Weihnachtsstern war Raketenteil

Die Himmelserscheinung an Heiligabend

Heiligabend 2011 sorgte ein Himmelsleuchten über Mitteleuropa für Verwunderung, hier fotografiert von Donaueschingen aus. Es war ein Teil einer russischen Sojus-Rakete. Foto: dpa/Jens Borchers

Himmelserscheinung - Der helle Lichtschweif, der zu Heiligabend am europäischen Nachthimmel für Aufsehen gesorgt hat, war ein verglühender Teil einer russischen Sojus-Rakete, die einige Tage zuvor einen Fehlstart hingelegt hatte.

"Es handelte sich dabei um eine Oberstufe der Sojus-Rakete, die kürzlich drei Weltraumfahrer zur Internationalen Raumstation ISS gebracht hat", sagte Bernhard von Weyhe, Sprecher der Europäischen Weltraumbehörde ESA in Darmstadt, am Sonntag der Nachrichtenagentur dpa. Dies hätten Untersuchungen einer ESA-Expertengruppe unter Prof. Heiner Klinkrad eindeutig ergeben.

"Die Raketenteile sind etwa 80 Kilometer über der Erde verglüht. Die Flugrichtung war von Westen nach Osten", erklärte von Weyhe. "Beim Eintritt in die Atmosphäre hatten sie etwa eine Geschwindigkeit von 25 000 bis 28 000 Stundenkilometern." Eine Gefahr für die Bevölkerung habe zu keiner Zeit bestanden. "Je weiter Teile in die Erdatmosphäre eintreten, desto mehr zerbrechen und verglühen sie."

Am 24. Dezember war das Phänomen abends über Teilen Deutschlands, Belgiens, Frankreichs und der Niederlande beobachtet worden. Nach Angaben des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) erreichen jährlich 60 bis 70 Tonnen Weltraumschrott die Erde.

Doch nicht die Kutsche des Weihnachtsmanns

Am Mittwoch war eine Sojus-Rakete vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan gestartet, um drei Weltraumfahrer zur Internationalen Raumstation ISS zu bringen. Am Freitag waren der Russe Oleg Kononenko, der US-Amerikaner Donald Pettit und der Niederländer André Kuipers plangemäß am Außenposten der Menschheit in 350 Kilometern Höhe angedockt.

Das Phänomen war an Heiligabend etwa in Thüringen von Augenzeugen gegen 17.30 Uhr gesehen worden. Sie berichteten von drei glühenden Streifen mit einem breiten Schweif, der sich dann in mehrere Teile zerstreut habe. Um was es sich genau handelte, war zunächst unklar geblieben. Manche spekulierten über den Stern von Bethlehem oder die Kutsche vom Weihnachtsmann.

dpa

Kommentare

Verfasst von Gast am 27. Dezember 2011 - 9:40.

Komet über Frankfurt 2011

So sah das über dem Frankfurter Weihnachtsmarkt aus - mit dem Läuten der...

So sah das über dem Frankfurter Weihnachtsmarkt aus - mit dem Läuten der Glocken im Hintergrund...

http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=XhGdXwCn2tU

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