"Klimaneutrale" Produkte führen Kunden oft hinters Licht

Foto: vzbv

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Werbung - Begriffe wie "klimafreundlich" und "klimaneutral" tragen eher zur Verwirrung als zur Information der Kunden bei. Darauf weisen die deutschen Verbraucherzentralen hin. Sie haben gemeinsam mit anderen Organisationen im Internet eine Aufklärungskampagne gestartet.

So glauben laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts TNS Infratest 23,5 Prozent der Befragten, dass ein als "klimaneutral" bezeichnetes Produkt das Klima gar nicht belastet. 40,8 Prozent sind überzeugt, dass es für das Klima weniger schädlich ist. Jeder Zehnte ist der Meinung, dass eine "klimafreundliche" Ware das Klima gar nicht belastet.

Die Erhebung wurde von der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) am Mittwoch in Berlin veröffentlicht. "Die Begriffe vermitteln den falschen Eindruck, dass in der Herstellung oder Bedienung der Produkte weniger oder gar kein CO2 entsteht", sagte vzbv-Vorstand Gerd Billen. Die Verbraucherschützer wollen gegen rechtlich bedenkliche Werbung in diesem Bereich vorgehen, um Unklarheiten zu beseitigen und Standards für die Nutzung der Begriffe zu schaffen.

Mehr Transparenz gefordert

Nach vzbv-Angaben werben die Hersteller mit dem Begriff "klimaneutral", wenn ein Teil der Einnahmen für das Produkt in CO2-kompensierende Projekte wie Aufforstungsarbeiten fließt. Als "klimafreundlich" werde ein Produkt häufig bereits dann bezeichnet, wenn die mit ihm verbundene CO2-Belastung nur geringfügig unter dem Durchschnitt liege. "Die Verbraucher benötigen mehr Transparenz. Erforderlich sind verbindliche Standards für Werbung mit Klimaschutzargumenten", so Billen. Oberstes Ziel müsse außerdem die Vermeidung, nicht die Kompensation von CO2 sein.

In einem Positionspapier zum Weltklimagipfel in Kopenhagen, der am Montag beginnt, ruft der Bundesverband dazu auf, bis 2050 ein CO2-freies Wohlstandsmodell und eine emissionsfreie Stromversorgung zu schaffen. "Die Bundesregierung muss sich in Kopenhagen für eine Reduktion der Treibhausgase bis 2050 um 95 Prozent im Vergleich zu 1990 einzusetzen", verlangte Billen. Die Europäische Union habe sich zu einer Reduktion von 80 bis 95 Prozent bekannt, Deutschland müsse jedoch eine Führungsrolle beim Klimaschutz einnehmen.

Kampagne gestartet

Unter dem Motto "für mich. für dich. fürs klima." rufen die Verbraucherzentralen die Verbraucher auf, ihnen Hinweise über Werbung mit Klimaschutzargumenten mitzuteilen, direkt bei den Verbraucherzentralen oder im Internet unter www.verbraucherfuersklima.de. Initiator ist ein Bündnis aus vzbv, den 16 Landes-Verbraucherzentralen, Deutschen Mieterbund (DMB), der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO), dem Verkehrsclub Deutschland (VCD), dem VerbraucherService (VS) im Katholischen Deutschen Frauenbund und Germanwatch.

evangelisch.de

Kommentare

Verfasst von Gast am 3. Dezember 2009 - 11:16.

RE: "Klimaneutrale" Produkte führen Kunden oft hinters Licht

Die Klimalüge an sich führt die Bevölkerung seit zehn Jahren hinters Licht....

Die Klimalüge an sich führt die Bevölkerung seit zehn Jahren hinters Licht. Seit 1998 wird es nicht mehr wärmer, zudem wurden anscheinend massiv Daten gefälscht, die nicht ins politisch korrekte Bild passen.

Die sogenannte 4. Gewalt im Staat - die Presse - versagt angesichts dieses Schmierenthetaers komplett. Im Ausland wird heftig über "Climategate" publiziert, und bei uns? Es darf anscheinend nicht wahr sein, was dem Glaubensbekenntnis der am schnellsten wachsenden Religion widerspricht. Sind wir wieder im Mittelalter angelangt? Macht die Kirche schon wieder mit bei der Dämonisierung Andersdenkender als Häretiker und Ketzer? Man glaubt es kaum, wenn man in der Presse liest, der Bundestag beschließt, es dürfe keinesfalls um mehr als 2 Gard wärmer werden... oh mein Gott, wo sind wir eigentlich hingekommen??? Hochbezahlte Politiker beschließen so etwas? Was um Himmels willen haben die eingenommen?

Es darf keine Denkverbote geben. Und auch die Kriche muß hier kritisch in alle Richtungen sein. Sonst kommt sie endgültig unter die Räder.

Verfasst von Gast am 18. Dezember 2009 - 23:50.

RE: RE: "Klimaneutrale" Produkte führen Kunden oft hinters Licht

Klimaneutrale Produkte – warum entsteht sofort Misstrauen und Kritik. Es ist...

Klimaneutrale Produkte – warum entsteht sofort Misstrauen und Kritik.

Es ist schon etwas befremdend, wenn Firmen und Unternehmer in Deutschland versuchen etwas Gutes für die Umwelt zu tun, z.B. freiwillig klimaneutrale Produkte anzubieten, dann sind sofort Zweifler und Kritiker am Thema.
Hingegen wenn mit billig, billiger und Geiz ist... geworben wird, ist das in Ordnung und kein Zweifler oder Kritiker kommt auf die Idee nachzufragen wie ökologisch die Ware produziert wurde.

Verkehrte Welt – warum muss sich ein Unternehmer mit umweltfreundlicher Einstellung und mit klimafreundlichen, ökologischen Produkten immer wieder rechtfertigen und die vielen anderen Anbieter kommen, dadurch das sie nichts für die ökologische Produktion tun, erst gar nicht ins Gerede.

Wir alle sollten die Unternehmer, die auf freiwilliger Basis klimaneutrale Produkte anbieten, unterstützen und umweltfreundlichen Waren den Vorzug geben – die Welt gehört nicht uns.

Klimaneutralität bedeutet den Ausgleich von schädlichen Treibhausgasen, das heißt:
unvermeidbare CO2-Emissionen, welche bei der Produktion von jeglichen Waren entstehen, werden berechnet und durch Neutralisation oder durch die Einsparung der berechneten Emissionsmenge an anderer Stelle wieder ausgeglichen.

Natürlich ist es zwingend nötig alle vermeidbaren Emissionen auf das Minimum zu reduzieren, dann ist es auf jeden Fall löblich, die verbleibenden unvermeidbaren Emissionen durch den Ankauf und Stilllegung von ökologisch hochwertigen Emissionsminderungs-Zertifikaten auszugleichen. Über diese Zertifikate finanzieren sich anerkannte Klimaschutzprojekte in aller Welt, wie zum Beispiel ein Wasserkraftwerk in Guatemala oder ein Windpark in Indien. Voraussetzung ist natürlich, daß es sich um zertifizierte Projekte handelt, die neben ökologischen auch die sozialen Aspekte vor Ort berücksichtigen.
Fazit: klimaneutrale Produkte sind eine sinnvolle Ergänzung im aktiven Klimaschutz.

Bernhard Tokarski
www.senser-druck.de
www.flyer-wahn.eu
www.pix4print.de
Bergstraße 3
86199 Augsburg
anfragen(at)senser-druck.de

Über Senser Druck GmbH:
Wir legen besonderen Wert auf ökologische Produktionsverfahren. Wir „leben“ täglich mit der Verantwortung Klimaschutz. Wir drucken klimaneutral nach dem bewährten ClimatePartner Prozess, wir drucken mit mineralölfreien Biofarben auf Grundlage nachwachsender Rohstoffe wie z.B. Rapsöl und verschiedener Holzöle, wir verwenden nur TÜV-zertifizierten Ökostrom aus Wasserkraft und produzieren mit unserer hauseigenen Solarstromanlage etwa 20 % unseres Strombedarfs selbst. Die Maschinenabwärme unserer Druckmaschinen werden über einen Wärmetauscher zum heizen unserer Buchbinderei genutzt. Die von uns verwendeten Papier sind ausschließlich aus forstwirtschaftlichen kontrolliertem Waldanbau. Unsere Firmenwagen wurden bereits durch spritsparende und kleinere Wagen ersetzt. Wir haben noch viel vor und sind täglich bemüht, den Produktionsablauf ökologischer zu gestalten.

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