken kehren.
Chris
In der Bibel steht
Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde und betet für die, die euch verfolgen, damit ihr Söhne eures Vaters im Himmel werdet; denn er lässt seine Sonne aufgehen über Bösen und Guten, und er lässt regnen über Gerechte und Ungerechte. Wenn ihr nämlich nur die liebt, die euch lieben, welchen Lohn könnt ihr dafür erwarten? Tun das nicht auch die Zöllner? Und wenn ihr nur eure Brüder grüßt, was tut ihr damit Besonderes? Tun das nicht auch die Heiden? Ihr sollt also vollkommen sein, wie es auch euer himmlischer Vater ist.
– Matthäus[B 99]
Ja, was denn jetzt? Ich denke, Gott hat Euch die Bibel geschenkt und alles was darin steht ist wahr. Dann mal los, liebt auch uns und die, die Euch den Rücken kehren.
Chris
dieser ewige Streit
hört endlich auf dieses ewig unnütze Buch zu lesen und es immer wieder zu zitieren! Wer beginnt zu denken und nicht zu glauben hat eine reale Chance auf dieser Welt sein Glück zu finden und muss nicht ein Leben lang einem imaginären Gott hinterher denken. Ihr werdet Gott nicht in der Welt finden da er nur in euren Köpfen existiert! Kein Menschliches Werk hat so viel Tot und Elend bereitet wie die Bibel. Vernichtet, ja verbrennt sie und die Menschheit hat eine Chance auf ein Leben Frieden.
JS
Ja klar
Sie machten ja auch sonst nur gute Sachen.
Abscheulich.
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