Hilfe zur Selbsthilf - Der neue Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel (FDP) hat sich für eine Ausweitung der Mikrofinanzierung in armen Ländern ausgesprochen. Dort bestehe eine permanente Kreditklemme.
"Ich möchte, dass in Zukunft noch mehr Menschen Zugang zu Finanzdienstleistungen haben und somit die Chance, sich aus eigener Kraft zu entwickeln", sagte Niebel am Freitagabend in Berlin bei seinem ersten öffentlichen Auftritt im Amt. Kleinstkredite seien ein "urliberales Instrument der Hilfe zur Selbsthilfe".
Dem Minister zufolge müssen kleine und mittlere Unternehmen in Entwicklungsländern besser mit Kapital versorgt werden. Für sie bestehe eine Art "permanente Kreditklemme", unterstrich Niebel. Der ländliche Raum brauche zudem angepasste Finanzprodukte. Agrarbetrieben müssten Versicherungen angeboten werden, da Kleinbauern stark dem Risiko von Dürren, Überschwemmungen und Missernten ausgesetzt seien.
Potenzial der armen Menschen nutzen
Niebel plädierte auch dafür, Mikrofinanzinstitutionen besser vor den Auswirkungen der Wirtschafts- und Finanzkrise abzusichern. Nur wenn das Potenzial der Milliarden Armen als wirtschaftlicher Faktor gefördert werde, könne nachhaltige Entwicklung gelingen, sagte Niebel in Anwesenheit des Friedensnobelpreisträgers und Erfinders der Mikrokredite, Muhammad Yunus, aus Bangladesch. "Mit der Entwicklungszusammenarbeit tragen wir dazu bei, dass Menschen aus eigener Kraft wirtschaftlichen Wohlstand erlangen", sagte Niebel.
Kommentare
RE: Niebel will mehr Mikrokredite in Entwicklungsländern
Könnten Sie wohl bei evangelisch.de die Regelung einführen, in der Rubrik "Wirtschaft" nur zu bringen, was ein Politiker tut, was er ankündigt dagegen in der Rubrik Religion, Medien oder Unterhaltung. Sie würden sich so erfreulich von gängigen Medien unterscheiden, derer sich die Politiker zur Imgagepflege bedienen. Denn dass ein Wirtschaftsliberaler den armen Ländern hilft, gehört in den Bereich "Wer's glaubt, wird selig."
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